17 Dezember 2010

...von Ticken bis TickTack


Immer wieder wundere ich mich, dass sich so viele, besonders Frauen, über die unterschiedlichen Verhaltens- und Ausdrucksweisen von Männern und Frauen wundern. Als dürfte das eigentlich nicht sein, als müssten sie irgendwie basismäßig gleich sein, nach dem Motto: wir sind doch alle Menschen.


JedeR der fast sieben Milliarden Menschen dieser Welt ist nicht nur ein einzigartiges Individuum, sondern wird im Laufe des Lebens phasenweise von seinem innerbetrieblichen Hormoncocktail gesteuert, welcher für die Bandbreite: sehr feminine Frau bis sehr maskuliner Mann, verantwortlich ist. Dazwischen ist eine Menge möglich. 


Die zur Zeit so populäre und fast schon dogmatisch daher kommende Idee des Gender-Mainstreaming ist gut für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit, hat aber nichts mit den biologischen Voraussetzungen unserer Spezies zu tun, was gern mal verwechselt wird, wie mir scheint. Männer und Frauen ticken sehr verschieden, dass wissen wir doch schon lange immer. Und zwar aus begründeten (evolutionären) Ursachen heraus. Aber, da ist dann eben auch noch die kulturelle Konditionierung, die mehr oder weniger gelungene Sozialisation.

Von Louann Brizendine ist inzwischen
auch das Buch: „Das männliche Gehirn“ auf dem Markt („Das weibliche Gehirn“ habe ich ja schon mehr fach angepriesen). Ich werde mir das Buch demnächst doch mal von meiner Tochter ausleihen, denn trotz Brüdern, Freunden, einem Ehemann, einem Sohn, Schwiegersöhnen und einem Enkelsohn, sind mir im Allgemeinen die Phasen des männliche Verhalten und die wenig empathische Denkungsart, auch gelegentlich ein Mysterium.

Ein mir gut bekannter, allein lebender älterer Herr hat in seiner Dreizimmer-Wohnung mindestens zehn Wanduhren mit Zeigern und unterschiedlichen Tick-Tack-Melodien, für mich das reinste FolterDauerorchester. Nach einem dreitägigen Besuch und der Verbannung der Lärmmonster aus dem Raum, in dem ich übernachtete, fragte ich ihn: „...wie hältst du das permanente, penetrante Geticke denn bloß aus?“

„Ach, ich finde das eigentlich ganz schön, da ist wenigstens Leben in der Bude...!“, antwortete er ganz zufrieden.

Ich sah ihn entgeistert an. „Das Geräusch eines mechanischen Gerätes nennst du Leben?“






Kommentare:

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Ja, ja, die Männer mögen halt ihre Technik, die repariert, und auseinander genommen werden kann, wie´s eben beliebt....und zur Not,....kann man sie auch abstellen.
Jörg ist da auch so drauf....ein Uhrensammler....tick tack,...tick tack....tick tack....
...und bevor ich wieder am Thema vorbei rede....Menschen sind wir trotzdem alle, auch wenn wir unterschiedlich ticken...
Du kennst ja unseren ewigen "Streitpunkt",...dem Lichtwesen, der Seele ist es nicht so wichtig, ob Frau oder Masnn. Bei der nächsten Inkarntion machen wir vielleicht unsere Erfahrungen als ein Mann.....wer weiß, wer weiß...grins...nicht böse sein....liebe Stephanie, denn im Grunde,sind wir doch einer Meinung, was diese Ebene betrifft mit den Frauen und Männern...
Sei ganz lieb gegrüßt
Rosi

Grey Owl Calluna hat gesagt…

....jetzt wirst Du mich haßen...?

Stephanie hat gesagt…

...inkarnative Erfahrung hepp oder hopp, die (biologische) Verschiedenheit ist trotzdem da, denn sie ist für die lebendigen Menschen dieser Erde offenbar wesentlich. Wenn das alles so egal ist und die lichten Seelen wie im ikea - Tobeland nur mal so von Dasein zu Dasein hüpfen, wäre jeder verantwortungsvolle Umgang mit Leben überflüssig - das ist mir zu partiarchös, wie du weißt...

... aber ansonsten "hasse" ich dich selbstredend aus liebevollem Herzen (und meine Erfahrungen als Mann habe ich schon hinter mir...) ;-)

liebe Grüße Stephanie

Irmi hat gesagt…

Liebe Stephanie,
auch das TickTack einer Uhr vermag zu beruhigen. Man merkt es nicht mehr - nur, wenn sie plötzlich stehenbleibt.
Männer denken anders als Frauen - und Frauen empfinden anders als Männer. Man kann noch so viele Bücher lesen, es bleibt so. Man kann den Unterschied vielleicht erkennen - aber das ist auch nicht immer gesagt.
Liebe Grüße
Irmi

Stephanie hat gesagt…

Liebe Irmi
Also ich habe eine tickende Uhr immer als störend empfunden, ein künstlicher Rhythmus, der meine schweifenden Gedanken zerhackt.
Bei dem Bücherlesen, so schön wie es ist, handelt es sich auch um eine neuzeitliche Manie, die zum Verstummen beiträgt...
ich wünsch dir schöne Weihnachten
Liebe Grüße
Stephanie

birgit hat gesagt…

meine großeltern hatten so eine alte uhr auf dem schrank die auch noch gongte zu bestimmten zeiten
was habe ich mich gegruselt
ich habe alle ticker aus meiner nähe verbannt
meine lebensgeräusche liefert das radio
jetzt auch nicht gerade DIE kommunikative lösung
aber ich bin auch nicht gerade DER kommunikator hihi die kommunikatora
ich mags gern still
lg birgit

Sica hat gesagt…

Sind Männer und Frauen wirklich von Natur aus verschieden in ihrer Denkweise? Anatomisch sind sie zwar verschieden, aber beide haben ein Hirn. Davon machen sie mehr oder weniger intelligent Gebrauch.

Jungen werden sogar noch heute anders erzogen als Mädchen, die Erziehung ist nicht geschlechtsneutral. Mädchen führen immer noch Puppenwagen spazieren und der Junge bekommt gleich einen Spielecomputer. Deshalb verhalten und reagieren Männer auch heute noch anders als Frauen.

Liebe Stephanie, ich wünsche Dir erholsame Feiertage.

LG

birgit hat gesagt…

ich wünsch dir eine lebendige rauhe zeit voller gespräche lachen und fröhlicher gedanken
allerliebste grüße birgit

365 Tage hat gesagt…

Ich selber steh auf Tick, Trick und Track ;-)

365 Tage hat gesagt…

...und stehe auch nicht auf Geticke. Danke für deinen Besuch! 356 war schlicht ein tippfehler und hat mir dann gefallen...dir auch schöne Neujahrstage (356 oder 365, wie du willst!)