Posts mit dem Label Zeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

05 Juli 2019

Das Menschenkind


Einleitung und Kapitel I

Wie war das doch gleich, als ich noch ein Kind war? So vor rund siebzig Jahren? Zwar bin ich ein Geschwisterkind, war aber ein Hinterdreinchen. Meine zahlreichen Brüder und meine eine Schwester sind erheblich älter als ich. Und so wuchs ich fast wie ein Einzelkind auf. Aber es gab in unserem dörflichen Umfeld reichlich andere Kinder. Sie begegneten mir auf Schritt und Tritt. Wir spielten auf der Straße, ich traf sie in der Schule und beim Stromern. Trotz der im Alltag nicht mehr anwesenden Geschwistern, war ich nie allein.

Spätestens ab drei Jahre gab es täglich mindestens eine alterspassende Freundin. Wir besuchten uns gegenseitig, spielten mal bei ihr und mal bei mir. Später wurden es mehr und die Auswahl größer. Meine Tag war bei weitem nicht so reglementiert, wie ich es später bei meinen eigenen Kindern erlebte oder wie es heute bei meinen Enkeln stattfindet. Auch als ich noch richtig klein war, nahm mich meine Mutter überall hin mit und ich nahm auf ihrem Arm oder in meinem rumpligen Kinderwagen am Dorfalltag teil. Und wohin wir auch gingen, überall gab es ein Kind mit dem ich spielen konnte.

Meist waren wir ein Tross von fünf, sechs Kindern, überwiegend Mädchen und nicht immer gleichaltrig. Die Jungs waren uns zu anstrengend, zu ruppig oder einfach zu doof. Die große (geförderte) Vereinzelung begann erst als Jugendliche. Es mir damals nicht explizit aufgefallen, aber tagsüber traf unsereine nur wenige Erwachsene. Da die nämlich arbeiteten und damit für uns Kinder relativ unsichtbar waren, wir hatte das Dorf scheinbar nur für uns. Schulvormittage und keine (geregelte) Fremdbetreuung. Sommerferien waren endlose Freiheit.

Heute ist das anders bzw. umgekehrt. Wenn ich mal Tagsüber ins Städtchen gehe, sind nur Erwachsene unterwegs. Bis auf ein paar Mütter mit Kleinkindern, ist unser öffentlicher Alltag eine Erwachsenenwelt. Auch am Nachmittag. Einem Kind außerhalb der Ferienzeit zu begegnen wirft automatisch die Frage auf: was macht es hier? Hat es keine Schule? Und selbst in der Ferienzeit werden unsere Straßen nicht gerade mit Kindern geflutet. Kinder sind in der Regel gut verräumt und im Gegensatz zu damals, kaum mehr allein unterwegs. Auch nicht in Grüppchen.

Meine Enkeltochter Helene arbeitete als Au-pair ein Jahr in Pittsburgh und ihre eigentliche Aufgabe bestand darin als Leibwache für das Kind der Familie zur Verfügung zu stehen. Es ist besonders in Amerika ein Standard Kinder nicht allein zu lassen. Zumindest da wo sich die (arbeitenden) Eltern es leisten können.

Die Welt ist voller Kinder ... diese meine subjektive Wahrnehmung von einst stimmt wohl nicht mehr! Von den rund 7,4 Milliarden Menschen sind ein Fünftel Kinder (jünger als 15 Jahre)* und das ist ehrlich gesagt weniger, als ich erwartet habe. Kinder und Erwachsene (einschließlich Jugendliche) eins zu vier! Und dazu kommt noch die patri-kulturell bedingte Schieflage - der männliche Anteil der Weltbevölkerung wächst in nahezu bedrohlichem Maße unnatürlich über den weiblichen Anteil hinaus. Die sinnlose, Ideologie bedingte, Aufzucht von Söhnen ist ein Desaster, dass sich politisch und ‚menschenenergetisch‘ fatal aus wirkt.

Kinder sind eine Kostbarkeit und werden doch manchmal wie Wegwerfartikel behandelt. Das patriarchöse System sieht im Kind nicht das einzigartige Individuum, dass als Naturereignis den aktuellen Stand der Evolution dastellt und jeweils den Schritt aus der Gegenwart in die beginnende Zukunft macht.


Das Menschenkind ist, wie andere Lebewesen auch, ein Geschöpf der Natur, ein Ergebnis und ein Effekt der organischen (lebendigen) Evolution. Und hier gebrauche ich das Wort „Geschöpf“ zum letzten Mal in diesem Zusammenhang, da ein Geschöpf eigentlich einen Schöpfer voraussetzt und Natur schöpft nicht, sondern ist einfach vorhanden.

Die Natur ist ein Geschehen und
die kontinuierliche Entwicklung der Ereignisse innerhalb dieses Geschehens, nennen wir Evolution.

Das Menschenkind auf das es stets ankam, war weiblich. Also eine Tochter, welche bis zur körperlichen Reife überlebte und eines Tages die Mutter einer Tochter wurde. Ein solches weibliches Kind wurde unsere Urahnin und der jetzige Stand der Erkenntnis spricht von der mitochondrialen Eva, der ersten Menschenfrau. Sie lebte in Afrika, da wo die Spezies Mensch ihren Anfang nahm. Die weibliche Ureinheit, eine Mutter und ihre Tochter, sind der (evo-biologische) Beginn unserer (Menschen)Spezies.

Nur durch das weibliche Individuum entsteht jeweils die Nachkommenschaft. Die weibliche Eizelle sichert den Fortbestand der Spezies indem sie sich in ein genuines, der Mutter sehr ähnliches, Unikat entwickelt, unter der Beteiligung eines männlichen Genzusatzes.

Bereits in grauer Vorzeit selektierte sich ein zusätzlicher Effekt des Lebenserhaltes - es entstand das männliche Geschlecht. Dieser Effekt sorgte für eine größere Diversität in der Nachkommenschaft. Ab da gab es (bei Flora und Fauna) Exemplare weiblichen wie auch männlichen Geschlechts, beide werden von einem weiblichen Individuum hervorgebracht. Menschen nannten eines Tages die Leben hervorbringende Person Mutter.

Alle Säugetiere haben das Muttertier, dass weit mehr ist, als bloß
die Trägerin der Eizelle. Sie steht auch prinzipiell für das sichere Aufwachsen ihres Nachwuchses. Sie bringt in der Regel Nachwuchs beiderlei Geschlechts hervor und die unterschiedlichen Sozialordnungen, mit der die verschiedenen Spezies ihr Überleben sichern, binden auf unterschiedliche Weise beiden Geschlechter mit ein. Der parallele Bestand männlicher Individuen, welche als Variation des weiblichen Grundgeschlechts begann, ist nicht immer ein beständiger Teil der unmittelbaren, überlebenswichtigen Sozialordnung, die sich um das weibliche Individuum (durch die vielschichtige evolutionäre Selektion) gebildet hat. 

Der Kreis des Lebens begann mit einer Zelle und diese entwickelte sich über einen unglaublich langen Zeitraum zu dem erfolgreichen, das Leben erhaltendem Starterset: die Ei-Zelle. Diese Ei-Zelle steht in Organismen bereit, die wir Menschen als weiblich benennen. Menschen sind (sogenannte höhere) biologische Organismen. Sie sind Säugetiere und damit ein Klasse der Wirbeltiere. Sie gehören zu den Tieren, die lebende Junge zur Welt bringen und säugen, also die Weibchen dieser Tierarten natürlich.

Menschen haben eine Kulturgeschichte. Und die begann in ihren Matrifokalen. Als Matrifokale bezeichne ich die überschaubaren Fürsorgegruppen, die als mobile Schutzsphäre für die Mutter-Kind-Einheiten fungierten. Die generationsübergreifenden, geschwisterlichen Fürsorgegemeinschaften bestanden aus matrilinearen Zu- bzw. Angehörigen beiderlei Geschlechts.

Der Lebenserhalt ist ein Prozess, der im weiblichen Kontext stattfindet. Es ist eine Tatsache, dass die Reprise, das Wiederholungsmuster der Lebensneuauflage in Form eines neuen Individuums in einem weiblichen Körper geschieht. Der männliche Anteil einer Spezies ist nur bedingt von Interesse, wenn es um die Nachkommenschaft geht. Diese Feststellung ist keine Wertung, kein feministischer Euphemismus, keine Ideologie oder gar Religion, sondern bloß eine biologische Tatsache. Unser Menschengeschlecht lässt sich wie gesagt inzwischen bis zu einer (mitochondrialen) Eva zurückverfolgen. Wobei es nicht um diese frühe Mutterperson geht, sondern um die Bewusstmachung, dass das prosperierende Leben weiblich ist. Und das dürfte grundsätzlich die Ausgangsbasis sein, von der aus ab sofort die Definitionen und Bewertungen erfolgen. Es ist stets das weibliche Exemplar auf das es ankommt, da es a) die Eizelle trägt, b) die körperlichen Voraussetzungen stellt um das neue Individuum heranwachsen zu lassen und c) in Folge (nach der Geburt oder dem Schlüpfen) sicherstellt, dass das neue Exemplar dieser Spezies Überlebenschancen bekommt und heranreifen kann.


Fortsetzung folgt...


(* „Weltweit leben rund 7,4 Milliarden Menschen. 1,9 Milliarden Menschen, also ein Fünftel davon, sind jünger als 15 Jahre.“ (https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-wir-kinder-dieser-welt/zahlen-und-fakten-zu-kindern-weltweit/)

zur Info: … hier geht es nicht um biologisches oder akademisches Fachwissen und auch nicht um gesellschaftstheoretische Auslegungen desselben, sondern um eine philosophische Betrachtung, in der ich immer wieder das Natur-Geschehen und die dazugehörige menschliche Kulturentwicklung von den ideologischen, besonders von den patri-schematischen Deutungen und Wertungen trenne. 


