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21 Juli 2014

launig bis launisch...


gerade frage ich mich, ob nicht vielleicht launig und launisch das Gleiche ist ... schnell noch mal nach sehen - nein ist es nicht ... ich bin also gern launig, aber launisch bin ich nicht. Ich erinnere mich, als ich noch klein bzw. jung war, wurde auch mir manches Mal nachgesagt, ich wäre launisch ... dabei ging es mir vielleicht gerade nur nicht gut oder ich wurde wieder einmal nicht gehört und bekam vor lauter Frust 'schlechte Laune'.

Launisch sein ist ein Zustand, den man selten selbst bei sich diagnostiziert. Die „eigenen Launen“ fallen einer meist gar nicht auf. Dafür reagiert unser Umfeld auf unsere sogenannten Launen. Und das führt oft genug dazu, dass das liebe Umfeld uns noch mehr unter Druck setzt oder ganz und gar ablehnt, besonders für Kinder schwer zu ertragen und zu begreifen. Empathie kommt jetzt erst langsam wieder in Mode...

darüber hinaus ist meine Meinung dazu, wenn sich eine selbst für launisch hält, dann hat man es ihr eingeredet. Launisch, unbeständig, unzufrieden, mürrisch, wechselhaft, kapriziös - es gibt eine Menge Bezeichnungen für die, andere störenden, Gemütszustände und das meiste davon wird Frauen nachgesagt. Dabei sind es doch nur unterdrückte Emotionen. Das was als "Laune" bezeichnet wird, ist nämlich nichts weiter, als eine zurückgehaltene Gefühlslage, die sich durch Übersprunghandlungen, seltsames Verhalten oder genervte Reaktionen dann doch Bahn bricht und so an die Umgebung Signale sendet...

wenn ich mich nicht so geben kann wie ich möchte, bekomme ich "schlechte Laune". Mein Befinden ist dadurch gestört und oft sogar nachhaltig. Wenn ich nicht so sein darf wie ich bin, wenn die Fremdsteuerung wieder einmal mein Leben übernommen hat und trotzdem sich alle um alles andere kümmern, nur nicht um das Befinden ihres Mitmenschen, dann kann 'launisch sein' auch zum Dauerzustand, zur Masche, werden.

Darüber hinaus wurden und werden Frauen immer noch darauf trainiert, sich (an allem) die Schuld zu geben - „sieh doch erst mal wo deine Anteile liegen“, ist immer noch ein beliebtes (esoterisches) Programm...
'launisch sein' ist kein willkürlicher Akt. Wenn plötzlich die Stimmung umschlägt, gibt sehr wohl auch einen Grund - es ist die Folge von (unterschiedlichsten) Beeinträchtigungen. Dieser Grund ist nicht immer einfach zu erkennen und wie wir wissen, es geschieht nie absichtlich, sondern hier handelt es sich um eine (innerkörperliche) Reaktion auf Energien, die uns umgeben und die somit in unseren Gesamt-Körperhaushalt eingreifen. Aber auch körpereigene Zustände können auch zu einem "Witterungsumschwung" führen - wie eine blöde Hormonlage oder Krankheitssituation ... und da sind erst recht keine Vorwürfe angebracht, weder durch einen selbst, noch durch andere... Empathie und Zuwendung sind angesagt.

"Was die Welt zusammenhält sind Felder, Energiefelder..." und innerhalb und durch diese, sind wir mit allem Lebendigen vernetzt. Das Individuum einer jeden Art folgt immer zwei Lebensimpulsen – dem Selbsterhalt, der wiederum den Arterhalt möglich macht und so die jeweiligen Wesenheiten weiter existieren lässt. Das Bindungs- und Beziehungsgeflecht in das wir, besonders wir Menschen, vom ersten Moment unseres Seins eingebunden sind, sorgt auch für unsere 'Laune'. Das was gemeinhin als Launen bezeichnet wird, ist durch unsere (unbewussten) Empfindungsabläufe initiiert ... genau genommen gibt es keine Launen, im Sinne von unberechenbaren und als störend angesehenem Verhalten ... denn ... es gibt für alles einen Grund ... und wenn wir uns nicht die Mühe machen wollen oder können, die 'Launen' der anderen zu ergründen, müssen wir sie halt hinnehmen oder besser noch, einfach mal nach dem Befinden fragen ... Härte zeigen war gestern ... heute leben wir im Zeitalter (der Entdeckung) der Empathie... 

zum Thema 'Launen' siehe auch Freundinnenblog...


30 Juni 2014

Monatsrückblick...

 ... der Juni 2014 hätte auch größtenteils ausfallen können ...

Gelesen: 'Misogynie – Die Geschichte des Frauenhass' von Jack Holland und 'Die Bogenschützin' von Martha Sophie Marcus (meine Lieblingsautorin aus Lüneburg)

Gesungen: … das Singen war mir etwas vergangen...

Gehört: …. Tine Mai und Indila ...

