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03 August 2014

sieh an...

wir haben schon August ... hier in Niedersachsen fangen die Ferien in diesem Jahr gerade erst an und anderen Orts gehen sie schon zu Ende ... ich beende nun meine schreibintensive Sommerpause im Alltag und nehme mir jedoch vor, meine Blogthemen gewissenhaft weiter zu verfolgen. Daher verschiebe ich auch einige Postes in meinen Zweit- und Drittblog, räume sozusagen ein bisschen auf...
und neben der Blogpflege mache ich da weiter, wo ich vor Monaten aufgehört habe. Dass heißt, so ganz stimmt das auch nicht, ich habe zwar an der Geschichte nicht unmittelbar weiter geschrieben, aber dafür die Biografielisten der ProtagonistInnen vervollständigt oder wichtige Nebenstränge bearbeitet. So konnte ich und darauf bin ich direkt ein bisschen stolz, an einem milden Frühsommerabend einen Blick in den geheimen und sonst für Menschenvolk nicht zugänglichen Kodex der Haus- und Gartenkobolde werfen ... mir brennen jetzt noch die Augen ... jedenfalls war es sehr mühsam die winzigen Schriftzeichen auf den Birkenrindenrollen zu entziffern, aber ich war ja überhaupt froh, dass Knorzel, die alte Koboldin mir so großzügig Einblick gewährte... auf meinen überschwänglichen Dank hin, meinte sie nur beiläufig, dass das nötig gewesen wäre, sonst käme ich ja gar nicht voran. Übrigens Kobolde tun zwar immer so als ob sie es nicht nötig hätten, aber in Wahrheit stehn sie total auf menschlichen Dank oder kleine Gaben, ich erwähne das nur, falls ihr mal mit einem Hauskobold zu tun habt. 
Also, jetzt mach ich mal weiter mit meiner Sommerarbeit (Urlaub gibt es erst im Herbst) und schließe mit einer der Perikopen des KKK (Kodex des Kreises der Kobolde):

Verschwende deine Gaben im richtigen Augenblick !
(3. erdige Weisheit des Koboldkodex)

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30 Oktober 2013

Zwischen Trance und Träumen

Derzeit wende ich mich einem neuen, für mich eher ungewohnten Projekt zu und dazu benötige ich jede Hilfe, die ich bekommen kann. Es wird also Zeit, sie wieder herbei zu rufen, die Freundinnen und Freunde der Kindheit - die Geister der Natur, der Elemente und des Sagenhaften. 

Von Anbeginn lebte ich mit ihnen, mal mehr, mal weniger, bewusst. Nie habe ich sie ganz aus meinen inneren Augen verloren. Und obwohl ich älter und verändert bin, werden auch sie mich, mein unveränderliches Sein, sofort erkennen.

Zur Zeit schüttle ich die knochentrockene Realität ab. Lange wandte ich mich, aus guten Gründen, nüchtern der Sachlichkeit und Objektivität zu, da sie für mich das schriftliche Parkett der Sachbezogenheit überhaupt erst gangbar machten. Jetzt haben sich die Prioritäten geändert. 

Und so betrete ich eines der verschlossenen Gemächer der Erinnerung. Hier finde ich einen fast vergessenen, aber vertrauten Anblick - wie in einem, seit langem unbewohnten, Raum in dem alles Mobiliar und die darin aufbewahrten kostbare Gegenstände sorgfältig mit Tüchern abgedeckt sind, um sie vor Schäden durch den Staub des Vergessenes und der Nichtbeachtung zu schützen. 

