bitte weiterlesen in meinem Blog KurzundProsa und ich wünsche euch weiterhin einen schönen Sommer ...
Posts mit dem Label Landschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Landschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
29 Juli 2014
Zwischen Fantasie und Wirklichkeit
bitte weiterlesen in meinem Blog KurzundProsa und ich wünsche euch weiterhin einen schönen Sommer ...
12 Juli 2014
verreisen...
... von A nach B fahren, packen, für jedes Wetter etwas
mitnehmen, an alles denken was frau so braucht und was heute
unerlässlich ist... Laptop, Mouse, Kamera, Handy, und für alles
Lade- und Verbindungskabel ... den ganz kleinen Zusatzlautsprecher für
alle Fälle und weil mein Computerchen bei sommerlichen Temperaturen
in seinem Tatendrang auch mal etwas heiß läuft, packe ich noch die
leichte Gebläsekonsole mit ein. Allein die Technik füllt die halbe
Reisetasche aus ... puh beinahe hätte ich jetzt das Aufladegerät
für die Zahnbürste vergessen. Noch schnell ein paar DVD für
Unterhaltungszwecke und für unterwegs ein paar Musik-CDs, um nicht
nur auf die manchmal öden Programme des Autoradios angewiesen zu
sein. Und schon bin ich reisefertig. Ach richtig, das Navi hat frau heutzutage ja auch immer noch dabei.
Aber bei meiner derzeitigen Reise ist es nicht wirklich nötig, die Route kenne ich im Schlaf und mein kleines Auto findet den Weg zu meinen Ziel schon allein ... aber damit die Fahrer nicht zu sorglos über die Straßen jagen und vor lauter entspannt sein nicht noch tatsächlich einschlafen, werden immer wieder und an wechselnden Stellen ganz fiese Baustellen auf der Autobahn eingerichtet... schmale Schlängelspuren, Geschwindigkeitsbegrenzungen, die an Feldwege erinnern und immer wieder unvermittelt ein kleiner Stau... so ist die Fahrt doch noch streckenweise so spannend wie ein Videospiel....
.
Aber bei meiner derzeitigen Reise ist es nicht wirklich nötig, die Route kenne ich im Schlaf und mein kleines Auto findet den Weg zu meinen Ziel schon allein ... aber damit die Fahrer nicht zu sorglos über die Straßen jagen und vor lauter entspannt sein nicht noch tatsächlich einschlafen, werden immer wieder und an wechselnden Stellen ganz fiese Baustellen auf der Autobahn eingerichtet... schmale Schlängelspuren, Geschwindigkeitsbegrenzungen, die an Feldwege erinnern und immer wieder unvermittelt ein kleiner Stau... so ist die Fahrt doch noch streckenweise so spannend wie ein Videospiel....
.
22 Juni 2014
schläfrig
... das fahle Licht, das heute aus einem eher grauen Wolkenmix und einer müden Sonne besteht, hat eine eigenartige Wirkung auf mich - es macht mich schläfrig und träge und lässt weder frohe noch beschwingte Gedanken zu ... stattdessen sehne ich mich nach einem heißen Kakao mit Sahne...
wir haben ja hier im gern mal kühlen Norden einen recht frischen und eher ungemütlichen Sommeranfang und wenn plötzlich morgen im Supermarkt wieder Pfefferkuchen stünden, würde ich mich nicht wundern...
aber zum Glück ist es noch lange nicht so weit...
ich gehe jetzt trotzdem ein Stündchen auf die Wiese nach den Kräutlein sehen und wenn ich nicht vom Winde verweht werde, bringe ich ein wenig Sonnenkraut* für meine Sommertee - Mischung mit...
