... oder Kindeswohl die Zweite
All die lustigen Spielarten der Zweierbeziehung, ob hetero oder homosexuell oder die sogenannte Patchwork-Familie, sind auch nichts anderes als eine Variation von Vater-Mutter-Kind. Von neuen oder anderen Lebensentwürfen zu sprechen ist nicht wirklich gerechtfertigt. In erster Linie tut sich heute ein Paar zusammen, seltener geworden ist von Anfang an, das erklärte Bestreben beider, eine, wie es noch vor ein paar Jahrzehnten hieß, „Familie zu gründen“.
Die Kommunenbildungen der 68er, mit den Versuchen in einer Gruppe von bunt zusammen gewürfelten, sich jedoch eigentlich fremder Menschen gemeinsam Kinder aufzuziehen, hat auch nicht wirklich funktioniert. Vor allem, da auch diese Gebilde wie die Gesellschaft draußen, genauso patriarchal organisiert waren. Und es ist die Frage, ob das Wohl der anwesenden Kinder im Vordergrund stand. Denn auch das ist ein Merkmal der patriarchalen Regeln, Kinder werden nicht in das Zentrum oder als Teil von Lebensgemeinschaften gedacht. Auf gesellschaftlicher Ebene sind sie Faktoren, die manchmal berücksichtigt werden müssen oder bei bestimmten Interessenlagen eingesetzt werden.
Denn Kinder wachsen heran und nach besagten Regeln haben sie dann den Bannkreis des Paares zu verlassen. Spätestens an dieser Stelle müsste allen klar sein, dass das Zusammenspiel mit diesen Regeln nicht mehr funktioniert, bzw. nie wirklich funktioniert hat. Denn nach den uns bekannten und angewandten Vorgaben bedeutet das für die heutige Gesellschaft, eine umfassende Vereinzelung der erwachsenen Menschen auf der Suche nach einer Bindungsperson und infolge die relativ anonyme Heimbetreuung alter Menschen. Heerscharen von alte Frauen, die allein sind, es nicht sein wollen (was urnatürlich menschlich und nur zu verständlich ist) und es oft genug doch bleiben. Das Zusammenspiel der Generationen ist zerstört. Es wird nicht mehr in Sippenstrukturen gedacht, sondern bestenfalls in Paarbeziehungen, neuerdings auch gleich in Singlebedingungen.
Die Paarbeziehung als dauerhafte Lebensgrundlage war schon immer ein künstliches Konstrukt und dessen Regeln heute immer noch von außen nach innen in die jeweilige Beziehungskiste getragen werden. Es war und ist die exklusive Bindung einer Frau an einen Mann, aus Prestige oder wirtschaftlichen oder politischen Interessen. Die romantische Liebe, als sozusagen einzige Grundlage einer Dauerbeziehung ist, wie wir inzwischen hoffentlich alle wissen, eine relativ junge Erfindung der Patriarchose. Das Paar als solches wird aus herkömmlichen verwandten Zusammenhängen heraus genommen und nach dem Motto ,unsere Liebe gegen den Rest Welt', als sogenannte 'Familie' und als kleineste Zelle des Staates gehandelt. Mit dem Beginn der Industrialisierung sollte für jeden Mann verlässlich eine Frau zur Verfügung stehen. Der Mann widmet seine Lebenszeit der Erwerbsarbeit und es wartet eine Frau auf ihn zu Haus – das ist die bequeme Voraussetzung der Lebensgestaltung eines Mannes, die jedoch nur eine Zeitlang recht und schlecht funktionierte. In jener Zeit brauchte sich der Mann auch kaum Gedanken um Beziehungspflege zu machen. Die Frau war per Gesetzeslage und mit drohender gesellschaftlicher Ächtung an die Paarkonstellation bis an ihr Lebensende gebunden. Diese Vorstellung prägt auch heute immer noch das Handeln und Aushandeln von Bindungen (mit einem „Fremden“). Die Herkunftsfamilie steht beiden nicht mehr zur Verfügung.
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07 August 2010
03 August 2010
Kindeswohl
Seit Tagen verfolge ich die Diskussionen auf dem Blog von Antje Schrupp und weiterführenden Seiten. Ich bin mir nicht sicher ob ich das richtig verstehe, aber es scheint darum zu gehen: „Wie wächst ein Kind am besten auf“ oder wie ich es gern bezeichne „Die Artgerechte Menschenhaltung“. Manchmal scheint es mir allerdings, als tobten einige Kommentatoren nur ihr Ego oder ihre Verletzheit aus.
In dem Buch „Jokastes Kinder“ von Christiane Olivier habe ich vor langer Zeit einmal den Satz gefunden: „Ich bin die einzige unter diesem Dach, die keine Mutter hat!“
Was wohl als Seufzer einer Mutter in unserer momentanen Kleinfamilienkonstellation zu verstehen ist. Sie trägt in der Regel als Sorgende für ihre Kinder allein und ohne ein weiteres erwachsene Miteinander oder einer konkreten Unterstützung die Last, den (urnatürlichen) Sippenhalt in einer Zweier*- oder Dreier**konstellation zu garantieren. Sie ist durch unsere Gesellschaftsvorgaben auf sich selbst zurückgeworfen und nur die Bindung zu einem Mann wird immer noch als erste Priorität gehandelt. Unterstützung erhält sie durch (Fremd-) Institutionen, ein familiärer Beistand ist grundsätzlich nicht vorgesehen oder nur als sogenannte Schattenleistung*** vorhanden.
Dieser Satz zeigt aber auch, das es für Männer normal ist, in einer Beziehung mitbemuttert zu werden.
In der oben genannten Diskussion, wird gern der Anschein erweckt, als würden Männer in den Beziehungen grundsätzlich die erwachsenen autarken Wesen sein, die in der Lage sind Kinder und Partnerin zu bevatern. Denn, auch das ist wünschenswert, eine erwachsene Frau und Mutter braucht ebenso grundsätzlich erwachsenen Unterstützung bzw. mindestens einen, Geborgenheit spendenden, wohlwollenden Mitmenschen.
Die Verbitterung, die vielfach aus den Kommentaren der Männer spricht (ob sie auch Väter sind, lässt sich nicht immer erkennen), zeigt vor allem deren eigene Verletztheit oder vielleicht eine aus der Kindheit stammende Verlorenheit. Für mich scheint generell die Pauschalwut auf Mütter immer nur eines zum Ausdruck zu bringen: ich wurde nicht genug geliebt.