Gesehen: … relativ wenig...nichts blieb mir im Gedächtnis hängen ...

Getrunken: … literweise Leitungswasser ...

Gegessen: … den letzten Spargel, viele Erdbeeren, knackige Kirschen vom Baum ...

Gekocht: … wenig und einfach - Pellkartoffeln und Quark, Gemüsesüppchen, Buchweizengrütze ...

Gebacken: … zählen Kartoffelplätzchen auch?

Gefreut: … über das skypen mit der Enkeltochter in Pittsburgh, Pennsylvania und über ein ganz besonderes Telefonat ...

Gelacht: … wenn ich mir recht überlege, hatte ich diesen Monat nicht viel zu Lachen … aber ich denke, mein sonniges Gemüt lässt mich nicht untergehen...

Geärgert: … über meine Sommererkältung, den Dauerschnupfen und meine entzündete Zahnwurzel ...

Genäht: … ich habe die Nähmaschine verliehen ...

Gestrickt: … keine Nadeln, keine Wolle, keine Geduld... lieber gezeichnet ...

Gekauft: … Geschenke... und eine lang gesuchte DVD (gebraucht) für mich ...

Gespielt: … mit Playmobil, draußen war einfach zuviel schlechtes Wetter ...

Gefeiert: … zweimal Enkeltochtergeburtstag - einmal sieben und einmal fünfzehn Jahre.... ach sie werden so schnell groß ....

Gefühlt: … Trauer um den verstorbenen Sohn einer Freundin ...

Geknipst: … ein paar Blüten und Blumen und nur einen gescheiten Sonnenuntergang ....

Das Motto des Monats: Auch 30 Tage Juni gehen irgendwann vorüber ...

... bis auf das Motto habe ich den Rückblick von Schäfchens Sandsack - Blog ... Danke!

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15 Januar 2014

fantasielose Verstimmung

"... ein neues Jahr hat begonnen … es ist genau ein Monat her, seit ich den letzten Blogpost eingestellt hab... aus meinem Schreibflow bin ich rausgeflogen... blödes Weihnachten, blödes... und das Wetter nervt mich total!" 

Diesen wenig eleganten Text habe ich gestern einer Bekannten gemailt. Aber so ist es, Emails, Kommentare und Chatgeschreibsel sind die Stiefkinder der Literatur... da gibt es nur husch, husch, keine Zeit und meist kein Korrekturprogramm. Dabei will ich doch 'richtig' schreiben - wohl gestaltet, voller Poesie und möglichst mit Tiefgang - nicht nur Sachtexte und Belanglosigkeiten im Netz hinterlassen...

Noch vor einem Monat hielt ich mich in den mystischen Gefilden Fantasiens auf – ich habe mich in einer geheimnisvollen Höhle verlaufen, einen verlorenen Bruder gesucht und bin der Bleichen Frau im Nordturm begegnet. Und heute sitze ich an einem prosaischen Schreibtisch, starre durch die ungeputzte Fensterscheibe in ein regnerisches Grau(en) und versuche wieder den Anschluss zu finden. Sind denn alle Musen zum Skifahren? Hallo – Wir haben gar keinen Winter! Oder liegen sie im Winterschlaf? Hallo – Wir haben gar… ach, das hatte ich ja schon.

Würde ich auf Papier schreiben, hätte ich vermutlich schon drei Stifte zernagt. So starre ich nur auf die Tastatur und hoffe, dass in den Ritzen zwischen den, mit Buchstaben verzierten, kleinen Quadraten plötzlich zartes Grün sprießt, Frühlingsblüher hervor drängen und entzückende fliederfarbige Wölkchen über den leeren Monitor ziehen...
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02 Oktober 2013

... ach wie gut, dass jeder weiß...

Eine Freundin hat mich unbeabsichtigt mit einer Metapher daran erinnert, wer ich bin. Fast wäre es mir im seichten Getriebe meines Alltags entglitten - ich bin die Alte - die Großmutter, die den bösen Wolf gefressen hat. Beinahe hätte ich mich vergessen zwischen all dem Nettsein und Verständnishaben für all die Müllerstöchter und all die täglich um mich umherspringenden Rumpelstilzchen dieser Welt. Wir wissen es doch längst und sollten nicht müde werden es der Müllerstochter zu sagen: ein Rumpelstilzchen wird niemanden retten. Im Gegenteil! Sein wahres Sein verbirgt er, seinen Namen nennt er nicht.