* auch Johanniskraut genannt...
wir haben ja hier im gern mal kühlen Norden einen recht frischen und eher ungemütlichen Sommeranfang und wenn plötzlich morgen im Supermarkt wieder Pfefferkuchen stünden, würde ich mich nicht wundern...
aber zum Glück ist es noch lange nicht so weit...
ich gehe jetzt trotzdem ein Stündchen auf die Wiese nach den Kräutlein sehen und wenn ich nicht vom Winde verweht werde, bringe ich ein wenig Sonnenkraut* für meine Sommertee - Mischung mit...
* auch Johanniskraut genannt...
19 Juni 2014
schnuckelig
Draußen jault heute ein kalter Wind...
das ist die Schafskälte, meint meine Schwester. Na sie muss es ja
wissen, schließlich lebt sie fast ihr ganzes Leben in der Lüneburger
Heide und ist schon so mancher Heidschnucke begegnet. Ich bin ja in
thüringischen Gefilden aufgewachsen und habe dort lange gelebt. In die weitgehend platte Heidelandschaft hat es mich relativ spät verschlagen.
Die Heide als solche gilt ja als eine
der ökologischen Missetaten des Menschen. Einst soll die Landschaft
normal bewaldet gewesen sein, bis Unmengen von Holz verbaut und zum Salzsieden verbrannt wurden... übrig blieb die Karstlandschaft mit dem
lieblichen Heidekraut namens Erika, den vereinzelten Wacholdern und den genügsamen
Schäfchen. Und morgen schreibe ich über 'Heidi, die Schnucke' das
arglose Schäfchen, das keine Wölfe kennt...
...das ist kein Schäfchen in der tristen Heide, sondern die kleine Stephanie im winterlichen Thüringen...
Labels:
Alltag,
Erinnerung,
Jahreszeiten,
Landschaft,
Natur,
Schwester,
Wald,
Zeit,
Zitat
01 Juni 2014
Stichwort: Patriarchat
... zu der Frage: " Und was könnten deiner Meinung nach noch die Gründe sein, dass der Mann versucht hat selbst zu "schöpfen"...?" schrieb ich folgenden Kommentar.
... das in die Kürze eines Kommentars zu fassen ist nicht einfach, aber ich versuche mal meine Theorie zu komprimieren...
Nicht die Entdeckung der Zeugungsbeteiligung (auch Vaterschaft genannt) und der daraus vermutete "Gebärneid", brachte letztendlich den gesellschaftlichen Wandel weg von der Natürlichen Mütterlichen Ordnung, sondern die ersten Raubzüge und die daraus erwachsende gewaltsame und skrupellose Vereinnahmung des Lebensraumes anderer indigener Gruppen (später Völker genannt).
Ich stimme hier auch, zumindest teilweise, der Theorie von James DeMeo (Saharasia ) über die Auswirkung der Wüstenbildung auf den menschlichen Lebensraum zu. Natürliche Veränderungen, wie extreme Klimaveränderungen, Naturkatastrophen und dann die ersten landschaftsverändernden Eingriffe in die Natur ihres Lebensraums durch die Menschen selbst, führten unter anderem zu einem Verlust an Nahrungsressourcen und Landschaftsidentität. Die Menschengemeinschaften gerieten unter den nicht zu ignorierenden Druck ihre ungestört bewohnten Entwicklungsräume aufgeben zu müssen. Liegt in ruhigen (sesshaften) Zeiten der weibliche Anteil der Gruppen zahlenmäßig eher über dem männlichen Anteil, kann durch (langanhaltende) Wanderungen (mit Fluchtcharakter) die innersoziale mütterliche Kraft, stark beeinträchtigt sein.
Auf der 'Flucht', vor was auch immer, verliert der mehr als hälftige weibliche Anteil der Gruppe (vor allem bestehend aus Müttern und ihren Kindern) weitaus eher an Potential und braucht später beim erneuten "Ansiedeln" eine längere Zeit um wieder die optimale innere (mütterliche) Ordnung herzustellen. Gerade wenn ältere Mütter die Wanderungen nicht überlebten, fehlte der Gruppe ganz schnell auch mal, das praktische, aber auch das ethische Gedächtnis. Der doch eher wettbewerbsorientierte Mann braucht in der Regel das kollektive zukunfts- und lebenszugewandte, weibliche (sprich mütterliche) Korrektiv.