.

16 März 2017

Keine Religion ist nur Glaubenssache...

Wer sich nur halbwegs in den Entstehungsgeschichten der gewaltsam installierten Androkratien auskennt, weiß auch,dass sich bereits die vor-antiken bzw. alttestamentarischen Religionen als reine Politideologie etablierten (da sie die Erklärungsmuster für die Herrschaftshierarchien lieferten).

Das einst herkömmliche Brauchtum aus der Alltagspraxis der bis dahin* matrifokal lebenden Menschengemeinschaften, können wir zwar bereits als eine religiöse Gepflogenheit werten, die als natürlich mündlich weitergegebene, langzeitliche Überlieferung die frühen, matrifokal angelegten Lebensgemeinschaften (Die Matrifokale) stabilisierten. Das weiblich gewichtete (intelligente), kulturelle Ritualgeschehen weist auf einen dedizierten spirituellen Umgang mit Naturgeschehen und Alltagsereignissen (der sogenannte Schamannismus) sowie auf Ahninnenkulte hin.

* zum Beginn der Patriarchose

Diese frühe Form des transzendenten Umgang mit den Erfahrungen des Zusammenlebens ist imho jedoch mit den späteren restriktiven und verbindlichen Regelwerken der androzentrierten Religionen überhaupt nicht zu vergleichen. Die pan- und später monotheistischen Religionsideologien sind bereits herrschaftsaffine Kreationen um den Machterhalt der Androkraten nachhaltig zu stützen. Die religiösen Praktiken bauten auf Vorschriften auf, die sich bis zu einer geforderten unbedingten Gesetzestreue steigerten, welche bei Nichteinhaltung der Vorgaben rigide Sanktionen bis hin zu Todesstrafen nach sich zogen.

Das erzwungene bzw. konditionierte Glaubenskonzept ist nicht mit Spiritualität (inner Geistigkeit des Menschen oder wie anderer Stelle Ines Fritz schrieb: eine Gehirntätigkeit) zu verwechseln. Denn an etwas „glauben“ ist keine so unschuldige Sache, wie manch eine:r glauben mag. Hier findet in der Regel eine fremdbestimmte Indoktrination statt, die das Individuum vor die Wahl stellt durch das eigene gläubige Wohlverhalten das persönliche und kollektive Wohlergehen zu sichern. Im Falle des Zuwiderhandelns, also des Sündigens, findet ein Verstoß gegen die erlassenen Gebote statt und ist als Auslöser zu werten den Zorn des Gottes auf sich ziehen und damit auch der Gemeinschaft zu schaden.

Das Versündigen (auch wenn es in anderen Religionen vielleicht nicht so genannt wird) zieht im jedem Fall Sanktionen im Diesseits und/oder im Jenseits nach sich. Die meisten Glaubenskonzepte werden von Angst begleitet und von Drohszenarien bestimmt. Das wirkt sich wiederum auf jedwedes Gesellschaftsverständnis und die eigene Kritikfähigkeit aus. Eine eigene, selbstbestimmt gelebte Spiritualität ist angstfrei und kreativ - ein oktroyierter Glaube innerhalb von Religionsgemeinschaften jedoch in der Regel keine freiheitliche Entscheidung des Individuums. Es fängt in der Regel mit Einführungszeremonien an, wie die Taufe oder eine Beschneidung. Die institutionalisierte Religionen sind unmittelbar in die patriarchalen Strukturen eingebunden bzw. sie sind eine der tragenden Säulen der Patriarchose. Sie bilden zusammen mit den etablierten Glaubenssätzen, sowie all den Denk- und Handlungsvorgaben den ideologischen Gesamt-Mythos des Patriarchose.

Wenn Frauen heute immer noch glauben als Hineingeborene oder als Konvertitin in einer der etablierten (Männer)Religionen ein vollwertiges Mitglied dieser maskulin-patriarchalen Veranstaltung zu sein, dann ist das wohl eher ein Ausdruck des patriarchösen kollektiven Stockholmsyndrom. Die religiöse Gehirnwäsche, die in alle Schichten unserer tradierten Kultur hinein wucherte, sitzt tief (ich selbst weiß auch hier aus eigener Erfahrung wovon ich spreche) und in Ermangelung unserer heutigen naturgemäßen Bindung an die prinzipielle Weiblichkeit ist das naive Festhalten an der göttlichen Vaterfigur zwar nicht verwunderlich, jedoch so was von Vorgestern. Die heutigen Möglichkeiten sich selbst aufzuklären sind inzwischen wahrlich komplex. Bei dem heutigen gesamten Erkenntnisstand sind die überwiegend gewaltsam installierten Vaterreligionen, ihre Ableger und diverse angelehnte Glaubenskonzepte, kaum noch tolerierbar. Wer also immer noch glaubt, betreibt eine Form der Selbstsabotage, die wir als verantwortungsvolle Vorbilder unseren Kindern und den kommenden Generationen wirklich nicht antun sollten.

.

09 Mai 2016

...lieber philosophieren (auf naturgemäßen Niveau), statt jammern (auf hohem Niveau)

aus einem Konzept zu verschiedenen Kommentaren...

„… erkennen wir unsere wahre Natur. In unserer etwas freieren westlichen Welt kommt sie langsam wieder an die Oberfläche.
Danke, liebe Gabriele, dass du auf diese entscheidenden Punkt hingewiesen hast. Unsere „Urnatur“ kommt eben immer dann zum Vorschein, wenn die Repression der patriarchalen ideologischen und konkret gewaltsamen Zwangsverordnungen an Wucht und Bedeutung in der Gesellschaft verliert.
Die Female Choice hatte sich, wie du schon nachgewiesen hast, ohnehin nie völlig unterdrücken lassen, was die Patriarchose einerseits unterlief, andererseits unendlichen vielen Frauen (und auch Kindern) das Leben kostete und heute immer noch als die Sünde schlechthin wider des Vatersystems gewertet wird. Das hat sich seit seinem Beginn bis heute zu der allgemeinen Androzentriertheit ausgewachsen, die sich immer noch in der Gesetzgebung, der Denkungsart des Mainstreams und den kulturellen Dogmen und Tabus der anonymen Großgesellschaft niederschlägt. Dazu gehört auch die sich hartnäckig haltende Behauptung, ein Kind braucht seinen Vater.

Hier setze ich gern an und behaupte, dass es umgekehrt ist: Der 'Vater' braucht das Kind! Jedenfalls heutzutage. Schließlich ist so ein kleines Menschenwesen oft genug seine einzige Anbindung in puncto Zugehörigkeit und Identifikation mit verwandten Angehörigen. Auch Väter sind letztlich verlorene Kinder der nicht mehr existierenden Mutter-Sippe. Der moderne kinderliebe und fürsorgende Vater agiert in der Beziehung zu "seinen Kindern" seinen (evolutionär - berechtigten) immanenten Drang zur Geborgenheit aus und zwar in der vorhandenen und ihm möglichst auch wohlwollenden, (Klein)Gemeinschaft. Das Patriarchat bietet nun mal seinen Männern neben ein paar privilegierten Machtoption für wenige, nur noch das Kerngeschäft der Paarungsfamilie.
(siehe http://stephanieursula.blogspot.de/2015/11/das-in-die-pflicht-genommene-elternpaar.html

Nicht nur hier in der Diskussion, auch in der Forschung oder populärwissenschaftlichen Betrachtungen wird sich meiner meiner Meinung nach zu sehr auf Vererbung und den Gen-Anteil kapriziert. Die patriarchale Denke zwingt uns ein Geschacher um das Kind auf. Dabei ist es doch genau so ein berechtigtes Mitglied der Menschengemeinschaft wie ein paar Jahre später als Erwachsener. Das Gerangel wer den größten (pseudo-)berechtigten Anteil an einem Kind und damit welche (Verfügungs)Rechte über das Kind hat, sind Relikte der Patriarchose. Es ist nur ein paar Jahrzehnte her, dass die Zeit zu Ende geht in der dem Vater per Gesetz das ganze Kind „gehörte“ oder er es bei Nichtgefallen einfach nicht anerkannte. Im Patriarchat ging es nie darum dem Kinde durch den Vater Fürsorge angedeihen zu lassen, das ist ein recht moderner Anspruch. Vaterschaft wurde/wird als eine Art Verursacherprinzip angesetzt, dem zu Grunde lag/ liegt, aus "dem Schwängern einer Frau" das Recht abzuleiten über diese beiden Menschen, Mutter und Kind, verfügen zu können – das ist Patriarchat.

