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03 Juli 2014

(nicht) religiös - Kindheit, die Dritte...

… wir wählen uns in der Regel unsere Religion nicht freiwillig. Es ist üblich, dass Kinder in ein bereits religiös vorgeprägtes Umfeld hineingeboren werden, in dem das sogenannte Elternhaus die persönliche Richtung vorgibt. Die Eltern und unsere sonstigen Angehörigen erziehen uns unseren späteren Glauben an, zumindest versuchen sie es.
Ich bin unter den gesellschaftspolitischen Laborverhältnissen der, ein sozialistisches bzw. kommunistisches Staatsgefüge anstrebenden, DDR aufgewachsen. Die 'Religion', so schien es, wurde anfangs auf deren Territorium nur geduldet, blieb aber bis zum Niedergang der marxistisch-leninistischen Idee eine feste Größe im Alltag des truschigen ostdeutschen Kleinstaates.
Die meinungsbildenden Lehren der gut organisierten tradierten Kirchen standen der, sich menschenfreundlich gebenden, Staatsideologie gegenüber und beide verschmolzen in ihren, besonders maskulinen, Idealen mitunter auf seltsame Weise mit einander.
Das sozialistische Schulsystem setzte auf die Überzeugungskraft der neuen ideologischen Werte ( Freiheit für alle und keine religiös gestützte Herrschaftskaste) und stichelte, wo es nur möglich war, gegen die, als überholt gebrandmarkten, Glaubensvorstellungen der religiösen Überlieferung.
Die Kirchen einfach nur abzuschaffen wäre jedoch, dem sich tolerant gebenden, Sozialismus nicht gut bekommen. Das Politbüro oder wer auch immer, bemühte sich, besonders am Anfang dieses bizarren gesellschaftspolitischen Experiments, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den Wirkungsradius der traditionell vorhandenen Religionen so gut es ging zu beschneiden. Das bemühte Konzept ging jedoch nicht wirklich auf. Die konventionelle Religionshörigkeit eines Großteil der Bevölkerung kollidierte zwar einerseits mit der modernen Staatsräson, vermischte sich jedoch andererseits mit den neuen, heroisch daherkommenden Wertevorstellungen einer idealistischen Utopie zu einem mainstreamigen Einheitsbrei.
Als Kind an etwas zu glauben, was die kriegstraumatisierten Eltern manchmal selbst nicht mehr zu glauben vermochten, stellte mich vor eine besondere Herausforderung. Trotzdem fand ich es irgendwie gar nicht mal so schlecht an dem parallel zum Schulunterricht stattfindenden Religionsunterricht teilzunehmen oder auch mal sonntags in die Kirche zu gehen. Denn dort gab es interessante Informationen, die mir in meiner drögen Dorfschule vorenthalten wurden. Der deutlich hervorgehobene, die Geschichte betreffende, Konflikt machte mich neugierig. Natürlich konnte ich später all die losen Enden verknüpfen und mir ein realistisches Bild von der historischen Vergangenheit und der immer noch (sowohl politisch wie auch konfessionell und geisteswissenschaftlich) manipulierenden Gegenwart machen.
Der "Glaube" meiner Kindheit ging dabei restlos verloren.
Bis zu meinem heutigen, recht gut informierten Geschichtsverständnis und den daraus resultierenden Handlungsoptionen sowie meinem (ethischen wie auch spirituellen) Wertekodex, war es allerdings ein weiter und manchmal mühsamer Weg, den ich mir über weite Strecken allein suchen musste. 
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13 Oktober 2012

Von der Welt enttäuscht

Von der Welt enttäuscht oder Das Wunder der Kommunikation

Nun könnte man nach dieser Überschrift meinen, ich sei von der Welt, den Mitmenschen oder meinem Schicksal enttäuscht – weit gefehlt – ich lebe recht zufrieden in der besten der möglichen Welten und das meine ich erst einmal in einem kosmischen Sinne. Die Welt kann uns eigentlich nicht enttäuschen, denn alles hängt an unseren Erwartungen.