Für den konkurrenzorientierten Mann ist der essentielle Kontrollverlust, der mit Lebensraum-Veränderungen einhergeht, nicht unbedingt ein Anlass sich eine größere humane Kompetenz anzueignen, wie wir bis heute feststellen können.
Die Impulse des männlichen Individuums zuerst selbst überleben zu wollen, könnte durchaus zu den (gewalttätigen) Männerhorden geführt haben, die den Grundstein zu ersten Männerherrschaften legten.
Diese ersannen dann zur Unterfütterung und Rechtfertigung, vor sich selbst und anderen, die heute immer noch gut bekannten Ideologien - die uns als (Vater)Religionen geläufig sind. Es sind jedoch wie gesagt ideologische Konstrukte und Theologien, die allesamt auf die ursprüngliche Rückbindung an 'Die Mutter' nicht nur verzichteten, sondern diese nach und nach verdrängten und vernichteten.
Diese Vaterrechtsvertretung betraf sowohl den jeweiligen privilegierten männlichen Erstplatzierten in der neuen hierarchischen Ordnung sowie Unmengen von männlichen Gottheiten bis hin zum monotheistischen omnipotenten Vatergott.
Der Vorsprung der Mobilität durch Zug- und Reittiere zu Beginn der patriarchalen Verhältnisse begünstigte die (unnatürlich männerlastigen) Horde und unterstützte die hierarchisch strukturierte Herrschaftsform. Den Beginn von Terror können wir uns hier leicht vorstellen. Terror, das Ausüben von Gewalt zur Abschreckung, wurde zur gängigen Strategie und zur Prävention gegen Aufmüpfigkeit und natürliche Lebensart. Der nunmehr destruktive Mann erklärte sich zum Schöpfer durch Zerstörung der natürlichen Bedingungen und seiner Neuordnung durch Unterwerfung und Ausbeutung.
.
... das in die Kürze eines Kommentars zu fassen ist nicht einfach, aber ich versuche mal meine Theorie zu komprimieren...
Nicht die Entdeckung der Zeugungsbeteiligung (auch Vaterschaft genannt) und der daraus vermutete "Gebärneid", brachte letztendlich den gesellschaftlichen Wandel weg von der Natürlichen Mütterlichen Ordnung, sondern die ersten Raubzüge und die daraus erwachsende gewaltsame und skrupellose Vereinnahmung des Lebensraumes anderer indigener Gruppen (später Völker genannt).
Ich stimme hier auch, zumindest teilweise, der Theorie von James DeMeo (Saharasia ) über die Auswirkung der Wüstenbildung auf den menschlichen Lebensraum zu. Natürliche Veränderungen, wie extreme Klimaveränderungen, Naturkatastrophen und dann die ersten landschaftsverändernden Eingriffe in die Natur ihres Lebensraums durch die Menschen selbst, führten unter anderem zu einem Verlust an Nahrungsressourcen und Landschaftsidentität. Die Menschengemeinschaften gerieten unter den nicht zu ignorierenden Druck ihre ungestört bewohnten Entwicklungsräume aufgeben zu müssen. Liegt in ruhigen (sesshaften) Zeiten der weibliche Anteil der Gruppen zahlenmäßig eher über dem männlichen Anteil, kann durch (langanhaltende) Wanderungen (mit Fluchtcharakter) die innersoziale mütterliche Kraft, stark beeinträchtigt sein.
Auf der 'Flucht', vor was auch immer, verliert der mehr als hälftige weibliche Anteil der Gruppe (vor allem bestehend aus Müttern und ihren Kindern) weitaus eher an Potential und braucht später beim erneuten "Ansiedeln" eine längere Zeit um wieder die optimale innere (mütterliche) Ordnung herzustellen. Gerade wenn ältere Mütter die Wanderungen nicht überlebten, fehlte der Gruppe ganz schnell auch mal, das praktische, aber auch das ethische Gedächtnis. Der doch eher wettbewerbsorientierte Mann braucht in der Regel das kollektive zukunfts- und lebenszugewandte, weibliche (sprich mütterliche) Korrektiv.
