Was zuvor nie so krass im Vordergrund stand, wird derzeit durch verschiedene politische Einflussnahmen und den (scheinbar) daraus folgenden Gesetzesregelungen auf eine fatale Spitze getrieben, die bisherigen und durchaus ohne weiteres als Einzeloption genannten Subjekte Mutter und Vater, gibt es neuerdings und vor allem vor dem Gesetz nur noch als Doppelpackversion als Eltern.
Und nicht nur in bestimmten Gesetzeslagen, sondern der politisch korrekte Mainstream in seiner medialen Verbreitung kennt scheinbar nur noch das, auf ein bestimmtes Kind bezogene Elternpaar. Man feiert den neuen Glaubenssatz: die gewisse Vaterschaft ist vom Kind nicht mehr zu entkoppeln, da man sie jetzt auch nachweisen kann. Zwar nur etwas aufwändig im Labor, aber dort fast zweifelsfrei.
Diesen Triumph des patriarchalen Mannes gab es vorher nicht, da war nur die Mutter gewiss.
Der Vater, das installierte soziale Modul auf dem sich die Patriarchose gründet, war ein paar Jahrtausende mehr Spekulation als reine Gewissheit. Elternsein als gesellschaftsrelevante Zuständigkeit von Vater und Mutter, ist in den patriarchal geprägten Jahrtausenden in die Patrilokalität der angenommenen männlichen Abstammung eingebettet. Für jedes Menschenkind wurde die Beziehung zum angenommenen Vater ein primäres Merkmal, da der zugeordnete Vater als Besitzer des Kindes galt. Er konnte sich daher auch ohne weiteres vom Kind distanzieren oder sein Vaterschaft ganz leugnen und wenn er damit keinen anderen männlichen Interessen ins Gehege kam, blieb ein solches Verhalten für den Mann in der Regel folgenlos. Die prinzipiell rechtlose Mutter wurde jedoch in einem solchen Fall für das Wohl des Kindes allein verantwortlich gemacht, wenn es überhaupt jemanden kümmerte.
Diese (für Mutter und Kind im Grunde vorteilhafte) alleinige Verantwortung der Mütter wurde aus der Steinzeit bis in unsere Zeit herüber gerettet und als eine natürliche Bindungssymbiose hingenommen, anerkannt, ja später sogar glorifiziert.
Gestatteten die (patriopathischen) Verhältnisse (wie z.B. die Kriegs- und Nachkriegsjahre) eine vaterlose Kleinfamilienkonstellation, durfte die Mutter alleiniges Sorgerecht (mit Einschränkungen) ausüben. Der Kampf der modernen Väter ums Kind hatte noch nicht begonnen. Das Vaterrechtler-Syndrom - der Kampf ums Kind - lief erst so richtig vor ein paar Jahrzehnten an. Vorher war es möglich und sogar anerkannt, dass Mütter ihre Kinder allein aufzogen und kein patriarchaler Hahn krähte danach.
Aber plötzlich sprossen überall sogenannte entsorgte Väter aus dem Boden, die unter dem „nicht für ihr Kind sorgen zu dürfen“ furchtbar litten. Dafür dürfte der Hintergrund sein, dass der ganz normale Mann (der sich in der Regel selbst outsourct) den Mangel an Geborgenheit zu spüren bekam, der entsteht, wenn ein Erwachsener keinen rechten Anschluss an eine fürsorgende oder zumindest Identitätstiftende Gemeinschaft hat (es fielen/fallen im gesellschaftlichen Kontext immer wieder gut etablierte Männerbündnisse weg und wenn es nur eine Stammtischrunde war).
Aber jetzt gibt es nur noch die Kleinfamilie! Diese Miniversion einer Fürsorgegemeinschaft ist zwar immer noch besser als keine Quelle menschlicher, fürsorglicher Nähe-Energie, doch der erwachsene, sich autonom begreifende Mann braucht zum Leben ebenfalls den menschenartgerechten Geborgenheitseffekt. Und so dockt er einfach (in der Patriarchose) an die Grundeinheit des menschlichen Lebens an: an eine Frau und noch besser an eine Mutter und ihre Kinder.
Der eigentlich solitäre Mann partizipiert also weiter von der natürlichen Matrifokalität, auch wenn diese in der Patriarchose als soziales Kontinuum fast vernichtet wurde und nur noch rudimentär wirkt. Seine Eintrittskarte in die elementar vorhandene Bindungseinheit von Mutter und Kind war/ist seine (behauptete) Vaterschaft. War Vatersein zu Beginn des Patriarchats ein reines Herrschaftskonzept (Kongruenz von Vater und Herr), bringt sich der Mann der Neuzeit auch als mit-sorgendes Element auf partnerschaftlicher Basis ein. Der Vater als deklarierter „Erzeuger“ und damit Besitzer des Kindes, übernimmt im gesellschaftlichen Wandel der Moderne die Rolle eines sozialen Vaters. Auch wenn er nicht als leiblicher Vater des Kindes gilt, wird von ihm erwartet, dass er sich im Kleinfamilienverbund kümmert, die Paarungsfamilie wirtschaftlich erhält oder für das Kind zumindest Unterhalt zahlt bei aktueller Nicht-Partnerschaft zur Mutter des Kindes. Vor allem der geregelte Unterhalt ist eine gesellschaftlich determinierte Voraussetzung um Kinder aufzuziehen, gibt es doch, auch im aktuellen (anonymen) Hochpatriarchat, keine prinzipielle Absicherung von Mutter und Kind. Eine generelle wirtschaftliche Autonomie der Mütter ist im Patriarchat ohnehin nicht vorgesehen. Müttersippen sind verpönt und sozusagen "ausgestorben worden". Die Ausübung der Mutterschaft wird in der Normopathie der modernen Patriarchose als temporäre Phase in einem Frauenleben begriffen. Auf den Zug springen auch gern manche Feministinnen auf. Was in dem wirksamen patriarchalen Dogma gipfelt, prinzipiell eine Mutter in ihrer Selbstbestimmung einzuschränken und ihre umfassenden Verantwortung für das, von ihr geborene Leben durch die Vätergilde zu kontrollieren (hierzu gehört auch der Staat als solcher).