Als betagte Frau, habe ich zwar inzwischen eine recht milde Sicht auf den Wahnsinn der Welt, dennoch fehlt mir inzwischen die Toleranz dafür, dass im Allgemeinen die Vorstellung vom heutigen Frausein, immer noch in der Mädchenphase endet. Mir scheint oft, als blieben viele der Frauen das ahnungslose, allen Widrigkeiten und männlichen Kabalen ausgelieferte, suchende Mädchen. Sind sie es denn gern, das mutterlose, leichtgläubige, aber natürlich junge, wunderschöne Müllerstöchterlein, das sich nicht zu helfen weiß?
Sitzen wir gern vor einem Haufen Stroh und weinen. Doch was geschieht? Es erscheint ihr keine gute Fee. Keine verstorbene Mutter schickt Täubchen. Und da kommt auch keine weise Alte vorbei, um ihr einen Rat zu geben. Vom Vater verraten und verkauft, vom goldgierigen König ist keine Gnade zu erwarten, eilt auch sonst niemand herbei, sie aus dem Turm zu erretten.
In dieser Not erscheint es, das Rumpelstilzchen. Ungerufen! Ein harmlos scheinender Geist. Bieder bietet er ihr seine Zauberei an, gegen Bezahlung versteht sich. Und sie nimmt dankbar an - sie schließt einen Pakt. 
Doch dieser Vertrag mit dem Ungeist wird sie nicht befreien, sondern sie in eine noch fiesere Falle locken. Seine Hilfe wird sie später um alles bringen, was ihr Leben wert macht – ihr Kind!
Gewiss, sie hat es ihm in ihrer Not versprochen und später, zu guter Letzt, wird da jemand sein, der ihr aus dem Schlamassel heraus hilft. In ihre eigene Kraft kommt sie zu keinerZeit.
Das sogenannte innere Rumpelstilzchen wird gern als Metapher für Rebellion, für Wehrhaftigkeit verwendet. Trau dich, sei ein böses Mädchen! 
Doch die mutterlose Müllerstochter ist bis zum Schluss kein böses Mädchen und das Rumpelstilzchen wollte ihr gar nicht helfen und schon gar nicht sich zu wehren. Es hat eigene fiese Pläne und die werden langfristig allen naiven Mädchen schaden. Was anfangs als Wohltat scheint, ist letztlich eine raffinierter Betrug. Er spinnt für sie das Stroh zu Gold, sie kann den Schein wahren. Das Abkommen sichert ihr den Platz an der Seite eines bedeutenden Mannes, aber es wird sie auch um ihr Kind bringen und ihr gelebtes Muttersein verhindern. Das - ist das wahre Rumpelstilzchen.

Und über dieses Mädchen, das nicht weiß was es tut, das das Leben noch nicht kennt, das zwar vielleicht Wissen sammelte, aber sich noch nicht selbst erfahren hat - über dieses Mädchen bin ich schon lange hinaus. Ich bin weder ein böses noch ein gutes Mädchen.

Ich bin gar kein Mädchen mehr, sondern eine GroßeMutter. Gut und böse sind für mich irrelevante Begriffe. Weder provoziere ich, noch biedere ich mich an – ich stelle richtig, ich sorge für Klarheit, ich banne die Rumpelstilzchen dieser Welt.

Was tut eine Großmutter wie ich? 


Ich bleibe, wenn andere gehen. Ich zeige wo die Kraft liegt, wenn andere hadern. Ich träume in die Vergangenheit und die Zukunft, wenn andere sich von der Gegenwart fesseln lassen.

Ich bin. Ich ich sitze am Feuer, streue Kräuter in die Flamme und sehe wie der Rauch aufsteigt. Ich weiß um die Welt und das Sein.

Ich antworte stets, wenn eine zu mir kommt und Fragen stellt. Und meine Antworten stammen allesamt aus der Alten Welt. Aus der Welt der weisen und patenten Mütter und Ahninnen.  

Die Mädchenfrauen unserer neuen Welt sollten langsam mal genug vom Spiel mit Puppen haben und erwachsen werden. Und es wäre gut, würden sie sich trauen die Hilfsangebote der Rumpelstilzchen durchschauen, statt sich davon verführen zu lassen. Es ist an der Zeit, dass sie die wahren Traditionen der Mütter und Großmütter wieder entdecken, um den tiefen Sinn des Mutterseins zu erkennen und so "Königin" im eigenen Reich zu werden. Ich brauche kein inneres Rumpelstilzchen, keinen tobenden Geist, der mich zu irgendetwas antreibt oder mir hilft mich zur Wehr zu setzen. Gegen wen sollte ich mich wehren? Mit Frauen will ich mich in gegenseitigem Wohlwollen verbünden. Mit Männern will ich nicht nur koexistieren, sondern auch kooperieren.
Mit Töchtern und Söhnen möchte ich zusammenleben und unlösbar bin ich mit ihnen in der Zeit verbunden. Meine Elf Töchter der Zukunft sind meine Motivation. Brauche ich mehr? 

... ach wie gut, dass jede Großmutter weiß, was das Rumpelstilzchen gar nicht wissen kann! 