Für den konkurrenzorientierten Mann ist der essentielle Kontrollverlust, der mit Lebensraum-Veränderungen einhergeht, nicht unbedingt ein Anlass sich eine größere humane Kompetenz anzueignen, wie wir bis heute feststellen können.
Die Impulse des männlichen Individuums zuerst selbst überleben zu wollen, könnte durchaus zu den (gewalttätigen) Männerhorden geführt haben, die den Grundstein zu ersten Männerherrschaften legten.
Diese ersannen dann zur Unterfütterung und Rechtfertigung, vor sich selbst und anderen, die heute immer noch gut bekannten Ideologien - die uns als (Vater)Religionen geläufig sind. Es sind jedoch wie gesagt ideologische Konstrukte und Theologien, die allesamt auf die ursprüngliche Rückbindung an 'Die Mutter' nicht nur verzichteten, sondern diese nach und nach verdrängten und vernichteten.
Diese Vaterrechtsvertretung betraf sowohl den jeweiligen privilegierten männlichen Erstplatzierten in der neuen hierarchischen Ordnung sowie Unmengen von männlichen Gottheiten bis hin zum monotheistischen omnipotenten Vatergott.
Der Vorsprung der Mobilität durch Zug- und Reittiere zu Beginn der patriarchalen Verhältnisse begünstigte die (unnatürlich männerlastigen) Horde und unterstützte die hierarchisch strukturierte Herrschaftsform. Den Beginn von Terror können wir uns hier leicht vorstellen. Terror, das Ausüben von Gewalt zur Abschreckung, wurde zur gängigen Strategie und zur Prävention gegen Aufmüpfigkeit und natürliche Lebensart. Der nunmehr destruktive Mann erklärte sich zum Schöpfer durch Zerstörung der natürlichen Bedingungen und seiner Neuordnung durch Unterwerfung und Ausbeutung.
.
Labels:
Artgerecht,
Frauen,
Kinder,
Landschaft,
Männer,
Matrifokal,
Matrifokalität,
Mutter,
Mütterliche Ordnung,
Zeit,
Zitat
04 Juni 2012
17 Februar 2012
Metapher
Da das Blogschreiben bei mir gerade
brachliegt, greife ich mal zu einem alten Entwurf, den ich beim
Aufräumen gefunden habe. Er stammt aus einer Zeit, als ich beim morgendlichen fünfzig Worte schreiben, feststellte:
Metaphern passen nicht immer oder sind manchmal schlicht weg
falsch...
Kennt jemand noch den kratzigen Song aus den
Anfängen der Achtziger: Die weißen Tauben sind müde? Und weiter ging es mit: ... sie fliegen
lange schon nicht mehr, sie haben viel zu schwere Flügel und ihre
Schnäbel sind fast leer - Jedoch
die Falken fliegen weiter, sie sind so stark wie nie vorher und
ihre Flügel werden breiter und täglich kommen immer mehr...
Dieser schlichte und kulturkritisch -
poetische Text, versehen mit einer noch schlichteren, eingängigen
Melodie, traf damals den Nerv der Zeit und auch heute scheint er irgendwie
immer noch passend.
Es ist dieser Ausdruck einer gewisse Endzeitstimmung, die immer mal aufflammt, eine Metapher zum Niedergang einer friedvollen Weltgesellschaft, welche jedoch, wenn wir es genau nehmen, zu keiner der patriarchösen Zeiten je wirklich existiert hat. Der Text ist so was, wie die Beschreibung des aussichtslos scheinenden Kampfes gegen das Geflecht der kapitalistisch - militaristischen Kräfte: Die übermächtig daher kommenden Falken nehmen den harmlosen, friedlichen Tauben den Lebensraum und die weiße Friedenstaube ist zum Sterben verurteilt.