Unsere Welt, also die Erdkugel mit ihren natürlichen Bedingungen, gibt es ja schon seit ein paar Jährchen und alles befindet sich ständig in einer halbwegs stabilen, aber auch sensiblen Balance, wenn wir es mal von der Warte der Lebewesen aus betrachten. Als solche haben wir unheimliches Glück, dass die Erde den für uns richtigen Abstand zur Sonne einnimmt und sich so die für uns Lebensbedingungen über einen Zeitraum von ein paar Millionen Jahre erhalten haben. Auch dass die Erde einen Trabanten hat, unseren Mond, der zur Stabilität beiträgt indem er die Rotation unseres Globus abbremst. Oder dass unser kleiner blauer Planet weit genug vom Zentrum der Galaxie entfernt liegt, so dass hier relativ wenige Kometenwanderer (arme Dinos) vorbei kommen oder gar einschlagen. Allerdings ist und bleibt nach wie vor für alle das Leben lebensgefährlich. Viele der natürlichen und inzwischen auch der gesellschaftlichen Bedingungen unter denen wir leben, sind von uns nicht ohne weiteres zu ändern. Daher können wir also immer wieder sagen: Alles ist gut – nur nicht immer, nur nicht überall und leider auch nicht für jeden!

Als einzelner Mensch habe ich eine bestimmte Sicht auf die vorhandenen Bedingungen unter denen ich und wir alle existieren. Dazu nehme ich eine bestimmte Haltung ein. Diese besteht bei mir aus der Anerkennung der für mich unveränderbaren und variablen Bedingungen und dem Drang das Beste daraus zu machen – ein natürliches in uns angelegtes Überlebensprogramm. Aber da gibt es noch fataler Weise bestimmte, in frühster Kindheit angelegte Konditionierungen und immer noch funktionierende Glaubenssätze, welche der schlichten Auffassung von „ich schaff das schon“ oft genug im Wege stehen.

Nun habe ich das Glück als Frau geboren worden zu sein - in einer Zeit und einer Gegend der Erde, die mir ein relativ großes Maß an persönlicher Freiheit gestattet. Gleichzeitig jedoch habe ich und fast alle anderen, das Pech, dass unsere derzeitige Weltkultur mit einem prinzipiell menschenfeindlichen System durchsetzt ist das wir Patriarchat nennen. Unterdrückung, Fremdbestimmung und Unfreiheit sowie latente oder offene Gewalt als Dauerzustand sind die Muster dieses Gesellschaftssystems. Derzeit haben wir auch hier mehr oder weniger alle das Glück, dass unser Alltag relativ friedlich verläuft. Nur wenige nehmen die inszenierte und alles beherrschende Intention wahr, welche das angestrebte freie und natürliche Menschenleben der meisten gegen den raffiniert etablierten Machterhalt der patriarchalen Nutznießer ausspielt. Das Gefüge der Macht baut weder auf der Freiheit noch auf dem Wohl der Masse auf, sondern auf deren Verfügbarkeit und die wird rechtzeitig installiert. Sozusagen die Vervollkommnung von Zuckerbrot und Peitsche.

Der Mensch als Spezies ist schon recht lange unterwegs und ebenso steht uns als Individuum grundsätzlich eine ganz ordentliche Lebensspanne zur Verfügung. Im Schnitt sind es mehrere Jahrzehnte in denen wir persönliche und kollektiv geprägte Erfahrungen machen und Gedächtnisprotokolle in unserer Hirnrinde oder wo auch immer abspeichern  – vor allem zum Wohle unseres Nachwuchses. Die Weitergabe der eigenen Existenz ist die Sinn-Strategie der Lebewesen. 

Die (durchschnittlich) hohe Lebensspanne des Menschen ermöglichte uns vor Ort Naturereignisse über einen längeren Zeitraum zu beobachten und die Erkenntnisse für uns als Spezies, aber auch als Individuum, für unser Überleben zu nutzen. Und da sind wir – als Spezies mächtiger denn je. Alles hat bisher deshalb so gut funktioniert, weil wir in Angehörigengruppen und damit generationsübergreifend die soziale Balance geschaffen haben, die für die uns nachfolgenden Menschenkindern immer wieder das Leben ermöglichten. Zwar wird das soziale Miteinander auch immer der Situation angepasst - zum Beispiel dem Klima und seinen Folgen oder es ist von der Zusammensetzung unserer Lebensgemeinschaften abhängig. Die eine Seite ist also die Gesamtsituation, die uns bestimmte Vorgaben macht und die andere der individuelle Freiraum mit dem wir unser Dasein gestalten können. Und das kann durch viele Faktoren eingeschränkt sein. Durch Behinderungen aller Art – wie permanente Fremdbestimmung durch Menschen, die die Macht haben uns zu hindern unser Potential zu entfalten (oder eine Burka zu tragen) oder wir leiden an einer chronische Krankheit, die uns einschränkt.

