31 Juli 2010

Ein (Alb)Traum



„Bitte sehr! Die Hölle!“ Meine Begleiterin strahlte mich an: „...und freust du dich?“

Ich war starr vor Entsetzen. Das muss ein Irrtum sein, wieso bin ich in der Hölle, dachte ich und sah mich völlig geschockt um. In der riesigen glitzernden Grotte kamen Ströme von fröhlichen Frauen an mir vorbei und verteilten sich wieder in den unzähligen Gängen, die aus dem gewaltigen Raum fortführten. Und so sehr mein Blick auch suchte, ich konnte
nicht einen einziger Mann entdecken. Das kann doch nicht möglich sein!

„Ich hoffte meinen geliebten Mann wiederzusehen, ist er hier...?“ fragte ich verschüchtert. 

 
„Nein, wie kommst du nur darauf? Der ist natürlich im Himmel!“

„Aber ich war eine tugendhafte Ehefrau, immer gehorsam meinen Eltern, nie habe ich mir etwas zu schulden kommen lassen, was tue ich in der Hölle?“

„Hat dir das keine gesagt? - Alle Frauen betreten Hels Reich nach ihrem Tod. Dort können sie ausruhen, all die Gespräche zu Ende führen, die sie abbrachen, weil der Mann nach Hause kam. Endlich erfahren sie, wie es ihrer Mutter oder Großmutter ein Leben lang erging. Du kannst dich mit Freundinnen treffen und für die nächste Inkarnation schon mal neue Verbindungen knüpfen. Oder den ganzen Tag auf der Wiese liegen. Du kannst alles tun, was du willst. Denken, singen, tanzen, malen,
schwimmen, mit Pflanzen und Tieren sprechen oder neue Realitäten entwerfen. All die wunderbaren Dinge tun, zu denen du immer keine Zeit hattest!“

„Aber wo sind die Männer?“

„Die sind natürlich im Himmel, bei ihrem Gott.
Unsere Hölle dürfen sie nicht betreten. Hels Reich ist allein den Frauen vorbehalten.

„Alle Männer kommen in den Himmel? Auch die Verbrecher und Mörder? Ist das denn gerecht?“

„Nun, wir haben uns den Himmel nicht ausgedacht! Sie haben dort endlich mal Zeit und Gelegenheit untereinander zu klären, welche Prioritäten ein Mann hat. Und wie man sich erzählt, hat Gott alle Hände voll zu tun jeden Tag alle zum Jüngsten Gericht zusammen zu rufen. Das soll dort sehr beliebt sein...“

Jetzt schien mir der Himmel nicht mehr so verlockend. Allein nur unter Männern, ein gruseliger Gedanke! Doch ich wollte es genau wissen:

„Ich muss also nicht hier bleiben? Ich kann reinkarnieren...?“

„Aber ja, selbstverständlich! Allerdings wenn du wieder nach Mitteleuropa zurück möchtest, kann das eine Weile dauern, die Geburtenrate ist dort sehr zurück gegangen...“ 


29 Juli 2010

Sprachreflexion

… „merkwürdig“ ist eines meiner häufig gebrauchten Worte. Es bezeichnet einen Sachverhalt oder das Verhalten eines Menschen, dass mir nicht so recht durchschaubar oder sonderbar vorkommt. Vielleicht auch bemerkenswert, aber doch nicht auf Anhieb zu definieren. Eben merkwürdig! Nicht so recht fassbar, ohne klare Konturen und Aussage. Eine Wirkung ausstrahlend, die alles in der Schwebe hält. Hintergründe werden vermutet, die Gebaren und Handlungsweisen vielleicht rechtfertigen, doch irritierend außerhalb der gewohnten Gemeingültigkeit liegen. Ich mache mir hier also über einen Ausdruck Gedanken, der eigentlich meine eigene Distanz zu bestimmten Verhaltensweisen zum Ausdruck bringt und gleichzeitig die Ausrede dafür ist, dass ich nicht wirklich gewillt bin, der Sache auf den Grund zugehen. Denn im Grunde ahne oder weiß ich, was dahinter steckt und ein Hauch von Missbilligung schwingt vielleicht, oder bestimmt, auch mit. Das ist doch alles sehr merkwürdig...!
 