Es ist dieser Ausdruck einer gewisse Endzeitstimmung, die immer mal aufflammt, eine Metapher zum Niedergang einer friedvollen Weltgesellschaft, welche jedoch, wenn wir es genau nehmen, zu keiner der patriarchösen Zeiten je wirklich existiert hat. Der Text ist so was, wie die Beschreibung des aussichtslos scheinenden Kampfes gegen das Geflecht der kapitalistisch - militaristischen Kräfte: Die übermächtig daher kommenden Falken nehmen den harmlosen, friedlichen Tauben den Lebensraum und die weiße Friedenstaube ist zum Sterben verurteilt.
Ein bestechendes Sinnbild bestimmter politischer
Verhältnisse. Aber... ein falsches Bild!
Als dieses Lied einst veröffentlicht wurde, waren es eher die
Falken und die anderen Greifvögel, die in Gefahr waren vernichtet zu
werden. Vom Aussterben bedroht durch hemmungslose menschliche
Ausbreitung und durch die typische gezielte Vernichtung bestimmter
Arten.
Das Anlegen der großräumigen, landwirtschaftlichen
Nutzflächen zerstörte all die natürlichen, wilden Bedingungen,
die eine Greifvogelpopulation braucht um ihre Jungen aufzuziehen und
die Art zu erhalten. Menschliche Kultur zersiedelt natürliche Lebensräume und
fördert oder erhält nur die Tierarten, die erst einmal in keine Konkurrenz zum Menschen
treten. Und so haben es eher Luchs und Wolf und Bär schwer einen artgerechten Lebensraum zu finden. Wildtiere, ob klein oder groß, Raubtiere, Greifvögel werden seit einiger Zeit erst wieder geduldet und auch unter Schutz gestellt, um als Arten in unseren Breiten erhalten zu bleiben.
Ja... und so sind es die Tauben, die sich bis jetzt besser behauptet haben. Sie ernähren sich üppigst von den Abfällen
der menschlichen Gesellschaft. Sie werden gefüttert und nisten fast überall unbehelligt in menschlichen Siedlungen, so dass sie sich
explosionsartig vermehren können in der von Menschen geschaffenen
Zivilisation. Vielleicht hätte dieser Text
besser so lauten sollen:
Die wilden Falken sind müde,
sie fliegen lange schon nicht mehr
sie haben viel zu wenig Freiheit
und ihre Schnäbel sind längst leer.
Jedoch die Tauben kreisen weiter,
sie sind jetzt stark wie nie vorher
und ihr Welt wird immer breiter
und täglich kommen immer mehr!
Nur wilde Falken fliegen nicht mehr...
Und die Grundaussage wäre mit diesem Refrain, so
finde ich, weitaus zutreffender.
Labels:
Erinnerung,
Fragen,
Gesellschaft,
Krafttier,
Landschaft,
Mitternachtsgedanken,
Musik,
Natur,
TaubeundFalke,
Zeit,
Zitat
27 Juni 2011
... neulich übers Land gefahren
12 Juni 2011
Pfingsten
Allein auf sandigen Wegen...
vorbei an sonnigen Wiesen...
blicken auf stille Wasser
und zurück nach Haus!
.
Labels:
Bäume,
Jahreszeiten,
Landschaft,
Sehen,
Stille
Standort:
Lüneburg, Deutschland
14 Januar 2011
eine evolutionsphilosophische Betrachtung...
"In der Eiszeit zogen noch bunt gemischte Menschenhorden umher..." dieser Satz steht gegen Ende in einem Artikel in der Wochenzeitschrift Die Zeit und hat mich sehr gestört...
In dem Text kommen auch noch andere, ich bin mal höflich, Merkwürdigkeiten vor und sicher werde ich mich zu einigen Punkten auch noch äußern...
Ich frage mich, wie man diese Vorstellung genau verstehen soll?