Da hat sich die Frau nun endlich bis zu dem Punkt frei gestrampelt, dass sie allein oder mit anderen zusammen wohnen und ohne eine männliche Aufsicht das Haus verlassen kann. Frau hat die Möglichkeit sich eigenständig zu bilden, einer Erwerbstätigkeit nachgehen und sogar einen Lebenspartner bzw. (nur) Sexualpartner zu wählen, ohne ins soziale Aus zu geraten oder in irgendeiner Weise geächtet zu werden. Frau kann Karriere machen oder politische Ämter bekleiden. Sie kann beispielsweise in jungen Jahren allein mit einer Freundin ein Jahr durch Neuseeland traveln und worken, ja sie kann sogar eine geliebte Freundin heiraten. Frau besitzt, das ist allgemeiner Konsens, einen gesellschaftlich gleichberechtigten Status. Sie kann daher auch jede Menge Sportarten betreiben und jedes nur erdenkliche Hobby pflegen. Sie darf Aktivistin sein und sich brisanten oder feministischen Polit-Themen zuwenden. Sie ermächtigt sich sogar selbst ernsthaft (auch außerhalb akademischer Weihen) zu forschen, zu schreiben und zu veröffentlichen. Sie kann andere Frauen (und Männer) an ihren Ergebnissen und Erkenntnissen teilhaben lassen und mit vielen Gleichgesinnten Patriarchatskritik und Aufklärung betreiben … aber sie darf immer noch nicht wirklich selbstbestimmt ein Kind bekommen und es ohne einen (Einfluss nehmenden) Mann, einen sogenannten Vater, allein aufziehen. Beziehungsweise, sie darf es jetzt wieder nicht mehr.
Das Bestreben jedem sogenannten genetischen Vater neuerdings automatisch ein (halbes) Sorgerecht einzuräumen, katapultiert eine jede Mutter wieder in das Sklaventum der patriarchalen Fremdbestimmung, die schon fast überwunden schien. Natürlich wird sie nach wie vor das Geschehen der Schwangerschaft und der Geburt als Person autark bewältigen und auch weiterhin auf die seit Urzeiten vorgesehene mütterliche, gemeinschaftliche Unterstützung verzichten müssen, aber dafür wird nun eine hundertprozentige Kontrolle durch einen Kindsvater eingeführt… ein gesellschaftspolitischer Backlash, wie er schlimmer nicht sein kann!
.
Posts mit dem Label Eltern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Eltern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
06 November 2019
24 Mai 2019
Trennung - eine neue Spielart der Patriarchose...
aus
der Reihe vom Kommentar zum Post...
"Eine Welt zerbricht – Wenn Eltern sich trennen" … diese Aussage ist, wenn wir sie unaufgeregt betrachten, erst einmal sachlich richtig.
Das Kind erlebte bisher ein Näheverhältnis mit bestimmten Abläufen und Regeln, einen Tagesablauf, der es mit mehr oder weniger geborgenen Gefühlen begleitete und einer für seine Entwicklung benötigten Sicherheit. Bei einer Trennung der Eltern, egal wie dramatisch oder scheinbar unspektakulär diese abläuft, zerbricht diese kleine Lebenswelt. Sie löst sich, manchmal von einem Tag auf den anderen auf und zwingt das Kind in eine Veränderung. Das Kind muss, ob es will oder nicht, eine Anpassungsleistung erbringen, die erst einmal Schmerz, Verunsicherung und Verlust beinhaltet und zwar ohne Garantie ob es jemals wieder gut wird. Jeder Mensch muss irgendwann einmal Verluste hinnehmen und in sozial gut sortierten bzw. gewachsenen Kulturen gibt es dafür kollektive Rituale oder andere Möglichkeiten der Kompensation.
Unsere
noch nicht einmal einhundert Jahre alte Trennungskultur
der Moderne
ist in der Regel für die Beteiligten eher ein Desaster und dann eine
Chance und später vielleicht ein Gewinn. Unsere (patriarchal
tradierte) Gesellschaft setzt auf Kleinfamilie, serielle
Pärchenbildung und nimmt das damit einhergehende
Beziehungsauf-und-ab als gegeben, sogar als notwendig hin. Ja
schlimmer noch, alle versuchen das Beste daraus zu machen. Dabei wird
die Patchworklandschaft aus zerbrochenen Beziehungen immer
unübersichtlicher, die Alleinsorgenden
Mütter
immer unterversorgter und die im Wechselmodell gestrandeten Kinder
immer mehr.
Es ist relativ neu, dass die Elternschaft als untrennbares Gebilde beschworen wird, wie es neuerdings gefordert und praktiziert wird. Dabei werden der Mutter der Kinder immer mehr die Möglichkeiten genommen, ihre Bindungskompetenz wahrzunehmen. Dem väterlichen Part wird jedoch seltsamerweise mehr Rechte als Verpflichtungen eingeräumt. Könnte sein, um das verlorene (patriarchale) Besitzrecht am Kind zu kompensieren.
Das Paar trennt sich, aber "Sie bleiben Eltern" - ist nur formal eine richtige Aussage, denn während die Eltern bisher nur als Paar-Einheit gedacht wurden, sind sie jetzt auf der Paarebene nicht mehr einander zugehörig, manchmal sogar verfeindet. Und während nun ein jedes Elternteil im persönlichen Alltag (und in der eigenen Psyche) eine Art ständige diplomatische Vertretung einrichten soll, die wenigsten für Neutralität oder gar abrufbares Wohlwollen sorgt, auch bei grobem Fehlverhalten eines Parts, wird eine enorme humane Leistung von den beteiligten Erwachsenen erwartet, für die es bisher kaum Vorbilder gibt. Als Paar können die Beteiligten in serieller Monogamie kommen und gehen wie es sich aus ihren Gefühlslagen ergibt, als gemeinsame Eltern eines Kindes verlangt unsere moderne Kultur ein hohes Maß an Selbstlosigkeit und gegenseitiger Abstimmung zum Wohl des Kindes über Jahre hinaus. Diese konkrete sowie gedankliche und gefühlsmäßige Zwangsgemeinschaft der (Kleinfamilien)Elternschaft ist ein absolut neuer Hochpunkt der Patriarchose. Hier kollidiert eindeutig die auf das Kind bezogene und damit unauflösliche Elternverkettung mit unserem (modernen) Selbstbestimmungsrecht aller betroffenen Personen.
Während inzwischen jede Ehe geschieden werden kann, ist die Elternschaft, der biologisch determinierte Bund von Mutter und Vater, in unserem modernen Verständnis der Unauflöslichkeit unterworfen und von Gesetz wegen wird neuerdings auf 50/50 % Beteiligung an der Versorgung (Unterhaltsbeteiligung) und Partizipation (Liebhaben) am Kind bestanden. Es ist so abstrus wie es sich anhört.
Klar können wir sagen: c'est la vie! So ist das Leben und Trennungen kommen vor. Sind wir doch alle einer gesellschaftlichen Grundkonditionierung unterworfen, die eine stete alltagssoziale Veränderung als selbstverständlich voraussetzt, egal ob eine tatsächlich diese Erfahrungen damit machen möchte. Von frühesten Tagen an unterwerfen wir unsere Kinder einem gezielten Distanztraining (und haben es selbst erlitten).
