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19 Juli 2014

Wetterbericht II

... 13.00 Uhr ... Sonne strahlt gnadenlos (die Wetterseite nennt das "Heiter") ... 31°C (soll sich noch steigern) ... 1016,5 hPa (oha, der Luftdruck fällt langsam) ... Luftfeuchte 40% (noch staubt es nicht) … es ist immer noch Sommer ...

Heute begebe ich mich wieder auf die Heimreise... über 30°C und dann im Auto vier Stunden auf der Autobahn... so gern ich solche Strecken fahre, heute habe ich etwas Bammel... aber immer noch besser als auf einem Kamel in der Wüste ... oder? Eigentlich dachte ich mir, ich fahre in die Abendkühle, aber mit kühl wird es wohl nichts... auch Zuhause erwarten mich mind. 29°C... aber vielleicht gibt es unterwegs ein Gewitter ... im Auto bin ich hoffentlich sicher ...
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17 Juli 2014

Wetterbericht


... Sonne strahlt ... 27°C ... 1020,8 hPa ... Luftfeuchte 43% … es ist Sommer...


12 Juli 2014

verreisen...

... von A nach B fahren, packen, für jedes Wetter etwas mitnehmen, an alles denken was frau so braucht und was heute unerlässlich ist... Laptop, Mouse, Kamera, Handy, und für alles Lade- und Verbindungskabel ... den ganz kleinen Zusatzlautsprecher für alle Fälle und weil mein Computerchen bei sommerlichen Temperaturen in seinem Tatendrang auch mal etwas heiß läuft, packe ich noch die leichte Gebläsekonsole mit ein. Allein die Technik füllt die halbe Reisetasche aus ... puh beinahe hätte ich jetzt das Aufladegerät für die Zahnbürste vergessen. Noch schnell ein paar DVD für Unterhaltungszwecke und für unterwegs ein paar Musik-CDs, um nicht nur auf die manchmal öden Programme des Autoradios angewiesen zu sein. Und schon bin ich reisefertig. Ach richtig, das Navi hat frau heutzutage ja auch immer noch dabei.
Aber bei meiner derzeitigen Reise ist es nicht wirklich nötig, die Route kenne ich im Schlaf und mein kleines Auto findet den Weg zu meinen Ziel schon allein ... aber damit die Fahrer nicht zu sorglos über die Straßen jagen und vor lauter entspannt sein nicht noch tatsächlich einschlafen, werden immer wieder und an wechselnden Stellen ganz fiese Baustellen auf der Autobahn eingerichtet... schmale Schlängelspuren, Geschwindigkeitsbegrenzungen, die an Feldwege erinnern und immer wieder unvermittelt ein kleiner Stau... so ist die Fahrt doch noch streckenweise so spannend wie ein Videospiel....

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07 Juli 2014

Zu Hause - Kindheit und weiter gehts...

Kein Kindergarten im Dorf bedeutete für mich, bis zur Schulzeit zu Hause bei Mutti sein. Damals hatte die Koseform 'Mutti' noch nicht diesen Beigeschmack von leichter Peinlichkeit. Heute haben ja, außer Mama, fast alle weiblichen Bezeichnungen einen abwertenden Tenor. Aber meine Mutti war die Beste und ich hielt mich, bis zu dem magischen Moment, da die ersten kleinen Spielkameradinnen in mein Leben traten, immer in ihrer Nähe auf. Das heißt ich wurde den ganzen Tag überall mit hingenommen. Schade, dass ich an die Zeit so wenig aktive Erinnerung habe. 
'Bei Mutti sein' war letztendlich eine kurzweilige Angelegenheit - Haus, Hof, Garten, Feld und Wiese - dazu kamen Highlights wie Waschküche, der Saal oder Scheunen und Ställe.

