...die Treppe hoch geht noch, bis zum Tresen und die nette junge Sprechstundenassistentin anlächeln, auch noch, doch dann kommt der tödliche Satz: „Setzen Sie sich ein paar Minuten ins Wartezimmer, der Doktor ist gleich so weit...!“
Jetzt nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Der gut sortierte Zeitschriftenständer fängt die erste Panikattacke ab - Stern, Bunte, Schöner Wohnen – irgendein fesselndes Thema finde ich schon... und dann, viel zu schnell, wird mein Name aufgerufen!
Die Zeitschrift entfällt meinen zitternden Händen, ich hole tief Luft, nur nicht hyperventilieren, mit glasigem Blick folge ich dem weißen Kittelchen.
Der helle, Vertrauen erweckend eingerichtete Raum, in den ich zum wiederholten Male komme, fängt an zu verschwimmen. Die besorgte Stimme meines entzückenden, jungen Zahnarztes dringt an mein Ohr: „Geht es Ihnen gut?“
Ich schüttel nur verkrampft den Kopf, rücke mich auf dem bequemen Liegebehandlungsstuhl zurecht und fange an zwanghaft die zart rosa Blüten des Gemäldes gegenüber an der Wand zu zählen. Der Stuhl kippt und kippt, es gibt keine Haltegriffe zum Festklammern und ich erwarte, dass sich hinter mir im Boden ein schwarzes Loch auftut, in das ich gleich Kopfüber hinein gestürzt werde. Im letzten Moment kommt das Spezialmöbel zum Stillstand. Das gefühlt arglistige Lächeln des behandelnden Arztes sehe ich nicht wirklich, da er diesen weißen Mundschutz trägt und ich meine Brille abgelegt habe. Und während die Bohrer vor sich hinsummen, der Sauger in meinem Mund saugt und eine sachliche Stimme Anweisungen gibt, zähle ich gegen die Panik an. Diesmal die weißen und hellblauen Blüten auf dem Gemälde, welches ein cleverer Innenarchitekt an die Decke geklebt hat.
Also... es geht ja gar nicht so sehr darum, dass da was weh tun könnte oder die Spritze piekt und der Bohrer grauslige Geräusche macht – nein – es ist dieses Gefühl des Ausgeliefertseins! Dass mein Kopf, wie abgetrennt vom Körper, gnadenlos in die Mangel genommen wird, während ich selbst gutwillig den Mund aufmachen muss, die Augen schließen und mich entspannt den fachkundigen, desinfizierten Händen des Zahnarztpraxispersonals ergeben soll, obwohl ich mich viel lieber, mit einem Karateschrei aufspringend, losreißen und in Sicherheit bringen möchte. Dabei das Tablett mit den fies glänzenden Instrumenten und bunten Fläschchen durch den Raum pfeffern und die lieblichen, mich höhnisch anstrahlenden, pastellfarbenen Gemälde von der Wand reißen wollen würde oder so...
Morgen Vormittag habe ich noch einen Termin!
Ich schüttel nur verkrampft den Kopf, rücke mich auf dem bequemen Liegebehandlungsstuhl zurecht und fange an zwanghaft die zart rosa Blüten des Gemäldes gegenüber an der Wand zu zählen. Der Stuhl kippt und kippt, es gibt keine Haltegriffe zum Festklammern und ich erwarte, dass sich hinter mir im Boden ein schwarzes Loch auftut, in das ich gleich Kopfüber hinein gestürzt werde. Im letzten Moment kommt das Spezialmöbel zum Stillstand. Das gefühlt arglistige Lächeln des behandelnden Arztes sehe ich nicht wirklich, da er diesen weißen Mundschutz trägt und ich meine Brille abgelegt habe. Und während die Bohrer vor sich hinsummen, der Sauger in meinem Mund saugt und eine sachliche Stimme Anweisungen gibt, zähle ich gegen die Panik an. Diesmal die weißen und hellblauen Blüten auf dem Gemälde, welches ein cleverer Innenarchitekt an die Decke geklebt hat.
Also... es geht ja gar nicht so sehr darum, dass da was weh tun könnte oder die Spritze piekt und der Bohrer grauslige Geräusche macht – nein – es ist dieses Gefühl des Ausgeliefertseins! Dass mein Kopf, wie abgetrennt vom Körper, gnadenlos in die Mangel genommen wird, während ich selbst gutwillig den Mund aufmachen muss, die Augen schließen und mich entspannt den fachkundigen, desinfizierten Händen des Zahnarztpraxispersonals ergeben soll, obwohl ich mich viel lieber, mit einem Karateschrei aufspringend, losreißen und in Sicherheit bringen möchte. Dabei das Tablett mit den fies glänzenden Instrumenten und bunten Fläschchen durch den Raum pfeffern und die lieblichen, mich höhnisch anstrahlenden, pastellfarbenen Gemälde von der Wand reißen wollen würde oder so...
Morgen Vormittag habe ich noch einen Termin!
PS. Ich musste feststellen, dass Zahnarzterfahrungsberichte vieler Blogorts zur Zeit thematisiert werden...