26 Juli 2010

Spaß und Tod


... der Sommer mit Spiel, Spaß und bunten Bildern ist vorbei.

Tausende drängen sich zu einer Veranstaltung, die Liebesparade heißt, auf ein hässliches, tristes Gelände am Duisburger Güterbahnhof. Und für einige wird das Dezibel-Ghetto zur Todesfalle und zum Ort körperlicher und seelischer Verletzungen!

Ich lege einen Tag der Besinnung ein.

Gedenken wir der so grausam ums Leben gekommenen und derjenigen, die daran beteiligt waren und damit leben müssen! Es gibt Ereignisse, da kann man nicht wirklich von Schuld sprechen und doch könnten sie vermieden werden. In in paar Jahren könnten meine Enkelkinder auf die Idee kommen, an solch einem Event teilzunehmen...


23 Juli 2010

Da habe ich ...

 
... doch glatt vergessen, die Frage nach der 

"Bande krimineller Weichtiere" aufzulösen!
Es ist die der Schneckengang!




















Schokolade



Katzenzungen

In der Kindheit mochte ich,
die glatten, leckren, süßen
Schokoladenformen nicht,
die mittens schmal
und am Ende breit.
Ich weigerte mich
sie aufzuessen -
mir taten die armen
Kätzchen so leid...



 

21 Juli 2010

Gedanken einer Tochter




Hundert Leute auf dem Platz und ich stehe hier mit einer Maus...!


16 Juli 2010

Erfurt for ever

Drei phantastische Tage liegen hinter mir!

Das Wetter war überaus nett zu uns und kühlte schnell mal etwas ab. Das Beziehen des Pensionszimmers war eine freundliche und unkomplizierte Angelegenheit, nachdem wir uns den Weg dorthin durch die unvermeidbaren sommerlichen Innenstadtbaustellen erkämpft hatten. 




Aber der Anblick des Domensembles 
und des Minervabrunnen entschädigte 
für alle Nervenzusammenbrüche...




Zwei Tage lang haben wir uns von echten Thüringer Rostbratwürsten und einheimischen Erdbeeren ernährt und zum Abschluss noch eine Wasserflasche an der Dreienbrunnenquelle im Luisenpark gefüllt. 


















Während ich mit Freundin Dagmar im Eiscafé saß, drehte die Tochter ihre eigene Runde.  Alter Schulweg, Spielplätze, Musikschule, Brücken, von denen sie als Kind ins Wasser gespuckt hat.

Im mittleren Haus unten im Bild der Krämerbrücke hätten wir beinahe einmal gewohnt. Aber vor vierzig Jahren besaß die Ecke nicht die heutige Attraktivität...



Dann unternahmen wir noch einen kleinen (Aus)Flug durch die hügelige Landschaft des Umlandes mit Waldspaziergang und dem Pflücken von Mädesüß an Feuchtgebietsrändern.



Einen Wermutstropfen gab es doch. An unserem Haupterlebnistag verweigerte der Akku der Kamera den weiteren Dienst. Daher fehlte uns ein halber Tag Dokumentation. Und so tragen wir diese Bilder nur im Herzen nach Hause.

 
"... Mist, sie haben mich gefunden!"



.... gefühlte Fünftausendmal bin ich wieder in den Bearbeitungamodus gegangen, habe die Schrift verschoben und die Bilder verkleinert oder vergrößert. Es nützt nichts, in dem angezeigten Blog sieht immer alles wieder ganz anders aus, ich überlege schon ob ich mir ein anderes Blogsystem zulege. Diese chaotische Form der Bearbeitung ist nichts für Jungfrauen mit bestimmten Vorstellungen, wie es aussehen sollte...

11 Juli 2010

Reisepläne





So, das Zimmer ist gebucht! Zwei Nächte und drei Tage Erfurt! Wir kullern einmal die B 4 entlang, über den Harz hinweg, ins grüne Herz Deutschlands bis in die Landeshauptstadt! Die Thüringer lieben es etwas großartig.