Bei Mutti sein hieß also nicht, andauernd an ihrem Schürzenzipfel hängen. Mutti trug, wie die meisten Frauen auf dem Dorf bunte Kittelschürzen. An ihre Kleidung darunter kann ich mich nicht mehr erinnern, aber damals trugen Frauen vor allem Röcke und Kleider. So manches der Kleidungsstücke, auch meine, nähte meine Mutter selbst. So ein kleines Röckchen ist ja schnell gemacht und für die Puppe gleich eins mit. Für mich änderte sich die berockte Zeit erst später. Praktische Hosen waren vor den Siebzigern für die erwachsene Durchschnittsfrau fast undenkbar. Aber das ist eine andere Geschichte.


der brave Eindruck auf dem Bild trügt...
Meine Mutter war nirgendwo fest angestellt und hatte daher keine regelmäßigen Arbeitszeiten im Sinne des heutigen Verständnisses. Trotzdem arbeitete sie quasi rund um die Uhr, wie wir das immer noch von Müttern kennen. Mutti hatte noch zu tun als ich abends zu Bett ging und war schon voll zu Gange, wenn ich morgens aufstand. Sie stand dann schon in Kittelschürze und einem im Nacken verknoteten Kopftuch in unserer Küche und rüstete sich für ihr Tagewerk. Meist hatte sie da bereits die Hühner und Kaninchen gefüttert, meinen Kakao gekocht und meinem Vater das Frühstück zubereitet, wenn er da war.

Die Sommer waren toll - da schlüpfte ich morgens nur in ein kurzes Kleidchen und wenn es das Wetter zuließ, lief ich den ganzen Tag barfuß. Doch bevor ich raus durfte, hieß es noch stillhalten - da verpasste mir eine Mutter zwei streng geflochtene, Schleifen verzierte, Zöpfchen - mit der Auflage, dass diese bis zum Abend halten mussten. Ob ich das immer geschafft habe, weiß ich wirklich nicht mehr...

02 Juli 2014

meine Freundin Renate - Kindheit, die Zweite...

Renate, 60 Jahre her – sie war eine meiner kleinen Freundinnen. Mit ihr spielte ich schon, noch bevor ich in die Schule kam. Renatchen war ein süßes Ding, etwa ein Jahr jünger als ich, aber viel lauter und frecher. Ihre Oma wohnte ganz in unserer Nähe in einem kleinen langgezogenen Haus mit einem großen Hof und Garten nach hinten raus. Die Oma war eine dünne drahtige Person mit einer tiefen rauen Stimme, die ohne Unterlass eine Zigarette nach der anderen rauchte. Renate hielt sich manchmal wochenlang bei ihr auf. Über Renates Mutter waren per Dorfklatsch wilde Gerüchte im Gange, aber leider schienen die alle übertrieben, denn eines Tages wohnte meine Freundin wieder bei ihr in der Stadt. Dann sahen wir uns nur noch in den Ferien und bald gar nicht mehr... 
nur immer auf dem Hof spielen wurde uns unternehmungslustigen Kleingören schnell langweilig und so verdrückten wir uns manches mal klammheimlich wenn die Großmutter im Garten werkelte. Hatten wir uns durch das große grüne, wackelige Tor geschlichen und die damals stille Dorfstraße überquert, spielten wir in der langen Kastanienallee, die sich durch das halbe Dorf zog... im Frühsommer konnten wir Maikäfer fangen, winzige Frösche in dem sumpfigen Graben hinter den alten Bäumen beobachten und im Herbst Säckeweise glänzend runde Kastanien sammeln....
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01 Juli 2014

unser Tag war so lang, wie Kornfeld im Sommer

... diese Zeile ist mir im Gedächtnis geblieben, seit ich sie in meiner Kindheit in irgendeiner Ferien-Kinder-Geschichte gelesen habe... keine Ahnung wie das Buch hieß und um was es dabei ging... aber... genauso war es... als Kinder waren wir fast den lieben langen Tag draußen ... in diversen Gärten und an verschwiegenen Plätzen, am Flüsschen oder durch die Felder streifend... unterwegs mit einem Pulk Mädchen oder beim Gänschen hüten mit einem Buch in der Hecke sitzend... unsere Sommertage waren lang und natürlich "immer'" sonnig...
... in meiner Schulzeit begannen im Juli mit schöner Regelmäßigkeit die Ferien, daran schloss sich der August als weiterer Ferienmonat und am 1. September fing wieder die Schule an, wenn nicht gerade Wochenende war. Das war einfach und gut zu merken. Alle konnten sich darauf einstellen und waren daran gewöhnt.
Acht Wochen Ferienzeit und wir Kinder hatte keine Schwierigkeiten damit diese Zeit herum zu bekommen. Es schien generell kein Problem zu sein, obwohl fast alle unsere Mütter berufstätig waren. Auf dem Dorf gab es für uns vielfältige Beschäftigung und unsere Mütter, die in der Landwirtschaft arbeiteten, waren auch immer zwischendurch mal anwesend. Als größere Kinder haben wir auch ganz selbstverständlich zwischendurch gearbeitet, zu Hause oder, wie wir heute sagen, in Ferienjobs. An Bohnenpflücken oder Salatschneiden oder die letzten Erdbeeren ernten, kann ich mich erinnern. Auch das Kirschen pflücken war recht beliebt... ansonsten konnten wir Kinder in ein Ferienlager fahren oder die sogenannten Ferienspiele mitmachen. Ich habe derlei Aktivitäten weniger geschätzt und meine Ferien lieber frei und nicht reglementiert gestaltet... wenn ich so zurückdenke, war das scheinbar gar kein Problem ... heute haben die meisten Kinder nicht halb so viel Freiheit... dafür mehr Langeweile...
mit meinen Freundinnen Christa, Renate, Ursel, Hannelore, Ute und allen voran Hanni, habe ich in all den Jahren meiner Schulzeit auf unserem Dorf ohne eine erwachsene Aufsicht wunderbare Ferien verbracht...




