Beim Scrollen in meinem Tagebuch stieß ich auf folgenden kurzen Eintrag. Da ich letztens erst wieder mit meiner Freundin über Konditionierungen der Kindheit und deren Auswirkungen bis ins ins Heute, debattierte, setze ich diese Gedanken von vor vier Jahren kurz mal ein...
28.07.2006
Irgendwo habe ich folgende Frage gelesen: Frage dich, ab und an, ob das Kind, das du warst, einverstanden ist mit dem was du aus ihm gemacht hast?
Da drängt sich mir doch gleich noch eine andere Frage auf:
Habe ich das wirklich alles selbst und allein aus mir gemacht?
Ist es nicht eher so, dass ich immer wieder freilegen muss, was andere verschüttet haben? Dass ich aufrichte, was verbogen und verkrüppelt wurde, dass ich rette, was fast verloren schien!
Es ist leicht die totale Verantwortung einem Menschen für sein „So sein“ zuzuschieben und ihn damit allein zu lassen. Nicht immer gelingt es jedem gegen die, ihn umgebenen Widerstände und den Konditionierungen aus jungen Jahren, zu sich Selbst zu finden.
Wie oft habe ich diese, fast schon infamen Hinweise bei auftretenden Problemen gehört, wie „Sieh doch erst einmal, ob es nicht an dir liegt?“ oder „ Schau hin, was es dir zu sagen hat?“
Auf diese Weise selbstquälerisch gut mit sich beschäftigt zu sein, verhindert oft genug, dass einmal eine mit der Faust auf den Tisch haut und sagt: Ich weiß, was es mir zusagen hat, denn ich kenne mich selbst am besten. Ich fordere Achtung und verbiete mir jedes schlechte Benehmen!
Also: Schluss mit niedlich, angepasst, autoritätsgläubig und demütig!
Oder wie meine Tochter zu sagen pflegt: Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, kannst du dich auch von dem Problem lösen!
Oder wie meine Tochter zu sagen pflegt: Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, kannst du dich auch von dem Problem lösen!