Es ist relativ neu, dass die Elternschaft als untrennbares Gebilde beschworen wird, wie es neuerdings gefordert und praktiziert wird. Dabei werden der Mutter der Kinder immer mehr die Möglichkeiten genommen, ihre Bindungskompetenz wahrzunehmen. Dem väterlichen Part wird jedoch seltsamerweise mehr Rechte als Verpflichtungen eingeräumt. Könnte sein, um das verlorene (patriarchale) Besitzrecht am Kind zu kompensieren.
Das Paar trennt sich, aber "Sie bleiben Eltern" - ist nur formal eine richtige Aussage, denn während die Eltern bisher nur als Paar-Einheit gedacht wurden, sind sie jetzt auf der Paarebene nicht mehr einander zugehörig, manchmal sogar verfeindet. Und während nun ein jedes Elternteil im persönlichen Alltag (und in der eigenen Psyche) eine Art ständige diplomatische Vertretung einrichten soll, die wenigsten für Neutralität oder gar abrufbares Wohlwollen sorgt, auch bei grobem Fehlverhalten eines Parts, wird eine enorme humane Leistung von den beteiligten Erwachsenen erwartet, für die es bisher kaum Vorbilder gibt. Als Paar können die Beteiligten in serieller Monogamie kommen und gehen wie es sich aus ihren Gefühlslagen ergibt, als gemeinsame Eltern eines Kindes verlangt unsere moderne Kultur ein hohes Maß an Selbstlosigkeit und gegenseitiger Abstimmung zum Wohl des Kindes über Jahre hinaus. Diese konkrete sowie gedankliche und gefühlsmäßige Zwangsgemeinschaft der (Kleinfamilien)Elternschaft ist ein absolut neuer Hochpunkt der Patriarchose. Hier kollidiert eindeutig die auf das Kind bezogene und damit unauflösliche Elternverkettung mit unserem (modernen) Selbstbestimmungsrecht aller betroffenen Personen.
Während inzwischen jede Ehe geschieden werden kann, ist die Elternschaft, der biologisch determinierte Bund von Mutter und Vater, in unserem modernen Verständnis der Unauflöslichkeit unterworfen und von Gesetz wegen wird neuerdings auf 50/50 % Beteiligung an der Versorgung (Unterhaltsbeteiligung) und Partizipation (Liebhaben) am Kind bestanden. Es ist so abstrus wie es sich anhört.
Klar können wir sagen: c'est la vie! So ist das Leben und Trennungen kommen vor. Sind wir doch alle einer gesellschaftlichen Grundkonditionierung unterworfen, die eine stete alltagssoziale Veränderung als selbstverständlich voraussetzt, egal ob eine tatsächlich diese Erfahrungen damit machen möchte. Von frühesten Tagen an unterwerfen wir unsere Kinder einem gezielten Distanztraining (und haben es selbst erlitten).
Krippe,
Kindergarten, Schulzeit usw. … man tackert den Kindern Flügel an,
noch bevor es zu einer soliden Wurzelbildung kam. Vor diesem
Hintergrund gehen wahrscheinlich zu viele davon aus, dass ein Kind in
der Lage sein sollte eine elterliche Trennung, die es als Pingpongball zurücklässt, auch noch wegzustecken.
Vor
ein paar Jahrzehnten setzte man quasi wenn der Tag gekommen war (der Zeitgeist gab das vor), das
Kind im Kindergarten aus. Heute nehmen Eltern Jahresurlaub um ihre
Kinder bei der Eingewöhnung in einer Kita zu begleiten. Fast sieht es
aus, als hätten wir dazu gelernt. Bei einer Trennung der Eltern gibt
es in der Regel keine Eingewöhnungszeit (wenn wir mal die Phasen der
Streitereien, der Wortgefechte und Schreierei oder vielleicht sogar
Handgreiflichkeiten ausklammern) und wahrscheinlich gibt es einen liebevoll
begleiteten Übergang eher selten. Ein Grundszenario war beispielsweise einst:
Der Vater verpisst sich, die Mutter bricht zusammen, das Kind
versteht die Welt nicht mehr. Aber inzwischen bildete sich parallel
zu dieser Variante allgemein eine mehr und mehr zivilisierte
Trennungskultur.
Man geht einvernehmlich auseinander, spricht sich ab, regelt den
Aufenthalt der Kinder und lässt sich als getrenntes Paar seine
Freiräume und ... stellt diese hint an, wenn es um das unauflösliche Elternsein
geht.
Allerdings steigen nach einer Trennung die neuen Singles irgendwann wieder in das Karussell der erneuten Partnersuche und für die Kinder steht die nächste dramatische Veränderung an. Letztlich sind die Kinder immer die Betroffenen und oft genug die Leidtragenden des bestehenden klassischen Familien- und Paarkonzepts mit eingebauter Trennungsoption, mit anderen Worten: in dieser prinzipiell unreifen, bindungsgestörten, beziehungsunfähigen Erwachsenenpatriarchose. Dass Mütter hier nochmal eine besondere Form der Betroffenheit erleiden - geschenkt.
Im Paar- und Familiendogma herrscht neben anderen Implementationen, die uns schon gar nicht mehr auffallen, ein essentieller Nähemangel, der immer nur mit einer weiteren fremden (nichtverwandten) Person aufgefangen werden soll. Die Mütter, die das alles grad nicht mehr wollen und statt dessen mit ihren Kinder dem Wohlgefühl auf der Spur sein möchten selbstbestimmt, friedfertig und zugewandt ihren (menschenartgemäßen) Alltag zu leben, werden durch gesellschaftskonforme Umstände, bestimmte Gesetzeslagen und dem uninformierten und uniformierten Mainstream massiv behindert. Pech gehabt - wir leben im Patriarchat!
Unsere menschenartgerechte (matrifokale) Fürsorgegemeinschaft ist im patriarchal praktizierten Alltag der modernen, westlichen Kultur nur noch eine ferne Ahnung. Eine Sehnsucht, die wir mit uns tragen und die manche Trennung begleitet bzw. auslöst.
Und wenn wir uns schon trennen, dann bitte auch gleich von den Narrativen: Familie, romantische Paarliebe auf Lebenszeit und dem beschwörendem Dogma 'Das Kind braucht einen Vater' ... stimmt sowieso alles nicht!