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24 Juni 2014

traditionell

Heute morgen bin ich über einen Artikel zum Thema Rituale von Ulrich Greiner gestolpert und fand darin den Satz: "Man kann die Moderne als den Versuch beschreiben, ohne Tradition auszukommen und sich dem jeweils Neuen zu verpflichten."

Ist das so und was sind uns Traditionen wert?

... wenn von Traditionen und Konventionen die Rede ist, dann wirft man meist nur einen kurzen Blick in die Vergangenheit. Und wenn ein eher konservativer christlicher Abendländler die Historie betrachtet, schafft er es meist auch nur ein paar Jahrhunderte weit. Als gäbe vor der Kultur der Christenheit keine von menschlichen Gemeinschaften gestaltete und erlebte Vergangenheit, wird das aktuelle mitteleuropäische Brauchtum zur (einzigen) Tradition erklärt. Die Rituale der christlichen Kirche scheinen dabei aus dem Nichts zu kommen (obwohl wir es bereits besser wissen) und sie garantieren den Benutzern opitimalen "spirituellen" Nutzen. Aber das tradierte und christlich aufgerüschte Volksbrauchtum fragt sehr wohl heute wieder nach seinen Wurzeln...

Die SommerSonnenWende - der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres - ist wieder ein gerngefeiertes und vielbeachtetes Naturereignis. Und das nicht ohne Grund - es war und ist eine traditionsreiche Festzeit, die interessanterweise in der umfangreichen Feierkultur des Kirchenjahrs keinen direkten Niederschlag findet. Ähnlich dem sinnenfreudige Fest Anfang Mai, heute als Beltane oder Walburgisnacht bekannt, wenn um den Vollmond das Frühjahr seinen klimatischen Hochpunkt erreichte. 

Welche Rituale auch immer rund um und während der alten Feste stattfanden, fast immer ist Feuer eine  Bestandteil der Gebräuche ... verliebte Paare springen Hand in Hand über das Sonnenwendfeuer, es gibt noch immer die Osterfeuer und in manchen Gegenden wurden zu verschiedenen Gelegenheiten Feuerräder zu Tal gerollt. An der Küste gibt es noch das Biikebrennen, wir stellen Lichter in ausgehöhlte Kürbisse und die Weihnachtszeit, welche als Quellcode die WinterSonnenWende hat, ist traditionsgemäß Kerzenzeit ... uraltes Brauchtum ist immer noch unglaublich vielfältig erhalten und nicht alles konnte von der christlichen Umgestaltung übertüncht oder gar ganz ausgelöscht werden...

so bilden sich auf den Relikten alter Bräuche immer auch neue Rituale. Vielleicht führt das Leben, bezogen auf die Natur, uns ohnehin immer wieder in den altbewährten zyklischen Ablauf, in unseren bunten Jahreskreis...

































Wolf Dieter Storl sagte in einem Vortrag: "... Rituale sind archaische Techniken, die Dinge bewegen, die den Geist bewegen, die die Seele bewegen, die auch eine Wirkung haben...


