29 Dezember 2009

Tintenherz ohne Herz

Es schien mir an der Zeit nun endlich mal den Bestseller "Tintenherz" von Cornelia Funke zu lesen. Inzwischen gibt es ja bereits Verfilmungen. Also lieh ich mir frohgemut den ersten Band der Trilogie bei meiner Enkeltochter aus.

Das moderne Kinderbuch im Allgemeinen ist zwar nicht wirklich auf die junge weibliche Leserschaft (wenn wir mal von Hanni und Nanni absehen) abgestimmt, aber gerade im Fantasiebereich gibt es bereits reichlich Heldinnen. Die meiste Kinder- und Jugendliteratur scheint immer noch für: Jungen, Jungen und auch Mädchen! geschrieben zu sein. Wobei es sich doch inzwischen herum gesprochen haben müsste, dass lesehungrige Mädchen, die eigentlichen Konsumentinnen sind. Und sie lesen dankbar alles, ob es sich um Harry Potter oder „Biss (dass der Tod euch scheidet)“ handelt. Natürlich auch die, von Cornelia Funke hervorragend geschriebene Tintenherz - Trilogie. Diese hat zwar eine junge Heldin, der Rest der Figuren und die Handlungen bedient jedoch die üblichen Klischees.

Ich bin es jedenfalls Leid (im Kinderbuch) von Schurken zu lesen. Ebenso über die Denkungsart gefühlloser Monster und die Ohnmacht und das Unvermögen der normalen Menschen oder sogenannten Guten.

In diesem ersten Teil sehe ich bisher nicht wirklich einen Hoffnungsschimmer, keine Aussicht auf Gerechtigkeit oder gar ein "Happyend". Die Schauplätze sind unerfreulich und gruselig. Da nutzt es mir nicht, wenn das Grauen und der Horror kunstvoll geschildert werden. Es bleibt einfach eine Welt, in der ich mich weder aufhalten, noch die ich mit meiner Energie füttern möchte. Um der Spannung und Dramaturgie willen findet auch wenig Bewegung statt.

Bis Seite 360 hoffte ich noch, dass der Titel „Tintenherz“ ein liebenswertes Geheimnis in sich birgt. Tinte - blauer Fluss in märchenhafter Landschaft, der die Magie aus der Welt der Geschichten und Legenden in die Welt der Menschen trägt.

Stattdessen sind die Geschichtenwelten mit unglücklichen Menschen und Verbrechern gefüllt. Der schwärzeste Bösewicht gibt dem Buch den Titel. Die einzige weibliche Hauptfigur ist ein männlich dominiertes Kind, das brav über das Lesen den Fantasiekosmos von Männern in sich aufgesogen hat und sich in den geschilderten Ungeheuerlichkeiten zu Hause fühlt. Glück bedeutet dort dem Grauen und dem Schrecken zu entkommen. Die magischen Wesen, die unfreiwillig aus der Bücherwelt herausgelesen wurden, sind per se mit Vorsicht zu genießen. Selbst Feen sind unberechenbar und boshaft.

Die Frauen jedoch, wenn sie denn vorkommen, spielen besonders merkwürdige Rollen in diesem ersten Teil. Sie sind schrullig oder werden im Sklavenstatus gehalten und ständig verängstigt und bedroht.

Ich möchte aber der Autorin zu Gute halten, dass sie wenigstens die Thüringer Waldbewohner kennt, wie die Moosweibchen und die Glasleute. Und dass ihr der Müttermangel in der Literatur aufgefallen ist.

17 Dezember 2009

Alle Jahre wieder

Die meisten Leute
feiern Weihnachten,
weil die meisten Leute
Weihnachten feiern.


sagte Kurt Tucholsky!