Auch die frühen Menschen waren eher sesshaft, als mobil. Von unserer heutigen Vorstellung von Mobilität ganz zu schweigen. Die Menschen lebten landschaftsbezogen. Die vertrauten Horizontlinien umschlossen sie, wie uns heute die Wände unserer Wohnung. Das war nicht die gruselige und bedrohliche Natur, vor der man immer wieder flüchten musste, das war ihr Zuhause. Von den Anfängen in Afrika bis zur Eiszeit und bis zu deren Ende, haben sie Jahrtausende gebraucht, um nach Europa, bzw. in die ganze Welt zu kommen.
Es wurde sich wohl höchstens generationsweise wirklich wegbewegt, solange der Mensch ausschließlich zu Fuß ging. Die Vorstellung von der Umtriebigkeit der frühen Menschen scheint mir manchmal zu einfach gestrickt.
„Die Savanne trocknet langsam aus“, meinte eines Morgens der Clanchef, „lasst uns mal nach China gehen, dort soll es auch sehr schön sein...“ oder wie? Die haben auch nicht jede Woche ihren Fellkoffer gepackt und sind weitergezogen, immer den Mammuts hinterher...
Überlebensstrategien waren vielfältig, klimaabhängig und durch naturgemäße Veränderungen initiiert. Und zu ihnen gehörten auch lange Phasen des Dableibens an einem Ort, in einer Gegend. Es waren die Zeitspannen in denen die Menschen sich wichtige Komponenten des Menschseins aneigneten. Gefühle lernten, wie Genuss erleben, Erfüllung fühlen, Glück spüren, gleichbleibende Zufriedenheit auskosten. Alles was wir in Ruhe lernen und verinnerlichen können. Menschen wurden nicht irgendwann sesshaft, sondern sie bewegten sich ohnehin nicht ohne Not aus ihren Sammel- und Jagdgebiete fort.
Ich denke ja, die Ackerbau- und Viehzuchtära brach nicht einfach über die Menschen herein und ermöglichte ihnen dann erst sesshaft zu sein. Wenn die (Menschen)Spezies anzahlmäßig zulegt, weil in friedlichen Zeiten die Gruppen anwachsen und man gern in der vertrauten Umgebung bleiben möchte, musste frau sich auch was einfallen lassen, um alle satt zu bekommen.
Manchmal wird so getan als wären Menschenhorde wie die Wanderheuschrecken durch die Welt gezogen, ohne Sinn und Bezug zu ihren Wurzeln und der Landschaft, die sie formte. Selbst nomadenhaft lebende Völker bewegen sich über Jahrhunderte in einem sehr begrenzten Gebiet. Der Mensch war eigentlich schon immer sesshaft, wir allerdings haben heutzutage eine Art an Mobilität entwickelt, die ich nur als zivilisationsgeschädigt bezeichne und fast schon schmerzhaft empfinde...
„Die Savanne trocknet langsam aus“, meinte eines Morgens der Clanchef, „lasst uns mal nach China gehen, dort soll es auch sehr schön sein...“ oder wie? Die haben auch nicht jede Woche ihren Fellkoffer gepackt und sind weitergezogen, immer den Mammuts hinterher...
Überlebensstrategien waren vielfältig, klimaabhängig und durch naturgemäße Veränderungen initiiert. Und zu ihnen gehörten auch lange Phasen des Dableibens an einem Ort, in einer Gegend. Es waren die Zeitspannen in denen die Menschen sich wichtige Komponenten des Menschseins aneigneten. Gefühle lernten, wie Genuss erleben, Erfüllung fühlen, Glück spüren, gleichbleibende Zufriedenheit auskosten. Alles was wir in Ruhe lernen und verinnerlichen können. Menschen wurden nicht irgendwann sesshaft, sondern sie bewegten sich ohnehin nicht ohne Not aus ihren Sammel- und Jagdgebiete fort.