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22 Juni 2014

schläfrig

... das fahle Licht, das heute aus einem eher grauen Wolkenmix und einer müden Sonne besteht, hat eine eigenartige Wirkung auf mich - es macht mich schläfrig und träge und lässt weder frohe noch beschwingte Gedanken zu ... stattdessen sehne ich mich nach einem heißen Kakao mit Sahne...
wir haben ja hier im gern mal kühlen Norden einen recht frischen und eher ungemütlichen Sommeranfang und wenn plötzlich morgen im Supermarkt wieder Pfefferkuchen stünden, würde ich mich nicht wundern...
aber zum Glück ist es noch lange nicht so weit...
ich gehe jetzt trotzdem ein Stündchen auf die Wiese nach den Kräutlein sehen und wenn ich nicht vom Winde verweht werde, bringe ich ein wenig Sonnenkraut* für meine Sommertee - Mischung mit...


* auch Johanniskraut genannt...

13 Juni 2014

Sommerpause


Die Sommerpause ... eine beliebter Zwischenstopp für Bildungseinrichtungen, manche Fernsehsendung und auch Permanentblogger, Vielschreiberinnen und Dauerposter....
was aber, wenn die Beiträge im eigenen Bloggeschehen seit einem Jahr eh schon spärlich tröpfeln und die Blogbetreiberin froh ist, wenn sie zwei Postings pro Monat hinkriegt ... da liegt es doch nahe die Sommerzeit zu einem Bloggerevent umzugestalten und (fast) täglich zu posten... mögen die anderen in der ganzen Welt Ferien machen, ich reise nach Bloggieland und werden sechs Wochen durchposten... oder vielleicht gar acht? Heute ist Freitag der 13. und Vollmond – eine guter Tag für den Anfang eines neuen Projektes... und ich habe bestimmt genug Themen... nur den Fußball werde ich wahrscheinlich auslassen...



27 Juli 2012

Fahr vorsichtig


Urlaubszeit – Reisezeit – Ferienspaß – und doch - manchmal möchte ich am liebsten gar nicht wissen, wo und wie sie alle, die mir nahestehen, gerade unterwegs sind...


Fahr vorsichtig oder pass auf dich auf

 

Wir kennen alle solche Sätze, aus unserer Jugendzeit und von uns selbst, wenn wir sie anderen mit auf den Weg geben. Sie sind Synonyme für: Ich wollt, du würdest bleiben! Ich hab dich lieb und möchte eigentlich nicht, dass du gehst! Ich möchte dich nicht, nichtmal für kurze Zeit verlieren! Ich weiß, dass du dich mit jeder Fahrt auch in eine tödliche Gefahr begeben kannst - doch ich sprech es nicht aus, niemand spricht es aus.
 

Wenn wir die Aktivitäten unseres, heute so wenig verbindlichen Alltags so wahrnehmen und benennen würden wie sie sich in unserem Inneren darstellen und von uns gefühlt werden, wenn wir stets den Trennungsschmerz zulassen würden, der zu diesen Urerfahrungen passt, könnte vielleicht keiner mehr sein modernes Leben leben. Verlust ist unser täglich Brot. Verdrängung ebenso. Der Irrwitz des ständigen Ausblendens, dass wir von den wenigen Menschen, die uns nahe stehen, tagtäglich mehrmals trennen müssen, passt nicht zu unserer menschlichen Gruppenurerfahrung. Kinder traben in die Schule, fahren Bus und Rad. Erwachse müssen ihre Ausbildungs- und Arbeitsstätten aufsuchen. Die sind eher selten zu Fuß zu erreichen. Es wird Tag für Tag mit dem Auto und der Bahn gefahren und obwohl in der Regel am Abend alle wieder heil zu Hause sind, bleibt die gegenseitige, gut eingefrorene tägliche Sorge. Ein ungeheurer energetischer Aufwand und diese Energie fehlt uns an anderer Stelle.
 

Wir leben fast nie mehr in natürlichen Verhältnissen mit vielen Angehörigen, mit denen wir überschaubar unsere Tage verbringen, gemeinsam arbeiten und unsere Gefühlswelt teilen. Statt dessen wird von jedem Erwachsenen erwartet, dass er sich autonom verhält und (immer wieder neue) Lebensgefährten sucht. Wir zähmen die Menschen, mit denen wir zusammenleben wollen, wie der kleine Prinz den Fuchs. Wir arbeiten daran, sie uns vertraut zu machen und werden dabei immer von dem unterschwelligen Bewusstsein begleitet, sie ohnehin wieder zu verlieren.
 