Was von uns als Individuum dereinst übrigbleibt ist das Vermächtnis, das wir unseren (persönlichen) Nachkommen hinterlassen - in der direkten Erbgutanlage oder in Form weitergesagter Erkenntnissen. Zwar sind die Zeiten vorbei, da Menschen ausschließlich mündlich überlieferten, aber der Drang lebenslang das eigene Erkennen und Wissen mit anderen und am liebsten mit den Nahestehenden und dem Nachwuchs zu teilen, ist nun mal eine der Strategien, die den Erhalt der Spezies garantiert. 

Nur wer kann sich schon heutzutage in unserer sehr speziellen und strukturierten Welt ständig in mitten einer geneigten Zuhörerschaft nach Herzenslust verbreiten? Die Vereinzelung des Menschen greift wie eine Pandemie um sich. Wir werden am Weitersagen gehindert – aber - es lebe das Internet und die digitale Möglichkeit der Verständigung, die in den sozialen Netzwerken stattfinden. Der Ausweg ist die mittelbare und somit verzögerte Verständigung über das Schreibens. Im analogen Leben sieht es für das persönliche Gespräch, welches all die essentiellen Gefühlsinformationen transportiert, zunehmend schlecht aus. Während der Arbeit und in der Schule kommt Schwatzen gar nicht gut. Für ein ausgiebiges, freundliches und zugewandtes Gespräch, so von Kindergartenkind zur Erzieherin, ist selten Gelegenheit und die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit des Erwachsenen ist groß. Die häuslichen vier Wände sind in der Regel auch nicht gerade angefüllt mit interessierten Menschen, die nur darauf warten mit einem Kind in Muße zu kommunizieren. Gesellige Runden, noch dazu ungezwungene, sind in manchem Alltag so selten geworden, dass sie sofort Eventcharakter annehmen. Da werden zu bestimmten Gelegenheiten Treffen aufwendig organisiert – auch für Kinder - unter dem Zwang ein unvergessliches Erlebnis zu schaffen (der Aufwand muss doch lohnen). Es herrscht also grundsätzlich sowie in vielen persönlichen Lebensläufen inzwischen ein Mangel an unspektakulärer, zugewandter und wohlmeinender Interaktion.

Doch genug der Einführung in die alltäglichen sozialen Verwobenheiten und Notwendigkeiten und schauen wir nachsichtig auf unsere eigne Bereitschaft mit der Welt zu kommunizieren. Diese Nachsicht sollten wir immer üben. Denn wenn Verständigung mit unserem Umfeld nicht gelingt, liegt es nicht immer an uns selbst. Bereits seit Generationen werden wir und hier im besonderen die Frau, in unserer Kultur zur Sprachlosigkeit angehalten sowie dem Unterdrücken des, mit interaktiver Kommunikation einhergehenden, körperlichen Ausdrucks. Sich möglichst nicht exponiert benehmen, nicht zu laut lachen, nicht durch auffälliges Verhalten die Blicke auf sich ziehen, gehört zu den Regeln des guten Benehmens.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – das bedeutet auch schon für das Kind, dass es früh angehalten wird, anderen und hier dem sprechenden (meist männlichen) Erwachsenen nicht einfach ins Wort fallen. Allerorts muss die eigene, natürliche Begeisterung gedämpft werden. Wir sind aufgefordert uns zurück zu halten und in das Marionettentheater, das uns umgibt, einzureihen. Mit naiven Schwung und kindlichem Enthusiasmus könnten wir die Fäden verwirren, an denen die meisten Erwachsenen hängen und von denen niemand so recht weiß, wer gerade daran zieht. Daher lernt schon das Kind Zurückhaltung und höchstens die passende Rhetorik um im passenden Moment das Passende zu sagen. Ob es auch das Richtige ist, steht kaum zur Debatte.

Und so geschieht es immer wieder, dass wir mit uns selbst genauso ungesellig umgehen und in uns selbst ebenso unsicher kommunizieren, wie es uns unsere Erzieher vorgelebt haben. Mit uns selbst in einem ständigen, wohlmeinenden Kontakt zu stehen haben wir teilweise schon in unserer Kindheit verlernt. Von der Eigen-Wahrnehmung immer wieder abgelenkt, leben die meisten von uns auch noch abgetrennt von ihrer Herkunft. Das Wesentliche des Menschseins – sich dauerhaft in einer zugehörigen und zugewandten Gemeinschaft aufzuhalten – ging in unserer Kultur der Unverbindlichkeit verloren...