Allerdings steigen nach einer Trennung die neuen Singles irgendwann wieder in das Karussell der erneuten Partnersuche und für die Kinder steht die nächste dramatische Veränderung an. Letztlich sind die Kinder immer die Betroffenen und oft genug die Leidtragenden des bestehenden klassischen Familien- und Paarkonzepts mit eingebauter Trennungsoption, mit anderen Worten: in dieser prinzipiell unreifen, bindungsgestörten, beziehungsunfähigen Erwachsenenpatriarchose. Dass Mütter hier nochmal eine besondere Form der Betroffenheit erleiden - geschenkt.
Im Paar- und Familiendogma herrscht neben anderen Implementationen, die uns schon gar nicht mehr auffallen, ein essentieller Nähemangel, der immer nur mit einer weiteren fremden (nichtverwandten) Person aufgefangen werden soll. Die Mütter, die das alles grad nicht mehr wollen und statt dessen mit ihren Kinder dem Wohlgefühl auf der Spur sein möchten selbstbestimmt, friedfertig und zugewandt ihren (menschenartgemäßen) Alltag zu leben, werden durch gesellschaftskonforme Umstände, bestimmte Gesetzeslagen und dem uninformierten und uniformierten Mainstream massiv behindert. Pech gehabt - wir leben im Patriarchat!
Unsere menschenartgerechte (matrifokale) Fürsorgegemeinschaft ist im patriarchal praktizierten Alltag der modernen, westlichen Kultur nur noch eine ferne Ahnung. Eine Sehnsucht, die wir mit uns tragen und die manche Trennung begleitet bzw. auslöst.
Und wenn wir uns schon trennen, dann bitte auch gleich von den Narrativen: Familie, romantische Paarliebe auf Lebenszeit und dem beschwörendem Dogma 'Das Kind braucht einen Vater' ... stimmt sowieso alles nicht!
Der Vater braucht das Kind!
Kinder sind kein Partnerersatz!
Das in die Pflicht genommene Elternpaar!
Das geteilte Sorgerecht als immer währende Mütterfalle
Wechselmodell - ein "Kind" des Patriarchats
und als Nachsatz ein Zitat aus dem Artikel "Und dran bist du":
"Viele Partnerschaften zerbrechen nach der kritischen Kindererziehungsphase. Das Wechselmodell löst diesen Zustand kollektiv zugunsten der Männer auf, die ihre Ex-Frauen erfolgreich reproduktiv ausgebeutet haben. Zudem kann der Staat weitere Einsparungen vornehmen, wenn er nicht mehr für Unterhaltsausfälle einspringen muss. Wer hier von „Gleichberechtigung“ redet, geht der neoliberalen Ideologie auf den Leim – total flexibilisierte Kinder inklusive. Die weitgehende Teilnahmslosigkeit vieler postmoderner Feministinnen diesbezüglich spricht Bände. Ein Feminismus, der materialistisch sein will – und den wollen derzeit viele –, muss das Patriarchat im Kern als Ausbeutungsverhältnis begreifen." (Hervorhebungen von mir)
05 Juli 2017
Vogelmamas brüten gleichzeitig
... was geschieht denn im Frühjahr? Alle Vogelweibchen brüten zur
gleichen Zeit und ziehen anschließen ihre Brut auf. Das ist schon
das ganze Geheimnis, warum Vögel ein gemeinsames Brutpaar bilden. Für
ein Weibchen dürfte es unmöglich sein zu brüten und sich gleichzeitig zu
versorgen, es braucht eine Unterstützung. Da jedoch alle anderen
Weibchen ebenfalls brüten, hatten die Spezies nur eine Chance, wenn die
Männchen, die eh nichts zu tun haben, diese Unterstützung stellen.
Die so gern verklärte Art der trauten Zweisamkeit ist also eine selektierte Strategie und die Spezies, deren Weibchen die Eier warmhalten müssen, setzen dabei auf männliches Mittun und einige davon auf „lebenslanges“ paarweises Brutverhalten. Nach dem Brüten ist es für den Fortbestand der Spezies vorteilhaft, wenn zu zweit gefüttert wird. Dabei jedoch davon auszugehen, dass es sich hier um ein genetisches Elternpaar handelt, ist auch reine Spekulation und wäre wohl eher ein Zufall. Die Female Choice, als eine evolutionär selektierte Überlebensstrategie, kommt gut ohne sexuelle Treue oder gar kulturelle Irrungen wie Monogamie oder menschengemachte moralische Geboten aus.
Die so gern verklärte Art der trauten Zweisamkeit ist also eine selektierte Strategie und die Spezies, deren Weibchen die Eier warmhalten müssen, setzen dabei auf männliches Mittun und einige davon auf „lebenslanges“ paarweises Brutverhalten. Nach dem Brüten ist es für den Fortbestand der Spezies vorteilhaft, wenn zu zweit gefüttert wird. Dabei jedoch davon auszugehen, dass es sich hier um ein genetisches Elternpaar handelt, ist auch reine Spekulation und wäre wohl eher ein Zufall. Die Female Choice, als eine evolutionär selektierte Überlebensstrategie, kommt gut ohne sexuelle Treue oder gar kulturelle Irrungen wie Monogamie oder menschengemachte moralische Geboten aus.
Hier liegt es auch nahe, dass bei Rabenvögel, die ohnehin einen
relativ engen Sozialverband leben, sich auch noch andere Mitglieder
innerhalb des mit einander verwandten Schwarms, umeinander kümmern.
Rabenvögel gelten als recht intelligent. Säugetiere ticken
allerdings noch anders als die direkten Nachkommen der Saurier, die
Vögel.
Die Sippenverbände der Pflanzenfresser leben beispielsweise eine spezifische Kooperation, die der Spezies zu Gute kommt (ein selektiertes Verhalten, das den Fortbestand diverser Spezies bis heute sicherte) und zwar in verschiedenen Nuancen, was die Berücksichtigung des Individuums innerhalb der Herde betrifft.
Die Sippenverbände der Pflanzenfresser leben beispielsweise eine spezifische Kooperation, die der Spezies zu Gute kommt (ein selektiertes Verhalten, das den Fortbestand diverser Spezies bis heute sicherte) und zwar in verschiedenen Nuancen, was die Berücksichtigung des Individuums innerhalb der Herde betrifft.
Bei Delfinen und Elefanten ist recht deutlich dass es sich hier vor
allem um größere Mutterverbände handelt. Auch die Mensch zog/zieht
ihren Nachwuchs in matrilinearen Bindungsgruppen (generative Fürsorge-Gemeinschaften) auf. Das männliche
Mitglied einer Angehörigengruppe hatte/hat einen Status als Sohn und
Bruder und war damit schon immer ein selbstverständlicher, verlässlicher Teil der menschlichen Sippenstruktur.