Unter diesem Gesichtspunkt könnten wir auch annehmen, dass die zweifelhafte Heiratsformel „...bis dass der Tod euch scheidet“, nicht so sehr als Fessel gedacht war, sondern eher als eine Art Garantieversprechen in puncto verlässliche Zugehörigkeit, besonders für die junge Braut. Als (kläglichen) Ersatz für die nicht mehr stattfindende (mütterliche) Sippenzugehörigkeit.
 

Fahr vorsichtig! Pass auf dich auf! Ziehst du dich warm genug an? Isst du ordentlich? - Sprüche, die jeden älteren Teenager und manchen Partner auf die Palme bringen. Und die doch von Seiten der Eltern bzw. der Zurückbleibenden, zwei wichtige Funktionen des Zusammenlebens zum Ausdruck bringen: zum einen, unter dem Eindruck der Trennung, (verschlüsselt) auf die Innigkeit der Verbindung hinzuweisen und zum anderen und hier gerade den jungen Menschen beim Verlassen der geschlossenen Gruppe vor den „Gefahren der Wildnis“ zu warnen. Schließlich ist unser modernes Leben auch gefährlich, gerade auf der Autobahn. Grund genug sich zu sorgen. Daher sind diese Sprüche einfach nur ein natürlicher Reflex und in ihrer Umschreibung an die heutige Art angepasst unsere Gefühlslagen zum Ausdruck zubringen. Also werten wir die Sprüche, als das was sie sind: wichtige, wertvolle Bänder zwischen uns und unseren uns Angehörenden.

Also allen eine schöne Urlaubszeit und fahrt vorsichtig!
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23 Juli 2012

Frau und Arbeit

Schluss mit niedlich! Lange genug dümpelte mein Blog mit kleinen Nettigkeiten und anderen Kurznachrichten durch das Jahr. Dieses ist zur Hälfte um und da sich der Sommer jetzt scheinbar aufrafft, versuche ich das jetzt auch! Hier ein Essay, angeregt durch eine Facebookdiskussion:

Frau und Arbeit

Überall da, wo heute Frauen in Männervereinigungen zugelassen werden und in diesen sogar eine gewisse Karriere machen können, müssen sie sich auch den nach wie vor herrschenden (Hierarchie)Regeln beugen. Die Möglichkeit einen Fuß in die Tür zu bekommen wurde sich von Frauen immer wieder hart erkämpft und es dauerte bis ins 20. Jahrhundert bevor manche dieser Tür ganz aufgestoßen wurde.
 
Ich erinnere mich noch lebhaft an eine Geschichte über Florence Nightingale, die ich in meiner Jugend las und daran wie sehr mich das Gelesene tagelang beschäftigte. Das heldenhafte Verhalten der Krankenschwester und ihr aufopfernder Kampf in Schlachten verwundete Männer angemessen medizinisch zu betreuen, nötigte mir trotzdem wenig Respekt ab. Ich wandte mich einmal mehr angewidert von der selbstverständlichen Praxis ab, die Frauen als Hilfskräfte in den (blutigen) Männerspielen missbraucht und deren selbstlosen Einsatz entweder zu bejubeln oder kleinreden. 

Das mich umgebenden Selbstverständnis, dass Frauen ihre Kraft immer wieder (freiwillig) auf den kleinen und großen Schlachtfeldern der männlichen Anmaßung hingebungsvoll einsetzen, scheint sich nicht zu ändern. Und sie sind immer noch bereit, diese ihre Rolle zu perfektionieren. Das es so ist hat verschiedene Gründe. Einer mag auch sein, dass frau immer wieder versucht ist, mit ihrer ungewürdigten Arbeit Humanität in alle Arten von männlichen Aktionen zu bringen. 

