... ich bin dem Fluch der Weihnachtsformel verfallen ...
meine Formel für alle, die mir in diesem Jahr was schenken wollten, hat sich schnell herum gesprochen und lautete: Oma mag bunte Eulen! - Tendenz: Lila...
Und dass nur, weil ich so unvorsichtig war mein Mitleid über Putztücher mit putzigem bunten Eulenaufdruck oder winzige Radiergummis in Eulenform auf Facebook kund zu tun...
jetzt kann ich nur noch durchhalten bis sich der Design-Trend wieder ändert, erfahrungsgemäß ist der Eulenhype in einem Jahr vorbei und etwas anderes unwiderstehlich Niedliches wird sich als Dekor für jeden nur erdenklichen Gebrauchsgegenstand durchsetzen...
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27 Dezember 2014
21 Dezember 2012
Happy
Die überaus glückliche Großmutter teilt mit:
Heute am 21.12.2012 um 11.11 Uhr erblickte
mein elftes Kindeskind das Licht dieser Welt!
... und natürlich ist es ein Mädchen...
sie ist die dritte Tochter meiner Zweitgeborenen
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23 Dezember 2011
weihnachtliche Küchenstimmung
...ups...
das ist ja noch ein Foto vom letzten Jahr!
Trotzdem...
Frohe Festtage
für Alle ...und mein Weihnachtszimmer ist auch schon dekoriert!
24 Dezember 2010
... wie jedes Jahr, nur weiß...
... da ist sie, die oft vermisste Weiße Weihnacht!
Der liebliche Moment, da wir uns an der noch makellosen Weiße erfreuen. Die damit einhergehende Stille genießend, durch den Schnee stapfen, Autos frei schaufeln und dann doch nur die allernötigsten und nicht aufzuschiebenden Fahrten unternehmen.
Wie heute, wenn ich den Korb mit den bunten Päckchen einlade und hinunterrolle, zu den erwartungsvollen Kinder, welche die Treppe hoch und runter hüpfen und fast durchdrehen, weil die Zeit so langsam vergeht. Und dann eben einfach mal in Socken vor die Haustür treten und um die Ecke sehen, ob die Oma kommt, denn das hieße: das Glöckchen wird bald klingeln. Die Älteste der Kinderschar werkelt in der Küche und demonstriert Gelassenheit und die ganz Kleine ist sich nicht sicher, ob es auch so wird wie im letzten Jahr.
Mama ist immer mal kurz verschwunden, um dann mit diesem Leuchten in den Augen, das ich noch aus ihren Kindertagen kenne, wieder aufzutauchen. Papa, heute nicht ganz so leger gekleidet, überprüft die Kamera. Die Türen zur Stube, die heutzutage Wohnzimmer heißt, sind seit gestern abend verschlossen und das Familienleben ballt sich in der großen Küche. Aber dann läutet es doch, das Glöckchen.
Und nun lassen sich, erstaunlicher weise, auch wieder die Türen öffnen. Ein warmer Duft von vielen Kerzen umströmt alle und der Lichterschein weist den Weg in das zukünftige KinderErinnerungsWunderland...
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09 Dezember 2010
Advent - Ticker
- KK 10 (Kindeskind zehn), offiziell bestätigte 3 cm gewachsen, ganz lieb, schläft nachts sechs Stunden
- Ballettaufführung von Mathilde verpasst, alles ganz klein auf dem Monitor der Kamera gesehen
- ... eben noch schnell alle Bücher lesen, die ich zu Weihnachten verschenken will
- Tochter hat mit ihrem Kurz-Krimi (das ist der, den ich mehrfach gegengelesen habe) beim Wardenburger Krimi Wettbewerb den 3. Platz belegt
- vor drei Tagen am Abend vom Balkon aus einen Brand beobachtet, Feuerwehr war schon unterwegs
- Meisen habe schon drei Tüten Sonnenblumenkerne verdrückt
- Caro hatte Geburtstag, neun Jahre, will definitiv keine Puppen mehr, stattdessen Bücher und Nintendo
- immerzu Winterkinder von Zuckowski hören, in der Küche, im Auto, im Bad, im Keller, im Alkoven, auf dem Balkon, beim Bäcker, auf dem Weihnachtsmarkt...
- Helenes Gutschein vom Geburtstag einlösen (Oma bekochen)
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06 Dezember 2010
Lasst und froh und munter sein
Ja, ja, die Weihnachtsinsel... ich möchte hier eigentlich keine Werbung für ein konventionelles Weihnachten machen, sondern wollte mit meiner Metapher sozusagen den Ist-Zustand beschreiben. Denn an Weihnachten kommen wir alle nicht vorbei, selbst wenn wir es hassen.