Fortsetzung folgt...

14 September 2011



die neue MatriaVal 
ist da ... 
ich habe eine liebe Freundin, die mir ein Jahresabo zum Geburtstag schenkte
Danke, 
liebe Ulrike!

01 Juni 2011

Meinung, Matriarchat und Mainstream

Ich habe mich entschlossen den Brief an die TeilnehmerInnen des Matriarchatskongresses in meinen Blog zu stellen, obwohl er in manchen Formulierungen nicht so ganz meiner Sichtweise entspricht und nicht wirklich an die Allgemeinheit gerichtet ist. 

Der entscheidende Punkt ist hier die beginnende Hetzjagd gegen Matrirchatsforscherinnen (Wissenschaftlerinnen) und Frauen und Männer, die eine matriorientierte Lösung für unserer aller Welt bedenken. 

Die Widerstände, das Lächerlichmachen und die offenen Angriffe, gegen diese Visionen sind beachtlich. Diejenigen, welche die Matriarchatsgedanken und die Debatte darüber verunglimpfen, können sich immer noch der Rückendeckung durch den Mainstream gewiss sein. Wenn Eine wissen möchte, was ich meine, dann ist das Nachlesen, vor allem der Kommentare, bei Schrupp oder auf Blogs wie AllesEvolution recht aufschlussreich.

Besonders das Beharren auf teilweise schon überholte Auslegungen der Geschichte und die panische Angst davor, eines Tages von Frauen beherrscht zu werden gleitet bei einigen Reaktionen ins Makabere ab. Der Gedanke an eine moderne Hexenjagd liegt da tatsächlich recht nahe.


Denunziationskampagne gegen den Kongress in St. Gallen (12.5.-15.5.) und gegen Heide Göttner-Abendroth

Liebe TeilnehmerInnen an dem Kongress für Matriarchatspolitik

Was es heißt, heute Matriarchatsforschung zu machen und sie in den öffentlichen Raum zu bringen, hat die unsägliche Denunziationskampagne im Vorfeld, während und nach dem Internationalen Kongress zur Matriarchatspolitik in St. Gallen/Schweiz vom 12. – 15. Mai 2011 gezeigt. Solche Ereignisse spiegeln, dass es immer noch riskant ist, im Patriarchat Gesellschaftskritik zu üben, und welche Mittel eingesetzt werden, die matriarchale Perspektive mundtot zu machen.

Die Denunziationskampagne ging gegen den internationalen Kongress, gegen die Matriarchatsforschung im allgemeinen und gegen die Person Heide Göttner-Abendroth im besonderen. Dieser Kongress mit RednerInnen und TeilnehmerInnen aus aller Welt wurde auf unsägliche Weise lächerlich gemacht und Person und Werk von Heide Göttner-Abendroth in den Schmutz gezogen.

Hier die näheren Informationen:
  • Begonnen wurde diese Kampagne 3 Monate vor dem Kongress von der Denunziantin Martina Schäfer, die Person und Werk von Heide Göttner-Abendroth aus rein privaten Motiven seit 20 Jahren verfolgt. Ihre Absicht: den Kongress zu beeinträchtigen und zu zerstören.
  • Aufgegriffen wurden ihre verleumderischen Behauptungen vom Zürcher Ev. Sektenbeauftragten Georg Otto Schmid (mit M. Schäfer befreundet), und sie wurden von dem Redakteur Daniel Klingenberg (katholischer Theologe) im St. Galler Tagblatt verbreitet.
  • Der Chefredakteur vom St. Galler Tagblatt, Rolf App, verbreitete M. Schäfers Verleumdungen gegen Heide Göttner-Abendroth und in einem negativ-manipulativen Artikel zur modernen Matriarchatsforschung, bei dem er keins der zahlreichen Werke aus diesem neuen Wissensgebiet heranzieht, sondern nur ein einziges kritisches Buch, das ein bestelltes Pamphlet gegen diese neue Forschung ist.
  • Die Kampagne gegen Person und Werk von Heide Göttner-Abendroth wurde in äußerst diffamierender Weise von der NZZ (Neue Zürcher Zeitung) aufgegriffen und in der ganzen Schweiz verbreitet (durch die Redakteurinnen Katharina Bracher und Carole Koch).

