30 Juni 2010

Elfchen sagt...

 

Ich glaub' an Feen

Feen sind Wesen zierlich und schön,
Wir konnten in unserer Kindheit sie sehn.
Doch heute ist dies zu lange schon her,
Wir sehen die Zauberwesen nicht mehr.
Unser Schlaf in den Augen beim Aufstehen
stammt aus den Töpfen der flatternden Feen.
Sie warten auf uns, auf unser ,,Ja!";
sag' ,,Ich glaub' an Feen!", denn sie sind da!
Denn jedes Mal, wenn du dies sagst,
darf eine weitere Fee noch leben.
Doch wenn du sprichst ,,Feen gibt es nicht!",
muss sie für immer ins Nichts entschwinden.
Ich glaub an Feen!

Felicia D. Browne-Hemans

29 Juni 2010

siehe Waschkeller


Ich habe ein Kapitel aus meiner Betrachtung „Versuch und Irrtum“ in meinen Waschkeller ausgelagert. Ein nicht ganz kurzer Text der etwas Durchhaltevermögen von der geneigten LeserIn verlangt und sie am Ende mit einem kleinen Gedicht von Wilhelm Busch belohnt!


27 Juni 2010

Heute...


... wäre meine Schwiegermutter Rudolfine 105 Jahre alt.
Sie war eine energische und starke Frau. Sechs Töchter und zwei Söhne hat sie groß gezogen. Großmutter Fine war ein rechtes Original und ich konnte es immer gar nicht fassen, wie gern sie mich hatte. J
edenfalls erfüllte sie so gar nicht das Klischee der schlimmen Schwiegermutter. Sie starb im März 1975.
Wenn ich in meinem Leben mal eine resolute Unterstützung brauche, dann 
rufe ich sie an!

Happy dreams, Fine!



 


... wer möchte kann bei Kurz und Prosa die Märchenerzählung "Die dreizehnte Fee" nachlesen!
 

26 Juni 2010

Blühen


... plötzlich ist er endlich da, der Sommer! Und obwohl mir immer noch so ist, als fehlte mir ein Stück vom Jahr, als hätte man den Mai aus dem Kalender genommen, erkenne ich die geliebte Zeit gleich wieder. Als ich in Kindertagen endlich barfuß laufen konnte und mit den Freundinnen über die  Wiese jagte.
Von all den voran gegangenen Regentagen scheint mir das Grün und Bunt um mich herum besonders satt und üppig






Schon lange waren die duftenden weißen Blüten an den Hollerbüschen nicht mehr so groß und reichlich. Am Kirschbaum unten auf der Wiese röten sich bereits die ersten Früchte. Die Morgenstunden sind frisch und die Abendstunden schon warm. Der frühe Sommer ist eine wahrhaft herrliche Zeit...











25 Juni 2010

23 Juni 2010

Ab morgen...


 

...sind Ferien!

Jedenfalls in Niedersachsen und das ist mein erstes eigenes Foto...


22 Juni 2010

Es war einmal...


... im Zweit- Blog Kurz und Prosa spinne ich meine momentane Märchenlaune weiter....

20 Juni 2010

ein schöner Tag

… gestern waren wieder die Kinder bei mir. Ich hab sie um 8.30 Uhr am Bahnhof abgeholt und Mama ging zur Arbeit. 

Es war ein schöner entspannter Tag, mit einem langen gemeinsamen Frühstück, Oma ein Küchenmesser und ein Taschenmesser abschwatzen und damit, beim in den Wald gehen viele Stöcker verschnitzen, am Tiergehege die Ziegen und das Geflügel füttern, Blumen fotografieren, Holunderblüten pflücken, schreiend vor riesigen Schnecken davonlaufen, Computer spielen und mit altem Puppengeschirr kochen, ein Etui für das Messer nähen, Spagetti und Tomatensoße essen, schnell noch zum großen Spielplatz* und danach wieder nach Hause fahren. 

Dialog zwischen Oma (62) und Caroline (8):

„Caro, pass bitte mit dem Messer auf! Hier wickel es in den Lappen ein.“


„... weißt du Oma, ich kann ja nähen, häkeln, stricken, ich kann das alles, da kann ich mir auch eine Hülle für das Messer machen!“





*als wir das letzte mal dort waren lag alles unter einer dicken frisch gefallenen Schneedecke
und das Foto ist auch schon drei Jahre alt ... ach ja wie die Zeit vergeht!

Übrigens jetzt habe ich endlich auch die Bearbeitung der Schrift und der Farben gefunden - ach macht das einen Spaß!