Die Schokoladenweihnachtsmannprokuktion läuft fast das ganze Jahr auf Hochtouren, kein Label versäumt es inzwischen einen auf ihre Kundschaft zugeschnittenen Adventskalender auf den Markt zu bringen und wenn Anfang Oktober die ersten Paletten mit Lebkuchen in die Supermärkte geschoben werden, wissen wir, es ist so weit, die Weihnachtslobby schlägt wieder gnadenlos zu.
Die Weihnachtsindustrie ist weitreichend. Bunter Glitzerkitsch kommt aus Asien und erzgebirgische Schnitzereien kann man auf der ganzen Welt kaufen. Es werden Bäumchen gepflanzt, ein paar Jahre später abgehackt und in die Menschenwohnungen verschleppt.
Heute wachsen wir in die Vorstellung hinein, dass jemand irgendwann Weihnachten festgelegte (was quasi auch der Fall ist). Dabei gibt es immer wieder Bemühungen der Sache, ohne Bezug auf die eigentliche Ursache, einen Sinn zu verpassen, als Fest der Familie beispielsweise! Also will es die moderne Tradition, dass wir nun alle, an den extra berufsarbeitsbefreiten Tagen froh und munter sein müssen...
Aber das Alles ist nicht wirklich Weihnachten...
Wir sollten uns erinnern - weil Menschen einst zusammen kamen und gemeinsam feierten sind die geweihten Nächte entstanden. Menschen erkannten in der Natur besondere Ereignisse und Zeiten und trafen sich in einer gemeinsamen Intuition, sie feierten, ernsthaft und froh und ausgelassen und dieser Anlass wurde überliefert und dann, irgendwann in der jüngeren Geschichte entstand ein Festtagskatalog. Aber mit verordneten Feiertagen ist das so eine Sache... Das ursprüngliche Begehren scheint nicht mehr zu existieren und zieht sich doch durch Jahrhunderte oder eher, Jahrtausende…
Die Weihnacht oder besser, die Geweihten Nächte, sind eine besondere Zeit. Wenn etwas geweiht wurde, dann hat es eine tiefe, eine spirituelle Bedeutung und zwar für viele Menschen. Menschen, die sich nahe standen, miteinander verwandt waren. Die das ganze Jahr zusammen lebten, gemeinsam arbeiteten, gemeinsam feierten, gemeinsam glücklich waren, aber auch gelitten und getrauert haben. Aus der Gemeinsamkeit ist die Bedeutung entstanden und aus der Bedeutung der Ritus.
Da ist die Sache mit dem wiederkehrenden Licht! Ich bin schon darauf eingegangen und die Weihnachtstradition, wie wir sie kennen, hat nun mal viel mit unserem Klima, unseren Jahreszeiten zu tun. Lange Winternächte, kurze düstere Tage! Da hilft es Feuer zu machen und zusammenzurücken. Gut zu essen, lecker trinken, Geschichten erzählen, gemeinsam lachen und wer was weiß noch...
Ich bin wohl ein Weihnachtskind...
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05 Dezember 2010
Reif für die Insel
Jedes Jahr zur gleichen Zeit ziehen immer wieder viele Menschen um und zwar...
auf die Weihnachtsinsel.
auf die Weihnachtsinsel.
Sie besteigen eines der Boote, das sie nach dem Arkadien bringt, das verwunschen und doch so voller Leben ist. Dahin, wo die immer laute, anstrengende oder auch schreckliche Welt, in der sie sonst leben, möglichst weit weg liegt. Sie hoffen auf der Weihnachtsinsel den Ort zu finden, an dem alles anders und am liebsten alles besser ist. Wo, Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen, sich alle Menschen lieben und Friede auf Erden herrscht.
Die Weihnachtsinsel ist eines dieser seltenen Phänomene, die ab und zu oder auch regelmäßig, in Raum und Zeit auftauchen und nach einer Weile wieder verschwinden. Geheimnisvoll, unberührt und für manche unerklärlich.
Wissenschaftler bemühen sich schon seit längerem das Wunder zu entzaubert. Sie behaupten, sie könnten exakt das Auftauchen der seltsamen Insel an Hand von Sternenkonstellationen, im Zusammenhang mit der Mondbahn und dem Vogelflug bestimmen und so die Lage und ihr Erscheinen genau errechnen. Was eigentlich die reinste Zeitverschwendung ist, denn lange bevor es diese eifrigen Wissenschaftler gab, kannte die Menschen schon die Weihnachtsinsel.
Wissenschaftler bemühen sich schon seit längerem das Wunder zu entzaubert. Sie behaupten, sie könnten exakt das Auftauchen der seltsamen Insel an Hand von Sternenkonstellationen, im Zusammenhang mit der Mondbahn und dem Vogelflug bestimmen und so die Lage und ihr Erscheinen genau errechnen. Was eigentlich die reinste Zeitverschwendung ist, denn lange bevor es diese eifrigen Wissenschaftler gab, kannte die Menschen schon die Weihnachtsinsel.