Der Denkfehler, der in der patriarchalen Verwirrung so gern gemacht wird, stellt sich eine frühe menschliche Lebensgruppe als ein wahlloses
Zusammentreffen und Zusammenleben erwachsener Menschen vor, die bindungslos und willkürlich die Urzeit bevölkerten und sich gelegentlich zu (monogamen) Paaren zusammen taten. Wir wissen inzwischen, dass das nicht so war, ja sogar unmöglich so gewesen sein konnte.
Wir können davon ausgehen, dass Menschen von Anbeginn in ihre (matrilokale und sowieso matrilineare) Angehörigengruppe hineingeboren wurden und in der Regel in dieser - ihrer Muttersippe - bis zu ihrem Tod verblieben. Das zyklische Dasein, dass das Nachrücken des Nachwuchses und Wegsterben der Alten, macht das menschliche Kontinuum aus und rankt sich als menschenartgerechte Verhaltensweise um das weiblich-mütterliche Sein. Diese Art des Lebenserhaltes war/ist ein Naturgeschehen.
Erst durch zunehmende Kultureffekte, welche die Mensch kreierte und komplex weiter entwickelte, entstand eine spezifische menschliche Natur-Kultur-Koalition, die das reine Naturgeschehen auf ein anderes Level verlegten. Die für uns Meschen dramatischste Veränderung setzte jedoch erst ein, als im
Neolithikum neugeschaffene patriarchale Strukturen die artgerechten Lebensrhythmen
der Matrifokalität verdrängten und sogar zerstörten.
Labels:
Artgerecht,
Eltern,
Evolution,
Gemeinschaft,
Meme,
Natur,
Patriarchose
26 Januar 2016
Trotz dem...
Unsere
Erziehungskultur neigt dazu sich über das altersgemäße kindliche
Verständnis (Verstehen können) hinwegzusetzen und (Klein)Kinder zu über- oder zu
unterfordern. Ihnen wird mehr denn je ein angehörigenarmer,
naturferner und mit reizüberflutender Technik durchsetzter
Tagesablauf übergestülpt.
Artgerechterweise läuft das Klein- und später größere Kind einfach im Alltagsgetriebe mit und lernt in seinem Tempo sukzessive
alles was es zum Bestehen seines zukünftigen Lebens in der Gemeinschaft braucht. Es
imitiert seine Umwelt, verinnerlicht dabei Sprache und hat seine
eigenen Strategien sich verständlich zu machen. Da natürlicherweise
Kinder altersgemischt aufwachsen (müssten), findet sich auch immer eine, die versteht
was es möchte. Kinder die verstanden werden haben kaum Grund zu
trotzen oder sich entsprechend aufzuregen. Die sogenannte Trotzphase
ist m.E. schlichtweg Notwehr und darauf zurückzuführen, dass das
Kind gelernt hat auf diese Art zu kommunizieren (ich habe es nämlich auch
schon anders erlebt). Wie soll es sich sonst verständlich machen,
wenn es (jetzt und auf der Stelle) Aufmerksamkeit, Zuwendung und
Interaktion mit (geliebten oder interessanten Mitmenschen) braucht, diese Bedürfnisse jedoch (aus erzieherischen
Gründen oder weil es nicht in den erwachsenen Ablauf passt)
ignoriert und wegrationalisiert werden? Da bleibt einem doch nur
übrig zu brüllen, sich auf den Boden zu schmeißen und bockig alles
abzulehnen, was dann der zuständige Erwachsene ins Feld führt, um
diese Herausforderung oder Peinlichkeit abzumildern.
Unser Alltag
ist ihre Kindheit. So war es schon in meiner Kindheit und davor und davor, nur der jeweilige Stresslevel dürfte jeweils ein anderer gewesen sein. Heutzutage werden (Klein)Kinder mehr denn je außer Haus (quasi per Crashkurs) in unsere
komplexe, bindungsarme Kultur eingeführt und integriert, ohne
wirklich die Chance zu haben, sich dazu artikuliert äußern zu dürfen. Sie müssen die vorgegebenen Bildungsstufen absolvieren und da ist es, auch später im Schulsystem, mit der Meinungsäußerung oder gar dem Ausdruck des anstehenden Gefühl eher schlecht bestellt. Hier ist oft die einzige Strategie sich bemerkbar zu äußern: Lautstärke und Penetranz. Selbst dann, wenn den Kindern bereits ein ausreichendes Vokabular zur Verfügung steht, fällt es ihnen meist nicht leicht die überwältigenden Gefühle, welche durch die grundlegend mangelnde Geborgenheit in unserer Kultur auslöst werden, verständlich oder angemessen zum Ausdruck zu bringen.
Bei unseren Kleinen ist zudem weder der Wortschatz noch das Vermögen zu Abstrahieren bereits soweit vorhanden, dass sie "normgerecht" und auf erwartetem erwachsenem Niveau mitteilen können wo das Schuhchen drückt. Und oft genug sind die meisten Erwachsenen nicht in der Lage sich auf entspannte Art auf das Kind einzulassen und die Situation nach der Prämisse angehen: hier handelt es sich um eine Gelegenheit, die so nie wieder kommt. Ich kenne viele wunderbare Mütter, die es trotzdem schaffen mit diesen anstrengenden und zermürbenden Trotzarien gekonnt umzugehen - an der Ausgangssituation, unserer patriarchösen Gesellschaftsstruktur, können sie aber auch nichts (auf die Schnelle) ändern.
Das frustrierte Kind ist ein Markenzeichen unserer Gesellschaft! Unserer modernen Welt mangelt es an einer Nähekultur in der unser Nachwuchs emotional getragen wird. Alles ist auf den (anonymen) Erwachsenen zugeschnitten und zwar in erster Linie auf den Taktgeber der Gesellschaft - dem vitalen männlichen Erwachsenen.
Bei unseren Kleinen ist zudem weder der Wortschatz noch das Vermögen zu Abstrahieren bereits soweit vorhanden, dass sie "normgerecht" und auf erwartetem erwachsenem Niveau mitteilen können wo das Schuhchen drückt. Und oft genug sind die meisten Erwachsenen nicht in der Lage sich auf entspannte Art auf das Kind einzulassen und die Situation nach der Prämisse angehen: hier handelt es sich um eine Gelegenheit, die so nie wieder kommt. Ich kenne viele wunderbare Mütter, die es trotzdem schaffen mit diesen anstrengenden und zermürbenden Trotzarien gekonnt umzugehen - an der Ausgangssituation, unserer patriarchösen Gesellschaftsstruktur, können sie aber auch nichts (auf die Schnelle) ändern.