Folgendes wurde gegen den Kongress und seine TeilnehmerInnen ausgestreut:
  • „radikal-feministische Bewegung“
  • „dogmatische Weltanschauung, die für sich die Wahrheit beansprucht und keine anderen Meinungen duldet“ (Zitat Schmid)
  • „fundamentalistisch-religiöse Gruppierung“ (Zitat Schmid)
  • „Eine bessere Welt steht auf dem Programm. Mit mütterlichern Werten. Denn was männlich ist, kann nur schlecht sein.“ (C. Koch)
  • „Die Auffassungen von Heide Göttner-Abendroth haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun, es ist der Mythos vom Matriarchat, der religionsartig vertreten wird.“ (Zitat Schmid)
  • „Gestus der ideologiekritischen Entschleierung, neues Wissen als Offenbarung, Re-Sakralisierung der Wirklichkeit, Matriarchat als mythisches Konstrukt“ (Zitat Religionswissenschaftler Uehlinger)
  • „religiöses, kein wissenschaftliches Programm“ (Zitat Uehlinger)
  • „Idee einer besseren, da weiblichen Herrschaft“ (App)

Gegen Heide Göttner-Abendroth direkt:
  • „höchst undemokratisches Gedankengut von Heide Göttner-Abendroth, in dem sie die Priesterinnen-Herrschaft propagiert und Menschenopfer glorifiziert“ (Zitat M. Schäfer)
  • „Heide Göttner-Abendroths Anspruch als Matriarchatsforscherin ist Etikettenschwindel.“ (Zitat Schmid)
In einer Karikatur (St. Galler Tagblatt, 14. Mai) werden die Kongressteilnehmerinnen nackt oder halbnackt vor der Tonhalle herumtanzend dargestellt. Andere werden als germanische und römische Kriegerinnen mit Rüstung, Schild und Speer gezeichnet.

Wir bitten Sie dringend, sich gegen eine solche ehrabschneidende Kampagne zur Wehr zu setzen. Es ist notwendig, dass eine Lawine von LeserInnenbriefen die Redaktionen dieser Zeitungen sowie den Sektenbeauftragten erreicht. Darum sind insbesondere die Schweizerinnen aufgerufen, das nicht zuzulassen – aber keineswegs nur die Schweizerinnen allein sind gebeten zu schreiben (Email-Adressen unten).

Wir leben, so denken wir, in Mitteleuropa in demokratischen Zeiten, in denen ein freier Diskurs und freie Ausübung von Spiritualität Grundwerte sind. Diese gilt es zu schützen, indem eine solche Form von moderner Hexenjagd aufs schärfste kritisiert wird.
Bitte beteiligen Sie sich an der Briefkampagne gegen solche Vorgänge.

Mit freundlichen Grüßen,
Die Organisatorinnen des Kongresses:
Heide Göttner-Abendroth
Cécile Keller
Christina Schlatter


Hier die Email-Adressen der betreffenden Medien und des Sektenbeauftragten:

info@relinfo.ch (G. O. Schmid, Sektenbeauftragter, Zürich)
redaktion@nzz.ch (NZZ Neue Zürcher Zeitung)
zentralredaktion@tagblatt.ch (St. Galler Tagblatt)

Senden Sie unbedingt eine Kopie Ihres Schreibens an die Internationale Akademie HAGIA:
akademiehagia@aol.com

Ebenso an die Zeitschrift MatriaVal, die kritische Briefe veröffentlicht:


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28 Mai 2011

vom Hölzchen aufs Stöckchen

... für den folgenden Text wurde ich heftigst gescholten, wobei "unverständlich" noch das Freundlichste war. Ich entlasse die Worte trotzdem in die Zeit, denn ich stehe hinter jedem einzelnen:


Das Bestreben eines jeden Menschen kann unglaublich verschieden sein, unvereinbar mit den anderen erscheinen... die Grundbedürfnisse sind jedoch eigentlich durchaus auf einen Nenner zu bringen. Die bloße Existenz ist den meisten zu wenig und „besitzen“ wir nichts, gehören wir auch schnell mal nicht mehr dazu.

Das Bestreben eine Nivellierung an Gruppenniveau zu erreichen, ist ein Art Trieb des Individuums. Wir haben einen Drang zur Angehörigkeit (ursprünglich die sogenannten Blutsbande), wir müssen also (irgendwo) dazu gehören und diese schützende Gruppe sollte möglichst stark sein.