Ich weiß, dass in politisch motivierten Blogs über Gesetzeslagen und vor allem über die Rechte der Väter diskutiert wird. Aber und das kommt immer wieder durch, ein klares Vaterbild existiert auch nicht. Ebenso wenig wie in der Darstellung der Mutter, deren Bild von der egoistischen Glucke bis zum verantwortungslosen Miststück reicht. Eine normale oder gar positive Darstellung der Leistung einer Frau, die Kinder geboren hat und sie in unserer Gesellschaft aufzieht, begegnet mir eher selten.
Der Erzeuger eines Kindes bleibt der Erzeuger sein Leben lang, das ist eine dieser biologischen Tatsachen, die sich nicht weginterpretieren lassen. Genauso wie die Herkunft aus der biologischen Mutter ein Fakt ist, mit dem Menschen leben müssen. Und wie stark dieser Umstand im Menschendasein dann doch bewertet wird, erleben wir, wenn Kinder nach ihrer Herkunft forschen.
Wie Antje Schrupp auch schreibt, ist Vaterschaft erst einmal ein soziales Arrangement. Und jeder Mann wird sich wohl auch selbst entscheiden müssen, was für ein Vater er sein will. Verantwortung übernehmen, Liebe geben, das berühmte Vorbild sein... Liebe ist eigentlich eine sinnvolle Einbahnstraße. Lieben ist nämlich das, was ich tue und nicht was ich bekomme.
* Mutter und Kind
** Vater, Mutter, Kind
***Also das was ich tue, wenn ich Enkelkinder betreue und dabei noch versuche ihnen einen Hauch von Vorstellung zu ermöglichen, wie selbstverständlich einmal die Anwesenheit der Herkunftssippe (-gruppe) war. Das Wort Familie benutze ich in diesen Zusammenhängen nicht gern, da der Begriff der Familie auf dem einstigen und als Grundlage immer noch wirksamen römischen Recht basiert und die Herrschaft eines Mannes ausweist.
01 August 2010
Erinnerung
Heute hat Helene Geburtstag
und ich denke fünfzehn Jahren zurück...
…. und da stand ich vor dem Bettchen. Vor mir lag winzig und wie verloren auf weißem Grund ein Neugeborenes, mein erstes Kindeskind, die Tochter meiner Tochter. In mir brach etwas auf, was ich inzwischen fast vergessen hatte, was ich erledigt glaubte, was bis eben unvorstellbar schien. Mich überrollte eine goldene Flut des Erkennens und die Gewissheit: das ist eines meiner Kinder.
Sie sah aus, wie einst ihre Mutter und sie schien in meinen Arm zu fliegen. Es war alles wieder da. Die Glückseligkeit ein klitzekleines Baby im Arm halten zu können! Ich konnte den unverkennbaren Duft von neuem Leben einatmen. Haut spüren wie sie nur diese ganz kleinen Menschen haben und ein Seidenpapier dagegen grobkörnig erscheint.
Sie war mein Kindeskind und ich war ihre Großmutter.
Ich hatte nichts dafür tun müssen, außer fünfundzwanzig Jahren zuvor selbst ein Kind zur Welt zu bringen, es groß zu ziehen und jetzt gab es diese Potenz meines Kindes.
Ein Geschenk des Universums an mich...
und ich denke fünfzehn Jahren zurück...
…. und da stand ich vor dem Bettchen. Vor mir lag winzig und wie verloren auf weißem Grund ein Neugeborenes, mein erstes Kindeskind, die Tochter meiner Tochter. In mir brach etwas auf, was ich inzwischen fast vergessen hatte, was ich erledigt glaubte, was bis eben unvorstellbar schien. Mich überrollte eine goldene Flut des Erkennens und die Gewissheit: das ist eines meiner Kinder.
Sie sah aus, wie einst ihre Mutter und sie schien in meinen Arm zu fliegen. Es war alles wieder da. Die Glückseligkeit ein klitzekleines Baby im Arm halten zu können! Ich konnte den unverkennbaren Duft von neuem Leben einatmen. Haut spüren wie sie nur diese ganz kleinen Menschen haben und ein Seidenpapier dagegen grobkörnig erscheint.
Sie war mein Kindeskind und ich war ihre Großmutter.
Ich hatte nichts dafür tun müssen, außer fünfundzwanzig Jahren zuvor selbst ein Kind zur Welt zu bringen, es groß zu ziehen und jetzt gab es diese Potenz meines Kindes.
Ein Geschenk des Universums an mich...
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31 Juli 2010
Ein (Alb)Traum
„Bitte sehr! Die Hölle!“ Meine Begleiterin strahlte mich an: „...und freust du dich?“
Ich war starr vor Entsetzen. Das muss ein Irrtum sein, wieso bin ich in der Hölle? dachte ich nur und sah mich geschockt um. Aber um mich herum sah es friedlich und freundlich aus. In einer riesigen glitzernden Grotte kamen Ströme von fröhlichen Frauen in allen Farben und jeden Alters an mir vorbei und verteilten sich wieder in den unzähligen Gängen, die aus dem gewaltigen Raum fortführten. Und so sehr mein Blick auch suchte, ich konnte nicht einen einziger Mann entdecken. Das kann doch nicht möglich sein!
„Ich hoffte meinen Ehemann wiederzusehen, ist er auch hier?“ fragte ich verschüchtert die schöne Frau, die gelassen neben mir herschritt.