Das frustrierte Kind ist ein Markenzeichen unserer Gesellschaft! Unserer modernen Welt mangelt es an einer Nähekultur in der unser Nachwuchs emotional getragen wird. Alles ist auf den (anonymen) Erwachsenen zugeschnitten und zwar in erster Linie auf den Taktgeber der Gesellschaft - dem vitalen männlichen Erwachsenen.
Jedes Menschen-Kind passt sich dem Umfeld an, in das es hineingeboren wird, um darin zu wachsen und zu überleben. Dass unsere Kinder sich trotzenderweise ausleben dürfen ist hier auch ein Moment ihrer Privilegierung. In vergangenen Zeiten bzw. in der globalen patriarchalen Welt wurde/wird das un- bzw. eigenwillige Kind in der Regel strikt reglementiert und dabei nicht selten sein individuelles Sein gebrochen. Es gab/gibt natürlich immer Enklaven, auch heute noch, in denen Kinder menschlich (artgerecht) aufwachsen, einfach sein dürfen und verstanden werden.
Heute geht der Anspruch der Eltern auch mehr denn je dahin, ihren Kindern eine unbeschwerte Kindheit angedeihen zu lassen und manchmal führt das auch dazu das Kind mit intellektuellen und materiellen Privilegien zu überschütten, was selten identisch ist mit dem Respekt vor seiner Persönlichkeit. Ab einem gewissen Punkt, meist wenn das Kind zu Laufen beginnt, werden vom (modernen) erwachsenen Umfeld Forderungen an das Kind herangetragen, die das Kleinkind oft genug nicht nur an seine Grenzen bringt, sondern es auch hindert seiner altersgerechten Intention zu folgen. Es lernt stattdessen einem Zeitrhythmus zu folgen, den es nicht versteht und der es beeinträchtigt. Dabei wird es fremdbestimmt von seiner eigenen „Arbeit“, dem kreativen selbstbestimmten Spielen, abgehalten. Unsere Gesellschaft erwartet, dass wir die Einsamkeit und den Drill des (von den Angehörigen separierten) Erwerbsleben bereits auf Zweijährige übertragen.
Das Bewegen zwischen vielen Gleichaltrigen frustiert vielleicht mehr als es Spaß macht und Erwachsene, die das nicht abfangen können oder wollen, noch mehr. So kommt es, dass in der Fremdbetreuung (und später in den andern Bildungseinrichtungen) der unsägliche Ansatz zum Tragen kommt, Gleichaltrige in nicht artgerechten Mengen über frustierend lange Zeiträume zusammen zu zwingen. Der kindliche Drang zur notwendigen Körper und Geist befeuernden Kommunikation wird sich so auch immer (für manches Kind quälend langsam) im Rahmen des Gruppenniveaus bewegen. Und zu allem Überfluss wird dieses Niveau durch einzelne (fremde und anonyme) Erwachsene reguliert, die es geschafft haben den Eltern einzureden, dass das das Beste für ihr Kind sei.
Dem individuellen Bedürfnis des Kindes nach interaktiver Stimulanz oder seinem Ruhebedürfnis kann in den Kindergruppen in der Regel nur selten nachgegeben werden. Ihre Gefühle, ihre Fragen und gerade gewonnenen Erkenntnisse adäquat den Mitmenschen mitzuteilen, also mit ihnen zu teilen und sich dabei ihres Wohlwollen sicher zu sein, ist in einer gleichgerichteten Kindergruppe für das einzelne Kind schwer zu gestalten, denn alle haben gerade (fast) das gleiche Anliegen.
Für das sehr junge Kind bedeutet das: Die sogenannte Trotzphase ist die Zeit, in der mich die Welt spürbar (noch) nicht versteht und sich grad nicht die Mühe macht das schleunigst zu ändern. Die Verzweiflung darüber, wie auch immer zu äußern, ist eine gesunde Reaktion.
.
Labels:
Alltag,
Artgerecht,
Eltern,
Gesellschaft,
Intention,
Kinder,
Kommunikation,
Kultur,
Spiel
30 November 2015
Das in die Pflicht genommene Elternpaar als moderner Garant des menschlichen Arterhalts und die Grenzen dieses Kunstprojektes...
Ständig
begegnet mir,
auf Grund der allgegenwärtig
patriarchalen Gehirnwäsche in der modernen Denke die
Annahme, dass die biologische
Reproduktion des Menschen lediglich eine Sache zwischen einem Mann
und einer Frau sei, da dieses natürliche Geschehen auf (Hetero)Sexualität beruht.
Das Paar, ob flüchtig bekannt oder dauerhaft vermählt, hat aus Sicht des Mainstreams eine Art kongenitalen Fortpflanzungsauftrag inne. Hierbei steht die Zeugung, geadelt durch den beteiligten Mann, im ideologischen Focus, während das 'Austragen' und das 'Auf die Welt bringen' sowie das 'Aufziehen' des Nachwuchses der Mutter zugeordnet ist und sich damit in einer Art Grauzone der Gesellschaft abspielt. Das Gros der Gesellschaft verhält sich dabei immer noch so, als würden Kinder, sind sie einmal da, von alleine groß oder sieht sie lediglich als das Nebenprodukt des sexuellen (Privat)Vergnügens des (Eltern)Paares.
Seit sich das Patriarchat etablierte, wird dem Mann prinzipiell, heute allerdings eher inoffiziell, mehrere Sexualpartnerinnen zugestanden, während die Frau durch die tradierte patriarchale Kultur brachial in der Entfaltung ihres Geburtsrechtes, der naturgemäßen (und somit verantwortungsvollen) Female Choice, behindert wird.
Das Problem dieser Betrachtungsweise – erwachsener Mann und erwachsenen Frau, egal wie gut sie sich kennen, machen untereinander beabsichtigt oder per dummen Zufall die Reproduktion der Spezies auf individueller Basis aus – ist nicht nur eine Denkfalle, sondern vernachlässigt im Sinn unseres Daseins das bewusste Integrieren des Nachwuchses in eine menschliche (Nähe)Gemeinschaft. Bei der Konzentration auf das (patrarchös) angesagte sexzentrierte Lust- und Fortpflanzungsgedöns wird regelmäßig das, was danach kommt, nämlich die uns menscheneigene und artgerechte Weise mit unseren Kindern das Leben zu teilen, unter den Teppich gekehrt.