 
PS ... übrigens ich kenne sie alle, die Spielarten mit denen das Märchen vom Rumpelstilzchen schon variiert wurde. Von der strikten Fassung der Gebr. Grimm bis hin dem Rumpelstilzchen, das als liebenswerter Erdgeist dargestellt wird, der das naive Müllerstöchterlein "nur" belehren möchte und selbstverständlich auch das Kind nicht behalten will, sondern einen gedankelosen oder hartherzigen König bekehren. Es wird wohl noch viele Interpretationen geben...

08 September 2013

Kinder sind kein Partnerersatz

schon gefühlte tausendmal stolperte ich über den Satz: „Kinder sind kein Partnerersatz!" So auch heute wieder und hier der (etwas überarbeite) Kommentar, den ich zu dem Thema hinterlassen habe:
 

Ja, das stimmt! Kinder sind kein Partnerersatz. Kinder sind überhaupt keine Ersatz für irgendwas, sondern unsere, uns am nächsten verbundenen Angehörigen, die wir haben können. Auch noch wenn sie dem Kindesalter entwachsen sind. Diese naturgemäße Verbundenheit (ein Naturell unserer Spezies) ist in unserer Kultur sozusagen als irrelevant erklärt worden. Doch wir wissen inzwischen längst: die fürsorgende Nähe in einer artgerechten Angehörigenbindung ist die eigentliche Basis des menschlichen Zusammenlebens und die essentielle Schutzsphäre für das Menschenkind.
Die Idee, dass manche Menschen ihre Kinder als „Partnerersatz missbrauchen“, ist eine komplette Umkehrung der eigentlichen, der ursprünglichen Wertigkeit.
Im Gegensatz zum Kind ist der sogenannte Partner, dem patriarchal-tradierend die ganze Liebe gelten soll, nur ein Surrogat, eine Ersatzperson für den in der Patriarchose
des separierten erwachsenen Menschen, verloren gegangenen natürlichen Lebenskreis.
Der heutige, vereinzelte Erwachsene ist imho niemals so „erwachsen“, dass er bzw. sie den irrwitzigen Ansprüchen unserer heutigen Gesellschaftskultur gerecht werden kann und auch nicht sollte: grundsätzlich allein (und in wechselnden Beziehungen) zu leben.
Das Einschwören auf den zukünftigen Partner, mit dem frau/mann möglichst den Rest des Lebens verbringt, beginnt in der Ausbildung unserer Kindern
schon sehr früh. Der Trend geht, auch bei der Frau, hin zum autarken, also möglichst bindungslosen, Erwachsene, der scheinbar keiner Fürsorgegemeinschaft bedarf. Dafür werden natürliche Bindungen so früh wie möglich unterdrückt und der Augenmerk auf beliebige Beziehungen verschiedener Art sowie der Anpassung an die patriarchalen Parameter gelenkt. Das patriarchal kultivierte Kind landet in verschiedenen Subsystemen, die für die matrifokale Fürsorgegemeinschaft als Ersatz dienen. Wir erziehen unsere Kinder kaum noch selbst - wir lassen erziehen und ausbilden (aber nicht unbedingt freiwillig, siehe Schulpflicht oder die Inanspruchnahme von Fremdbetreuung unter dem Druck der Erwerbstätigkeit).
Das derzeit existierende Klein-Familiensystem ist, wie im Großen, ein
patriarchal geprägtes Herrschaftssystem. Und in diesem herrscht(e) das patriarchale Prinzip der Geiselnahme, ein Nährboden für Gewalt, Übergriffigkeit und Missbrauch aller Art und daher auch immer wieder die Symptome eines Stockholmsyndrom bei den Beteiligten hervorbringt. Überall da, wo vereinzelte Erwachsene (per se die Person des Vaters u.ä.) mit einer gewissen Macht ausgestattet sind und in unnatürlichen, patriarchös eingerichteten, quasi nicht kontrollierbaren Räumen agieren, findet grundsätzlich eine Art systemimmanenter Missbrauch statt - übergriffiges Gebaren bis hin zu schweren Verbrechen.
Den heutigen Erwachsenen und hier besonders den männlichen, umgibt schon lange nicht mehr das selbstverständliche Korrektiv einer konsanguinen* Angehörigengruppe (dem menschenartgerechten Matrifokal).
Der moderne Mensch wendet sich schon während des Heranwachsens in vielen kleinen Brüchen von seiner Herkunftssippe, dem naturgemäßen Lebenskreis ab - wird systematisch von jeder Bindung „abgenabelt“.
Dabei ist es üblich, so früh wie möglich eine distanzierte, für ein Menschenkind unnatürliche, Alltagssituation zu schaffen, die sozusagen als Sprungbrett in das sogenannte „eigene“ Leben dienen soll. Das derzeitige Ziel ist in den, möglichst permanenten, Zustand der romantischen Liebe zu kommen und eine, auf sexuellem Begehren aufgebaute Lebensgemeinschaft mit einem, bis dato fremden (nichtverwandten) Menschen zu gründen. Das Erfüllen der kulturellen Maßvorgaben ist für den einzelnen fühlenden Menschen zu einem permanenten Mangelzustand an Schutzwärme, an Geborgenheit, geworden.
Nachhaltige Sentimente wie Zuwendung, Aufmerksamkeit und die generationsübergreifende Fürsorge ist in unserer, auf den (männlichen) Erwachsenen mittleren Alters ausgerichteten Welt, alles andere als selbstverständlich vorhanden. 
Wir klagen über das Vorhandensein von ständigem Menschenmissbrauch und dabei wird übersehen, dass
mit der Hörigkeit dem patriarchalen System gegenüber täglich aufs Neue, die dazugehörigen Voraussetzungen in den Kleinfamilien und mit dem romantischen Liebesideal, geschaffen werden.
Das Menschenkind lebte in matrifokaler (evolutionär selektierter) Vollkommenheit bis dieses Primat durch, die mit Gewalt installierten, patriarchalen Dogmen ersetzt wurden. Unsere wirklichen Lebens"Partner" sind zu allererst
unsere Mütter, unsere Kinder, unsere Schwestern, unsere Brüder ...