„Nein, wie kommst du nur darauf? Der ist natürlich im Himmel!“
„Aber ich war eine tugendhafte Ehefrau, immer gehorsam meinen Eltern, nie habe ich mir etwas zu schulden kommen lassen, was tue ich in der Hölle?“
„Hat dir das denn zu deinen Lebzeiten keine gesagt? - Alle Frauen betreten nach ihrem Tod das Reich der Hel. Dort können sie ausruhen, all die Gespräche zu Ende führen, die sie abbrachen, weil der Mann nach Hause kam. Endlich erfahren sie, wie es ihrer Mutter oder Großmutter ein Leben lang wirklich erging. Du kannst dich mit ihnen oder mit lieben Freundinnen treffen und für die nächste Inkarnation schon mal neue Verbindungen knüpfen. Du darfst den ganzen Tag auf der Wiese liegen. Du kannst alles tun, was du willst - denken, singen, tanzen, malen, schwimmen, mit Pflanzen und Tieren sprechen oder neue Realitäten entwerfen. All die wunderbaren Dinge tun, zu denen du immer keine Zeit hattest!“
„Aber wo sind die Männer?“
„Die sind natürlich im Himmel, bei ihren Göttern. Unsere Hölle dürfen sie nicht betreten. Hels Reich ist allein den Frauen vorbehalten.“
„Alle Männer kommen in den Himmel? Auch die Verbrecher und Mörder? Ist das denn gerecht?“
„Nun, wir haben uns den Himmel nicht ausgedacht! Der ist eine reine Männerfantasie. Dort haben sie endlich mal Zeit und Gelegenheit untereinander zu klären, welche Prioritäten ein Mann hat. Und wie man sich erzählt, hat ihr Gottvater alle Hände voll zu tun jeden Tag alle zum Jüngsten Gericht zusammen zu rufen. Das soll dort sehr beliebt sein...“
Der Himmel schien nun nicht mehr so verlockend. Allein nur unter Männern, was für ein gruseliger Gedanke! Doch ich wollte es genau wissen: „Ich muss also nicht hier bleiben? Ich kann reinkarnieren?“
„Aber ja, selbstverständlich! Allerdings wenn du wieder nach Mitteleuropa zurück möchtest, kann das eine Weile dauern, die Geburtenrate ist dort sehr zurück gegangen...“
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29 Juli 2010
Sprachreflexion
… „merkwürdig“ ist eines meiner häufig gebrauchten Worte. Es bezeichnet einen Sachverhalt oder das Verhalten eines Menschen, dass mir nicht so recht durchschaubar oder sonderbar vorkommt. Vielleicht auch bemerkenswert, aber doch nicht auf Anhieb zu definieren. Eben merkwürdig! Nicht so recht fassbar, ohne klare Konturen und Aussage. Eine Wirkung ausstrahlend, die alles in der Schwebe hält. Hintergründe werden vermutet, die Gebaren und Handlungsweisen vielleicht rechtfertigen, doch irritierend außerhalb der gewohnten Gemeingültigkeit liegen. Ich mache mir hier also über einen Ausdruck Gedanken, der eigentlich meine eigene Distanz zu bestimmten Verhaltensweisen zum Ausdruck bringt und gleichzeitig die Ausrede dafür ist, dass ich nicht wirklich gewillt bin, der Sache auf den Grund zugehen. Denn im Grunde ahne oder weiß ich, was dahinter steckt und ein Hauch von Missbilligung schwingt vielleicht, oder bestimmt, auch mit. Das ist doch alles sehr merkwürdig...!
26 Juli 2010
Spaß und Tod
... der Sommer mit Spiel, Spaß und bunten Bildern ist vorbei.
Tausende drängen sich zu einer Veranstaltung, die Liebesparade heißt, auf ein hässliches, tristes Gelände am Duisburger Güterbahnhof. Und für einige wird das Dezibel-Ghetto zur Todesfalle und zum Ort körperlicher und seelischer Verletzungen!
Ich lege einen Tag der Besinnung ein.
Gedenken wir der so grausam ums Leben gekommenen und derjenigen, die daran beteiligt waren und damit leben müssen! Es gibt Ereignisse, da kann man nicht wirklich von Schuld sprechen und doch könnten sie vermieden werden. In in paar Jahren könnten meine Enkelkinder auf die Idee kommen, an solch einem Event teilzunehmen...
23 Juli 2010
Da habe ich ...
... doch glatt vergessen, die Frage nach der
"Bande krimineller Weichtiere" aufzulösen!
Es ist die der Schneckengang!
21 Juli 2010
16 Juli 2010
Erfurt for ever
Drei phantastische Tage liegen hinter mir!
Aber der Anblick des Domensembles
und des Minervabrunnen entschädigte
für alle Nervenzusammenbrüche...
und des Minervabrunnen entschädigte
für alle Nervenzusammenbrüche...
Zwei Tage lang haben wir uns von echten Thüringer Rostbratwürsten und einheimischen Erdbeeren ernährt und zum Abschluss noch eine Wasserflasche an der Dreienbrunnenquelle im Luisenpark gefüllt.
Im mittleren Haus unten im Bild der Krämerbrücke hätten wir beinahe einmal gewohnt. Aber vor vierzig Jahren besaß die Ecke nicht die heutige Attraktivität...
Dann unternahmen wir noch einen kleinen (Aus)Flug durch die hügelige Landschaft des Umlandes mit Waldspaziergang und dem Pflücken von Mädesüß an Feuchtgebietsrändern.
Einen Wermutstropfen gab es doch. An unserem Haupterlebnistag verweigerte der Akku der Kamera den weiteren Dienst. Daher fehlte uns ein halber Tag Dokumentation. Und so tragen wir diese Bilder nur im Herzen nach Hause.
"... Mist, sie haben mich gefunden!"
.... gefühlte Fünftausendmal bin ich wieder in den Bearbeitungamodus gegangen, habe die Schrift verschoben und die Bilder verkleinert oder vergrößert. Es nützt nichts, in dem angezeigten Blog sieht immer alles wieder ganz anders aus, ich überlege schon ob ich mir ein anderes Blogsystem zulege. Diese chaotische Form der Bearbeitung ist nichts für Jungfrauen mit bestimmten Vorstellungen, wie es aussehen sollte...
11 Juli 2010
Reisepläne
So, das Zimmer ist gebucht! Zwei Nächte und drei Tage Erfurt! Wir kullern einmal die B 4 entlang, über den Harz hinweg, ins grüne Herz Deutschlands bis in die Landeshauptstadt! Die Thüringer lieben es etwas großartig.
Dort arbeiten wir dann unsere Nostalgieroute ab. Wo wir früher mal gewohnt haben oder mein (jetzt großes) Kind einige Jahre zur Schule ging. Ein paar, immer noch unvergessene Lieblingsorte aufsuchen, am Fischmarkt Eis essen, über die Krämerbrücke bummeln und auf den Domstufen sitzen.
Leider ist die Zeit zu knapp um Besuche zu machen und so treffe ich mich nur mit einer Freundin. Mindestens sechs Jahre bin ich nicht mehr da gewesen, die Fahrt steht schon lange an. Ach ich freu mich wie verrückt... und besonders, dass ich sie mit meiner Tochter unternehmen kann!
Die Kinder lassen wir schnöde beim Papa zurück. Caro war etwas vergrätzt. Sie fühlte sich (zu Recht) von der Mutter-Tochter-Tour ausgeschlossen.
10 Juli 2010
Heute auch ...
... ein Stöckchen gefunden bei Dies und Das
Wenn ich nicht ich wäre, sondern...