Das Paar, ob flüchtig bekannt oder dauerhaft vermählt, hat aus Sicht des Mainstreams eine Art kongenitalen Fortpflanzungsauftrag inne. Hierbei steht die Zeugung, geadelt durch den beteiligten Mann, im ideologischen Focus, während das 'Austragen' und das 'Auf die Welt bringen' sowie das 'Aufziehen' des Nachwuchses der Mutter zugeordnet ist und sich damit in einer Art Grauzone der Gesellschaft abspielt. Das Gros der Gesellschaft verhält sich dabei immer noch so, als würden Kinder, sind sie einmal da, von alleine groß oder sieht sie lediglich als das Nebenprodukt des sexuellen (Privat)Vergnügens des (Eltern)Paares.
Seit sich das Patriarchat etablierte, wird dem Mann prinzipiell, heute allerdings eher inoffiziell, mehrere Sexualpartnerinnen zugestanden, während die Frau durch die tradierte patriarchale Kultur brachial in der Entfaltung ihres Geburtsrechtes, der naturgemäßen (und somit verantwortungsvollen) Female Choice, behindert wird.
Das Problem dieser Betrachtungsweise – erwachsener Mann und erwachsenen Frau, egal wie gut sie sich kennen, machen untereinander beabsichtigt oder per dummen Zufall die Reproduktion der Spezies auf individueller Basis aus – ist nicht nur eine Denkfalle, sondern vernachlässigt im Sinn unseres Daseins das bewusste Integrieren des Nachwuchses in eine menschliche (Nähe)Gemeinschaft. Bei der Konzentration auf das (patrarchös) angesagte sexzentrierte Lust- und Fortpflanzungsgedöns wird regelmäßig das, was danach kommt, nämlich die uns menscheneigene und artgerechte Weise mit unseren Kindern das Leben zu teilen, unter den Teppich gekehrt.
Mit
dem Moment des Zusammentreffens von Eizelle und Spermium ist der
biologische Part des Mannes als Mitzeugender eines neuen Lebens
abgeschlossen. Weder die Schwangerschaft, noch die Geburt oder das
anschließende mütterliche
Fürsorgepaket, welches das
Gedeihen des Nachwuchses gewährleistet, erfordert zwingend die
Anwesenheit des männlichen Beteiligten oder
wirkt sich als spürbarer natürlicher Effekt im Leben dieses Mann aus. Anders ausgedrückt, wenn ein Mann von seiner Vaterschaft nichts weiß, ändert sich absolut nichts für ihn (manchmal auch, wenn er es weiß). Keine hormonellen oder sonstigen physiologischen Hinweise seines Körpers signalisieren ihm die Existenz des Nachwuchses zu dem er sein Spermium beigesteuert hat. Wie auch, findet doch Entstehen und Heranwachsen eines neuen Individuums im Mutterleib statt.
Nur kulturell entstandene und kollektiv gestützte Sozialregeln machen einen Mann zum 'Vater' eines bestimmten Kindes. Sich seiner Vaterschaft (einigermaßen) sicher zu sein, setzt eine sozial gut organisierte Kontrolle über die (potentielle) Mutter voraus. Doch trotz der heute so selbstverständlich vorausgesetzte romantischen Liebe und der sich auf selbige berufende Gesetzteslage, bleibt die Zuordnung eines Kindes zu einem 'Vater' bzw. 'seine Rechte' an diesem, ein patriarchaler Akt. Schließlich wird eine jede Frau im Patriarchat so konditioniert, dass sie aus Liebe oder in vorauseilendem Gehorsam keinem Vater sein Kind vorzuenthalten hat und keinem Kind den Vater. Eines der größten (und fragwürdigsten) Dogmen der Neuzeit lautet: Ein Kind braucht seinen Vater!
Hier behaupte ich, dass es umgekehrt ist: Der Vater braucht das Kind! Der Mann, der sich nach moderner Lesart als Vater dieses Kindes begreift findet in so einem kleinen Menschenwesen oft genug seine einzige Anbindung in puncto Zugehörigkeit und Identifikation mit verwandten Angehörigen. Auch Väter sind letztlich verlorene Kinder der nicht mehr existierenden Mutter-Sippe. Der moderne, kinderliebe und fürsorgende Vater agiert hier seinen berechtigten und auch ihm immanenten Drang zur Geborgenheit in einer ihm wohlwollenden Gemeinschaft aus. Das Patriarchat bietet seinen Männern neben der, eher seltenen, privilegierten Machtoption nur noch das Kerngeschäft der Paarungsfamilie.
Das Menschenkind als individueller Teil einer Angehörigengemeinschaft, wurde unter den patriarchalen Verhältnissen zu einem Objekt. Und hier avancierte besonders der Sohn zur Figur und Einsatz in diversen Machtspielen. Vom kostbar gehaltenen Erben bis hin zum ausgebeuteten elenden Sklavenkind wird jedweder Nachwuchs dem Status des als Vater geltenden Mannes zugeordnet und seiner Anerkennung oder Verleugnung unterworfen. Die Kinder des Patriarchats wurden/werden vom Vater im Idealfall legitimiert oder durch diesen bzw. des ideellen Vatertums: geduldet, ignoriert, verdinglicht und sogar als Feind bekämpft. In patriarchalen Verhältnissen muss(te) das "vaterlose" und nur der Mutter zugehörige Kind mit gewissen Formen der Diskriminierung bis hin zur Entmenschlichung rechnen. Grundsätzlich galt das Kind, besonders in privilegierten Verhältnissen, als Eigentum des Vaters. Nahm der mutmaßliche Eigentümer keinen Anteil an einem Menschenkind, behandelte es die patriarchöse Gesellschaft in der Regel wie Freiwild, weitgehend rechtlos und ungeschützt.
Nur kulturell entstandene und kollektiv gestützte Sozialregeln machen einen Mann zum 'Vater' eines bestimmten Kindes. Sich seiner Vaterschaft (einigermaßen) sicher zu sein, setzt eine sozial gut organisierte Kontrolle über die (potentielle) Mutter voraus. Doch trotz der heute so selbstverständlich vorausgesetzte romantischen Liebe und der sich auf selbige berufende Gesetzteslage, bleibt die Zuordnung eines Kindes zu einem 'Vater' bzw. 'seine Rechte' an diesem, ein patriarchaler Akt. Schließlich wird eine jede Frau im Patriarchat so konditioniert, dass sie aus Liebe oder in vorauseilendem Gehorsam keinem Vater sein Kind vorzuenthalten hat und keinem Kind den Vater. Eines der größten (und fragwürdigsten) Dogmen der Neuzeit lautet: Ein Kind braucht seinen Vater!