Manches konnte sich frau vor zweihundert oder nur einhundert Jahren kaum vorstellen, aber in unserer derzeitigen Kultur kann die Frau in der nach wie vor etablierten Männerwelt eigentlich alles werden. Von der Staatschefin über die Konzernmanagerin oder Krankenhausärztin und Professorin bis hin zur Soldatin. Dazu gibt sie allerdings am besten für bestimmte Zeit Teile ihre Persönlichkeit inklusive der weibliche Grundausstattung an der Garderobe ab. (wahrscheinlich verändern sich durch die allgemeine Unterwerfung in einem Hierarchiesystem sowieso eine jede Persönlichkeit - bereits unter dem Eindruck der intensiven Gehirnwäsche seit jüngster Kindheit innerhalb des kollektiven Stockholmsyndrom)
 
Die berufstätige Frau wird als Erwerbstätige zu einem Bauteil, einem Rädchen im Getriebe, in den hierarchisch geführten Betrieben, welche die Arbeitswelt unserer Gesellschaft ausmachen. Und das kann heutzutage eben alles sein – Gesundheitswesen, Schulen, Universitäten, Behörden, Dienstleistungsgewerbe, wie Post, Bahn oder Fluglinien, Medien- und Wirtschaftsunternehmen sowie Kirche, Polizei und Militär – überall da wo sichtbar Uniform getragen wird oder diese äußerlich nicht sichtbar in einer bestimmten Konformität oder Art der Zugehörigkeit zum Ausdruck kommt.  

Die moderne und hervorragend durch das patriarchale System konditionierte Frau, ist so an den maskulinen Takt unserer Gesellschaft gewöhnt, dass sie gar nicht auf die Idee kommt, dass ihre Unterwerfung unter dieses System eine unweibliche Monstrosität ist. Das geht soweit, dass aus der Erkenntnis heraus, dass sich etwas ändern muss, die Frau einen Paradigmenwechsel mit den ungeeigneten Mitteln patriarchöser Strategien herbeizuführen versucht. Dazu gehört beispielsweise das feministische Bemühen mit der Männerwelt gleichzuziehen oder die naive Vorstellung, dass ein männlich inszenierter Gott weibliche Priesterinnen braucht.
 
Nun geschieht jede Art von Unterwerfung ja nie wirklich freiwillig. Auch dann oder erst recht nicht, wenn frau unter dem Eindruck ihrer derzeitigen Pseudo-Freiheit glaubt, sich willentlich und gern für irgendeine zur Zeit angesagte Fremdbestimmung entschieden zu haben. Die Kombination aus dem natürlichen Drang des Überleben müssen in einer Gesellschaft, die ihre Töchter so früh wie möglich separiert und den begleitenden Ideologien, setzt Frauen auf infame Weise matt. Die indoktrinierte Hörigkeit gegenüber männlichen Vorgaben, die meist raffiniert verdeckt, selbst im heutigen mütterlichen Wort daherkommen, schirmt die Frau von ihrem eigenen weiblichen Selbst ab und lässt sie immer mehr die lebenserhaltende, konsanguine* Gemeinschaft ablehnen .
 
Das weibliche Sein bricht sich jedoch mehr oder weniger trotzdem Bahn. Immer da, wo Frauen sich den Ausdruck ihrer persönlichen Kreativität nicht nehmen lassen und diese einfach leben. Wo Frauen die Verwegenheit haben selbstständig oder freiberuflich zu agieren, auch um für ihre Kinder eine naturgemäße Lebensgrundlage zu schaffen. Und auch da wo Frauen schon mal bewusst vielversprechenden Berufsaussichten den Rücken kehren, um am Gedeihen ihrer Kinder direkten Anteil zu nehmen, wohl wissend, dass ein erfolgreiches Anknüpfen in der Regel nicht mehr möglich ist. 

Ich würde sagen, Frau kann nicht wirklich ihr genetisches Programm ignorieren, auch wenn der derzeitige Mainstream immer noch bemüht ist aus Frauen Ersatzmänner zu machen. Selbst wenn sich für jede Arbeit, die ein Mann verrichtet, bestimmt eine Frau finden würde, die das ebenfalls tun könnte, bleibt eben doch das Warum (sollte sie) und das Wie (kann sie es weiblich umsetzen) offen. Der Mann hat unter anderem die Welt in Arbeitszeit und Freizeit unterteilt. Auf der einen Seite seine Projekte oder die Mission (Dienst am Herrschaftssystem) und auf der anderen Seite sein Privatleben mit Weib und Kind und diese beiden Daseinskomponenten sollten sich möglichst wenig berühren.
 
Das ist aber kein weibliches Sein. Die Frau (hier als Synonym für die Urmütter) war einst die Erfinderin der alltäglichen Arbeit, in die ihr ganzes schöpferisches Potential floss und eigentlich ist es immer noch so. Frauen machten naturgemäß keinen Unterschied zwischen Arbeit und Privat und sie übten einst jede Tätigkeit in natürlicher Kooperation in ihrer zugehörigen Gemeinschaft aus. Also fangen wir damit an Arbeit mit weiblichen Sinnen zu erfassen... 