… ein Monat: der September
… ein Wochentag: der Donnerstag
… eine Tageszeit: der Abend
… ein Planet: der Merkur
… ein Meerestier: eine Koralle
… eine Richtung: spiralförmig
… eine Zahl: 11
… ein Kleidungsstück: eine Tunika
… ein Schmuckstück: ein Ring
… eine Kosmetik: Wimperntusche
… eine Blume oder Pflanze: Gundelrebe
… eine Flüssigkeit: Quellwasser
… ein Baum: eine Weide
… ein Vogel: eine Gans
… ein Möbelstück: eine Truhe
… ein Wetter: leichter Wind
… ein mythisches Wesen: das Kornwyf
… ein Tier: eine Bärin
… eine Farbe: aprikosenfarben
… ein Element: Erde
… ein Auto: eine Seifenkiste
… ein Lied: Das letzte Lied
… ein Film: jurassic park
… eine Filmfigur: Prof. Minerva McGonagall
… eine Stimmung: verträumt
… ein Körperteil: die Augen
… ein Gesichtsausdruck: zufrieden
… ein Schulfach: Geschichte
… ein Gegenstand: ein Korb
… ein Wort: alles
… ein Körpergefühl: entspannt
… ein Knabbergebäck: Nussplätzchen
… eine Sportart: tanzen
… ein Getränk: Leitungswasser
… eine Eissorte: Joghurt-Orange-Aprikose
… ein Märchen: Frau Holle
… ein Spielzeug: ein Ball
… ein Land: Weitweitweg
.
… ein Monat: der September
… ein Wochentag: der Donnerstag
… eine Tageszeit: der Abend
… ein Planet: der Merkur
… ein Meerestier: eine Koralle
… eine Richtung: spiralförmig
… eine Zahl: 11
… ein Kleidungsstück: eine Tunika
… ein Schmuckstück: ein Ring
… eine Kosmetik: Wimperntusche
… eine Blume oder Pflanze: Gundelrebe
… eine Flüssigkeit: Quellwasser
… ein Baum: eine Weide
… ein Vogel: eine Gans
… ein Möbelstück: eine Truhe
… ein Wetter: leichter Wind
… ein mythisches Wesen: das Kornwyf
… ein Tier: eine Bärin
… eine Farbe: aprikosenfarben
… ein Element: Erde
… ein Auto: eine Seifenkiste
… ein Lied: Das letzte Lied
… ein Film: jurassic park
… eine Filmfigur: Prof. Minerva McGonagall
… eine Stimmung: verträumt
… ein Körperteil: die Augen
… ein Gesichtsausdruck: zufrieden
… ein Schulfach: Geschichte
… ein Gegenstand: ein Korb
… ein Wort: alles
… ein Körpergefühl: entspannt
… ein Knabbergebäck: Nussplätzchen
… eine Sportart: tanzen
… ein Getränk: Leitungswasser
… eine Eissorte: Joghurt-Orange-Aprikose
… ein Märchen: Frau Holle
… ein Spielzeug: ein Ball
… ein Land: Weitweitweg
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08 Juli 2010
Drei Jahre
... wie doch die Zeit vergeht!
Vor drei Jahren bin ich das letzte Mal umgezogen. Dieses "Trauma" habe ich in der Glosse Frauenhaus verarbeitet. Ähnlichkeiten und Selbstbezichtigungen sind nur anflugsweise real...
07 Juli 2010
06 Juli 2010
... wer weiß es?
Die sogenannten lustigen Silbenrätsel sind immer wieder eine spaßige Quelle von kleinen Worträtseln wie, was sind:
"schlechtgelaunte Steinobstfrüchte?"
oder
"eine Bande krimineller Weichtiere?"
oder
"eine Bande krimineller Weichtiere?"
05 Juli 2010
Also
…ich, als bekennende Anhängerin der Chaostheorie, bin der Meinung, dass wir ganz schön froh sein können, in diesem phantastisch komplexen Raum-Zeit-Kontinuum hier und heute, genauso wie wir nun mal sind, einfach zu existieren und uns all die wunderbaren Gedanken machen können, mit denen wir versuchen unser Dasein zu erklären!
04 Juli 2010
Nanu
... nach einem gestrigen, ganz ordentlichen Abendrot ...
sehe ich heute von meinem Schreibtisch aus, vormittags 11 Uhr ...
Das!
Das!
Kleine Erhohlung nach letztens 29° C im Zimmer und ich wünsche allen
weiterhin einen schönen (warmen) und bunten Sommer!
30 Juni 2010
Elfchen sagt...
Ich glaub' an Feen
Feen sind Wesen zierlich und schön,
Wir konnten in unserer Kindheit sie sehn.
Doch heute ist dies zu lange schon her,
Wir sehen die Zauberwesen nicht mehr.
Unser Schlaf in den Augen beim Aufstehen
stammt aus den Töpfen der flatternden Feen.
Sie warten auf uns, auf unser ,,Ja!";
sag' ,,Ich glaub' an Feen!", denn sie sind da!
Denn jedes Mal, wenn du dies sagst,
darf eine weitere Fee noch leben.
Doch wenn du sprichst ,,Feen gibt es nicht!",
muss sie für immer ins Nichts entschwinden.
Ich glaub an Feen!
Felicia D. Browne-Hemans
Feen sind Wesen zierlich und schön,
Wir konnten in unserer Kindheit sie sehn.
Doch heute ist dies zu lange schon her,
Wir sehen die Zauberwesen nicht mehr.
Unser Schlaf in den Augen beim Aufstehen
stammt aus den Töpfen der flatternden Feen.
Sie warten auf uns, auf unser ,,Ja!";
sag' ,,Ich glaub' an Feen!", denn sie sind da!
Denn jedes Mal, wenn du dies sagst,
darf eine weitere Fee noch leben.
Doch wenn du sprichst ,,Feen gibt es nicht!",
muss sie für immer ins Nichts entschwinden.
Ich glaub an Feen!
Felicia D. Browne-Hemans
29 Juni 2010
siehe Waschkeller
Ich habe ein Kapitel aus meiner Betrachtung „Versuch und Irrtum“ in meinen Waschkeller ausgelagert. Ein nicht ganz kurzer Text der etwas Durchhaltevermögen von der geneigten LeserIn verlangt und sie am Ende mit einem kleinen Gedicht von Wilhelm Busch belohnt!
27 Juni 2010
Heute...
... wäre meine Schwiegermutter Rudolfine 105 Jahre alt.