Dort arbeiten wir dann unsere Nostalgieroute ab. Wo wir früher mal gewohnt haben oder mein (jetzt großes) Kind einige Jahre zur Schule ging. Ein
paar, immer noch unvergessene Lieblingsorte aufsuchen, am Fischmarkt Eis essen, über die Krämerbrücke bummeln und auf den Domstufen sitzen. 

Leider ist die Zeit zu knapp um Besuche zu machen und so treffe ich mich nur mit einer Freundin. Mindestens sechs Jahre bin ich nicht mehr da gewesen, die Fahrt steht schon lange an. Ach ich freu mich wie verrückt... und besonders, dass ich sie mit meiner Tochter unternehmen kann!

Die Kinder lassen wir schnöde beim Papa zurück. Caro war etwas vergrätzt. Sie fühlte sich (zu Recht) von der Mutter-Tochter-Tour ausgeschlossen. 


10 Juli 2010

Heute auch ...

... ein Stöckchen gefunden bei Dies und Das

Wenn ich nicht ich wäre, sondern... 

… ein Monat: der September
… ein Wochentag: der Donnerstag
… eine Tageszeit: der Abend
… ein Planet: der Merkur
… ein Meerestier: eine Koralle
… eine Richtung: spiralförmig
… eine Zahl: 11
… ein Kleidungsstück: eine Tunika
… ein Schmuckstück: ein Ring
… eine Kosmetik: Wimperntusche
… eine Blume oder Pflanze: Gundelrebe
… eine Flüssigkeit: Quellwasser
… ein Baum: eine Weide
… ein Vogel: eine Gans
… ein Möbelstück: eine Truhe
… ein Wetter: leichter Wind
… ein mythisches Wesen: das Kornwyf
… ein Tier: eine Bärin
… eine Farbe: aprikosenfarben
… ein Element: Erde
… ein Auto: eine Seifenkiste
… ein Lied: Das letzte Lied
… ein Film: jurassic park
… eine Filmfigur: Prof. Minerva McGonagall
… eine Stimmung: verträumt
… ein Körperteil: die Augen
… ein Gesichtsausdruck: zufrieden
… ein Schulfach: Geschichte
… ein Gegenstand: ein Korb
… ein Wort: alles
… ein Körpergefühl: entspannt
… ein Knabbergebäck: Nussplätzchen
… eine Sportart: tanzen
… ein Getränk: Leitungswasser
… eine Eissorte: Joghurt-Orange-Aprikose
… ein Märchen: Frau Holle
… ein Spielzeug: ein Ball
… ein Land: Weitweitweg


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08 Juli 2010

Drei Jahre


... wie doch die Zeit vergeht!
Vor drei Jahren bin ich das letzte Mal umgezogen. Dieses "Trauma" habe ich in der Glosse Frauenhaus verarbeitet. Ähnlichkeiten und Selbstbezichtigungen sind nur anflugsweise real...

07 Juli 2010


... die Kommentaranzeige spinnt immer noch!?

06 Juli 2010

... wer weiß es?



Die sogenannten lustigen Silbenrätsel sind immer wieder eine spaßige Quelle von kleinen Worträtseln wie, w
as sind:

"schlechtgelaunte Steinobstfrüchte?"
oder
"eine Bande krimineller Weichtiere?"

05 Juli 2010

Also


…ich, als bekennende Anhängerin der Chaostheorie, bin der Meinung, dass wir ganz schön froh sein können, in diesem phantastisch komplexen Raum-Zeit-Kontinuum hier und heute, genauso wie wir nun mal sind, einfach zu existieren und uns all die wunderbaren Gedanken machen können, mit denen wir versuchen unser Dasein zu erklären! 



04 Juli 2010

Nanu


... nach einem gestrigen, ganz ordentlichen Abendrot ...


sehe ich heute von meinem Schreibtisch aus, vormittags 11 Uhr ... 
Das!


Kleine Erhohlung nach letztens 29° C im Zimmer und ich wünsche allen 
weiterhin einen schönen (warmen) und bunten Sommer!