06 Dezember 2009

drei in eins

heute
ausschlafen
ein Kaffee am Küchentisch mit nettem Gespräch
(Schwiegersohn bereit Teig für Weihnachtsgebäck)
ich froh darüber ,dass ich das nicht mehr machen muss
Nikolausstiefel ausgepackt
mit Freundin telefoniert
und telefoniert
und telefoniert
beschlossen heute wieder eine Liste in meinen Blog zu setzen
und da ist sie...

gestern
Kindeskind samt Freundin in die Schule geschickt
(Tag der offenen Tür)
noch mal hin gelegt
ach diese Ruhe im Haus
die Künstler sind erwacht
Nudeln für die Kinder kochen
mit Enkelchen viel erzählt und
neuen Abenteuer von Merlin angesehen
Der andere Zwilling ist zurück
Zoff weil die Schwester mit Freundin unrechtmäßig in ihrem Zimmer herum gestöbert und Schaden angerichtet haben
Mediation um eine Prügelei zu verhindern
gemeinsam Musik gehört
getanzt – gelacht – Schlafen gehen
Oma hat Feierabend
Tintenblut angefangen zu lesen

vorgestern
das Auto gepackt
den Kühlschrank ausgeräumt
ein paar Stecker gezogen
Heizung klein gestellt
und Tür zu
im Regen durch die Stadt Richtung A 7
im Autoradio gehört, dass an Frankreichs Schulen mit Würge“spiel“ Kinder Grenzerfahrungen machen wollen und einige dabei ums Leben kamen
Autobahn am Freitag
fünfeinhalb Stunden Autofahrt
gefühlte zehn Baustellen
eine Pause und dabei
Matriaval - Artikel von Gudrun Nositschka gelesen
Stau eines Unfalls wegen
Angekommen
ein Kaffee und die neusten Nachrichten
eine Enkeltochter außer Haus
die andere hat eine Freundin zu Besuch
Tochter und Eidam nach Essen zur Arbeit gefahren
Laptop von Kind ausgeborgt
die Welt ist in Ordnung

03 Dezember 2009

was wichtig ist

aufgestanden und über Reisetasche gestolpert
festgestellt, dass die Wiese vor dem Fenster nicht bereift ist
ein Stück von Hart aber fair in der Wiederholung gesehen
nebenbei Stadtfein gemacht
gefreut, dass die Sonne scheint
zum Auto und
meine Schwester abgeholt
Fahrt zum Friedhof
zum Ohrenarzt
Schwester abgesetzt
(sie ist ein bisschen unglücklich, dass ich jetzt längere Zeit weg bin)
endlich Frühstück
Treppenhaus geputzt
dem Computer gut zu geredet
an einer Seite Text für meine Kindergeschichte gearbeitet
Kinderlieder von Zuckowski und
Somewhere Over the Rainbow mit Israel Kamakawiwo'ole.
abwechselnd gehört
richtig gute Laune gekriegt
einmal durch die Wohnung getanzt
auf dem Balkon Vogelfutter gestreut
statt Mittagessen Küche aufgeräumt
über Post von Freundin Ulrike gefreut (MatriaVal-Heft Nr. 9)
letzte Sachen zusammengepackt
ein wichtiges Telefonat geführt
noch schnell einen Kaffee getrunken
meinen Pflanzen erzählt, dass sie jetzt eine Weile allein bleiben müssen
für die Reisegeister geräuchert
die Wohnung gesaugt
einem leichten Anflug von Melancholie nachgegeben
Anruf von Tochter bekommen
sie ist froh, dass ich morgen da bin