Der 'Vater', also der an der Zeugung per Spermium beteiligte Mann, sah einen Vorteil für sich darin sein Kind und hier vor allem die Söhne, für seinen Clan, seinen Einflussbereich und bei entsprechendem politischen Rang für seine Wehrhaftigkeit zu rekrutieren.
Das setzte voraus, dass die Frau und ihre Sexualität und Gebärfähigkeit, unter eine rigide Kontrolle gebracht wird und weil dass (bis heute) die einzige Möglichkeit war, der „eigenen“ Söhne (und Töchter) einigermaßen gewiss zu sein. Der dabei entstandene Ehrbegriff mit dem heute noch kleine Jungs aufgezogen werden, wurde überall da geltend gemacht, wenn unbedingt zu erhaltende Jungfräulichkeit der Tochter und die lebenslange Treue und Keuschheit der Ehefrau über die innere Privatheit hinaus zu einem grundsätzlichen Politikum erhoben wurden. Nicht der prinzipielle (und evo-biologische) Wert eines Lebewesens, wie auch das des menschlichen Kindes, ist im patriarchalen Universum von Bedeutung, sondern die bloße quantitative Anwesenheit, seine Arbeitskraft, seine Nutzbarkeit, seine Kampfkraft…

Leben ist ein unwillkürliches, sich selbst erhaltendes System und nur weil wir Menschen ein paar der möglichen Mechanismen erkannt oder glauben durchschaut zu haben, stellen wir immer wieder Theorien auf, die direkt oder latent den Menschen in den Mittelpunkt der Evolution stellen. Als wäre 'der Mensch' tatsächlich die so gern zitierte Krone der "Schöpfung". Es wird auf hohem ideellen Niveau philosophiert und leicht dabei vergessen, dass wir als Teil des Natursystems ein abhängiges Individuum sind, das im Falle 'Mensch' einer sozial eingestellten, also fürsorgenden, Gemeinschaft bedarf. Denn das (menschliche) Individuum wurde einst in seine Bindungsgruppe hineingeboren und verblieb in der Regel in diesen Lebenszusammenhängen bis zu seinem Tod (vor allem wenn es weiblich war). Diese Grundeinheit einer naturgemäßen und damit artgerechten Fürsorgegemeinschaft ist eine Spezialität der Spezies Mensch... ich nenne sie 'Das Matrifokal'.

Das Grundmuster des menschlichen Arterhaltes (in dem der notwendige Selbsterhalt integriert ist) finden wir nun mal in der Matrifokalität, welche auf das natürliche Agieren der female choice setzt. Matrifokalität bedeutet Matrilinearität und Matrilokalität als Basis vereint und diese beiden Begriffe sind hier nicht gesellschaftstheoretisch zu verstehen, sondern als Ausdruck des konkreten evolutionsbiologischen Daseins. Wir können es noch in den wenigen, meist abgelegenen Gemeinschaften finden, die salopp „Matriarchate“ genannt werden. Das sind aber keine politisch konzipierten Kleingesellschaften, sondern artgemäß homogen gewachsene Bindungs- und Fürsorgegemeinschaften, mit einem Wort Muttersippen.

und noch zu Georg Reischel … du schreibst: „Erst dann, wenn sich die Evolution bereitwillig den Interessen eines individuellen männlichen Organismus unterwirft und für ihn die Monogamie etabliert, entwickelt er zumindest rudimentär “Brutpflegeeigenschaften”...“
Ich nehme mal an, du hast das satirisch gemeint.. ;-) … denn ich denke, wir sollten uns abgewöhnen in unseren Formulierung 'die Evolution' wie ein handelnd und denkendes Phänomen darzustellen, das auch noch eigene Interessen verfolgt.  

Als 'Evolution' bezeichnen wir u.a. die unwillkürliche Entwicklung des organischen, sich selbsterhaltenden Systems 'Leben', das zwischen den vorhandenen energetischen, chemischen und physikalischen (anorganischen) Parameter (die ebenfalls als Natur bezeichnet werden), stattfindet und sich ununterbrochen im Lebewesenuniversum unseres Planeten gegenseitig beeinflusst. Das Prinzip der Evolution ist das der Chaostheorie, die thematisiert, dass innerhalb einer Komplexität sich mit jedem „Flügelschlag eines Schmetterlings“ ständig das Gesamtsystem graduell abwandelt und sich somit in einer ständigen durch nichts zu kontrollierenden, absichtslosen Veränderung befindet.

Die Monogamie oder was auch immer, selektiert sich dann, wenn es sich für eine Gesamtspezies innerhalb des lebendigen Systems, zum Beispiel im 'Tierreich', als aktueller und weiterführender Vorteil erweisen würde - hat sie z. Beispiel in der Vogelwelt. Und Vögel sind direkte Nachfahren der Dinos und die sind in ihrer massiven Ausführung bekanntlich ausgestorben. Menschliche Monogamie fällt meines Erachtens nicht unter evolutionären Vorteil, sondern ist eher als (einseitiges) maskulines Wunschdenken zu verstehen, dass im Patriarchat gern erfüllt wird.

Beim Flix habe ich gerade ein für mich neues Wort entdeckt: sar-ra-zi-nie-ren. In der Comic-Zeichnung wurde es folgendermaßen erklärt: „etwas biologisch rechtfertigen, obwohl es völliger Quatsch ist...“ ... und so sollten wir aufpassen, dass sich beim eifrigen Argumentieren Ursache und Auswirkung nicht verknoten, so dass nicht immer wieder, die durch den Menschen kulturell entstandenen und alchemistisch erzeugte Bedingungen, grundsätzlich als Selektionsvorteil umgedeutet werden


03 Februar 2016

Was ist Familie...

...neulich stolperte ich wieder einmal über das Wort „matriarchale Großfamilie“. Das ist für mich nun doch der Anlass auf das fast schon gedankelose Selbstverständnis hinzuweisen, mit dem leider allerorten mit dem Begriff „Familie“ umgegangen wird. 'Familie' ist nicht nur das patriarchöse Verständnis von patrilinearen und patrilokalem Zusammenleben, es ist darüber hinaus ein aktiv gelebtes Bekenntnis gegen den naturgemäßen matrifokalen Sippenzusammenhang.
 

Das hochgehaltene Familienideal ist ein Denkgebot bzw. Glaubenssatz im Patriarchat. Auch wenn es manch einer schwer fällt zu akzeptieren, aber "Familie" (und "Ehe") gab es nun mal von Anfang an nicht im sozialen Miteinander der Spezies Mensch. Die Familie ist eine patriarchale "Errungenschaft" und diese ist, wie alle patriarchösen Meriten, keine natürliche Entwicklung. Schauen wir also was Familie ist bzw. wo die Bezeichnung herkommt. Semantisch leitet sich das Wort 'Familie' von lat. 'familia' - der römischen Hausgemeinschaft und hier von 'famulus' - dem Haussklaven, ab.  

Familie bezeichnet(e) den Herrschaftsbereich eines privilegierten Mannes. Zu diesem Herrschafts- und Einflussbereich gehör(t)en Frau(en) und deren Kinder aber auch die damals reichlich vorhandenen Sklaven, Gesinde sowie „Bluts“- oder andere Verwandte, die mit unter dem Dach des 'pater familias' lebten (siehe auch Wikipedia). Dieser männliche Herrschaftsaspekt, der dem Familienbegriff immanent ist, ist global betrachtet bis in unsere Zeit hochwirksam, auch wenn das heutzutage in unserer relativ freiheitlichen westlichen Kultur nicht mehr ganz so offensichtlich ist.

In den
matrifokal (manchmal wird es ungenau als matriarchal bezeichnet) lebenden Gemeinschaften wirken Sippen-Strukturen. Das sind menschenartgerechte, natürlich gewachsene Bindungsgemeinschaften, die sich in der Regel aus den konsanguinen Angehörigen zusammensetzen. Als 'konsanguin' bezeichnen wir Angehörige, die durch Geburt in mütterlicher Linie miteinander verwandt sind.

Eine Familie ist dagegen ein künstliches Konstrukt. Das heutige Verständnis von Familie basiert auf dem anerkannten Phänomen der Paarbildung als Voraussetzung, die wiederum vor allem auf der sexuellen Komponente der Beziehung beruht (wobei wir inzwischen nicht mehr nur auf das Hetero-Paar bestehen). Hier können wir nicht von Bindung sprechen, da es sich um ein ideelles Bündnis handelt, dass je weiter wir in die Vergangenheit der Patriarchose zurückgehen immer seltener für die Frau eine freiwillige Option gewesen sein dürfte. Die (direkte oder subtile) gewaltsame weibliche Unterwerfung fand ursächlich in der Sklaverei und in dem auf vielfältiger Unfreiheit der Frau beruhenden Familiensystem statt. 

Es ist daher zu bedenken, ob wir tatsächlich die Lebenskonstellation indigen/matrifokal lebender Gemeinschaften als „Großfamilie“ bezeichnen sollten. Auch wenn mit „Groß...“ der generationsübergreifende Charakter beschrieben werden soll, sind Matrifokale doch keine 'Familien'.

Derzeit finden wir unter dem Begriff der 'Familie' verschiedene Auffassungen und Ableitungen (auch hier siehe z.B. Wikipedia). So ist es üblich die Vater-Mutter-Kind-Kleinfamilie als Kernfamilie zu bezeichnen. 'Die Familie' ist inzwischen ein eher fiktives Gebilde, da ihr ein schwammiges Verständnis von Verwandtschaft zugrunde liegt. Jede Variante möglicher Lebensgestaltung wird heute als Familie bezeichnet – zusammenlebende Freunde fühlen sich ebenso als Familie wie der Klassiker Kleinfamilie auf der Grundlage des gesetzlich verheirateten Ehepaares. Aber auch ein kinderloses Paar oder die alleinerziehende Mutter mit Kindern gilt hier und heute als 'Familie'.
Eine andere Spielart der anerkannten Familienidee ist die sogenannte „Bonusfamilie“ bestehend aus den fluktuierenden Fragmenten moderner Patchwork-Familien. Wir haben hier verschränkte Gebilde verschiedener Paar-Gemeinschaften, deren Bindeglieder die Kinder sind.

Die (patrilineare und patrilokale) Großfamilie von früher (in den Jahrhunderten/tausenden der Patriarchose) besaß noch eine gewisse generationsübergreifende Qualität, wie wir sie von der Muttersippe her kennen (sollten).