Nach und nach ziehe ich die grau gewordenen Schleier ab, die alles sorgfältig verhüllten. Welch eine Pracht an Traum und Wirklichkeit. Zum Vorschein kommen all die Wunderwelten meiner Kinderzeit und die meiner Kinder und Kindeskinder. Ich könnte mich im Spiel verlieren. Ich öffne weit die Fenster um die bisher ausgesperrte Fantasie wie einen frischen belebenden Luftzug hereinzulassen. Ein Wind, der auf blauen Schwingen neue Wunder trägt und im Raum verteilt. Doch etwas fehlt noch und so hebe ich das letzte Tuch. Darunter schlafen, lieblich und vertraut, die Gefährtinnen meiner Kindheit – fröhliche Fantasiegebilde, uralte wundersame Wesenheiten, Naturgeister, wie sie nur meine Augen sehen können. Ich setze mich still zu ihnen und warte, dass sie erwachen... 



02 Oktober 2013

... ach wie gut, dass jeder weiß...

Eine Freundin hat mich unbeabsichtigt mit einer Metapher daran erinnert, wer ich bin. Fast wäre es mir im seichten Getriebe meines Alltags entglitten - ich bin die Alte - die Großmutter, die den bösen Wolf gefressen hat. Beinahe hätte ich mich vergessen zwischen all dem Nettsein und Verständnishaben für all die Müllerstöchter und all die täglich um mich umherspringenden Rumpelstilzchen dieser Welt. Wir wissen es doch längst und sollten nicht müde werden es der Müllerstochter zu sagen: ein Rumpelstilzchen wird niemanden retten. Im Gegenteil! Sein wahres Sein verbirgt er, seinen Namen nennt er nicht.

Als betagte Frau, habe ich zwar inzwischen eine recht milde Sicht auf den Wahnsinn der Welt, dennoch fehlt mir inzwischen die Toleranz dafür, dass im Allgemeinen die Vorstellung vom heutigen Frausein, immer noch in der Mädchenphase endet. Mir scheint oft, als blieben viele der Frauen das ahnungslose, allen Widrigkeiten und männlichen Kabalen ausgelieferte, suchende Mädchen. Sind sie denn (gern) das mutterlose, leichtgläubige, aber natürlich junge, wunderschöne Müllerstöchterlein, das sich nicht zu helfen weiß.

Sitzen wir gern vor einem Haufen Stroh und weinen. Doch was geschieht? Es erscheint ihr keine gute Fee. Keine verstorbene Mutter schickt Täubchen. Und da kommt auch keine weise Alte vorbei, um ihr einen Rat zu geben. Vom Vater verraten und verkauft, vom goldgierigen König ist keine Gnade zu erwarten, eilt auch sonst niemand herbei, sie aus dem Turm zu erretten.

In dieser Not erscheint es, das Rumpelstilzchen. Ungerufen! Ein harmlos scheinender Geist. Bieder bietet er ihr seine Zauberei an, gegen Bezahlung versteht sich. Und sie nimmt dankbar an. Sie schließt einen Pakt. Doch dieser Vertrag mit dem Ungeist wird sie nicht befreien, sondern sie in eine noch fiesere Falle locken. Seine Hilfe wird sie später um alles bringen, was ihr Leben wert macht – ihr Kind! Gewiss, sie hat es ihm in ihrer Not versprochen und später, zu guter Letzt, wird da jemand sein, der ihr aus dem Schlamassel heraus hilft. In ihre eigene Kraft kommt sie zu keinerZeit.

Das innere Rumpelstilzchen wird gern als Metapher für Rebellion, für Wehrhaftigkeit verwendet - Trau dich, sei ein böses Mädchen! Aber die mutterlose Müllerstochter ist bis zum Schluss kein böses Mädchen und das Rumpelstilzchen wollte ihr gar nicht helfen und schon gar nicht sich zu wehren. Es hat eigene fiese Pläne und die werden langfristig allen naiven Mädchen mehr schaden, als anfangs die scheinbare Wohltat vermuten lässt. Er spinnt für sie das Stroh zu Gold und sie bewahrt den Schein. Das Abkommen sichert ihr den Platz an der Seite eines bedeutenden Mannes, aber es soll sie auch um ihr Kind bringen. Ihr gelebtes Muttersein verhindern. Das - ist das wahre Rumpelstilzchen.