Sie war eine energische und starke Frau. Sechs Töchter und zwei Söhne hat sie groß gezogen. Großmutter Fine war ein rechtes Original und ich konnte es immer gar nicht fassen, wie gern sie mich hatte. Jedenfalls erfüllte sie so gar nicht das Klischee der schlimmen Schwiegermutter. Sie starb im März 1975.
Wenn ich in meinem Leben mal eine resolute Unterstützung brauche, dann
rufe ich sie an!
Happy dreams, Fine!
Happy dreams, Fine!
26 Juni 2010
Blühen
... plötzlich ist er endlich da, der Sommer! Und obwohl mir immer noch so ist, als fehlte mir ein Stück vom Jahr, als hätte man den Mai aus dem Kalender genommen, erkenne ich die geliebte Zeit gleich wieder. Als ich in Kindertagen endlich barfuß laufen konnte und mit den Freundinnen über die Wiese jagte.
Von all den voran gegangenen Regentagen scheint mir das Grün und Bunt um mich herum besonders satt und üppig.
Schon lange waren die duftenden weißen Blüten an den Hollerbüschen nicht mehr so groß und reichlich. Am Kirschbaum unten auf der Wiese röten sich bereits die ersten Früchte. Die Morgenstunden sind frisch und die Abendstunden schon warm. Der frühe Sommer ist eine wahrhaft herrliche Zeit...
Schon lange waren die duftenden weißen Blüten an den Hollerbüschen nicht mehr so groß und reichlich. Am Kirschbaum unten auf der Wiese röten sich bereits die ersten Früchte. Die Morgenstunden sind frisch und die Abendstunden schon warm. Der frühe Sommer ist eine wahrhaft herrliche Zeit...
25 Juni 2010
23 Juni 2010
22 Juni 2010
20 Juni 2010
ein schöner Tag
… gestern waren wieder die Kinder bei mir. Ich hab sie um 8.30 Uhr am Bahnhof abgeholt und Mama ging zur Arbeit.
Es war ein schöner entspannter Tag, mit einem langen gemeinsamen Frühstück, Oma ein Küchenmesser und ein Taschenmesser abschwatzen und damit, beim in den Wald gehen viele Stöcker verschnitzen, am Tiergehege die Ziegen und das Geflügel füttern, Blumen fotografieren, Holunderblüten pflücken, schreiend vor riesigen Schnecken davonlaufen, Computer spielen und mit altem Puppengeschirr kochen, ein Etui für das Messer nähen, Spagetti und Tomatensoße essen, schnell noch zum großen Spielplatz* und danach wieder nach Hause fahren.
Dialog zwischen Oma (62) und Caroline (8):
„Caro, pass bitte mit dem Messer auf! Hier wickel es in den Lappen ein.“
„... weißt du Oma, ich kann ja nähen, häkeln, stricken, ich kann das alles, da kann ich mir auch eine Hülle für das Messer machen!“
*als wir das letzte mal dort waren lag alles unter einer dicken frisch gefallenen Schneedecke
Übrigens jetzt habe ich endlich auch die Bearbeitung der Schrift und der Farben gefunden - ach macht das einen Spaß!
Es war ein schöner entspannter Tag, mit einem langen gemeinsamen Frühstück, Oma ein Küchenmesser und ein Taschenmesser abschwatzen und damit, beim in den Wald gehen viele Stöcker verschnitzen, am Tiergehege die Ziegen und das Geflügel füttern, Blumen fotografieren, Holunderblüten pflücken, schreiend vor riesigen Schnecken davonlaufen, Computer spielen und mit altem Puppengeschirr kochen, ein Etui für das Messer nähen, Spagetti und Tomatensoße essen, schnell noch zum großen Spielplatz* und danach wieder nach Hause fahren.
Dialog zwischen Oma (62) und Caroline (8):
„Caro, pass bitte mit dem Messer auf! Hier wickel es in den Lappen ein.“
„... weißt du Oma, ich kann ja nähen, häkeln, stricken, ich kann das alles, da kann ich mir auch eine Hülle für das Messer machen!“
*als wir das letzte mal dort waren lag alles unter einer dicken frisch gefallenen Schneedecke
und das Foto ist auch schon drei Jahre alt ... ach ja wie die Zeit vergeht!
Übrigens jetzt habe ich endlich auch die Bearbeitung der Schrift und der Farben gefunden - ach macht das einen Spaß!
17 Juni 2010
Märchenhaft
Der gestiefelte Kater ist eines meiner Lieblingsmärchen. Obwohl es auf den ersten Blick zu den unausgewogensten gehört, was das Geschlechterverhältnis betrifft. Außer einer zu heiratenden Prinzessin, die am Rande auftaucht, kommt praktisch keine andere Frau darin vor. Aber dafür zeigt es auch, dass mann sich schon ein wenig anstrengen oder zumindest märchenhaft magischen Verbündeten anvertrauen muss, um eine richtig gute Frau zu finden. Nun kommt mir nicht mit dem Argument, Prinzessinnen seien ganz oft doofe Ziegen gewesen.
Wir wissen doch, dass im Märchen eine Prinzessin als Synonym für die beste Frau steht, die mann kriegen kann. So wird er zum König.
Gelegentlich, wenn dereinst eine Königin nur einen Sohn hatte, musste dann schon mal ein kluges, cleveres und wenn möglich schönes Mädchen aus dem Volk den Prinzen nehmen. In manchen Märchen sucht ja auch die Königin die Braut aus. Denn ihre Nachfolgerin, soll später würdig sein und stark und weise! Und im umgekehrten Fall tut ein redlicher Bursche einer Prinzessin sicher auch gut. Katzen wissen das!
16 Juni 2010
Nachlese
Beim Scrollen in meinem Tagebuch stieß ich auf folgenden kurzen Eintrag. Da ich letztens erst wieder mit meiner Freundin über Konditionierungen der Kindheit und deren Auswirkungen bis ins ins Heute, debattierte, setze ich diese Gedanken von vor vier Jahren kurz mal ein...
28.07.2006
Irgendwo habe ich folgende Frage gelesen: Frage dich, ab und an, ob das Kind, das du warst, einverstanden ist mit dem was du aus ihm gemacht hast?
Da drängt sich mir doch gleich noch eine andere Frage auf:
Habe ich das wirklich alles selbst und allein aus mir gemacht?
Ist es nicht eher so, dass ich immer wieder freilegen muss, was andere verschüttet haben? Dass ich aufrichte, was verbogen und verkrüppelt wurde, dass ich rette, was fast verloren schien!