Der heutige Gebrauch des Ausdrucks 'Großfamilie' bezieht sich eher auf das patriarchale Elternpaar und eine erkleckliche Anzahl Kinder, welche also in der Regel mit auch nur zwei Erwachsenen (unter)versorgt sind. Im (ursprünglichen) 'Mutterland' gibt es keine „Familie“, die als Gründungsmitglieder zwei Fremde, also Nicht-Verwandte, zusammenbringt, welche sich per (freiwilliger) Bereitschaftserklärung zu einer gemeinsamen Lebensführung verpflichten und in der es nahezu ein Dogma ist, die eigenen Herkunftszusammenhänge dabei hinter sich zu lassen. Eine Paargemeinschaft einzugehen, die aus Überzeugung auf einer moderne Partnerschaft beruht und/oder eine "eigene kleine Familie" zu gründen, ist heute der gesellschaftlich anerkannte Lebenssinn. 

Die uneingeschränkte Freiwilligkeit, die uns hierbei suggeriert wird und die in unserer Kultur die Beziehung exklusiv stellt, ist allerdings weltweit immer noch nicht selbstverständlich (zum Teil noch nicht einmal in unserem Land).

Statt also im matriorientierten Denken mit Begriffen wie Großfamilie zu operieren wäre ein Begriff wie 'Das Matrifokal' angebracht. Das Matrifokal war und ist unser ur-natürliches Dasein im evolutionär entstandene Kontinuum des Menschseins. Das Matrifokal verstehe ich als ein
real vorhandenes, naturgemäßes, dynamisches Habitat, das von Beginn des Menschseins als existenzsichernde Schutzsphäre für die Mütter und ihren Nachwuchs fungierte. In der Regel bestehend aus konsanguinen Angehörigen (beiderlei Geschlechts) innerhalb der frühen generationsübergreifend, matrilinear und matrilokal lebenden Menschengruppierungen. Was bedeutet, die Menschen interagierten in ihrem Alltag in überschaubaren mutterbasierten und geschwisterbezogenen Fürsorge-Gruppen, in denen jedes Individuum integriert und geborgen lebte.

.

17 Januar 2016

was haben sie zu verlieren?


...es kommt wirklich nicht oft vor, dass ich Alice Schwarzer zitiere, aber hier ist es mal angesagt:  

"Aber was wir am Fall Köln nicht vergessen dürfen: Zum allerersten Mal in meinem Leben erlebe ich, dass wir in Deutschland in aller Öffentlichkeit vor den Augen der Polizei einen rechtsfreien Raum haben. Das hat es noch nie gegeben. Und es hat es auch noch nie gegeben, dass eine Männergruppe von 1000 Männern oder mehr sich auf Frauen stürzt. Das ist eine Eskalation, die ein Politikum ist. Über das allgemeine Problem der sexuellen Gewalt hinaus … Ich halte Political Correctness für tief reaktionär. Weil sie die Ideologie über die Realität stellt. Das geht nicht."

Ich komme nicht umhin ihr zuzustimmen. Dieses Politikum wird im Moment noch nicht wirklich als solches im Mainstream wahrgenommen. Noch wird gern eher angemahnt, dass es auch hier, in unserer westlichen Gesellschaft, schon immer sexualisierte Gewalt gab. Natürlich ist das so! Auch hier und sogar in besonderer Weise leben wir im Patriarchat und da sind (sexuell motivierte) Belästigungen und (gewaltinduzierte) Übergriffe sowie Frauenverachtung jedweder Couleur an der Tagesordnung. Aber eben eher weitgehend als Einzelerscheinung, wenn auch durchgängig. Der gewaltbereite Mann ist nun mal ein akzeptierter Aspekt der patriarchösen Gesellschaft. Allerdings ein vielfacher gezielter Angriff auf Frauen, wie bei den Ereignissen der letzten Silvesternacht durch eine im Pulk auftretende bestimmte Gruppe Männer, ist neu in unserer liberalen Gesellschaft. Zwar gibt es das im sogenannten arabischen Raum inzwischen häufiger - es ist dort sozusagen an der Tagesordnung - aber in Deutschland, in Europa, kannten wir das so eben noch nicht. Heißt das jetzt, dass wir uns daran werden gewöhnen müssen?

Dieses Phänomen sorgt nicht nur für den unterschiedlichsten Aufruhr, es deckt auch gleich noch einige bisher verdrängte „Schwachstellen“ im System auf. So wird beispielsweise ein handfester gewaltsamer, als sexuell motiviert verkappter Angriff auf die Frau von unseren Gesetzen nicht wirklich geahndet. Diese Männer, die aus welchen Motiven auch immer heraus sich dieser Vergehen schuldig machten, haben also erst einmal nicht wirklich etwas zu befürchten. Nicht einmal, dass sie eventuell Knall und Fall abgeschoben werden, wenn es sich um Migranten handelt - da sei unser Rechtsstaat vor. Es werden viele Motive und Gründe vermutet und einer dieser Hintergründe ist auch, dass sie aus ihrem Kulturverständnis heraus kaum Unrechtsbewusstsein an den Tag zu legen brauchen, denn sie können sicher sein, dass sie bei solch einem Verhalten nichts zu verlieren haben. Im Gegenteil, sie können auf Anerkennung und Beifalls in ihren Peergroups hoffen.

Männer, die Frauen belästigen, sie mit eindeutiger sexuellen Motivation attackieren, dabei noch ihre Gewaltfantasien ausleben oder sie gleich vergewaltigen, tun das, wenn sie unserem Kulturkreis angehören, eher heimlich, möglichst versteckt, zumindest unter Ausschluss irgendeiner Öffentlichkeit. Denn diese Männer haben in ihrem Alltagsleben meist etwas zu verlieren. Ich lehn mich mal aus dem virtuellen Fenster und behaupte: Heute ist ein Vergewaltiger kein toller Hecht mehr sondern nur noch ein Verbrecher. Wenn auch unsere Gesetzeslage auf beschämende Art und Weise hinterherhinkt und der Schwere all dieser Vergehen und Untaten immer noch nicht gerecht wird. Daher ist es, ich kann es kaum glauben, möglich Frauen körperlich anzugreifen (im doppelten Sinne sowie gegen ihren erklärten Willen) und es findet sich kein Paragraph, der den oder die Täter hier eines Verbrechens bezichtigt und eine Bestrafung in Aussicht stellt. Beleidigung ist das einzige, was dabei rumkommt. Immerhin schon mal Beleidigung - aber es ist doch letztendlich viel mehr als nur ein beleidigender Akt. Das Betatschen, Festhalten, Angrapschen, das Zerreißen von Kleidungsstücken oder gar das Einkesseln von einzelnen Frauen durch mehrere Männer ist und bleibt ein böswilliger Angriff, auch wenn er den Täter Spaß bereitet. Es ist ein Angriff, bei dem auch eine Verletzung (oder gar schlimmeres) billigend in Kauf genommen wird, der das (arglose) Opfer in Angst und Schrecken versetzt und immer ein Trauma zur Folge haben wird. Gewiss lassen sich einige traumatischen Erfahrungen, die wir alle im Leben einmal haben, überwinden. Ein Unfall, ein Sturz, ein Situation wie beinahe Ertrinken kann dazu führen, dass wir ernsthaft in Gefahr geraten und der dabei durchlebte Schrecken und Schock ein Trauma auslöst. Doch ein willentlicher Angriff durch einen oder mehrere anderen Menschen ist in unserer wohl geordneten Gesellschaft eine Erfahrung, die niemand machen möchte und die in den letzten Jahrzehnten zwar vorkam, aber, na sagen wir, relativ selten. Und nun müssen wir immer und überall damit rechnen?

Die Akzeptanz meiner Person, die Unversehrtheit meines Körpers und meines Geistes bewahren zu können, das Recht auf meinen persönlichen Ausdruck - mit einem Wort - meine Integrität zu achten - all das erwarte ich von meinen Mitmenschen und ich bin evident bereit einer jeden anderen Person diesen Respekt entgegenzubringen – das ist ein natürlicher sozialer Akt. Auf dieser Basis existiert auch der artgerechte matrifokale Zusammenhalt. Aber die patriarchale Gesellschaft tickt nicht so.

Die androzentrierten und hier im Besonderen die monotheistischen Religionen, wie der Islam aber auch das Christentum, sind lediglich rigide Interpretationen des Grundgedankens des Patriarchats – der Vater-Herrschaft - und sie haben allesamt in der sozialen Balance eines artgerechten Menschenlebens ungeheuren Schaden angerichtet. Dieser gut installierte Ungeist setzt sich immer noch weiter fort. Und auch gefühlt gemäßigte Ideologien oder aufklärerische Philosophien, die auf der scheinbar fortschrittlichen Idee von Freiheit, Gleichheit und vor allem Brüderlichkeit aufbauen, streben lediglich eine Verschiebung der Machtverhältnisse auf dem bestehenden Herrschaftsfundament an. Denn das patriarchale System ist die gewaltsame Durchsetzung des Gedankens, dass dem Mann – Vater – Herrscher die Kontrolle über jedwede Form des soziokulturellen Zusammenlebens aller Menschengemeinschaften zusteht und der privilegierte Mann sie exklusiv nach seinem Gutdünken ausüben darf. Das drängt automatisch die Frau nicht nur in die Passivität, sondern macht sie auch zur komplett Unterworfenen. Sie ist seitdem das gottgewollte Opfer dieser gesellschaftlichen Geiselnahme, das sich nur noch ins Stockholmsyndrom rettet kann um zu überleben. Die patriarchöse, durch den privilegierten Mann ausgeübte Macht (von latent und unterschwellig bis zu offen brutal) umgibt grundsätzlich jede Frau, selbst jene die glauben an den Privilegien des Mannes beteiligt zu sein. Sie alle, uns alle, umgibt die Aura des patriarchal instrumentierten Sklaventums.