Und über dieses Mädchen, das nicht weiß was es tut, das das Leben noch nicht kennt, das zwar vielleicht Wissen sammelte, aber sich noch nicht selbst erfahren hat - über dieses Mädchen bin ich schon lange hinaus. Ich bin weder ein böses noch ein gutes Mädchen. 

Ich bin gar kein Mädchen mehr, sondern eine GroßeMutter. Und gut und böse sind für mich irrelevante Begriffe. Auch provoziere ich nicht mehr – ich stelle richtig, ich sorge für Klarheit, ich banne die Rumpelstilzchen dieser Welt.

Was tut eine Großmutter wie ich? 


Ich bleibe, wenn andere gehen. Ich zeige wo die Kraft liegt, wenn andere hadern. Ich träume in die Vergangenheit und die Zukunft, wenn andere sich von der Gegenwart fesseln lassen.

Ich bin. Ich ich sitze am Feuer, streue Kräuter in die Flamme und sehe wie der Rauch aufsteigt. Ich weiß um die Welt und das Sein.

Ich antworte stets, wenn eine kommt und mir Fragen stellt. Und meine Antworten stammen allesamt aus der Alten Welt. Aus der Welt der weisen und patenten Mütter und Ahninnen.  

Die Mädchenfrauen unserer neuen Welt sollten langsam mal genug vom Spiel mit Puppen haben und erwachsen werden. Und es wäre gut, würden sie sich trauen die Hilfsangebote der Rumpelstilzchen durchschauen, statt sich davon verführen zu lassen. Es ist an der Zeit, dass sie die wahren Traditionen der Mütter und Großmütter wieder entdecken, um den tiefen Sinn des Mutterseins zu erkennen und so "Königin" im eigenen Reich zu werden.
Ich brauche kein inneres Rumpelstilzchen, keinen tobenden Geist, der mich zu irgendetwas antreibt oder mir hilft mich zur Wehr zu setzen. Gegen wen sollte ich mich wehren? 


Mit Frauen will ich mich in gegenseitigem Wohlwollen verbünden. Mit Männern will ich nicht nur koexistieren, sondern auch kooperieren.

Mit Töchtern und Söhnen möchte ich zusammenleben und unlösbar bin ich mit ihnen in der Zeit verbunden. Meine Elf Töchter der Zukunft sind meine Motivation. Brauche ich mehr? 

... ach wie gut, dass jede Großmutter weiß, was das Rumpelstilzchen gar nicht wissen kann!

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PS ... ich kenne sie alle, die Spielarten mit denen das Märchen vom Rumpelstilzchen schon variiert wurde. Von der strikten Fassung der Gebr. Grimm bis hin dem Rumpelstilzchen, das als liebenswerter Erdgeist dargestellt wird, der das naive Müllerstöchterlein "nur" belehren möchte und selbstverständlich auch das Kind nicht behalten will, sondern einen gedankelosen oder hartherzigen König bekehren. Es wird wohl noch viele Interpretationen geben...

01 Dezember 2010

Es ist für uns eine Zeit angekommen...


Familienerinnerungen, religiöse Traditionen, volkstümliches Bräuche …
jeder kann sich heute aus den inzwischen reichlich vorhandenen Versatzstücken rund um Weihnachten ein schönes Fest kreieren. Mit und ohne christliche Bedeutung, die Möglichkeiten vermehren ständig sich auf wunderbare Weise.
 
Weihnachtliche Gefühle hin, Konsumterror und Kitsch her. Wenn wir schon drei Wochen vorher vom Weihnachtszuckerguss genervt sind und uns „oh, Tannenbaum“ zu den Ohren heraus hängt, können wir auch einfach nur an den eigentlichen, ursprünglichen Anlass denken. Wir bewegen uns und das ist inzwischen allen bekannt, in einer seit altersher überlieferten Festperiode, in der auch der Advent auf uraltem Brauchtum aufbaut. Es gilt sich vorzubereiten, zu rüsten für die Geweihten Nächten.