Ich denke ja, die Ackerbau- und Viehzuchtära brach nicht einfach über die Menschen herein und ermöglichte ihnen dann erst sesshaft zu sein. Wenn die (Menschen)Spezies anzahlmäßig zulegt, weil in friedlichen Zeiten die Gruppen anwachsen und man gern in der vertrauten Umgebung bleiben möchte, musste frau sich auch was einfallen lassen, um alle satt zu bekommen.
Manchmal wird so getan als wären Menschenhorde wie die Wanderheuschrecken durch die Welt gezogen, ohne Sinn und Bezug zu ihren Wurzeln und der Landschaft, die sie formte. Selbst nomadenhaft lebende Völker bewegen sich über Jahrhunderte in einem sehr begrenzten Gebiet. Der Mensch war eigentlich schon immer sesshaft, wir allerdings haben heutzutage eine Art an Mobilität entwickelt, die ich nur als zivilisationsgeschädigt bezeichne und fast schon schmerzhaft empfinde...
Labels:
Landschaft,
Philosophieren,
Reflektieren,
Spiritualität
08 Februar 2010
Hallo Holla
-->
Natürlich ist meine Winter Ade – Kampagne nur ein Ausdruck meines momentanen Überdruss an tiefen Temperaturen (immerhin heute -7° C) und der Glätte und des Schnees! Mir ist schon klar, dass der Winter erst im März vorbei ist. Kalendermäßig am 20.03. Wir sind also noch mittendrin.
Da es in den letzten Jahren so wenig winterliches Ambiente gab (als ich im Rheinland wohnte, wussten die gar nicht was das ist), kann frau schon mal „vergessen“, dass es ganz normal ist, wenn es im Winter kalt ist und schneit!
Obwohl wir heute Häuser und Regenschirme und wetterfeste Kleidung haben, ist das Wetter nach wie vor ein wichtiges Element in unserem Leben. Ich glaube, es wird sogar mehr darüber geredet und geschrieben und gesendet, als vor Jahren. Für mich ist das Reden über das Wetter auch kein Verlegenheitsthema, sondern die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit unserem elementaren Dasein. Beobachtungen des Jahreslaufs, der Witterung und deren Auswirkung, sowie die Auswertung derselben gehörten doch schon immer zur Kompetenz des Menschen.
Eines der ersten Märchen, die mir erzählt wurden, war das von der Frau Holle, die ihre Betten schüttelt, so dass ich Schlitten fahren und Schneemann bauen konnte.
Frau Holle war auch nur eine regionale Wetterdämonin, habe ich allen Ernsten mal jemanden sagen hören.
Was heißt hier NUR?
Das Klima, das Wetter, war schon immer für den Menschen und seine Entwicklung essentiell. Da ist die Verehrung einer Wettergottheit nicht nur vorstellbar, sondern bedingt. Und Frau Holle war auch mehr als eine Götzenvorstellung – Sie war Die Gode – Die holde, die hohe Frau!
Sie hüllt Feld und Flur in eine weiße Decke und schützt die Natur, auch wenn jetzt alle anfangen auszurechnen, was uns dieser Winter kosten wird...
Labels:
Alltag,
Frau Holle,
Jahreszeiten,
Landschaft,
Winter
25 August 2006
Später Rückblick
Wochen sind ins Land gegangen, die Tage der Insel sind schon lange vorbei.
Der Sommer hat mich mitgerissen. Ich habe die Kühle meiner vier Wände genossen und in vollen Zügen das Barfußlaufen. Habe unter der Hitze gestöhnt und mich nach Regen gesehnt. Ich fand es gut zwischendurch im Haus ganz allein zu sein, da alle im Urlaub waren.
Inzwischen ist es wieder kühler geworden.
Der üppige Sommer hat ein wenig seinen Schwung verloren und ich finde endlich die Zeit, zurückzudenken: Die Tage auf der Insel waren wie eine Zeitreise, noch einmal Frühling, drei, vier Wochen rückwärts zu der Raps- und Hollerblüte, die hier schon vorbei war und dort erst begann.