02 Dezember 2009

ein Alltag

Ausgeschlafen
mit einer Freundin telefoniert
nebenbei gefrühstückt
versucht meinen Computer zu überreden sich nicht aufzuhängen
Dateien auf USB Stick kopiert
ein paar wichtige Sätze nachgetragen
Emails abgerufen und gleich in den Papierkorb gekickt
Videorekorder programmiert
Auto aus der Garage geholt
meine Schwester abgeholt
mit ihr zum Friedhof gefahren (sie möchte täglich das Grab ihres Mannes besuchen)
Weiter zum Augenarzt
Schwester abgesetzt
an der Kreuzung falsch abgebogen
die Gelegenheit genutzt und schnell bei Aldi eingekauft
bei einer Behörde ein Antrag reingereicht
zum Tanken
in den Nachbarort (15 km) zur Tochter gefahren
ein Enkelkind in der Schule, das andere krank zu Hause
Konferenz über Weihnachtsgeschenke abgehalten
Mittagessen
zum Spielzeugladen gegangen
Caros Geburtstagskiste eingerichtet
viel gelacht
einen Kaffee mit der Tochter getrunken
Verabschiedet (fahre für drei Wochen zu der anderen Tochter)
wieder nach Hause gefahren
auf der Heimfahrt laut "Winterkinder" mitgesungen
Wäsche abgenommen
Bücher und Stiefel aus dem Keller geholt
ein Schwätzchen mit der Nachbarin gehalten
die erste Reisetasche fertig gemacht
Kinderbuchklassiker in Weihnachtpapier gepackt zum Mitnehmen
Noch ein Buch bei Amazon bestellt
Schnell mal ein paar Blogs gelesen
Toast verbrannt
Salatgurke und Butterbrot gegessen
Reise – Check – Liste abgehakt
Räucherkerzchen angezündet

alles in allem ein schöner Tag

02 November 2009

Abartig

Ein Art Meditationstext

Stellt euch doch einmal vor
die Teenager bräuchten
sich nicht abzunabeln.
Nicht weg gehen müssen.
Keine Trennung!
Die Töchter blieben einfach da
wo ihre Mütter sind.
Ganz gleich ob es dort einen Vater
oder einen Gefährten der Mutter gäbe.
Sie hätte dort immer ihren
angestammten Platz -
um in Freiheit erwachsen zu werden -
sich ihrem weiblichen Weg zuzuwenden!
Sie würde am Morgen
ihren Schwestern
und Brüdern begegnen.
Geschützt im Kreis der Frauen
ihre Ausbildung beenden -
ihre Arbeit tun -
ihren Liebsten empfangen.
Sie wüssten im Haus der Mutter
ihre Kinder gut aufgehoben!

Ein Leben lang bei meiner Mutter wohnen?
Was für ein abartiger Gedanke,
sagte die Fünfzehnjährige…

08 Mai 2009

Soll es so bleiben, wie es ist?


Wenn Freundin A mir nicht nur Instruktionen gibt, sondern sie auch noch detailliert ausarbeitet im Sinne von: „… und dann sagst du ihr dies und jenes, sage ihr ruhig, dass du…“ oder Freundin B sich ähnlich aufführt, wie meine ältere Schwester, mich an Briefschuld erinnert und Angst hat, es fällt auf sie zurück, wenn ich mich nicht normgerecht verhalte, dann könnte ich brav den Vorgaben folgen und „lieb“ sein oder renitent fragen: hast du kein anderes Objekt zum Erziehen?

Wenn mich die Verkäuferin an der Kasse anmauzt (was heute viel seltener vorkommt, als noch vor Jahren) oder ein ungeduldiger Zeitgenosse mich fast über den Haufen rennt, dann lächele ich.

Wenn eine von den jungen, flotten Powerfrauen die Augen verleiert, ob meiner Langsamkeit oder Begriffsstutzigkeit, sage ich nicht: komm erst mal in meine Jahre, sondern stehe still und sehe sie freundlich an.

Wenn Freundin C mit ihrem unermüdlichen Aktionismus versucht mir ein Beispiel zu sein für den allerorten gelobten Status einer „jungen Alten“, dann bleibt mir nur heitere Nachsicht.
Entschleunigung, Freundlichkeit, Lachen ist eine Strategie, die viele Situationen entschärft, wo ernste, gut gemeinte Worte, lange Vorträge oder eine strenge Mine wenig nützen.
Und ich lache auch, wann immer mir danach zumute ist. Auch einer tristen Alltäglichkeit kann ich humorvolle Seiten abgewinnen. Ein bisschen Ironie oder gar Sarkasmus, schadet auch nicht von Zeit zu Zeit.

Aber was sagt die Psychologie dazu?