Ganz gleich wie sich das Wetter, das Klima, dereinst zeigte, ob die Luft milde wehte oder Stürme tobten, ob es vor Kälte klirrte oder der Schnee die Welt verhüllte, der zuverlässig stattfindende Wechsel vom Dunkeln ins wiederkehrende Licht, war der wirkliche Anlass zur Freude und zum Feiern. Für unsere Vorfahren ein wichtiges Geschehen auf der Jahresbahn. Die Wende im Jahreskreis. 


Die dunkle Zeit neigt sich dem Ende zu, bald haben wir die längste Nacht und den kürzesten Tag. Der Moment der Wintersonnenwende ist der tiefste Punkt, ab da werden die Tage wieder länger, das Licht kehrt langsam zurück. Das wiedergeborene Lichtkind besiegt die Dunkelheit und allmählich wird es immer heller - ein Grund zur Freude.

Und denken wir daran, dass die heiligen Nächte von je her auch die Zeit und das Fest der Mütter war!

In der christlichen Tradition erfahren wir deshalb von Mutter Maria, die auf Reisen ihr Kind in einem Stall zur Welt bringt. Sie
findet Erwähnung als Mutter des Herrn, der seine ersten Tage unter so unwirtlichen Umständen vielleicht nicht überstanden hätte, wäre er nicht nach mütterlicher Art fürsorglich gestillt, liebevoll und gütig versorgt und gewärmt worden. 

Die weihnächtlichen Tagen sind eine gute Zeit, die Mütter zu ehren.  Nicht die Söhne, Mütter retten tagtäglich die Welt. Die Weihnacht ist der eigentliche Muttertag.

Und die Zeit zwischen den Jahren ist auch eine besondere, geheimnisvolle Zeit, in der wir den Wesen begegnen, die heute Zeit keinen Platz im lauten Alltag haben, die wir kaum noch wahrnehmen. 


Frau Holle mit ihren Holden und Heimchen zieht umher. Weises Sagen fliegt durch die Luft. Fangen wir es auf. Die rauen Nächte sind die überlieferte Zeit des Lozen, des Sehens, des Wissens! Es ist die Zeit, da die Räder still stehen, Frauen nicht spinnen und weben, nicht putzen und waschen und keine Wäsche auf die Leine hängen sollten. Meine Mutter hat sich noch an das Gebot gehalten und an mich weiter geben. Der Sinn der Arbeitsruhe liegt im Loslassen und Besinnen.

Also dann jetzt schon mal, einen schönen, geschäftigen Advent, eine weihevolle und ruhige Weihnachtszeit und merkt euch eure Träume in den zwölf Rauhnächten...

24 November 2010

Begegnung...


   ... der elften Art ...


geheimnisvolle
unirdische
Erscheinungen
in
Lüneburg

08 Oktober 2010

Einfach kochen...

... langatmig erklärt!

Ja eigentlich gibt es da quasi kein Rezept (ich koche nicht nach Rezepten, sondern nach den Zutaten, die da sind ;-))


Buchweizengrütze (ganzes Korn geschrotet oder fertig) zu Wasser etwa 1:2, Salz nach Bedarf oder Geschmack und einen kräftigen Klecks Butter.

Alles nicht zu heftig aufkochen lassen, sonst denkt man, es wäre das Töpfchen mit dem Süßen Brei. Und immer schön rühren. Die Grütze ist sehr schnell fertig und wenn sie zu fest erscheint, noch etwas Wasser vor Ende der Kochzeit unterrühren.

Gemüsepfanne geht noch einfacher. 
 