(* konsanguin: durch Geburt verwandt in mütterlicher Linie


Stephanie Ursula Gogolin


25 November 2012

Das Umschalten zwischen den Welten...

Neulich habe ich mich mal wieder in eine Großstadt verirrt und das Leben der modernen jungen Leute studiert. Einiges hat sich doch geändert, seit ich dereinst selbst noch im Hamsterrad des Alltags kreiste - manches ist leichter geworden, anderes hat sich verschärft... habe dazu ein bisschen reflektiert:

Das Umschalten zwischen den Welten und der kaum registrierte Stress, den diese Lebensweise verursacht!

Wir setzen uns täglich als erwachsenes Individuum, allein und bewusst, einer Kette von Ereignissen aus, die bei uns trotz aller Gewohnheit eine Art Dauer- Stress auslöst. Der gesamte klassische Tagesablauf, den wir als durchschnittlicher Arbeitnehmer, Familienbetreiber und Freizeitnutzer durchlaufen ist ein recht unnatürlicher Vorgang geworden, wenn wir die menschlichen naturgemäßen Abläufe unserer (ausschließlich zu Fuß gehenden) Vorfahren als die normalen Voraussetzung ansehen.

Viele von uns leben Tag täglich auf einem Stresslevel ohne ihn groß zu registrieren, der uns jedoch bestimmt schadet . Diese Form des Stress ist eine Art Dauerschleife. Logischerweise waren unsere Urmütter und ihre Kinder auch einem naturgemäßen Stress ausgesetzt, aber erstens nie allein, sondern in der Regel in der angehörigen Sippe und zweitens in einem anderem Tempo, dass das Bindungspotential ausschöpfte. Unsere Vormutter der Steinzeit lebte nicht als ständig separierte Person unter hunderten anderen unbekannten Personen - also allein, sondern als ein integrierter Teil einer generationsübergreifenden Bindungsgemeinschaft.

Und heute begeben wir uns nur noch vereinzelt jeden Tag in die freie Wildbahn der Moderne, auch jede Mutter und ihr Kind. Wir kennen es nicht mehr in einem Pulk mit vertrauten Personen loszuziehen, wo eine auf die andere aufpasst. Höchstens kommt das noch bei manchen Freizeitaktivitäten vor und dann auch eher in der Jugendzeit.

Der einzige Vorteil dabei ist, dass sich für uns im Alltag viele äußere Parameter wiederholen und wir dabei zwischendurch die Erholung der Routine zu spüren bekommen. Sitzen wir im Auto und fahren zur Arbeit, sind wir als Individuum zwar in dieser Blechkugel unmittelbar geschützt, müssen jedoch auf die sich schnell und ständig neu gestaltende Verkehrslage außerhalb unseres Fahrzeugs reagieren – die Situation auf der Straße und besonders im Berufsverkehr sind wie ein Videospiel – ständig kann etwas Unvorhergesehenes eintreten. Dauerkonzentration ist daher angesagt, auch nach einem langen Arbeitstag.

Sind wir mit Bus und Bahn unterwegs, brauchen wir uns keine Gedanken um das Verkehrsgeschehen machen, dafür ist unser Körper unmittelbar vielen verschiedenen Fremdkontakten ausgesetzt. Dabei denke ich, dass es hier auch einen, oft deutlich sichtbaren, Unterschied zwischen gewollten und unbewussten Reaktionen von betroffenen Männern oder Frauen gibt. Und hier können wir davon ausgehen, dass die Frau in der Regel, auch wenn ihr das kaum bewusst ist, immer viel mehr auf der Hut ist.