Die Weihnachtsinsel ist wie, wir uns alle denken können, recht beliebt. Einige der Weihnachtsliebhaber machen, wie Touristen, dort nur eine kurze Stippvisite, andere halten sich Jahr für Jahr wochenlang in den lieblichen Gefilden auf. Für sie ist es fast wie ein Zweitwohnsitz und sie nehmen dann möglichst das allerletzte Gefährt, um wieder ihren Alltag zu erreichen, bevor die Insel im Nichts verschwindet.
Die Weihnachtsinsel ist ein wunderbarer Ort. Ein Ort an dem sich Wünsche erfüllen und mancher Traum wahr wird. Er ist vielfältig wie nichts auf der Welt. Mit seltsamer, sich ständig verändernder Landschaft. Wir können dort durch Schnee stapfen und einen Schlitten hinter uns herziehen. Dann wieder kommen wir an Palmen vorbei, hinter denen ein Stall steht und um den sich Hirten und Schafe drängen. Die Luft ist erfüllt von lieblichen Klängen und Glockengeläut. Feuerräder kreuzen unsere Bahn, Yulböcke sehen aus dem Gebüsch und vorbeiziehende Engel streuen Sternchen auf die Wege und verteilen kleine Gaben. Die Wege sind von tausenden Kerzen beleuchtet und an den meisten der Koniferen hängen bunte Glaskugeln und Süßigkeiten. Für manche Menschen ist diese Insel das Kinderwunderland und für andere eine heilige Stätte.
Die Weihnachtsinsel ist unter recht verschiedenen Namen bekannt. Viele sagen einfach nur kurz und bündig Weihnacht oder bezeichnen sie als ihren Festplatz. Manchen nennen sie Yul, sogar Avalon und andere sind überzeugt, sie hieß schon immer Bethlehem. Das Faszinierende an dieser wunderbaren Insel ist, wir können ohne Visum einreisen, kommen und gehen wie es uns beliebt und uns dort bis zum Platzen wohlfühlen.
Obwohl, man hört immer wieder, ganz so friedlich, wie es sich manche wünschen, geht es auf dieser Insel, welche unbeirrt durch die Zeit schwimmt, nicht immer und überall zu. Ist ja eigentlich klar, wenn sich dort zur gleichen Zeit so unglaublich viele Menschen treffen und jeder für sich die idyllischen Plätze beansprucht, an denen er entspannte Tage verleben möchte, kann es schon mal eng werden. Das Beste wäre, wir streifen umher und suchten diese reichlich vorhandenen Nischen auf, in denen Einzelne, Jahr für Jahr, allein auf der Weihnachtsinsel sitzen und das nicht immer freiwillig. Aber egal, auch ich bin in diesem Jahr wieder reif für die Insel...
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01 Dezember 2010
Es ist für uns eine Zeit angekommen...
Familienerinnerungen, religiöse Traditionen, volkstümliches Bräuche … jeder kann sich heute aus den inzwischen reichlich vorhandenen Versatzstücken rund um Weihnachten ein schönes Fest kreieren. Mit und ohne christliche Bedeutung, die Möglichkeiten vermehren ständig sich auf wunderbare Weise.
Weihnachtliche Gefühle hin, Konsumterror und Kitsch her. Wenn wir schon drei Wochen vorher vom Weihnachtszuckerguss genervt sind und uns „oh, Tannenbaum“ zu den Ohren heraus hängt, können wir auch einfach nur an den eigentlichen, ursprünglichen Anlass denken. Wir bewegen uns und das ist inzwischen allen bekannt, in einer seit altersher überlieferten Festperiode, in der auch der Advent auf uraltem Brauchtum aufbaut. Es gilt sich vorzubereiten, zu rüsten für die Geweihten Nächten.
Ganz gleich wie sich das Wetter, das Klima, dereinst zeigte, ob die Luft milde wehte oder Stürme tobten, ob es vor Kälte klirrte oder der Schnee die Welt verhüllte, der zuverlässig stattfindende Wechsel vom Dunkeln ins wiederkehrende Licht, war der wirkliche Anlass zur Freude und zum Feiern. Für unsere Vorfahren ein wichtiges Geschehen auf der Jahresbahn. Die Wende im Jahreskreis.
Die dunkle Zeit neigt sich dem Ende zu, bald haben wir die längste Nacht und den kürzesten Tag. Der Moment der Wintersonnenwende ist der tiefste Punkt, ab da werden die Tage wieder länger, das Licht kehrt langsam zurück. Das wiedergeborene Lichtkind besiegt die Dunkelheit und allmählich wird es immer heller - ein Grund zur Freude.