Wie so anschaulich auf meinem rosafarbenen Schneidebrett drapiert, verschiedene Gemüse der Saison in mundgerechte Stücke schneiden. (siehe unten)

 
Lieblingsöl in eine Pfanne oder beschichteten Topf und dann, ein bisschen nach Garzeit gestaffelt, das Gemüse dazugeben 

(wie beim Wok). 

 Prise Salz, frisch gemahlenen weißen Pfeffer (oder anderes). Dabei bleiben, umrühren, knackig dünsten. Den ganz feingeschnittenen Knoblauch zuletzt und die evt. Kräuter, wenn die Hitzezufuhr beendet ist... Fertig!
 
Außer dem meditativen Gemüseschneiden geht alles recht schnell. Ach ja, zum Schluss kann frau noch ein bisschen (süße oder saure) Sahne unter das Gemüse geben, schmeichelt dem Gaumen und gibt so was wie Soße für die Grütze her... 

 

09 September 2010

... ist das die Trance?


...ich wurde gefragt, wie ich den Kindern Wege in die Anderwelt nahebringe oder erkläre und ob sie es verstehen. Das ist einfach und schwer zu gleich und manches Mal erklären die Kinder es mir...

… die gesamte Vorstellungswelt die wir haben, kommt nicht einfach aus dem Nichts. Es ist die Kombination aus allen Bildern und und Tönen, aus allen Gefühlen und Erfahrungen, aus allem Erinnerten und allem Vergessenem. Laut oder Leise, bewusst gesehen oder unbewusst registriert, als Lust oder als Schmerz gefühlt. Unser körpereigenes Speichersystem ist randvoll mit uralten und hyperneuen Informationen. Kinder leben mit ihrer Grundausstattung und sammeln und jagen wie in alter Zeit alles was sie zum Leben und zum Überleben brauchen. Ohne es benennen zu können, bewegen sie sich ein paar Jahre lang innerhalb und außerhalb der erwachsenen, prosaischen Sphären. Der Zauber des Geheimnisvollen, die Wege, die ins Ungewisse führen, bringen sie, je nachdem wie das Umfeld der Kinder eingestellt ist, in ein Märchenland oder das Reich der Feen, Elfen und Kobolde oder in eine unfassbare Jenseitig- oder Andersartigkeit. Diese Welten liegen auch nicht weit weg oder in einer anderen Zeit, sondern sie umgeben uns. Eigentlich können wir jederzeit einfach so hinübertreten. Wir lüften den Schleier, doch sollten wir vermeiden, ihn zu zerreißen. Wir können einem plötzlich vor uns auftauchenden Pfad folgen und für kurze Zeit die gnadenlose Realität hinter uns lassen, mit Kindern an der Hand ist das ganz leicht. 

Selbst Türen, Tore, Fenster, Treppen – alles ist ein möglicher Durchgang in eine andere Welt. Hinter einer Tür kann simpler Alltag liegen oder die geheimnisvolle Welt, in der wir uns schon in der Kindheit aufgehalten haben und die jedeR anders beschreibt: Hilfreich oder erschreckend, unerklärlich oder selbstverständlich, buntselige Spielwiese, angefüllt mit imaginären Wesen und Freunden oder eine Zuflucht, ein Rückzugsort. Es ist phantastische Wirklichkeit und realistisches Avalon zugleich.

Für Kinder ist das manchmal alles gleich. Ich denke da an meine eigenen Erfahrungen als Kind. An die
Zeit, da ich mehr in Gefühlen und Bildern dachte und mir noch die Worte fehlten um den verkopften Erwachsenen meinen Seelenzustand nahebringen zu können. So geht es allen Kindern und es dauert eine Zeit bis die Nüchternheit der täglichen Praxis, das Wunderland der Kindheit an den Rand der Wahrnehmung gedrängt hat und manche kehren dahin nie mehr zurück... oder doch? 