Es ist leicht die totale Verantwortung einem Menschen für sein „So sein“ zuzuschieben und ihn damit allein zu lassen. Nicht immer gelingt es jedem gegen die, ihn umgebenen Widerstände und den Konditionierungen aus jungen Jahren, zu sich Selbst zu finden.
Wie oft habe ich diese, fast schon infamen Hinweise bei auftretenden Problemen gehört, wie „Sieh doch erst einmal, ob es nicht an dir liegt?“ oder „ Schau hin, was es dir zu sagen hat?“
Auf diese Weise selbstquälerisch gut mit sich beschäftigt zu sein, verhindert oft genug, dass einmal eine mit der Faust auf den Tisch haut und sagt: Ich weiß, was es mir zusagen hat, denn ich kenne mich selbst am besten. Ich fordere Achtung und verbiete mir jedes schlechte Benehmen!
Also: Schluss mit niedlich, angepasst, autoritätsgläubig und demütig!
Oder wie meine Tochter zu sagen pflegt: Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, kannst du dich auch von dem Problem lösen!
Oder wie meine Tochter zu sagen pflegt: Wenn du ein Problem nicht lösen kannst, kannst du dich auch von dem Problem lösen!
14 Juni 2010
Der neue Juni
... die neuen Designs haben mich zu wilden Farbenspielen getrieben, was mir Beifall und Kritik eingebracht hat. Die letzte (telefonische) Maßregelung erreichte mich mit dem Hinweis:
Ich konnte das nicht lesen, es war mir zu bunt!
Also habe ich wieder die Tapete gewechselt, zwar auch noch farbenfroh, doch mit einer weniger grellen Einteilung. Denn das Einzige, was nicht sein darf ist, dass frau / man meinen Blog nicht lesen kann. Da ich sonst keine anderen unterhaltsamen Inhalte, wie Fotos oder lustige Spielereien zu bieten habe.
Manchmal denke ich, wenn ich so über meinen Blog sehe:
Also habe ich wieder die Tapete gewechselt, zwar auch noch farbenfroh, doch mit einer weniger grellen Einteilung. Denn das Einzige, was nicht sein darf ist, dass frau / man meinen Blog nicht lesen kann. Da ich sonst keine anderen unterhaltsamen Inhalte, wie Fotos oder lustige Spielereien zu bieten habe.
Manchmal denke ich, wenn ich so über meinen Blog sehe:
Wie langweilig!
Und dann bemühe ich mich beim nächsten Text, neben meinem Drang zum Künden und zum Sagen, den Zeilen auch eine humorige oder verspielte Note zu verpassen.
Wie sagte das Enkelkind doch neulich, als ich ihr statt Süßigkeiten einen Apfel angeboten habe: Da kann ich gar nicht drüber lachen!
So ist das! Jemanden zum Lachen zu bringen ist auch eine Kunst. Oft eine äußerst intelligente.
Ich bin ja eigentlich leicht zu erheitern. Was mich amüsiert, finden andere vielleicht nur albern oder unverständlich. Ich habe mich seinerzeit über Häschenwitze gekringelt. Den momentanen Fussball - Hype finde ich gerade weniger witzig.
Kleine harmlose Wortgebinde mag ich dagegen sehr. Deshalb noch ein Witzchen:
Was liegt am Strand und spricht undeutlich?
Eine Nuschel!
Wie sagte das Enkelkind doch neulich, als ich ihr statt Süßigkeiten einen Apfel angeboten habe: Da kann ich gar nicht drüber lachen!
So ist das! Jemanden zum Lachen zu bringen ist auch eine Kunst. Oft eine äußerst intelligente.
Ich bin ja eigentlich leicht zu erheitern. Was mich amüsiert, finden andere vielleicht nur albern oder unverständlich. Ich habe mich seinerzeit über Häschenwitze gekringelt. Den momentanen Fussball - Hype finde ich gerade weniger witzig.
Kleine harmlose Wortgebinde mag ich dagegen sehr. Deshalb noch ein Witzchen:
Was liegt am Strand und spricht undeutlich?
Eine Nuschel!
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05 Juni 2010
Wieder mal ein Grund zur Freude...
Meine liebe Schwiegertochter erwartet ein Baby.
Für mich, unter anderem, wieder einmal Grund genug, über die Frau – Mann – Konstellation in unserer Gesellschaft zu reflektieren. Schließlich kommen dadurch auf meinen Sohn auch einige tiefgreifende Veränderungen zu (auf die er bestimmt, ich bin überzeugt davon, bestens vorbereitet ist).
Wie wir (spätesten seit Simone de Beauvoir) wissen, werden wir durch allgemeine und individuelle Erziehung auf bestimmte Rollenmuster konditioniert. Nun nicht alles lässt sich gnadenlos konditionieren (und muss auch nicht). Ein wenig sollten wir auch darauf vertrauen, dass jedeR, das in allen angelegte Urprogramm auch abrufen kann, besonders wenn es um die winzig kleinen Menschen geht, die uns immer wieder beglücken. Denn das jeweilige Naturell, die geschlechtlichen Voraussetzungen und das individuelle Potential ist die Basis des Menschen um einen gemeinschaftsfördernden Platz in der (Familien)Gruppe oder Sippe und seiner Zeit einzunehmen.
Aber die Konditionierungen finden trotzdem statt. Sie sind, die (sich auch immer wieder verändernde) Grundlagen der Gesellschaft. Die Frau wird heute intensiv auf die Zweierbeziehung konditioniert und (das ist relativ neu) gleichzeitig wird ihr eine Lossprechung von zwanghafter Mutterschaft zuteil.
Diese, von uns favorisierte Form der Zweierbeziehung ging aus dem Herrschaftsanspruch des mündigen Mannes (pater familias hieß es im antiken Rom) hervor. Aber selbst unter der totalen Munt, erst des Vaters, dann des Ehemannes und trotz Trennung von den Muttersippen, wurde von den Frauen weiterhin die gleichen lebenserhaltenden Leistungen erwartet, die sie schon seit Urzeit erbrachten. Jedenfalls das Gros der Frauen kam dem auch immer nach. Und auch heute kommen nach wie vor Kinder auf die Welt!
Das Schöne an unserer heutigen Zweierkonstellation ist jedoch, die Frau hat jetzt einen Helfer an ihrer Seite. Hat Gott im Garten Eden dem Adam einst Eva als Gehilfin zur Seite gestellt (ich habe mich immer gefragt wobei sie ihm helfen sollte), stattet nun die heutige Gesellschaft auch die Frau mit einem Helferli, genannt Partner, aus. Der Status des (tätigen Familien)Vaters ist inzwischen somit selbstverständlich etabliert (ob das auch sinnvoll ist, wird nicht mehr hinterfragt).