"Ständiges Lachen deutet auf Unsicherheit hin."
Besonders Frauen versuchen sich so beim Gesprächspartner anzubiedern. Ihn in Sicherheit zu wiegen, von Unzulänglichkeiten abzulenken, sagen die Psychologen.

Ich lächele oder lache trotzdem. Nicht um den Werten der Kleingeister zu huldigen oder mich einzureihen, sondern um die, manchmal mühsam gehaltene Welt, meiner Gegenüber nicht ins Wanken zu bringen. Und natürlich beteilige ich mich auch hin und wieder an den herkömmlichen Spielchen, aber weniger um starre Formen zu bedienen, sondern um Menschen nicht zu verletzen.

Lachen kann Kartenhäuser zum Einsturz bringen, Dogmen in Frage stellen, sogar Böden unter den Füßen weg ziehen. Das haben auch schon andere erkannt. Heutzutage werden unliebsame Weiber auch nicht mehr einfach weggesperrt oder gar verbrannt, sondern zum Beispiel gern der Lächerlichkeit preisgegeben, was auch seine Wirkung hat.

Mein fröhlicher Langmut und die mir oft fehlende Akzeptanz der Konventionen, wird mir von einigen als bedenkliche Schwäche ausgelegt oder von anderer Seite als mangelnde Loyalität.

Doch kaum eine fragt mich, warum schwimmst du nicht gern im Mainstream?
Oder, wäre es für mich lohnenswert, das Gleiche zu tun?
Ist es für eine weise Alte angemessen, sich einfach mal anders zu verhalten?
Welche Erfahrung hast du damit gemacht?
Und welche Gefühle ergaben sich für dich daraus?
Warum bist du wie du bist?

Ich würde auf jeden Fall antworten.

12 März 2009

GroßmutterGedanken


Adele Sandrock, raubeinige Schauspielerin aus frühen Filmtagen, soll einmal gesagt haben: „Viele Kinder sind deshalb verzogen, weil man Großmütter nicht übers Knie legen kann.“


Sie brachte also in einem verheerendem Satz zum Ausdruck, dass Kinder nicht von Großmüttern „erzogen“ werden sollten. Wohl, da sie in der damaligen vorherrschenden öffentlichen Meinung zu nachgiebig oder zu sentimental an die hehre Aufgabe des Kinderdrills herangehen. Dafür verdienten sie, die Großmütter, eigentlich übers Knie gelegt zu werden, anstatt der Kinder!

Natürlich hätte die unbotmäßige Brut, auf Grund ihres Fehlverhaltens oder mangelnden Gehorsams gelegentlich körperliche Sanktionen durchaus „verdient“. Und damit die Großmütter wissen, wo ihre Befugnisse (nicht) liegen und sie die elterliche Macht nicht unterlaufen, werden diese auch gleich mit in die Schranken gewiesen.

In dieser Vorstellungswelt lebten, die mich umgebenden Generationen als ich Mutter wurde. Zum großen Teil geistern diese Art Vorbehalte noch heute durch die elterlichen „Erziehungsmaßnahmen“, insbesondere was den Ausschluss jeder weiteren Zuwendungsperson im Einzugsbereich der Kinder betrifft.

Mit einem Satz: „Vertrau nicht den Großmüttern, denn sie wissen nicht was sie tun!“

Und leider sind auch viele Großmütter der gleichen Meinung und pochen auf ihr Recht als verwöhnende Ausnahmekontaktperson.

Die legitimierte Kindererziehung liegt also selbstverständlich möglichst ausschließlich in den Händen der Eltern oder dem, von ihnen ausgewählten (und für die Kinder in der Regel fremden) Erziehungspersonal.

Im öffentlichen Bewusstsein ist aus einem „mit Kindern leben“, ein „Kinder haben“ geworden. Schlimmer noch, Kinder hat man eine Weile und dann hat man sie eben nicht mehr. Sie wachsen heran und „haben dann ein eigenes Leben“, so als hätten sie zuvor kein solches gehabt. Als wären sie ein Teil des Lebens der Eltern gewesen, fremdbestimmt auf den Moment wartend sich der erdrückenden Vereinnahmung zu entledigen. Später haben sie dann eigene Kinder, mit denen sie Vater – Mutter – Kind spielen dürfen. Das Wort Mutter- oder VaterRolle ist in unserem Sprachgebrauch denn auch sehr beliebt.