Es ist schon einige Zeit her, Paula war so sieben Jahre alt, ich saß mit ihr in meinem Zimmer und wir blätterten in dem Buch von L. Francia "Hexenbesen Zauberkraut"

Das Kind versuchte die Überschriften zu lesen und die Bilder zu verstehen. Unter T wie Trance sah sie sich lange die Illustration an, dann tippte sie auf die Figur und fragte: "Ist das die Trance?"

Ich erklärte: "...also, Trance ist so etwas wie Träumen, nur schläfst du nicht dabei. Eigentlich bist du wach und doch wo anders..."

Paula nickte wissend: "Kenn ich!"




30 Juni 2010

Elfchen sagt...

 

Ich glaub' an Feen

Feen sind Wesen zierlich und schön,
Wir konnten in unserer Kindheit sie sehn.
Doch heute ist dies zu lange schon her,
Wir sehen die Zauberwesen nicht mehr.
Unser Schlaf in den Augen beim Aufstehen
stammt aus den Töpfen der flatternden Feen.
Sie warten auf uns, auf unser ,,Ja!";
sag' ,,Ich glaub' an Feen!", denn sie sind da!
Denn jedes Mal, wenn du dies sagst,
darf eine weitere Fee noch leben.
Doch wenn du sprichst ,,Feen gibt es nicht!",
muss sie für immer ins Nichts entschwinden.
Ich glaub an Feen!

Felicia D. Browne-Hemans

25 Mai 2006

Wessen Geistes Kind bist du?

In allem was wir tun und zeigen, drücken wir auch eine Geisteshaltung aus. Manches ist leicht zuerkennen, anderes für Außenstehende nicht so einfach zu interpretieren. Unsere Welt ist daher voller Missverständnisse.
Da sagt eine „Liebe“ und ein anderer versteht „Sex“. Da sagt die eine „Blau“ und eine andere denkt an das scheußliche dunkeltürkisfarbene Kleid, das sie so gehasst hat und gleich steht die Kommunikation unter einem Unstern. Da streift ein echter wilder Bär durch die Berge und berührt mit seiner Existenz die Menschen. Für die einen „kommt die Natur zurück“ (die jedoch niemals weg war), für andere ist die Zivilisation bedroht und sie holen schon mal die Gewehre aus dem Waffenschrank.
Schnell entstehen kontroverse Debatten, politisches und ethisches Für und Wider, mitunter eine allgemeine Begeisterung, die sogar esoterische Funken schlagen kann.
Wenn eine die allgemeine Be – Geister – ung nicht teilt, kann das auch im persönlichen Bereich zu Irritationen führen, oft genug wird ihr dann geholfen, auch wenn sie nicht darum bittet.
Der Geist weht wo er will und trägt so manches Begeisternde durch die Welt. Aber nicht alles ist lieb und nett und harmlos, wie wir wissen.
Mit den Geistern ist das ja so eine Sache. Geister spielen gern, auch mit unserem guten Willen und besten Absichten, sie lieben es zu schaukeln und zu gaukeln. Da muss eine schon ganz schön gewitzt sein, wenn sie sich nicht plötzlich statt in liebenswerten Tiergefilden, im tückischen Schlagzeilensumpf wieder finden soll. Zwischen Krafttieren und fröhlichen Naturgeister tummeln sich wie selbstverständlich Stichelkobolde und mürrische Düsteralben oder die kleinen chaotischen Küchen – Kuddelmuddel. So manche Geistlein scheinen auch Trittbrettfahrer zu sein. Die Mammongeister tummeln sich ganz besonders gern zwischen gewinnträchtigen Themen, die so durch die Medienlandschaften und Wahrnehmungssphären geistern.
Ich habe mir angewöhnt, mit all den, mich umgebenden Geistern achtsam und höflich um zugehen, klappt meistens ganz gut. Soll übrigens auch bei Menschen hilfreich sein.
Beste Grüsse an alle Schwestern im Geiste
Stephanie