Über mich

... diese Seite richte ich ein, um meinen LeserInnen und besonders den neu hinzugekommenen, einen Einblick zu geben, wer hier schreibt und was meine Anliegen sind. Ich bin Mutter von drei Töchtern (zwischen 46 und 37) und einem Sohn (40). Und ich bin Großmutter von zwölf Kindeskindern (zwischen 21 und drei Jahr). 


Seit inzwischen Jahrzehnten beschäftige ich mich mit (weiblicher) Geschichte, mit der matrifokalen (mütterbezogen, generationsübergreifenden, geschwisterbasierten) Urgemeinschaft, mit grundlegenden Gesellschaftsstrukturen und den Auswirkungen der patriarchalen Gesellschaft auf Kind, Frau und Mann - also auch mit der Problematik der modernen Kleinfamilie. Ebenso stehen die wirklich wichtigen Frauenthemen in meinem Fokus, wie das Verhältnis von Großmüttern, Müttern und Töchtern, angewandte Schwesterlichkeit und die, auf kollektiver Ebene verlorengegangene, Natürliche Mütterliche Ordnung.

Ich forsche an der Darstellung des uralten Zusammenspiels der Geschlechter unserer Spezies Mensch. Auf den Punkt gebracht, ich untersuche das Menschsein in seiner artgerechten Ausprägung, die eigentliche naturgemäße Daseinsform, die in unserer patriarchösen Gegenwart nicht so recht gelingen will. Jedenfalls verfüge ich über reichlich persönliche Erfahrung und Einsicht in diese Thematik.

Selbstverständlich
gehe ich davon aus, dass es im Anbeginn des Menschseins
im Sinne des menschlichen Kontinuums und über Jahrtausende hinweg, Gemeinschaftsformen in Matrifokalität gab (von manchen als Matriarchate bezeichnet). In diesen matrifokalen Strukturen hatte ebenso der Mann (als Sohn und Bruder) seinen sinnvollen und angestammten Platz. Die patriarchöse Erscheinungsform des Vaters, die weltweit die Hauptrolle unserer androzentrerten Gesellschaft spielt, bedarf einer besonders kritischen Betrachtung. 

Das tragende Element der generationsübergreifenden Fürsorge für den Nachwuchs war von jeher die Müttergemeinschaft (zu der eine jede Frau gehört). Daher betone ich also auch nicht ständig, dass beide, Mann und Frau, zu einer ausgewogenen Gesellschaft gehören.

Über diese Themen diskutiere ich gern mit meinen LeserInnen in der Kommentarfunktion der entsprechenden Beiträge oder über: ursula.marthastochter@gmx.de

In diesem Sinne

Stephanie Ursula Gogolin

 
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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lieb, Frau Gogolin.
Obwohl Mann, beschäftigt mich die Geschichte des Menschen im Allgemeinen wie insbesondere die Geschichte des sog. Patriarchats. Denn wie man unschwer erkennen kann, befindet sich unsere Lebenswelt - auch nach Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte - nach wie vor im absoluten Chaos. Ein globales Inferno aus Schutt und Asche; Destruktivität und Krieg; Tod und Verderben; und am vorläufigen Ende dieser "Entwicklungen" feiern wir den Kapitalismus als "..das beste Wirtschaftssystem, das der Mensch je hervorgebracht hat..". Es scheint sich nichts bewegt zu haben, seit der Mensch aufrecht geht; und der nächste Evolutionssprung lässt hoffnungslos auf sich warten. Das alles scheint zunächt etwas sehr düster gemalt, und dennoch sind all diese Verwerflichkeiten Männergemacht. Überall auf diesem Planeten herrscht Krieg - männergemachter Krieg! Überall Ausbeutung - männergemachte Ausbeutung! Überall Unterdrückung - männergemachte Unterdrückung! Die Liste der Sünden gegen das Leben ließe sich nahezu endlos fortsetzen. Was mich nun interessiert, ist die Frage ob all diese Sünden gegen das Leben, gegen die Umwelt, gegen seinen Nächsten, auch in einer von Frauen gemachten Welt passiert wären bzw. passieren würden, denn ich bin mir nicht sicher, ob eine Mutter wirklich wollen kann, dass ihre Kinder gegen die Kinder anderer Mütter in den Krieg ziehen um sich gegenseitig sinnlos abzuschlachten (nach klaren Regeln, versteht sich)...
Und dennoch emfinde ich es als äußerst schwierig, sich der Beantwortung solch einer Frage aus dem Blickwinkel des jahrtausende währenden Patriarchats zu nähern. Denn egal ob Mann oder Frau, kann man die gedankliche "Zwangsjacke" in der wir "gefangen" sind ja nicht einfach so abstreifen, um dann von draußen - sprich - aus der Vogelperspektive drauf zu schauen. Ähnlich ergeht es m.E. dem Versuch ein anderes Wirtschafssystem zu denken - also den Versuch einer Utopie - solange wir in kapitalistischen Denkstrukturen leben, in die wir ja alle nun einmal hineingeboren wurden ("kapitalism natives"). Aber das nur am Rande.
Ich hoffe, meine Gedanken halbwegs nachvollziehbar dargestellt zu haben und würde mich über ein Feedback freuen.
LG Markus

Stephanie hat gesagt…


Danke lieber Markus für deinen Kommentar ... vorerst einen Link auf meinen kleinen Vortrag, den ich demnächst noch erweitern werde:
http://waschkeller.blogspot.de/p/blog-page.html
hier begann ich die Unterscheidung zwischen der naturgemäßen Entwicklung der menschlichen Spezies und der jüngeren patriarchalen Geschichte der Menschheit aufzudröseln ...es ist meines Erachtens durchaus nicht so, dass seit der Mensch aufrecht geht, nur "...globales Inferno aus Schutt und Asche; Destruktivität und Krieg; Tod und Verderben..." herrschte ... da diese Phänomene die direkte Folge von Herrschaft sind...

zu dem Thema werde ich demnächst einen Blogpost einstellen
allerbeste Grüße Stephanie