17 Juni 2010

Märchenhaft

Der gestiefelte Kater ist eines meiner Lieblingsmärchen. Obwohl es auf den ersten Blick zu den unausgewogensten gehört, was das Geschlechterverhältnis betrifft. Außer einer zu heiratenden Prinzessin, die am Rande auftaucht, kommt praktisch keine andere Frau darin vor. Aber dafür zeigt es auch, dass mann sich schon ein wenig anstrengen oder zumindest märchenhaft magischen Verbündeten anvertrauen muss, um eine richtig gute Frau zu finden.

Nun kommt mir nicht mit dem Argument, Prinzessinnen seien ganz oft doofe Ziegen gewesen. 

Wir wissen doch, dass im Märchen eine Prinzessin als Synonym für die beste Frau steht, die mann kriegen kann. So wird er zum König.

Gelegentlich, wenn dereinst eine Königin nur einen Sohn hatte, musste dann schon mal ein kluges, cleveres und wenn möglich schönes Mädchen aus dem Volk den Prinzen nehmen. In manchen Märchen sucht ja auch die Königin die Braut aus. Denn ihre Nachfolgerin, soll später würdig sein und stark und weise! Und im umgekehrten Fall tut ein redlicher Bursche einer Prinzessin sicher auch gut. Katzen wissen das!

16 Juni 2010

Nachlese


Beim Scrollen in meinem Tagebuch stieß ich auf folgenden kurzen Eintrag. Da ich letztens erst wieder mit meiner Freundin über Konditionierungen der Kindheit und deren Auswirkungen bis ins ins Heute, debattierte, setze ich diese Gedanken von vor vier Jahren kurz mal ein...

28.07.2006
Irgendwo habe ich folgende Frage gelesen: Frage dich, ab und an, ob das Kind, das du warst, einverstanden ist mit dem was du aus ihm gemacht hast?

Da drängt sich mir doch gleich noch eine andere Frage auf:
Habe ich das wirklich alles selbst und allein aus mir gemacht?

Ist es nicht eher so, dass ich immer wieder freilegen muss, was andere verschüttet haben? Dass ich aufrichte, was verbogen und verkrüppelt wurde, dass ich rette, was fast verloren schien!

Es ist leicht die totale Verantwortung einem Menschen für sein „So sein“ zuzuschieben und ihn damit allein zu lassen. Nicht immer gelingt es jedem gegen die, ihn umgebenen Widerstände und den Konditionierungen aus jungen Jahren, zu sich Selbst zu finden.

Wie oft habe ich diese, fast schon infamen Hinweise bei auftretenden Problemen gehört, wie „Sieh doch erst einmal, ob es nicht an dir liegt?“ oder „ Schau hin, was es dir zu sagen hat?“ 
 
Auf diese Weise selbstquälerisch gut mit sich beschäftigt zu sein, verhindert oft genug, dass einmal eine mit der Faust auf den Tisch haut und sagt: Ich weiß, was es mir zusagen hat, denn ich kenne mich selbst am besten. Ich fordere Achtung und verbiete mir jedes schlechte Benehmen!

Also: Schluss mit niedlich, angepasst, autoritätsgläubig und demütig!
Oder wie meine Tochter zu sagen pflegt: Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, kannst du dich auch von dem Problem lösen!

14 Juni 2010

Der neue Juni

... die neuen Designs haben mich zu wilden Farbenspielen getrieben, was mir Beifall und Kritik eingebracht hat. Die letzte (telefonische) Maßregelung erreichte mich mit dem Hinweis: 
Ich konnte das nicht lesen, es war mir zu bunt!

Also habe ich wieder die Tapete gewechselt, zwar auch noch farbenfroh, doch mit einer weniger grellen Einteilung. Denn das Einzige, was nicht sein darf ist, dass frau / man meinen Blog nicht lesen kann. Da ich sonst keine anderen unterhaltsamen Inhalte, wie Fotos oder lustige Spielereien zu bieten habe.


Manchmal denke ich, wenn ich so über meinen Blog sehe: 
Wie langweilig! 

Und dann bemühe ich mich beim nächsten Text, neben meinem Drang zum Künden und zum Sagen, den Zeilen auch eine humorige oder verspielte Note zu verpassen.

Wie sagte das Enkelkind doch neulich, als ich ihr statt Süßigkeiten einen Apfel angeboten habe: Da kann ich gar nicht drüber lachen!


So ist das! Jemanden zum Lachen zu bringen ist auch eine Kunst. Oft eine äußerst intelligente.


Ich bin ja eigentlich leicht zu erheitern. Was mich amüsiert, finden andere vielleicht nur albern oder unverständlich. Ich habe mich seinerzeit über Häschenwitze gekringelt. Den momentanen Fussball - Hype finde ich gerade weniger witzig.