Die paar Jahrzehnte des Besinnens auf humane Werte und der Beginn der Selbstbestimmung der Frau in einer modernen Gesellschaft, die wir nach dem letzten großen patriarchösen Crash in Europa, dem I und II Weltkrieg, zu leben begannen, scheinen nun vorbei zu sein. Ein erneuter, erschreckender Backlash holt uns gerade ein. Denn unter der Camouflage der Friedfertigkeit gärten sie weiter, die seit Jahrtausenden gehärteten Gewaltrituale der patrizentrierten Bruderschaften.

Wir Schwestern und Mütter sind noch lange nicht gemeinsam mit unseren Töchtern, Söhnen und Brüdern im Mutterland angekommen.


 .

30 September 2015

Das weibliche Fühlen und Denken - eine persönliche Betrachtung

Manchmal frage ich mich: besitzen Frauen den Verstand aber Männer benutzen ihn? Ich möchte mich nicht unbeliebt machen, aber noch habe ich immer wieder den Eindruck, dass das weibliches Denken so als gesellschaftliche Erscheinung weder en vogue noch gern gesehen ist. Frauen besitzen unzweifelhaft Verstand, auch wenn der Mainstream vielfach noch dagegen hält. Männer gehen gern ungerührt darüber hinweg.

Es ist u.a. die geistige Komplexität, die den Menschen ausmacht und die Mütter von Anbeginn an ihre Kinder vererben, auch an ihre Söhne. Ja, Frauen besitzen eine Menge Verstand und sind das, was wir vernünftig nennen. Ja mehr noch, (Menschen)Frauen haben die Vernunft erfunden – in natürlichen Ur-Zusammenhängen handelten und fühlten sie im Sinne der Sache, d.h. zum Wohle der Gemeinschaft. Sie sind vorausschauend, wägen ab und bedenken die Folgen - sie handeln also folgerichtig - das ist vernünftig.

Wenn Frauen im wissenschaftlichen Bereich Wissen schaffen, dann fällt imho (freie) weibliche Arbeit prinzipiell anders aus, als die der männlichen Kollegen. Die Geisteswissenschaft, wie die Philosophie, denkt über das Leben nach - auch das können Frauen ausgezeichnet, wenn mann sie lässt und der weiblichen Weisheit nicht die kruden Lehren klassischer Philosophen aufzwingt.

Und verstehen wir unter Religion den rückbindenden Effekt an unsere weiblichen Wurzeln und nicht die Gebote und Gesetze beladenen Lehren der Väter, dann ist für die spirituell denkende und handelnde Frau auch ihre persönliche Religion ein hohes Gut. Diese hat sie getrost und bei klarem Verstand schon immer an ihre Kinder weitergeben bzw. (epigenetisch) vererbt. Die Mutter, ist die Quelle des menschlichen Fühl-Denkens. Die Nähe, das gelebte Beispiel des energetischen Austauschs, Mitteilungen der körperlichen Empfindungen mit allen Sinnen, liebende Wahrnehmung und Zugewandtheit, sind die Transportmittel der mütterlichen Lebenslektionen - des beispielhaften Vorlebens im menschlichen Kontinuum. Fühlen und Denken ist für den Menschen eine Einheit. Aber wir können auch sagen: Am Anfang war das Wort - das Wort zwischen Mutter und Kind und dieser kulturelle Effekt findet im Bindungskraftfeld der menschlichen Nähe statt. Sozusagen pure Mutter-Energie...

Ist also Fühlen auch Denken? Haben wir nicht mal gelernt, das Denken und das Fühlen schön sauber getrennt zu halten sind? Die Ratio, das logische Denken war Männersache, die Emotionen wurden den gefühlsduseligen Weibern nachgesagt. Also was ist weibliches Denken und wo ist es gar mit Intuition und Empathie identisch?

Intuition und Empathie ist, genau wie Fantasie, ein geistig/mentales Werkzeug um mit der Welt in Kontakt zu treten, sie (sich) zu erklären und um ihr zurecht zu kommen und um den Kontakt zu den Angehörigen nicht zu verlieren. Trotzdem habe ich immer wieder den Eindruck, dass Intuition immer noch nicht als eine der grundlegenden evolutionären Leistungen im menschlichen Dasein anerkannt wird.

Intuition ist auch nicht deckungsgleich mit dem Instinkt, der auch noch in uns steckt. Der Instinkt ruft Reaktionen des Urverhaltens ab. Die Intuition rechnet auf Grund unserer persönlichen Erfahrungen die Zukunft für eine Situation hoch. Wir wissen intuitiv was für uns gut und richtig ist und das schon seit unserer Kindheit. Dafür tut der derzeit bestehende patriarchale Lebenszwang, seine Ideologien und Dogmen weder unserer Psyche, noch unserem Geist, noch unserem Körper (natürlich ist das eine Einheit) gut.

Der patriarchösen soziokulturellen Unterdrückung entspringt eine Art Miasma, ein permanent bestehendes negatives Energiefeld, in dem wir uns ununterbrochen bewegen. Unsere Körper-Geist-Psyche-Einheit, repräsentiert durch unsere Person, leidet an der patriarchal typischen Fremdbestimmung, aus der weitgehend unser Alltag besteht und die unsere kollektiven sowie persönlichen Abläufe steuert und kontrolliert.

Diese lebensunfreundliche Basis, beruhend auf patriarchalen Denkkonstrukten, zwingt uns auch in dauerhafte, nachhaltige Erlebnisfelder, die uns bestimmte Effekte unseres Erfahrungskosmos epigenetische weitervererben lassen. Traumata werden über mehrere Generationen weitergereicht (z.B. viele der Kriegs- und Nachkriegskinder wissen das bzw. leiden darunter). Und deshalb sage ich auch immer, dass uns Frauen hier in Mitteleuropa noch immer die Hexenverfolgung und -vernichtung in den Knochen (Zellen) steckt. Vielleicht mehr noch als die diversen Kriege. Der sogenannte Hexenwahn zog sich schließlich über fünfhundert Jahre hin. Durchaus ein Zeitraum in dem sich der Schrecken, die Furcht vor Folter und Tod sowie das Misstrauen dem eigenen Geschlecht gegenüber, im Gefühlsmuster von Frauen erfolgreich über Generationen hinweg festgesetzt haben kann. Da ist rationales Denken manchmal machtlos wenn uns diese Gräuel wieder bewusst werden, die unterschwellig noch immer wirken.

In meiner Fernsehzeitung fand ich einmal einen kleinen Artikel, der die Frage in den Raum stellt: Kann der Bauch wirklich fühlen? Und da hieß es u.a.: „... Er kann es tatsächlich, haben Mediziner herausgefunden. Denn im Bauchraum befindet sich ein feines Geflecht aus über 100 Millionen Nervenzellen: nach dem Gehirn und dem Rückenmark die drittgrößte Neuronen - Anhäufung im Körper. Nicht umsonst sprechen Neurologen auch vom Bauchgehirn. Es ist mit dem Gehirn eng verbunden, aber es agiert auch eigenständig. Es denkt. Es fühlt. …“

Handeln aus dem Bauch heraus, ist inzwischen nicht mehr ganz so verpönt, wie zu meinen jungen Tagen. Doch steht die logisch unbegründete Intuition immer noch unter Generalverdacht einfach nur Spinnerei zu sein (und damit liegen diese Kritiker gar nicht mal so falsch, denn 'das Spinnen' ist imho komplexes Denken). Intuitives Handeln ist eigentlich sehr vernünftiges Handeln, es ist die gesamtkörperliche Reaktion auf eine bestehende oder akut auftretende Situation. Auf Grund unserer lebenslangen Erfahrungswerte und -muster errechnet unser Hirn und wer weiß was noch, blitzschnell Zukunftsvarianten und unser Gefühl (und damit die Vernunft) wählt für uns das Beste aus (was sich manchmal erst im Nachhinein herausstellt), denn das was unser Gefühl verantworten kann, ist erst einmal das Beste.

Ich habe immer wieder festgestellt, wenn es mir gut geht und ich über selbstverständliche Einflussnahme auf mein Leben verfüge, wenn ich sozusagen in meiner Mitte bin, findet ein sanfter dauerhafter Austausch zwischen meiner Denkleistung und der stets präsenten Intuition statt, der mir (und damit anderen) überaus gut tut. Ich kenne aber auch genügend, besonders in der Vergangenheit liegende Situationen da ich durch die äußeren Umstände eine ständige Alarmbereitschaft verspürte. Der Stress, dem ich ausgesetzt war, hat ständig alle Nerven klingeln lassen. Es kam zu Phasen einer Dauerpanik oder hilflosem 'nicht wissen, wo zuerst anfangen'. Meine Intuition kam gar nicht zu Wort. Mein Denken war streckenweise wie paralysiert. Entsprechend fielen einige meiner Entscheidungen aus.

Heute lasse ich mich nicht mehr hetzen. 'Ich denk drüber nach!' ist dann der Puffer zwischen einer Forderung und meiner Antwort. Und somit verschaffe ich meiner Intuition die Zeit sich zu entfalten. Eigentlich finde ich es ja doof, dass ich manchmal wesentliche Kenntnisse aus bunten Zeitschriften erfahre! Aber vielleicht ist es ja egal von wo uns die Informationen zufließen, die das Info-Puzzle vervollständigen - ob aus Gesprächen mit klugen Leuten, aus schwergewichtigen Sachbüchern, der Fernsehzeitung oder aus unseren Träumen! Sogar Facebook bzw. das Netz als solches, ist für Informationen der unerschöpfliche Umschlagplatz. Es gilt nur die richtigen Schlüsse zu ziehen und dafür wiederum ist das weibliches Denken hervorragend geeignet.

Stephanie Ursula Gogolin


Ausschnitte aus meinem Essay: Gibt es ein Weibliches Denken...