Hier behaupte ich, dass es umgekehrt ist: Der Vater braucht das Kind! Der Mann, der sich nach moderner Lesart als Vater dieses Kindes begreift findet in so einem kleinen Menschenwesen oft genug seine einzige Anbindung in puncto Zugehörigkeit und Identifikation mit verwandten Angehörigen. Auch Väter sind letztlich verlorene Kinder der nicht mehr existierenden Mutter-Sippe. Der moderne, kinderliebe und fürsorgende Vater agiert hier seinen berechtigten und auch ihm immanenten Drang zur Geborgenheit in einer ihm wohlwollenden Gemeinschaft aus. Das Patriarchat bietet seinen Männern neben der, eher seltenen, privilegierten Machtoption nur noch das Kerngeschäft der Paarungsfamilie.
Das Menschenkind als individueller Teil einer Angehörigengemeinschaft, wurde unter den patriarchalen Verhältnissen zu einem Objekt. Und hier avancierte besonders der Sohn zur Figur und Einsatz in diversen Machtspielen. Vom kostbar gehaltenen Erben bis hin zum ausgebeuteten elenden Sklavenkind wird jedweder Nachwuchs dem Status des als Vater geltenden Mannes zugeordnet und seiner Anerkennung oder Verleugnung unterworfen. Die Kinder des Patriarchats wurden/werden vom Vater im Idealfall legitimiert oder durch diesen bzw. des ideellen Vatertums: geduldet, ignoriert, verdinglicht und sogar als Feind bekämpft. In patriarchalen Verhältnissen muss(te) das "vaterlose" und nur der Mutter zugehörige Kind mit gewissen Formen der Diskriminierung bis hin zur Entmenschlichung rechnen. Grundsätzlich galt das Kind, besonders in privilegierten Verhältnissen, als Eigentum des Vaters. Nahm der mutmaßliche Eigentümer keinen Anteil an einem Menschenkind, behandelte es die patriarchöse Gesellschaft in der Regel wie Freiwild, weitgehend rechtlos und ungeschützt.
In der naturgemäßen Fürsorgegemeinschaft, dem Matrifokal sind alle Töchter und Söhne, auch als erwachsene und alte Person, gemeinschaftsintegrierte und dabei frei handelnde Subjekte. Der
(hierarchiefreie) Sozialverband einer artgerecht lebenden
Fürsorgegruppe (der matrilinearen und matrilokalen Muttersippe) bestand/besteht aus konsanguinen* Angehörigen. Die männlichen Identifikationsbilder in einem solchem Alltag und im kollektiven Miteinander waren/sind die Söhne (der Mutter) und Brüder (der Schwestern, die Mutterbrüder). Was die Mutter (und Schwester) gebar, wuchs als selbstverständlich Teilhabende(r) unter dem Schutz aller heran. Der uns heute so vertraute Zustand, ein (dauerhaft oder temporär liiertes) Elternpaar (bestehend aus zwei Nichtverwandten), ist keine naturgemäße Voraussetzung und die patriarchal induzierte väterlichen Gewalt über das Kind (und seine Mutter), ist im Matrifokal undenkbar .
Das auf
Androzentriertheit beruhende patriarchale Gesellschaftssystem beutet kollektiv das
'schwanger werden können' sowie die Gebärfähigkeit und die
Mutterpotenz einer jeden Frau schamlos aus. Das steinzeitliche
Sozialmodul 'Fürsorgegruppe' (Matrifokal), wurde durch Gewaltoptionen wie Geiselnahme, Versklavung und/oder
Verheiratung der Frau (also ihre Überführung in pseudo-patrilineare und patrilokale Strukturen) sukzessive aufgelöst.
Die Zerstörung der Muttersippe (die menschenartgerechte Matrix der matrifokalen Fürsorgegemeinschaften) sowie jede Form der Angehörigensippe als Lebensbasis, aus dem Alltag unserer Gesellschaft endgültig zu tilgen, dauerte bis heute an.
Bewusste weibliche Veränderungsprozesse unsere Zeit sorgen aber auch für ein Abrücken von den tradierten Mechanismen der Partriarchose. Das (sich wieder) Besinnen auf unser naturgemäßes Dasein hat schon seit längerem begonnen. Und obwohl immer noch vielfach akzeptiert wird, dass der natürlich gestaltete, kollektive Arterhalt der Menschenspezies zu eine Art Privatvergnügen der Väter verkam (bzw. in unserer Zeit in der Hand von zwei Personen liegt, die eben noch Unbekannte waren), durchschauen mehr und mehr Frauen den Krampf, einer als Verpflichtung angelegten Elternschaft. Sie besinnen sich auf ihre Kompetenz des verantwortungsbewussten Mutternaturell (auf der Grundlage der evo-biologisch selektierten Female Choice). Heute wissen wir, dass der komplexe menschliche Arterhalt, der in unserer Moderne extrem auf den Begriff der sogenannten biologischen Reproduktion verkürzte wird, seit Anbeginn in den Händen der mütterlich und schwesterlich agierenden Weiblichkeit lag, unterstützt und begleitet durch die Brüder ihres Matrifokals.
Die Zerstörung der Muttersippe (die menschenartgerechte Matrix der matrifokalen Fürsorgegemeinschaften) sowie jede Form der Angehörigensippe als Lebensbasis, aus dem Alltag unserer Gesellschaft endgültig zu tilgen, dauerte bis heute an.
Bewusste weibliche Veränderungsprozesse unsere Zeit sorgen aber auch für ein Abrücken von den tradierten Mechanismen der Partriarchose. Das (sich wieder) Besinnen auf unser naturgemäßes Dasein hat schon seit längerem begonnen. Und obwohl immer noch vielfach akzeptiert wird, dass der natürlich gestaltete, kollektive Arterhalt der Menschenspezies zu eine Art Privatvergnügen der Väter verkam (bzw. in unserer Zeit in der Hand von zwei Personen liegt, die eben noch Unbekannte waren), durchschauen mehr und mehr Frauen den Krampf, einer als Verpflichtung angelegten Elternschaft. Sie besinnen sich auf ihre Kompetenz des verantwortungsbewussten Mutternaturell (auf der Grundlage der evo-biologisch selektierten Female Choice). Heute wissen wir, dass der komplexe menschliche Arterhalt, der in unserer Moderne extrem auf den Begriff der sogenannten biologischen Reproduktion verkürzte wird, seit Anbeginn in den Händen der mütterlich und schwesterlich agierenden Weiblichkeit lag, unterstützt und begleitet durch die Brüder ihres Matrifokals.
* konsanguin - verwandt durch Geburt in mütterlicher Linie
.
Labels:
Artgerecht,
Bruder,
Eltern,
Evolution,
Frauen,
Fürsorgegemeinschaft,
konsanguin,
Matrifokal,
Mutter,
Schwester,
Tochter,
Vater
Abonnieren
Posts (Atom)