Jedem jungen Mann sollte demnach, bei der allgemeinen Konditionierung irgendwie klar gemacht werden, dass es nicht nur darum geht, mit der Frau seiner Träume gemeinsam alt zu werden, sondern, dass im Falle einer gemeinsamen „Familiengründung“ das tief verankerte, aus grauer Vorzeit stammende Bruderprogramm in Kraft tritt.
Der Bruder hatte einst in der matrifokalen Prähistorie die soziale Stellung inne, die heute dem jeweiligen Erzeuger des Kindes aufgedrängt wird. Und so stellen viele (junge Eltern)Paare fest, dass nach einer gewissen Zeit sich das einst gegenseitige heiße Verlangen in ein irritierendes Bruder-Schwester-Verhältnis umwandelt.
Auch für den heutigen Mann ist das gleichzeitige Agieren in allen möglichen männlichen Rollen nicht eben mal so umgesetzt. Zumal bei aller willentlichen Anstrengung uns auch die Hormone an der kurzen Leine führen. Jeder junge Mann, der sich bindet, sollte sich darüber im Klaren sein oder werden, dass er (im matriarchalen) Sinne seiner Frau den Bruder, die Schwestern und die anderen Mütter des früheren Sippengefüges in seiner frisch gegründeten Kleinfamilie ersetzen muss. Und das noch neben seiner anspruchsvollen Karrieretätigkeit.
Wieso also reden wir immer von der Mehrfachbelastung der Frau? Der Mann hat sich in den letzten paar Jahrtausenden diesbezüglich auch in eine diffizile Lage manövriert. Unsere Söhne müssen nun auslöffeln, was ihnen ganze Vätergenerationen eingebrockt haben. Aber vielleicht tun Einige das ja ganz gern...
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25 Mai 2010
Vom Hölzchen aufs Stöckchen
Heute habe ich verschiedene Blogseiten quer gelesen und bin von einem interessanten Thema zum nächsten gesprungen. Zwischen den vielfältigen Nachlesen vom langen Pfingstwochenende, das bei mir mehr unter dem Zeichen diverser technischer Mysterien stand, erreichten mich auch Stichworte wie, Bewegung oder Gewicht. So ganz bin ich in dem Zusammenhang, vor einem winzigkleinen schlechtem Gewissen, doch nicht gefeit.
Das eigene Gewicht ist heutzutage immer wieder ein gewichtiges Thema. Und auch ich ergriff gelegentliche Maßnahmen, selbiges etwas einzudämmen. Ach ja, Diäten! Das waren noch Zeiten, als die wirklich was brachten! Da habe ich auch manches ausprobiert.
Trennkost, um eine Trennung zu überwinden. Fasten, um hinter den Sinn religiöser Askese zu kommen, FdH, nach dem Umzug in eine kleinere Wohnung! Wo habe ich doch neulich gelesen: „Sisyphus war eine Frau“?
Seit ein paar Jahren ignoriere ich tapfer mein Gewicht, leider tut es mein Körper nicht. Ich trauere ein bisschen meiner einstigen Beweglichkeit hinterher und frage mich gelegentlich, was das mit dem Blutdruck soll?
Nun bin ich ja der größte Bewegungsmuffel aller Zeiten. Ein Ausflug zur Mülltonne reicht mir eigentlich schon, um das Gefühl zu bekommen, ich war heute draußen. Aber das moderne Leben ist gnadenlos. Es wird erwartet, dass wir uns bewegen, das heißt vor allem, dass wir flexibel sind. Unsere Zeit steht im Zeichen der vollkommenen Mobilität, mit all ihren Schrecken und gelegentlichen Nützlichkeiten. Wer nur auf seine beiden Beine angewiesen ist, kann am gesellschaftlichen Leben kaum noch teilnehmen. Also bemühe ich mich um eine gewisse Anpassung und fahre doch hierhin oder gehe dorthin. Überwinde absurde Strecken um die Familie zu erreichen oder Freunde zu treffen und habe dabei ganz tief in mir das Gefühl, hier stimmt was nicht.
Ich bin die Alte, die Welt sollte zu mir kommen!
Das eigene Gewicht ist heutzutage immer wieder ein gewichtiges Thema. Und auch ich ergriff gelegentliche Maßnahmen, selbiges etwas einzudämmen. Ach ja, Diäten! Das waren noch Zeiten, als die wirklich was brachten! Da habe ich auch manches ausprobiert.
Trennkost, um eine Trennung zu überwinden. Fasten, um hinter den Sinn religiöser Askese zu kommen, FdH, nach dem Umzug in eine kleinere Wohnung! Wo habe ich doch neulich gelesen: „Sisyphus war eine Frau“?
Seit ein paar Jahren ignoriere ich tapfer mein Gewicht, leider tut es mein Körper nicht. Ich trauere ein bisschen meiner einstigen Beweglichkeit hinterher und frage mich gelegentlich, was das mit dem Blutdruck soll?
Nun bin ich ja der größte Bewegungsmuffel aller Zeiten. Ein Ausflug zur Mülltonne reicht mir eigentlich schon, um das Gefühl zu bekommen, ich war heute draußen. Aber das moderne Leben ist gnadenlos. Es wird erwartet, dass wir uns bewegen, das heißt vor allem, dass wir flexibel sind. Unsere Zeit steht im Zeichen der vollkommenen Mobilität, mit all ihren Schrecken und gelegentlichen Nützlichkeiten. Wer nur auf seine beiden Beine angewiesen ist, kann am gesellschaftlichen Leben kaum noch teilnehmen. Also bemühe ich mich um eine gewisse Anpassung und fahre doch hierhin oder gehe dorthin. Überwinde absurde Strecken um die Familie zu erreichen oder Freunde zu treffen und habe dabei ganz tief in mir das Gefühl, hier stimmt was nicht.
Ich bin die Alte, die Welt sollte zu mir kommen!
23 Mai 2010
18 Mai 2010
Wann ist der Mann ein Mann
… in einer Talkrunde des mdr ging es um den Stand der heutigen Männer, ihrem Rollenverständnis und welch schwindende Chancen die Jungs in einer zunehmend feminisierten Gesellschaft haben. Die Damen und Herren Experten machten sich sichtbar Sorgen um den Mann von Morgen. Es schien klar, wenn wir nicht aufpassen, wird das männliche Geschlecht von seinen angestammten Plätzen verdrängt.