20 September 2015

Rationalität versus Spiritualität und Fantasie

Liebe Freundin, in deiner Arrgumentation sind wir an dem beliebten Punkt angekommen die Spiritualität fein säuberlich vom rationalen Denken und Handeln zu trennen. Dem Spirituellen wird das Esoteriklabel aufgeklebt und diese Begrifflichkeit ins Irrationale verschoben. Ich frage jedoch zurück: ist Rationalität und Spiritualität tatsächlich ein Widerspruch? 

Beides sind imho Leistungen unseres Gehirns und unseres fühlenden Gesamtkörpers. Und auch wenn angenommen wird, die Rationalität, der denkerische Akt, ist kein Gegensatz zur "gefühlten" Spiritualität, wird doch meist einem von beiden eine höhere und damit bessere Qualtität zugewiesen. Je nach kultureller Ausrichtung und persönlicher Vorbildung. Dazu kommt, dass Spiritualität immer noch wie ein von außen kommender Zustand behandelt wird, etwas das außerhalb unseres Selbst vorhanden ist und das wir ablehen oder annehmen können. Das ist aus meiner Sicht eine Fehlinterpretation (der Begrifflichkeiten) oder zumindest ein ungenauer Ansatz.

Spiritualität ist imho die, einem jedem Menschen innewohnende Geistigkeit und somit in spezieller eigener Form in jedem Individuum vorhanden und verfügbar. Nur wird sie scheinbar nicht von jedem als solche identifiziert bzw. genutzt oder findet eine andere Bezeichnung.

Die modernen Formen der Erziehung und Konditionierung unterbrechen gern die Verknüpfung zum freien spirituellen Ausdruck der Menschen und die fühlende Verbindung zu allen „beseelten“ Wesen und Arten um uns herum. Statt dessen wird (im patriarchalen Kontext) unsere stets auf Empfang stehende Geistigkeit auf Ideologien oder die Wertekataloge erfundener Gottes-Einheiten gelenkt. Wenn also jemand glaubt, nicht "spirituell" zu sein, dann hat das vielleicht etwas damit zu tun, dass 'er' oder 'sie' bei sich selbst nicht wirklich angeschlossen ist, diese Art der individuellen geistigen Dimension verdrängt hat oder von Kindheit an so manipuliert wurde, dass statt den eigenen spirituellen Kosmos zu ergründen, darauf trainiert wurde andere Konzepte nachzubeten.

Die eigene Spiritualität nicht wahrnehmen, heißt auch sich der eigen Intuition zu verweigern oder (durch Konditionierung) nicht dazu der Lage zu sein zu spüren, was das geistige Innere ausmacht.


Es kann hilfreich sein über Spiritualität im allgemeinen nachzudenken, wir sollten aber davon ausgehen, dass sie die eigenkörperliche Variante ist, die unser immanentes Fühlen mit unserer Geistestätigkeit und unsere, sowohl spontanen wie auch willentlichen, Handlungen verknüpft. Wobei es ja heißt, so etwas wie den freien Willen gibt es nicht, da auf Grund unserer persönlichen komplexen Erfahrungslage die Entscheidungen in unserem Gefühlskomplex oder -zentrum bereits gefallen sind. Das sogenannte rationale Denken ist nur so etwas wie die Endausgabe in die bewusste Interaktion mit dem vorhandenen Nähefeld (Anwesenheit anderer Menschen und das sonstige lebendige Umfeld). 

Die uns eigene Spiritualität, also unsere persönliche innere Geistigkeit, ist das Koordinatensystem bzw. Erklärungsmodell der Weltwahrnehmung deren Mittelpunkt wir selbst sind. Das Gespür mit dem wir uns mit den lebendigen Wesen um uns vernetzen. 

Leider haben viele der uns umgebenden Phänomene (natürlicher onder kultureller Art) inzwischen einen Bezeichnungskatalog, der (uns) mehr verwirrt als hilfreich ist. Wenn wir bestimmte Verbindungen und Vernetzungen (manchmal nur diffus) wahrnehmen, gibt es heute keine Bezeichnungen dafür (oder darf es nicht geben), es sei die Naturwissenschaft kann endlich durch Messung und andere "Abhörtechniken" beweisen, dass zum Beispiel Bäume oder andere Pflanzenkomplexe lebendige (gut wussten wir schon), fühlende (ahnten wir bereits) und denkende (ach wirklich!) Wesen sind. Das sich nach außen bemerkbar machende Innenleben der Pflanzen (und Tiere) und unsere Beziehung dazu, nannte man bisher vielleicht Devas, Naturgeister oder Anderswelt. Diese rein geistige Vernetzung der Interaktion mit unserer Umwelt ist eine sprituelle Leistung, ein Ausdruck unserer Spiritualität.

Die/der Mensch verarbeitete alle Signale im Außen mit all ihren Sinnen und zwar in den Programmen: 'Intuition', 'Spiritualität', 'Fantasie' und einigen mehr. Es sind alles Überlebensprogramme, die evolutionierten Ausdrucksmöglichkeiten unseres Körpers, auch um das was in unserem ureigensten Innenleben abläuft, nach außen hin sichtbar werden zu lassen.

Oft wird Spiritualität und Religiosität in einen Topf geworfen und ich sage, sie sind überhaupt nicht identisch. In der Religiosität folgt man (von anderen) vorgedachten Entwürfen oder Ideologien und gebraucht die eigene Spiritualität um diese angebotenen Formen zu adapzieren und mit Leben zu erfüllen. Die christliche Nonne ist hier ein Beispiel dafür, wie sehr das eigne spirituelles Sein einer Frau in enge religiöse (und patriarchale) Vorgaben eingeschlossen sein kann - Nonnen dienen einem männlichen Vatergott und tun z.B. "Gutes" für die Armen; sie lindern Mangelerscheinungen und Grausamkeiten dieser Welt, die erst durch die Erschaffer der Vatergottheiten initiiert wurden und damit eben diese körperliche und geistige Armut über den Großteil der Menschheit  brachten. Hildegard von Bingen ist eine der (wenigen überlieferten) Frauen, die es geschafft haben ihr spirituelles Sein durch den Wust der Einschränkungen einer monotheistischen Religion noch hindurch schimmern zu lassen.

Liebe Freundin, du bist auf jeden Fall ein spiritueller Mensch, aber nicht weil du dir das "erarbeitest" hast, sondern weil du es schon immer warst. Das spirituelle Sein gehört zu deiner menschlichen Grundausstattung. Leider wird unser geistiger (erworbener) Reichtum und unsere ererbten (instiktiven, also 'gnetisch' angelegten) Fähigkeiten im Zuge der gesellschaftlichen Verformung (elterliche und allgemeine kollektive Erziehung, Schule, Mainstream), meist erst einmal zurück gedrängt, überschrieben und verschüttet. Wenn wir uns später frei machen von dem Druck der Verbildung, des Verbiegens und verschiedentlicher Verführung, legen wir automatisch, wenn es gut läuft, das Verschüttete wieder frei (manchmal mühsam). Es ist erstaunlich was da zu Tage treten kann und wie wir uns dann vielleicht wieder an die weite freie Welt unserer Kindheit anschließen.

Eine enge Verbündete unserer Spiritualität ist unsere Fantasie (vielleicht sind sie sogar identisch). Das bewusste, das verbindliche Tun, dass besonders uns Müttern zu eigen ist, ist eigentlich immer durch unsere Spiritualität (unsere innere Geistigkeit) unterlegt. Mütter handeln intuitiv und sie handeln dabei bewusst. Je mehr wir dem (intuitiven) Bewusstsein Raum geben, desto mehr kommen wir in unserer Mitte - in die symbolische Mitte unseres weiblichen Seins (Der Mann ist immer gern mitgemeint). 

Fantasie ist dabei ein (das) Werkzeug der Gestaltung und von unserer Mitte aus erreichen wir all die anderen „Fantasiebesitzer“, die uns umgeben. Fantasie ist die vorhandene Fähigkeit zur Abstraktion, das kreative Potential des Menschen, das Fühlen und Denken in Bildern. Bezogen auf unsere sprachliche und logische Leistung, auch Ideen genannt. Es ist unsere angeborene Vorstellungskraft, die innere Bilder, also eine, unsere eigene, 'Innenwelt' erzeugt... (siehe dazu auch Wikipedia u.a. Quellen).

Die Vorstellungskraft der jeweiligen Fantasie bezieht ihre Bausteine demnach aus den vorhandenen Erfahrungs- und Lernwerte, das heißt sie öffnet die „Schublädchen“ der Synapsen oder anders, sie greift auf die synaptische Effizienz der neuronalen Netze zu und somit auf unsere Gedächtnisinhalte, die aus einer schier unglaublichen unterschiedlichen Vielfalt bestehen und die niemals das Gleiche beinhalten können, wie die der anderen, neben uns lebenden Menschen. Vor allem die unbewusst gespeicherten Daten führen zu den erstaunlichsten Effekten und hier sind wir schon in der Dimension, die auch als Magie bekannt ist. Jedenfalls ist unser innerer Erfahrungs- und demnach individueller Wissen-Reichtum um ein vielfaches größer, als uns durchschnittliche Schulweisheit einreden will.

Und das ist das Fantastische an der Fantasie - aus all dem können wir unwillkürlich aber auch bewusst immer wieder neue Bilder und Ideen kreieren. Visionen kommen eher aus dem Unbewussten. Aber unsere persönliche Vorstellungskraft ist die eine Sache und das verantwortungsvolle Umsetzen und Handeln, die andere!