Trotzdem geht praktisch jeder scheinbar ganz selbstverständlich mit der Ausgangslage des normalen Alltags um, schließlich wurden wir von Kind an darauf trainiert. Dieses (Distanz)Training zielte sozusagen darauf ab, unsere natürlichen Instinkte zu entschärfen und vor allem auf zwei Aspekte zu richten – einmal dass wir uns als Alleingänger angstfrei zwischen Unbekannten bewegen und zum anderen die Masse, der uns ständig umgebenden Fremden, weitgehend zu ignorieren. Wenn sich alle in dem gleichen trägen oder rasanten Fluss bewegen, sind die anderen Menschen wie Gegenstände, die an uns vorbei treiben. Wahrscheinlich würde es uns verrückt machen, wenn wir all die Massen um uns als einzelne Personen wahrnehmen und auch noch auf sie reagieren müssten bzw. würden. Besonders dann, wenn wir nur kurz ein Bad in der Menge nehmen.

Da wir hier und heute davon ausgehen können, uns im gesellschaftlichen, also öffentlichen Raum relativ gefahrenfrei zu bewegen, ist es möglich unsere Sinne zwischen latentem Alarmzustand und entspannten Rückzug hinter unserer Aura, also in uns selbst, einzupendeln. Wir nutzen Fahr- und Wartezeiten, besonders mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zur persönlichen Beschäftigung - schlafen, lesen, tagträumen, mit dem Kind ein Bilderbuch ansehen - und eher selten passiert etwas Aufregendes. Trotzdem sind wir nicht wirklich unaufmerksam oder gar tiefenentspannt. Unbewusst läuft permanent das Wahrnehmungsprogramm der Urzeit mit. Noch mehr verschärft sich die Lage, auch wenn es nach außen nicht sichtbar ist, wenn wir ein Kind dabei haben. Unsere Aufmerksamkeit ist nun mehrfach gebunden. Jetzt gilt es zwei Personen unbeschadet an den Bestimmungsort zu bringen. Und das bedeutet sofort, das wir eine ganz andere Haltung einnehmen und mehr Wachsamkeit an den Tag legen, wenn wir für ein oder mehrere Schutzbefohlene die Verantwortung tragen. Wohlgemerkt, als nicht unterstützte Einzelperson.

Wir sind zwar angehalten, haben es gelernt, uns an die moderne Alltagssituation zu gewöhnen, aber als moderne Mensch werden wir durch die vielen Einflüsse, und es kommen ständig welche hinzu, permanent in Atem gehalten. Wenn sich also die Mensch in ihrem eng getakteten Alltag ständig gestresst fühlt, ist das wahrhaft kein Wunder und keine gesunde Voraussetzung, weder für Mutter und Kind, noch für Jederfrau.
Die Mensch als solches ist ein Anpassungsgenie und logischerweise setzt sich dieses Verhalten auch in unserer Moderne fort. Die moderne Mensch passt sich an Situationen an, auch wenn sie ihr nicht gut tuen. Wenn wir unsere Lage (scheinbar) nicht ändern können, versuchen wir auch gern mal die damit permanent einhergehenden unerfreulichen Gefühle zu ignorieren. Was nicht jeder bzw. immer gelingt. Wir sind so in unser Hamsterrad eingepasst, so dass wir oft erst munter werden, wenn die Gesundheit massiv auf dem Spiel steht. Dabei sollten wir, gerade wenn Kinder zu unserem Lebensraum gehören, das eigene Wohlbefinden nicht aus den Augen verlieren.

Da wir weiterhin in der Regel mehrfach am Tag zwischen den Welten und ihren Forderungen an uns, hin und her wechseln, werden wir uns auch eher auf die gerade anstehenden bzw. aufploppenden nächsten (mulmigen) Gefühle konzentrieren. Unser Tagesgeschehen ist, auch wenn es uns so vorkommt, selten ein organischer Ablauf in einer geborgenen Atmosphäre, sonder ein Jumpen zwischen den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Subroutinen. Es ist zudem üblich, dass sich die Erwachsenen (und ebenso die Kinder), auch wenn sie die gleiche Häuslichkeit miteinander teilen, trotzdem in verschiedenen Subwelten der Gesellschaft aufhalten. Als Teilnehmerinnen ihrer häuslichen Minigemeinschaften sind sie zudem damit beschäftigt, nicht nur ihre eigenen Gefühlslagen auf die Reihe zu bekommen, sondern die ihrer Mitbewohner gleich mit.

Das weibliche Individuum der Spezies Mensch ist ein natürliches Bindungswesen und endet im culture clash der Patriarchose als Beziehungsgeberin für Beziehungsnehmer. Wir treten im Laufe unseres Lebens mit hunderten Menschen in verschiedentliche Beziehungen. Im Bindungsangehörigen-Kontext sind es immer nur einige, die in patriarchaler Tradition, so früh wie möglich aussortiert werden. Es ist die allseits bekannte Beziehungsarbeit, die Frauen und Mütter gewohnt sind zu leisten ... wir sind auf 'fremd', 'nicht bekannt' und 'nicht verwandt' trainiert. Das Individuum lernt mit der Verunsicherung, die damit einhergeht, zu leben. Unser soziales Arrangement in unserer Kultur funktioniert auch leidlich, wenn die Gesellschaft ein Niveau bereitstellt, in dem ein jedes Mitglied (auch die Frau und Mutter) einigermaßen aufgefangen wird.