Das mündige (oder wirtschaftlich autarke) Individuum ist jedoch nicht immer in der Lage oder Position aus den vielen Gruppierungen, welche die weltweite Gesellschaft bereit hält, auszuwählen oder ihr einfach beizutreten. Wir werden entweder hineingeboren oder müssen uns später den Platz in einer der vielen heutigen Gruppierungen erarbeiten oder erkämpfen.

Offenheit und Wohlwollen einer Vision gegenüber, die von ursprünglichen, natürlichen und somit humanen Verhältnissen im Menschenverständnis spricht, sollte doch selbstverständlich sein, aber der allerortenspürbare Widerstand erscheint mir unvernünftig hoch. Der Herdentrieb, der uns durch eine Über - Hierarchisierung antrainiert wurde, lässt die Menschen mitunter wie Lemminge reagieren.

Es geht um die (lebenslange gegenseitige) Verantwortung für die uns Angehörenden, die dem Menschen und vor allem dem weiblichen, über einen sehr langen Zeitraum von diversen mächtigen Herren regelrecht ausgetrieben wurde. Zu diesem Herrenbegriff gehört allerdings ebenso der Vater, wie der männliche und zu allem Überfluss monotheistische Gott, der Ehemann oder der Arbeitgeber und von uns gewählte Politiker. 

Wir, die wir doch eigentlich von unserer Spezies her gruppenhaft und mütterbezogen organisiert sind, lassen uns vereinzeln und werden seit Generationen dazu angehalten, die eigenen Interessen und dazu gehören immer auch unsere unmittelbaren und blutsverwandten Mitunslebenden, zu verraten. Solange der Mensch bereit ist die Verantwortung für sich und die Seinen abzugeben, wird es schwer sein, das bestehende Herrschaftssystem zu durchbrechen, welches nachhaltig in menschliche Hirne etabliert wurde.

Diese Mischung aus besagtem Herdentrieb und Stockholmsyndrom beherrscht immer noch das Leben der Frau in unserer (Welt)Gesellschaft. Dass heißt, die etablierte Macht verknüpft mit prinzipiell vorhandener, drohender Gewalt lässt die Frau oft nur vorsichtig oder eingeschränkt agieren.

Die Spaltung zwischen Wirtschaft, also dem Arbeitsleben und der Erwerbsarbeit am lebendigen Menschen, auf der einen Seite und dem diffus definierten, privaten Bereich, mit dem hohen Zugriff der Freizeitindustrie auf der anderen Seite, wird immer weiter voran getrieben. 
 
Jedenfalls kämpfen Feministinnen zur Zeit immer noch um das Privileg, die (Arbeitsplatz) Falle des ausschließlich privat-häuslichen Bereichs verlassen zu können, wodurch damit endgültig diese ominöse Spaltung zementiert würde...

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27 Mai 2011

Geschafft!

... sechsunddreißig Stunden konnte ich mich auf meiner Browserseite bei Blogger nicht anmelden und zu guterletzt ist die Lösung relativ einfach gewesen... puh, seufz, knirsch!

Aber ich habe es allein geschafft und einiges dabei gelernt. Da kann ich doch wieder voller Überzeugung sagen: Es gibt für alles eine Lösung! 

Frau muss nur geduldig sein, suchen wo es steht und das, für naive Internetblindfischebenutzer, von der Normalosprache abweichende Vokabular entschlüsseln und schwupp, schon klappt es. 

Und so stelle ich abschließend fest:

Alles ist gut! Nur nicht immer, nur nicht überall, nur nicht für jeden!

...um so mehr freu ich mich, wenn mal fast alles zusammenkommt!

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23 Mai 2011

Information

... wer es bisher noch nicht gelesen hat, hier die interessanten Links zum Thema:

Matriarchatskongress in St. Gallen



Zitat: des Kommentars 63 von
 Irene  im Blog von Schrupp:
To do für mich: Rausfinden, wie die Frau heißt, von der ich diesen Spruch habe:
Auch Rationalität ist altes weibliches Wissen!

und noch eine besondere Postkarte

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09 Mai 2011

für Interessierte...


hier habe ich zwei Links für euch: 
der Kongress des Göttinnenprojekts Polythea
                              und aus dem Mütterblitz das Interview mit Uschi Madeisky!

 

06 März 2011

Info



... ich bin dann mal weg ... ein bisschen krank und 
mache eine kleine Pause ...
Bis Bald!