Somit ist Fantasie keine geheimnisvolle absolute Größe. Die Ausformung der eigenen Fantasie entsteht im Menschen im Laufe seiner persönlichen Entwicklung... sie ist die, einem jedem Menschen eigene, geistige Parallelwelt, in der sie/er sich nach Belieben aufhalten kann. So oder so, wir haben diesen geistigen, abstrakten Kosmos in uns, um zu überleben. Der Mensch ist vom ersten Moment der Zellteilung an ein absolut einmaliges (Menschen)Wesen, das einen Selbstwert besitzt. Da muss auch nichts oder wer, kommen und ihm seinen Selbstwert verleihen. Das Individuum Mensch ist in der Lage in seinem Geist ganze Welten zu erschaffen, ohne dass ein anderer davon etwas mitbekommt - das ist die konkrete Form der Anwendung der Fantasie. Denn wie gesagt, die Fantasie ist ebenfalls eine (körpereigenes) Instrument, die ureigene innere (virtuelle) Mal- und Gestaltungsfläche.
Wir besitzen also eine angeborene Vorstellungskraft und die Imaginationsmöglichkeit innere Bilder zu erzeugen, deren Umsetzung nach außen ein Jedes nach seinen Fähigkeiten und Begabungen Ausdruck verleiht - durch Sprechen, Tanzen, Singen, Malen, Musizieren, Erzählen, Kochen, Schreiben, Bauen, Natur- und Werkstoffen gestalten oder anderen Handlungen. All diese Strategien der Lebensbewältigung im zugewandten (Fürsorge)Gruppenalltag kannten und konnten wir schon an den Feuern der Steinzeit oder mehr oder weniger schon lange vorher.

Ein Kind (bzw. jedes Lebewesen) nimmt vom ersten Moment des Daseins alle es umgebende Eindrücke auf – die Signale unserer komplexen natürlichen Welt, in die es hineingeboren wird – es ist alles schon da - wir lernen mit jedem Tag mehr damit umzugehen (weißt vielleicht noch eine, welche inneren Bilder die eigene Vorstellungskraft uns als Dreijährige bescherte?). Was wir im Laufe der Zeit (an Eindrücken) sammelten, kommt zu dem in unserem Gehirn und in jeder Zelle unseres Körpers angelegten Fundus, unserer persönlichen „Erbmasse“, hinzu. Und wir fangen seit dem Mutterleib an auf unser üppig angelegtes Menschenpotential zuzugreifen. Eine unserer Befähigungen mit der Welt in Kontakt zu treten und in ihr mit all den anderen Menschen zurecht zu kommen, ist eben die Fantasie und/oder unsere Spiritualität. Sie sind unser Experimentierfeld, Rückzugsraum und unsere Probebühne. Die hier entstandenen Konzepte tragen wir in unserem Handeln und Verhalten nach außen.

Fantasie sowie Spiritualität findet im eigenen Kopf (Bilder) bzw. Körper (dazu gehörende Gefühle) statt und ist erst einmal keiner Beurteilung unterworfen, außer der eigenen. Zu meiner inneren Welt hat niemand sonst Zutritt. Erst wenn ich versuche mit meinen, mir eigenen Mitteln meinen Fantasien Gestalt zu geben, können andere diese wahrnehmen und von ihnen entzückt sein oder sich abwenden. Heute verfügen wir Frauen  über viele Freiräume uns angemessen und gemeinschaftsoerientiert auszudrücken (bezogen auf unsere gesellschaftskulturelle Ortung), was in der langen Zeit des Patriarchats nicht immer so war und noch ist. Das Wichtigste für jedes Kind, das anfängt sich seine Welt zu erober,  ist ihm Zeit und Raum zur Verfügung zu stellen und die Möglichkeiten zu bieten die inneren Bildern der Fantasie den passenden gestalterischen Ausdruck zu verleihen.

Außerdem - die Kraft der Fantasie muss nicht per se gut und schön sein. Nicht umsonst gibt es Worte wie „Gewaltfantasien“ oder „fantasielos“. Unser eigener innerer Wertekompass, die Fähigkeit sich mit 'richtig' und 'falsch' auseinander zu setzen sowie unser empathisches Empfinden, nordet die Ausdrucksformen unserer Fantasie und unserer Spiritualität ein. 

Die Fantasie ist stete sich ergebende Hochrechnung und Neukombination aller gesammelten Erfahrungswerte. Sie ist die innere Bühne auf der unser eigenes Stück läuft und wir wenden die Elemente der erlebten, eignen Erfahrungen und unserer Grundausstattung an. Eine meiner Theorien dazu ist auch, unsere (positiv performten) Fantasien erhalten uns "gesund" und am Leben, wenn die Alltagsumstände ein glückliches oder zufriedenes Leben vielleicht gerade verhindern. Als Lebewesen steuern wir immer Wohlbefinden an und dazu wird alles aufgewendet was uns zur Verfügung steht, es ist ein evolutionärer Effekt des Selbsterhalt. Alles was wir als Menschen können, uns als Spezies angeeignet haben, entspringt und fließt in die Kombination Arterhalt durch Selbsterhalt. Und das was wir rationales Denken nennen, ist eine Kombination aus all unseren inneren geistigen Möglichkeiten wie die Kraft der Spirtualtät oder eben auch die Fantasie...

Stephanie Ursula Gogolin
.


05 September 2015

Das bisschen Haushalt

 oder .... was brauchen wir für ein eigenes Leben?(Überarbeitung vom Sept. 2014)

Als Mutter von vier Kindern weiß ich noch zu gut, was ein halbwegs vernünftig geführter Haushalt für Arbeit macht und auch ich habe dereinst die meisten der Aufgaben, die in dem Sechs-Personen-Haushalt anfielen, neben teilweiser Berufstätigkeit, weitgehend allein wuppen müssen. Ich erinnere mich an jahrelanges ständiges Rotieren.
Das Grundproblem der heutigen Haushaltsführung – im 21. Jahrhundert und im westlichen Kulturkreis - liegt nicht nur in der abwertenden Sicht auf jede Form der Haus- bzw. Mutterarbeit, sondern auch, ganz pragmatisch gesehen, in der Verteilung der anfallenden Arbeit auf die vorhandenen hausarbeitenden Kräfte innerhalb der Durchschnittsfamilie.
Die heutige (Kern)Familie besteht im Idealfall aus zwei Erwachsenen (und mehr denn je aus nur einem) und irgendwann aus den (aber nicht immer, es gibt vermehrt Singlehaushalte) dazugekommenen Kindern. Wir haben es im westlichen Kulturkreis bekanntermaßen mit der Kleinfamilie zu tun – Vater, Mutter, Kind(er) - in welcher in der Regel auf weitere Angehörige verzichtet wird. Jede Form eines unmittelbaren generationsübergreifenden und kooperierenden Miteinander mit Angehörigen der eigenen (Mutter)Sippe ist die (fast schon tabuisierte) Ausnahme.
Auf Grund eines imaginären und rein ideologischen Mainstream-Codes lösen sich, eingedenk diverser und allgegenwärtiger Parolen, junge Leute so früh wie möglich aus ihren Herkunftszusammenhängen. Und die derzeitige Älterngeneration beginnt bereits ab der Geburt eines Kindes in vorauseilendem Gehorsam ihm die gern zitierten Flügeln zu geben, manchmal noch bevor es die notwendigen Wurzeln bekam.
Diese allseits akzeptierte Befolgung der modernen ideologischen Dogmen bringt Mütter dazu, beinahe klaglos ihre großen aber durchaus noch nicht erwachsenen Kinder ziehen zu lassen und dabei jeden (menschenartgerechten) Schmerz über das verlorene Kind zu leugnen oder ihn sich gesellschaftskonform schön zu reden.
Dabei werden in fantasievoller Art für die Zukunft Chancen und Vorteile beschrieben, die sich durch die, oft rigorose Trennung für beide einstellen würden. Jede tolle Utopie wird beschworen, nur der Erhalt der artgerechten Nähe sollte darin nicht vorkommen. Diese kollektiv beschworenen Vorteile münden in der konditionierten Vorstellung: „...endlich das eigene Leben leben zu können...“ - als hätte mann, frau bzw. kind das vorher nicht gekonnt. Es existiert die lächerliche Überzeugung, dass im Kreis von Bindungsangehörigen kein „eigenes“ Leben möglich sei.
Der moderne Mensch versucht krampfhaft, seinen angeborenen Drang zur Bindungsnähe zu überwinden und eine Art unabhängiges Individuum zu werden. Was für den Menschen als Lebewesen ebenso keinen Sinn macht, wie für jedes andere Naturwesen.
Das Drama dieses Bestrebens besteht in dem Zwang die natürliche Abhängigkeit von der vertrauten Bindungs- und Nähegruppe der Fürsorgegemeinschaft gegen die fremde und generell wenig wohlmeinende Abhängigkeit einer anonymen Großgesellschaft einzutauschen.
Der künstlich geschaffene Bedarf von "totaler individueller Freiheit" stützt sich in unserer Mainstreamkultur auf eine merkwürdige Devise: nur die Liierung mit einem außenstehenden, also bislang fremden, Lebenspartner ermöglicht uns ein eigenes und erfülltes Leben zu führen!
Aber selbst zu diesem Phänomen, das wir als die große und möglichst romantische Liebe kennen, gehört immer und ganz pragmatisch auch ein Haushalt - der Ort an dem der existenzielle und ganz und gar praktische Alltag bewältigt werden muss.
(Fast) alle jungen Frauen und Jung-Männer lernen früher oder später selbst einen Haushalt zu händeln und ich kenne einige, die machen das im Alleingang richtig gut. Während der Studien- oder Lehrzeit „üben“ manche in einer WG oder ziehen mit Freund oder Freundin zusammen. Meine beiden ältesten Enkel - Schwester und Bruder - haben eine Geschwister-WG gegründet.
Aber auch ein Einfrau/Einmann - Haushalt ist zwar auch in unserer Zeit an manchen Stellen eine gewisse Herausforderung, aber durchaus zu schaffen.
(Da gibt es diese Mac Donald – Werbung in der eine Mutter wohlmeinend in der WG ihres Sohnes mitgebrachtes Essen in der Küche abstellt und ihm das telefonisch mitteilt. Worauf dieser, während er in einen Burger beißt, nachdenklich seine Kumpels fragt: „Wir haben eine Küche?“)
Heutzutage ist es so, dass die anfallende Arbeit im Haushalt auf ein Minimum beschränkt und zum Teil outgesourct werden kann. Der Aufwand an Hausarbeit ist mit dem persönlichen Anspruch und einem Zeitfaktor gekoppelt.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist fast jeder heranwachsende Mensch (das Kind) in der Lage im Rahmen der vorhandene Ressourcen sich selbst zu versorgen und dabei lernt das größere Kind quasi nebenbei auch die Hausarbeit innerhalb seiner kulturellen Parameter kennen.
Hausarbeit, das ist die, die Existenz erhaltende und sichernde, Arbeit in der eigenen Niederlassung. Aber so oder so, in den heute tausendfach vorhandenen privaten Haushalten pflegen sich in der Regel früher oder später die hausarbeitenden Mitglieder auf maximal zwei verantwortliche Erwachsene einzupegeln.
Gewisse gesellschaftliche Rollenvorgaben tradieren noch immer die 'Hausfrau', da die Frau, meist in ihrer Eigenschaft als Mutter, auch heute aus vielerlei Gründen und anerkannter Weise mehr Zeit als der Mann im Familienhaushalt verbringt. Schnöde Hausarbeit ist für den Durchschnittsmann nach wie vor ein eher unattraktives Szenario. Die heutige Frau wehrt sich, am Herd angekettet zu sein; sie zerrt seit etlichen Jahrzehnten an diesen imaginären Ketten. Die brave Fünfziger-Jahre–Hausfrau (bei der es sich auch eher um einen Mythos handelt) ist schon lange out. Frau möchte gesellschaftliche Teilhabe, Beruf und Karriere und dabei aktive mitmenschliche Nähe. Nichts ist für einen (weiblichen) Menschen weniger artgerecht als ein Leben in einer gewissen Isolation zu fristen und das auch noch weitgehend fremdbestimmt (isolierte Weiblichkeit ist nicht artgerecht und kann sich für die einzelne Frau wie Folter anfühlen). Aber wie auch immer, den Haushalt wird sie trotzdem nicht los, genauso wenig wie der Mann - jedeR Mensch hält sich immer in irgendeinem Haushalt auf. Das private Refugium, in dem der Rückzug von der Arbeitswelt stattfindet, wird als 'unser Haushalt' definiert.