Auf den Wellen der Ostsee schaukelten einige Schwäne zur Begrüßung und das Hexenhäuschen, das uns als Unterkunft diente, war unserer Intention durchaus angemessen.
Wir verweilten an den gewaltigen Steinen der Dolmen und wanderten zwischen Feld und Hecken und den Zeiten, ohne einem Menschen aus dem 21. Jahrhundert zu begegnen.
Und am vorbestimmten Tag war ich zur Mittagszeit am Herthasee. Meinen Gang zum See habe ich so wahrgenommen, wie ich es mir schon lange gewünscht hatte. Ohne Planung und Hetze, erreichte ich doch zur Geisterzeit das Ufer. Es ging von ganz allein.
Und dieser Tag im Frühsommer war warm und still und tief. Ich habe gerasselt und geräuchert und die Göttin angerufen. Ich habe Steine und Hirse geopfert. Über uns flogen Kolkraben, die Unke rief und Nattern schwammen im See. Die Spiegelbilder der Baumreihen am Ufer schienen alles in unermessliche Tiefe zu ziehen.
Wanderer, die vorbei kamen, haben fast gar nicht gestört, sie hielten gewissermaßen die Verbindung zur alltäglichen Welt und ohne meine Begleiterin, wer weiß, wäre ich vielleicht da geblieben.
Es waren ein paar wahrhaft magische Tage. Aber irgendwann beamten uns die grünen Tunnel der Alleenbäumen auf dem Heimweg wieder in die Realität zurück.
.
Der Sommer hat mich mitgerissen. Ich habe die Kühle meiner vier Wände genossen und in vollen Zügen das Barfußlaufen. Habe unter der Hitze gestöhnt und mich nach Regen gesehnt. Ich fand es gut zwischendurch im Haus ganz allein zu sein, da alle im Urlaub waren.
Inzwischen ist es wieder kühler geworden.
Der üppige Sommer hat ein wenig seinen Schwung verloren und ich finde endlich die Zeit, zurückzudenken: Die Tage auf der Insel waren wie eine Zeitreise, noch einmal Frühling, drei, vier Wochen rückwärts zu der Raps- und Hollerblüte, die hier schon vorbei war und dort erst begann.
Auf den Wellen der Ostsee schaukelten einige Schwäne zur Begrüßung und das Hexenhäuschen, das uns als Unterkunft diente, war unserer Intention durchaus angemessen.
Wir verweilten an den gewaltigen Steinen der Dolmen und wanderten zwischen Feld und Hecken und den Zeiten, ohne einem Menschen aus dem 21. Jahrhundert zu begegnen.
Und am vorbestimmten Tag war ich zur Mittagszeit am Herthasee. Meinen Gang zum See habe ich so wahrgenommen, wie ich es mir schon lange gewünscht hatte. Ohne Planung und Hetze, erreichte ich doch zur Geisterzeit das Ufer. Es ging von ganz allein.
Und dieser Tag im Frühsommer war warm und still und tief. Ich habe gerasselt und geräuchert und die Göttin angerufen. Ich habe Steine und Hirse geopfert. Über uns flogen Kolkraben, die Unke rief und Nattern schwammen im See. Die Spiegelbilder der Baumreihen am Ufer schienen alles in unermessliche Tiefe zu ziehen.
Wanderer, die vorbei kamen, haben fast gar nicht gestört, sie hielten gewissermaßen die Verbindung zur alltäglichen Welt und ohne meine Begleiterin, wer weiß, wäre ich vielleicht da geblieben.
Es waren ein paar wahrhaft magische Tage. Aber irgendwann beamten uns die grünen Tunnel der Alleenbäumen auf dem Heimweg wieder in die Realität zurück.
.
Labels:
Bäume,
Erinnerung,
Freude,
Freundschaft,
Landschaft,
Rügen,
Spiritualität
Abonnieren
Posts (Atom)