Eine der größten Herausforderungen ist und bleibt, besonders für das Kind, das Umschalten zwischen den so gänzlich verschiedenen Subwelten unserer Gesellschaft. Das kleine Bindungswesen 'Mensch' bringt für die Anforderung, sich relativ früh und in der Regel allein, in wechselnden Zivilisationsenklaven in Bindungslosigkeit wieder zu finden, eine Anpassungsleistung mit, die letztlich auch nur eine Überlebenstechnik darstellt. Irgendwann greift auch die Routine und das Kind gewöhnt sich an die verschieden Wechsel. Ob das allerdings für ein Kind gut ist, wird nicht hinterfragt.

Allein sein und klarkommen in einer anonymen Gesellschaft, ist das Ziel und die Norm der patriarchösen Kultur - ein wahrhaft absurdes Konzept. Das anpassungsfähige Kind der Spezies Mensch kriegt das zwar hin, aber was diese Situationen als permanente Dauerschleife mit dem Individuum macht, permanent aus der Pseudo-Sippe 'Familie' verstoßen und wieder zugelassen zu werden, ist ein Phänomen, das noch viel zu wenig Beachtung findet. Dieser Mangel an gelebter Bindung und Geborgenheit und statt dessen das gesellschaftliche Beziehungskarussell zu bedienen, gehört für das moderne Kind zur Normalität und wir alle sind auch bereits damit groß geworden.

Aber ... es ist nicht unsere Natur  ...
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03 September 2012

...macht Probleme übersehen dumm?

... gestern habe ich mir natürlich die neue Sendung von Richard David Precht angesehen. Das Gespräch mit Gerald Hüther war recht interessant, obwohl ich den Eindruck hatte und das ist jetzt sehr freundlich ausgedrückt, zu sehr wollten sich beide nicht aus dem Fenster lehnen. Denn die Sendung hieß nicht "...ist Schule dumm?" sondern "Macht Lernen dumm?" und damit blieb der Titel recht unklar, denn Lernen ist eine komplexe Angelegeheit und nicht nur auf die Schule bezogen.

Aber trotzdem hoffe ich nach wie vor, dass im Hinblick auf Schule sich endlich ein ernsthafter kollektiver Änderungswille Bahn bricht.

Das Thema Schule reizt mich ja immer zu ein paar reflektierenden Gedanken und löst selbstredend erinnerte Gefühle an eigene Schulzeit aus. Und diese Art der Erinnerungen sind nicht nur glückliche...

Bildung, Schule – war lange eine Angelegenheit der privilegierten Bevölkerungsschicht und ist heute noch auf der Welt gerade für Mädchen, nicht immer selbstverständlich.

Der Stolz ein flächendeckendes Schulsystem zu gewähren, war von Seiten der Politiker wahrscheinlich schon immer größer, als die Einsicht in die Notwendigkeit, endlich einem jeden Kind ein individuelles Lernen zu ermöglichen. Noch als ich in die Schule kam wurde mir immer wieder klar gemacht, dass der Arbeiter- und Bauernstaat es mir ermöglichte in der Schule zu lernen und gegebenenfalls auch später zu studieren und dafür sollten alle dankbar sein. Dass es im zukünftigen Interesse Aller liegt, einen gut ausgebildeten Nachwuchs zu haben wurde weniger thematisiert. Was allerdings das Lernen betraf, da rannte man bei mir offene Türen ein. Gelernt habe ich schon immer gern und tue es heute noch, den Aufenthalt in der Schule jedoch fand ich durchweg mühsam und größtenteils unerfreulich.

Die soziale (dörfliche) Hackordnung in der Klasse machte mir zu schaffen und ich steuerte dem durch gute Noten entgegen, was die Sache jedoch nicht immer besser machte. Ich hätte viel lieber ohne intrigierende Klassenkameradinnen und raufende Klassenkameraden gelernt und ohne die von oben verordnete, verkrampfte sozialistische Gehirnwäsche. Aber wie sagte fünfundzwanzig Jahre später der westdeutsche Rektor der Realschule in die mein Sohn damals ging: „Schule ist Schicksal“.

Und so wird Schule von den meisten immer noch irgendwie gesehen, als unabwendbares Schicksal. Denn die Bedingungen unter denen Kinder in diesen Gettos der nicht-artgerechten Menschenhaltung lernen müssen, sind unglaublich vielen verschiedenen Zufällen unterworfen und das einzelne Kind ist dem in der Regel einfach ausgeliefert.