(*verwandt durch Geburt oder auch blutsverwandt in der mütterlichen Linie)
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19 Juli 2012

voll krass

...ich habe bisher keine Tageszeitung abonniert und lese gerade eine zur Probe!
Das Ergebnis: ich bin schon am frühen Morgen frustriert ob der vielen kleinen und großen Katastrophen auf der Welt und in der näheren Umgebung... 
liebe Zeitungsmacher, das geht nicht gegen euch persönlich und es ist auch gut, dass es euch gibt und ihr einen Job habt, aber gleich morgens News, von denen die meisten einen gewissen Schrecken beinhalten, ist einfach nicht gut für mein Gemüt...
vielleicht würde ich es besser wegstecken, hätte wir draußen nicht:

...grauer Himmel – Höchsttemperatur 14° C – Regen...

grüner Trost auf dem Balkon
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18 Juli 2012

Schmalzwetter

...grauer Himmel – Höchsttemperatur 14° C – Regen... was ist das? 

Schmalzwetter!

Bei diesen gruseligen, tagelangen Wetterkombinationen fühle ich mich in gewisse kindliche Erinnerungszeiten versetzt. Und so überkommt mich zur Zeit das unkontrollierte Verlangen nach Gänseschmalzbrot und warmem Kakao – eine typische (Spät)Herbstanwandlung - und ich starre konsterniert auf meinen bunten Küchenkalender um mich zu vergewissern, dass wir wirklich Mitte Juli haben...



29 Juni 2012

Flötentöne und Hansetag


Das musst du fotografieren sagte Isolde...

als wir auf dem Weg zu einer der Freilichtbühnen auf dem Hansetag Lüneburg waren...


um das Konzert des Flötenorchester 
"Blautöne" zu erleben, bei dem ihre Mama mitflötet...


...was waren wir begeistert!













17 Juni 2012

Zwei meiner Augensterne



... nach dem Hip-Hop-Auftritt ...


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04 Juni 2012

on Air...



und ohne Sammeln geht es nicht ...



17 April 2012

Fräulein Schröder

Meine Schwester wohnt in einem netten Haus mit gepflegtem Garten drumherum und einer still gelegenen Terrasse mit Blick auf die Vogeltränke. Dort steht auch ein bequemer Stuhl, auf dem sich meine Schwester gern zwischendurch hinsetzt – um ein wenig die Sonne zu genießen, sich an den Frühjahrsblühern zu erfreuen, im heißen Sommer den Piepmätzen beim Baden zuzusehen oder im Winter das Glitzern des schneebedeckten Rasens zu bewundern. Ein idyllisches Plätzchen der Beschaulichkeit und Ruhe.

Doch leider ist dieser Platz seit einiger Zeit oft genug bereits besetzt – von Fräulein Schröder - der stolzen Nachbarkatze. Fräulein Schröder, diesen Namen hat ihr meine Schwester verliehen, ist die Hauskatze der netten jungen Familie Schröder von gegenüber (und nicht zu verwechseln mit Schrödingers Katze).

Schröders haben, neben der Katze, auch noch zwei temperamentvolle kleine Jungs. Daher ist es durchaus möglich, dass sich Fräulein Schröder einerseits der Unruhe entziehen will, andererseits, wenn alle aus dem Haus sind, wenigstens die beschauliche Nähe der älteren Dame von nebenan, meiner Schwester, pflegen möchte. Und so weilt sie täglich gelassen und dekorativ auf dem besagten Gartenstuhl. 

Seit ein paar Tagen erwägt meine Schwester nun die Anschaffung einer zweiten Sitzgelegenheit...



... derzeit liegt mein Blog ein wenig brach und ich starte den Versuch dieses zu ändern. Daher habe ich mich entschlossen ab und zu eine Art Themenwoche abzuhalten. Die erste Serie widme ich dem Thema Katze!

01 Juli 2011

Es ist Juli


...Und ich mache
eine kleine Sommerpause:
Um eine Hochzeit zu feiern,
eine Woche mit den Kindern zu verbringen
und um ein bisschen Urlaub zu machen!

Also bis bald und allen schöne Sommertage