Kleine harmlose Wortgebinde mag ich dagegen sehr. Deshalb noch ein Witzchen:


Was liegt am Strand und spricht undeutlich?


Eine Nuschel!
 

05 Juni 2010

Wieder mal ein Grund zur Freude...


Meine liebe Schwiegertochter erwartet ein Baby.
Für mich, unter anderem, wieder einmal Grund genug, über die Frau – Mann – Konstellation in unserer Gesellschaft zu reflektieren. Schließlich kommen dadurch auf meinen Sohn auch einige tiefgreifende Veränderungen zu (auf die er bestimmt, ich bin überzeugt davon, bestens vorbereitet ist).

Wie wir (spätesten seit Simone de Beauvoir) wissen, werden wir durch allgemeine und individuelle Erziehung auf bestimmte Rollenmuster konditioniert. Nun nicht alles lässt sich gnadenlos konditionieren (und muss auch nicht). Ein wenig sollten wir auch darauf vertrauen, dass jedeR, das in allen angelegte Urprogramm auch abrufen kann, besonders wenn es um die winzig kleinen Menschen geht, die uns immer wieder beglücken. Denn das jeweilige Naturell, die geschlechtlichen Voraussetzungen und das individuelle Potential ist die Basis des Menschen um einen gemeinschaftsfördernden Platz in der (Familien)Gruppe oder Sippe und seiner Zeit einzunehmen.

Aber die Konditionierungen finden trotzdem statt. Sie sind, die (sich auch immer wieder verändernde) Grundlagen der Gesellschaft. Die Frau wird heute intensiv auf die Zweierbeziehung konditioniert und (das ist relativ neu) gleichzeitig wird ihr eine Lossprechung von zwanghafter Mutterschaft zuteil.

Diese, von uns favorisierte Form der Zweierbeziehung ging aus dem Herrschaftsanspruch des mündigen Mannes (pater de familia hieß es im antiken Rom) hervor. Aber selbst unter der totalen Munt, erst des Vaters, dann des Ehemannes und trotz Trennung von den Muttersippen, wurde von den Frauen weiterhin die gleichen lebenserhaltenden Leistungen erwartet, die sie schon seit Urzeit erbrachten. Jedenfalls das Gros der Frauen kam dem auch immer nach. Und auch heute kommen nach wie vor Kinder auf die Welt!

Das Schöne an unserer heutigen Zweierkonstellation ist jedoch, die Frau hat jetzt einen Helfer an ihrer Seite. Hat Gott im Garten Eden dem Adam einst Eva als Gehilfin zur Seite gestellt (ich habe mich immer gefragt wobei sie ihm helfen sollte), stattet nun die heutige Gesellschaft auch die Frau mit einem Helferli, genannt Partner, aus. Der Status des (tätigen Familien)Vaters ist inzwischen somit selbstverständlich etabliert (ob das auch sinnvoll ist, wird nicht mehr hinterfragt).

Jedem jungen Mann sollte demnach, bei der allgemeinen Konditionierung irgendwie klar gemacht werden, dass es nicht nur darum geht, mit der Frau seiner Träume gemeinsam alt zu werden, sondern, dass im Falle einer gemeinsamen „Familiengründung“ das tief verankerte, aus grauer Vorzeit stammende Bruderprogramm in Kraft tritt.

Der Bruder hatte einst in matrivivialer Prähistorie die soziale Stellung inne, die heute dem jeweiligen Erzeuger des Kindes aufgedrängt wird. Und so stellen viele (junge Eltern)Paare fest, dass nach einer gewissen Zeit sich das einst gegenseitige heiße Verlangen in ein irritierendes Bruder-Schwester-Verhältnis umwandelt.

Auch für den heutigen Mann ist das gleichzeitige Agieren in allen möglichen männlichen Rollen nicht eben mal so umgesetzt. Zumal bei aller willentlichen Anstrengung uns auch die Hormone an der kurzen Leine führen. Jeder junge Mann, der sich bindet, sollte sich darüber im Klaren sein oder werden, dass er (im matriarchalen) Sinne seiner Frau den Bruder, die Schwestern und die anderen Mütter des früheren Sippengefüges in seiner frisch gegründeten Kleinfamilie ersetzen muss. Und das noch neben seiner anspruchsvollen Karrieretätigkeit.

Wieso also reden wir immer von der Mehrfachbelastung der Frau? Der Mann hat sich in den letzten paar Jahrtausenden diesbezüglich auch in eine diffizile Lage manövriert. Unsere Söhne müssen nun auslöffeln, was ihnen ganze Vätergenerationen eingebrockt haben. Aber vielleicht tun Einige das ja ganz gern...