Besonders die Paartherapeutin in der Runde war kurz davor einen Männerschutzverein zu gründen. Die anwesenden Herren sahen es zum Teil differenzierter oder gelassener. Was ich ganz besonders interessant fand.
Die drohende Feminisierung unserer Gesellschaft scheint sich, besonders wenn es um Schule, Bildung und Kinderaufbewahrung außerhalb des häuslichen Umfelds geht, zu einem echten Problem auszuwachsen. Die armen Knaben sind bis zum Jünglingsalter einfach mit zu viel Weiblichkeit konfrontiert und wen wundert es, dass sie dann später nicht mehr wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind.
Und wieder wurde der Ruf nach mehr Lehrern (also männlichen Lehrkräften), Kindergärtnern und Tagesvätern laut. Ein Tagesvater ist das Pendant zur Tagesmutter, also ein professioneller Kinderbetreuer, falls der Begriff noch nicht geläufig ist. Dass der jeweilige legitime Vater nicht ausreichend zur Verfügung steht, ist demnach bereits eine anerkannte Tatsache und es wurde scheinbar bereits aufgegeben, den Vater wieder vermehrt in die Familie zu verpflichten.
Denn wenn sich in Zukunft genügend fürsorgliche Männer für die entsprechenden (unterbezahlten) Berufe interessieren, finden die kleinen Jungen auch außerhalb von Mamas Bannkreis genügend männliche Bezugspersonen und Vorbilder, die sie darauf vorbereiten, was ein richtiger Mann ist. Irgend wie kann ich mich der Logik dieses Gedankens nicht ganz entziehen... aber was ist mit den kleinen Mädchen?
.
13 Mai 2010
Verschenken
Das Schenken hat in unserer Kultur einen hohen Stellenwert. Es artet hier und da sogar zum Pflichtprogramm aus. Aber, wir bereiten gern anderen eine Freude, ebenso macht es Spaß, selbst Geschenke auszupacken.
Und wir kennen alle die peinlichen Momente, wenn wir mit einem Geschenk dastehen und eigentlich nicht wissen, was wir damit sollen. Und, was vielleicht noch peinlicheren ist, wenn offenbar wird, dass unser Geschenk so gar nicht ankommt.
Trotzdem haben wir immer wieder das Bedürfnis, andere zu beschenken. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, heißt es so schön. Auch als Liebesbeweis sind Geschenke hoch im Kurs. Manche Frau wartet schon lange darauf!
Geschenke müssen auch nicht teuer sein. Eigentlich kann man alles verschenken, was einem gehört. Von teuren Cabriolet (so man dazu in der Lage ist) bis zum einzelnen Silberlöffelchen, das frau in der Schublade gefunden hat und von dem sie weiß, dass die Freundin darauf steht. Gute Geschenke zu machen ist eine Gabe. Ich kenne eine, die das richtig gut kann...
Meinen Kindern hatten ein paar Jahre lang von Frühling bis zum Herbst das Bedürfnis mir vom Schulweg oder ihren anderen Unternehmungen kleine Sträußchen mit Gänseblümchen, Löwenzahn oder anderen Kräutlein mit zu bringen. Ich hatte x kleine Vasen mit den sogenannten Küchenblümchen herumstehen. In jener Zeit fühlte ich mich immer sehr reich beschenkt.
Doch da gibt es noch die gruselige Kehrseite der Angelegenheit – Schenken als Fluch! Wenn wir wieder einmal jemanden etwas schenken müssen und nicht wissen was? Und da gibt es auch die Menschen, die eigentlich schon alles haben. Selbst Kinder sind heutzutage nicht mehr so leicht zu beschenken. Zum Glück wird gerade für Kinder eine gewaltige Industrie beschäftigt, die ständig Bedürfnisse erfindet. Schenken leicht gemacht - mit den Kindern nachmittags Werbung gucken - aber ist es dann ein Geschenk oder eine Bestellung?
Wir kaufen Dinge und Möglichkeiten, um sie weiter zureichen, die Gabe hat einen symbolischen Gehalt – das ist schön, es gefällt mir selbst, aber ich schenke es Dir!
Oder wir verschenken Zeit!
Gelegentlich beschenke ich mich selbst, schließlich kenne mich am besten und weiß, was mir gefällt – obwohl, auch da habe ich ab und zu schon daneben gelegen.
Ich schenke mit Bedacht, aber auch spontan und leichtem Herzens. Das hat etwas mit Loslassen und Energieaustausch zu tun. Mit dem, sich nicht der Macht der Dinge zu unterwerfen und mit der pragmatischen Erkenntnis: Ich kann nicht alles haben, wo sollte ich auch hin damit!
Trotzdem liebe ich süße Sinnlosigkeiten, die mich überraschen und mein Herz erfreuen. Es gefällt mir, wenn der Schenkende mitten ins Schwarze trifft. Die Geschenke sind oft Gegenstände, die ich mir nie selbst gekauft hätte. Vielleicht schön, ja, aber nicht lebensnotwendig. Doch letztendlich haben sie eine Bedeutung. Sie sind wie Dinge aus der Zukunft, die zu mir finden und die eines Tage ganz selbstverständlich ihren Platz bei mir einnehmen.
Wenn das Geschenk eine schöne Überraschung ist und auch noch gut ankommt – was können sich Schenkende und Beschenkte mehr wünschen.
11 Mai 2010
Projekt
Da stehe ich, gestützt auf den Spaten und blicke auf den trägen breiten Strom, der sich kaum merklich zu meinen Füßen an mir vorbei wälzt. Der einst so wilde, ungestüme Fluss, gebändigt und begradigt, ein Kanal, wie mit dem Lineal gezogen. Der macht keine Probleme mehr.
Aber er macht auch nichts anderes mehr. Nicht mal mehr Ringe, wenn ich ein Lachen hinein werfe...
Ein wahrhaft hartes Stück Arbeit liegt vor mir. Wie schaffe ich es, ihm die Mäander wiederzugeben? Die Auen und Sandbänke? Die dichten Wälder und lichten Wiesen, die sich an seinem Ufer einst entlang zogen?
Das Schwierigste wird wohl sein, den Felsen wieder in die Mitte des Stroms zu schieben, auf dem ich einst saß, die Sonnenuntergänge beobachte und mich vom Sturm beuteln ließ...
09 Mai 2010
Muttertag
... zum Muttertag heute nur ein paar Links zu den wirklich wesentlichen Informationen:
Mütterblitz und das entsprechende Buch von Louann Brizendine,
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