Und es scheinen Spiele auf Zeit zu sein! Erst leben und dann Kinder haben oder umgekehrt.
Als Großmutter bin ich da auch nur bedingt eingebunden. Die nette Oma – Rolle sagt selten etwas darüber aus, dass Kindeskinder kaum wissen, dass die Großmutter nicht nur zur „Familie“ gehört, sondern die Enkel eigentlich ihre Familie sind und bleiben.

Stephanie


Anhang:

Das Aufmerksamkeitsdefizit, eine (med.) Bezeichnung für das Verhalten von Kindern, die nicht aufmerksam auf ihre Umwelt reagieren, sagt übrigens nichts darüber aus, wieviel und in welcher Qualität das betreffende Kind Aufmerksamkeit von seinem Umfeld erhält.


04 Januar 2009

Gedanken zum Jahreswechsel


Wenn Vorteile zu Nachteilen werden…
Bei einem Optimisten ist der Becher halbvoll und bei einem Pessimisten ist er halbleer!
Wir alle kennen diesen Spruch und Optimisten sind heute mehr denn je gefragt.
Aber halbvoll oder halbleer ist nicht nur eine subjektive Weltsicht, sondern auch eine physikalische Tatsache und eine Frage nach dem „wieviel hatte ich schon"?
Wie oft habe ich beim Einschenken gehört oder selbst gesagt: Bitte nur Halb (voll)!
Ist also „halbvoll“ die Selbstbeschränkung der Optimisten? Und „halbleer“ das Bedauern der Pessimisten, dass die Fülle zur Neige geht?
Ich bezeichne mich eher als RealistIn. Als Jungfrau – Geborene ist mir eigentlich Optimismus sowohl auch Pessimismus zuwider.
Nüchterne (weibliche) Betrachtung ist heute immer noch wenig geschätzt. Deshalb sind die angeblichen Pessimisten, respektive der Jungfrauen – Charakter nicht sehr beliebt. Die Erdzeichen sind zwar alle so etwas wie Wirklichkeitsmenschen. Jedoch die Wahrnehmungsfähigkeit der Jungfrauen ist wohl noch extra ausgeprägt. Sie kommen fast schon als zwanghafte Realisten daher.
Mit einem Blick alles durchschauen!
Es findet eine sofortige automatische Bestandsaufnahme von Vorteilen und Nachteilen statt.
Und oft genug werden die Nachteile einleitend genannt, da sie meist erst ausgeräumt werden müssen, um ein Projekt erfolgreich voran zubringen.
Diejenigen, die aus unbedarftem Optimismus ihre Kraft ziehen, werden dadurch verunsichert. Sie bezichtigen die Realisten des Pessimismus und möchten sie aus ihrem Umkreis verbannen. Sie leben oft nach der „Versuch und Irrtum“ – Devise. Ewas, was realistische Jungfrauen nicht gut aushalten und gern verhindern möchten. Denn das läuft für sie unter der Rubrik: Zeitverschwendung.
Die abzuwehrende, angeblich schlechte Weltsicht der Pessimisten, ist oft nur die heimliche verdrängte Zukunftsangst der Optimisten. Denke positiv, sei optimistisch. Deshalb wird die Welt aber nicht besser und die rosa Brille nützt eher denjenigen, die mit der Welt leichtfertig herumspielen oder sie kriminell vernichten. Zuviel Optimismus kann auch schädlich sein.
Eine klare und gnadenlose Sicht auf die Realität, kann aber auch lähmen. Je größer der Blick auf den Gesamtzusammenhang ist, desto mehr Mut braucht es, den Mut nicht zu verlieren.

Allen ein realoptimistisches Jahr 2009 mit einer kleinen Prise Objektivpessimismus!