Zwar gehen die meisten scheinbar unbeschadet aus ihrer Schulzeit hervor, aber der organisierte Massenbetrieb hinter den Zäunen des separierten Schulgeländes ist so was von nicht artgerecht, dass ich gar nicht begreifen kann, wie wenig das den beteiligten Erwachsenen auffällt. Natürlich gibt es immer auch Einzelschicksale, da rettet die neutrale Zone der Schule Kinder vor anderweitig stattfindender Vernachlässigung und sie sorgt auch für eine nicht unbedeutende
kollektive Formatierung im Verhaltenskodex. Das Kind mit der großen Klappe wird auch mal vom hohen Ross herunter geholt, das allzu schüchterne ermuntert aufzusteigen.

Denn nicht der zugegebenermaßen oft überflüssige Lernstoff ist das Problem, ich würde sagen er ist überhaupt das geringste Probleme, sondern die ungeborgene, kahle soziale Sphäre, in
die sich das Kind integrieren muss. Denn trotz des dreijährigem Kindergarten-Trainingslager stellt die Schule völlig andere Anforderungen an das arglose sechsjährige Schulkind.

Es muss sich wiederum allein mehrere Stunden am Tag mit bisher völlig neuen Forderungen wie Wegen, Räumlichkeiten, Lichtverhältnissen, Geräuschen, kleinen und größeren Gefahren (auch nur scheinbaren) sowie vielen fremden Menschen auseinandersetzen. Es gibt natürlich immer wieder Kinder denen das nichts auszumachen scheint, für einige jedoch ist das der Auftakt zu einem nicht enden wollenden Stress.

Eine meiner Enkeltöchter wollte damals nicht in die Schule, weil das kluge Kind sich vorstellen konnte, dass für sie damit eine Zeit begann, in der sie permanent nicht mehr in Ruhe gelassen würde. Und für sie, die sich heute noch gern zurückzieht und als Dreijährige schon konzentriert malte und bastelte und mehrmals am Tag mit ihren Kunstwerken Mutter und Großmutter überraschte, unterbricht die Schule mit ihrem verordneten Tätigkeits-Ruhe-Rhythmus immer wieder fremdbestimmend jeden kreativen Fluss.

In diesem Enkelkind glaube ich, habe ich mich besonders stark wiedergefunden. Ich war einst ein stilles kleines Mädchen, so eine Art weiblicher Mini-Nerd und außer Erdkunde (lag wohl an der Lehrerin) hatte ich mit keinem Fach wirkliche Schwierigkeiten. Die Anforderungen meiner Dorfschule hielten sich für mich in Grenzen und das meiste habe ich mit links erledigt. Die neunte und zehnte Klasse im Nachbarort stellte auch nur bedingt eine intellektuelle Herausforderung dar, aber alles andere war eine verdammte Plage. Allein das frühe Aufstehen, um danach eine Stunde mit dem Schulbus über die Dörfer zu kurven, der überall die Schüler einsammelte, damit um 7.15 Uhr der Unterricht beginnen konnte.


Die (überwiegend männlichen) Lehrer legten einen unerfreulichen Ehrgeiz an den Tag, da sie den Landpomeranzen aus den umliegenden Dorfschulen erst einmal zeigen wollten, wo es wirklich langgeht. Dieses Imponiergehabe stressten mich doch sehr, denn mir ging es nur um den Input. Der Lärmpegel in den Pausen, das Geschubse und Gedränge in Fluren, die Fülle an neuen Gesichtern, erzeugte in mir ein ständiges Auf-der-Hut-sein. Macht sich denn überhaupt jemand darüber Gedanken, was diese tägliche Massenveranstaltung in einer normalen, gut geführten Schule mit unseren Steinzeitgehirnen macht? Und was erst in einer Problemschule?

Meine vier Kinder gingen anfangs in einer größeren Stadt (Erfurt), später teilweise im gemütlichen Lüneburg zur Schule. Von meinen zehn Kindeskindern sind bereits acht Schulkinder und die älteste wird in diesem Schuljahr ihr Abitur machen. Zusätzlich zu einem Schultag und nicht enden wollenden Hausaufgaben, hetzen alle noch am Nachmittag zu all den außerschulischen Ergänzungen, um ihre wirklichen Begabungen nicht vollends verkümmern zu lassen. Und ich denke oft, was doch für eine unglaubliche Verhinderung an Kreativität bzw. Verschwendung an kindlichem Potential im normalen Schulalltag stattfindet.

Aber vielleicht seid ihr ja gern und dankbar in die Schule gegangen...

18 Juli 2012

Schmalzwetter

...grauer Himmel – Höchsttemperatur 14° C – Regen... was ist das? 

Schmalzwetter!

Bei diesen gruseligen, tagelangen Wetterkombinationen fühle ich mich in gewisse kindliche Erinnerungszeiten versetzt. Und so überkommt mich zur Zeit das unkontrollierte Verlangen nach Gänseschmalzbrot und warmem Kakao – eine typische (Spät)Herbstanwandlung - und ich starre konsterniert auf meinen bunten Küchenkalender um mich zu vergewissern, dass wir wirklich Mitte Juli haben...