Seit der Zeit, da die martifokalen Fürsorgeemeinschaften in bewusst eingerichteten Lagern und Behausungen ihren Alltag gemeinsam verbrachten, wurde alle anfallende Arbeit gemeinsam verrichtet, um die Gruppe der konsanguin lebenden Angehörigen zu erhalten und um den Nachwuchs menschen-art-gerecht aufwachsen zu lassen. Das hat jedenfalls einst über den langen Zeitraum viele Jahrtausende gut geklappt, denn sonst wüssten wir heute nicht was Zufriedenheit, Wohlbefinden, Glück und zugeneigtes Miteinander bedeutet. Es liegt in unseren "Genen" in einem vertrauten Miteinander auf gemeinsamer Haushaltsbasis Lebenszeit zu verbringen. Unsere Urahninnen erfanden den Haushalt und entwickelten ihn weiter! Seitdem ist diese menschliche Lebensbasis die Grundlage des gesamten Wirtschaftens. Daher mahnen auch immer mehr Denkerinnen an, unsere Weltwirtschaft als einen großen Haushalt anzusehen, was er de facto nun mal ist. Gut haushalten, gut wirtschaften zu können mutet uns allerdings nicht nur als unerfreuliche Arbeit an, es ist auch eine Kunst und hier kommt Kunst direkt von 'Können'. Eine reibungslose und alles Notwendige beinhaltende Haushaltsführung ist ein beachtliche Leistung.
Die Menschheit wuchs also in einem "Haushalt" heran auch wenn es damals noch keine Häuser gab. In den Habitaten der fürsorgenden (Mutter)Gemeinschaft entwickelte sie alles, was die intelligente Mensch ausmacht und zwar unter der Prämisse dem Nachwuchs Schutz, Sicherheit und gutes Gedeihen zu ermöglichen.

In jenen Zeiten kannte niemand die unnatürliche Trennung von „wertvoller“ Arbeit außerhalb des Hauses und „niedrigen“ Arbeit im Haus - jede Tätigkeit war unmittelbar auf das aktuelle kollektive sowie individuelle Wohlergehen in der vorhandenen Nähegemeinschaft ausgerichtet.
Die heutige Wertschätzung oder genauer, die Abwertung der lebenserhaltenden Haus- und Umgebungsarbeit ist immer noch an den (gesellschaftlichen) Status der Frau gekoppelt und der besagt nunmal Frauenarbeit als unwichtig oder wertlos anzusehen.
In der frühen artgerechten Matrifokalität war die Mutter und ihre Töchter die Mitte der naturgemäßen Fürsorgegemeinschaft und der Mann als Sohn und Bruder in Matrilinearität, in dieser fest eingebunden, also selbstverständlich integriert. Das ist unsere menschliche Natur und zu dieser menscheneigenen Überlebensstrategie gehörte die unerlässliche stetig kultivierte Alltagstätigkeit als eine weitere Überlebensgarantie. Dieser tatkräftige, innig gelebte Lebenserhalt war ein einheitlicher Komplex ... bis zum patriarchalen Umbruch. Ab da partipzierten Herrscher(cliquen) von der Sklavenarbeit, die anderen auferlegten. Die üblichen (Überlebens)Tätigkeit für jederman wurde zwar nicht ganz abgeschafft, denn sonst hätten die Autokraten ja die Verantwortung für alles übernehmen müssen. Jede Art von Arbeit wurde durch das entstehende androkratisch-patriarchale System bestimmten Nützlichkeitsprinzipien unterworfen.
Das naturgemäße innergemeinschaftliche (Über)Lebensgefüge wurde nach und nach zu der, heute als Haushalte bekannten, Reproduktion- und Regenerationsstätte für die immer kleiner werdenden Gruppierungen, die als Familien nicht mehr in Matrilinearität lebten.  Die den Frauen zugeordnete Hausarbeit geriet dabei in den nachhaltigen Zustand der Geringschätzigkeit. Daher wäre es dringend angesagt, die absonderliche harte Trennung zwischen anerkannter (Geldwerter) Erwerbsarbeit und dem geschmähtem 'Weiberaufenthalt am heimischen Herd' nicht nur schleunigst zu überdenken, sondern jede Art der Caretärigkeiten als essentielle Lebensarbeit in jeder Hinsicht anzuerkennen.


.

31 August 2015

ein kurzer Rückblick in den nun mehr vergangenen August

... der August schwand dahin und so lege ich wenigstens noch schnell einen Rückblick nach... 

Monatsrückblick für August 2015
 
Gelesen: verschiedene Kinderbücher und
'Wenn Männer mir die Welt erklären' von Rebecca Solnit
'Keine Macht den Doofen' von Michael Schmidt-Salomon

Gesungen: mit den Enkelmädchen und die neusten Titel meiner Tochter mitgesungen

Gesehen: zur Auffrischung bei Amazon prime instant die Anfänge verschiedener (Fantasy)Serien, deren Ausstrahlung schon etwas weiter zurück liegen...

Getrunken: wie immer Wasser und Kaffee

Gegessen: drei Woche in einem anderen Haushalt, jetzt bin ich froh wieder für mich kochen zu können...

Gekocht: zu Hause: Gemüse, Gemüse, Gemüse... mein neuer Liebling: Mini - Pak choi

Gebacken: genaugenommen nur fertig gebacken... von meinem Sohn vorgefertigte Pizza-Schnecken...

Gefreut: über drei Wochen KKK – Kindeskinderkontakt... einen unverhofften Kurzbesuch dazwischen, das Wiedersehen mit T 3 und KK 6 und 8 und gestern die Rückkehr der Urlauber...

Gelacht: viel mit Groß und Klein und still für mich...

Geärgert: über mein Ausflippen am Telefon im Gespräch mit einer Freundin...

Geängstigt: schon mal unter einem großen Dachfenster bei Gewitter geschlafen?
... bzw. des unglaublichen Lärms halber eher nicht...

Gekauft: einen neuen Akku für den Laptop und shoppen bei Ikea...

Gespielt: Fingerpuppentheater für die Kleinen und Miau-Miau mit mehreren Putzis der Familie, sehr lustig...

Gefeiert: ...irgendwie nicht wirklich, ich kann mit dem sogenannten Feiern kaum was anfangen...

Genossen: nach tubulenten Tagen die Ruhe in meiner Zuhause-Klause...

Gesportelt: zählt auch Ballett mit einer Zwei- und Vierjährigen? Jedenfalls hatte ich danach Muskelkater...

Gefühlt: Glückseligkeit, Freude über Unverhofftes, Spaß an neuer Erfahrung und ein wenig Furcht?!? vor Semiverantwortung...

Geknipst: Kinder im Sandkasten, Kinder auf der Rutsche, Kinder auf der neuen Schaukel... 


 
...das Raster habe ich mir bei Schäfchen ausgeborgt (und leicht verändert) ... Danke!