Und denken wir daran, dass die heiligen Nächte von je her auch die Zeit und das Fest der Mütter war!
In der christlichen Tradition erfahren wir deshalb von Mutter Maria, die auf Reisen ihr Kind in einem Stall zur Welt bringt. Sie findet Erwähnung als Mutter des Herrn, der seine ersten Tage unter so unwirtlichen Umständen vielleicht nicht überstanden hätte, wäre er nicht nach mütterlicher Art fürsorglich gestillt, liebevoll und gütig versorgt und gewärmt worden.
Die weihnächtlichen Tagen sind eine gute Zeit, die Mütter zu ehren. Nicht die Söhne, Mütter retten tagtäglich die Welt. Die Weihnacht ist der eigentliche Muttertag.
Und die Zeit zwischen den Jahren ist auch eine besondere, geheimnisvolle Zeit, in der wir den Wesen begegnen, die heute Zeit keinen Platz im lauten Alltag haben, die wir kaum noch wahrnehmen.
Frau Holle mit ihren Holden und Heimchen zieht umher. Weises Sagen fliegt durch die Luft. Fangen wir es auf. Die rauen Nächte sind die überlieferte Zeit des Lozen, des Sehens, des Wissens! Es ist die Zeit, da die Räder still stehen, Frauen nicht spinnen und weben, nicht putzen und waschen und keine Wäsche auf die Leine hängen sollten. Meine Mutter hat sich noch an das Gebot gehalten und an mich weiter geben. Der Sinn der Arbeitsruhe liegt im Loslassen und Besinnen.
Also dann jetzt schon mal, einen schönen, geschäftigen Advent, eine weihevolle und ruhige Weihnachtszeit und merkt euch eure Träume in den zwölf Rauhnächten...
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28 November 2010
Wie war das doch damals
... meine alleinstehende, ältere Schwägerin, saß begeistert und mit feuchten Augen am Tisch, wenn wir uns jeden Adventssonntag am Nachmittag um den Adventskranz versammelten, um zu singen. Aber nur Adventslieder! Ja.ja, die gibt es. Da hieß es dann, Lasst uns froh und munter sein und Freu dich das Christkind kommt bald.
Mutter, vier Kinder, besagte Schwägerin, evtl. anderer Besuch, folgten brav der väterlichen Inszenierung. Prinzipiell war das ja gar nicht so schlecht. Die Grundidee kollidierte jedoch immer wieder mit dem Vorschriftenkatalog. Jahrelang pflegte ich den angeheirateten Familienbrauch.
Aber Kinder werden größer und so blieb irgendwann die bemühte Tradition auf der Strecke. Die älteren Töchter waren in der Vorweihnachtszeit mit ihrer Ballettklasse unterwegs und tanzten sich durch die Bühnen der Stadt und Umgebung. Die jüngeren Geschwister verweigerten sich mürrisch dem Adventdruck, den ihr Vater Alle Jahre wieder aufbaute. Vorweggenommene Weihnachtsattribute, wie Weihnachtsmarkt, Weihnachtslieder, Stollen und Lebkuchen, waren schlichtweg untersagt. Freudige Erwartung war gestattet. Denn eigentlich ist der Advent eine Stille Zeit* , die Vorbereitung auf das eigentliche Fest.
Mir wäre es entspannt und weniger dogmatisch lieber gewesen, aber damals war ich meist zu kraftlos, um der festlichen Zeit wirklich den mütterlichen Segen zu geben. Viel später habe ich mir die Spanne bis zur Wintersonnenwende und den Sinn der Weihnächte, außerhalb der christlichen Vorstellungen erschlossen und seitdem lebe ich recht glücklich mit dieser besonderen Zeit.
Meine Töchter sind trotzdem Weihnachts-Fans geblieben und legten neue, glückliche Traditionen für sich und ihre Kinder fest.
*(eine Fastenzeit, welche früher bereits nach Martini begann
... die Marzipankartöffelchen liegen als Größenvergleich im Schüsselchen...
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17 Dezember 2009
Alle Jahre wieder
Die meisten Leute
feiern Weihnachten,
weil die meisten Leute
Weihnachten feiern.
sagte Kurt Tucholsky!
feiern Weihnachten,
weil die meisten Leute
Weihnachten feiern.
sagte Kurt Tucholsky!
05 Dezember 2006
Traumbescherung
Ich habe mir was ausgedacht,
dass mir aber keiner lacht!
Dieses Jahr zur Weihnachtszeit,
da beschenk ich weit und breit
alle Leut - ihr glaubt es kaum!
Jeder kriegt von mir ’nen Traum…
dass mir aber keiner lacht!
Dieses Jahr zur Weihnachtszeit,
da beschenk ich weit und breit
alle Leut - ihr glaubt es kaum!
Jeder kriegt von mir ’nen Traum…
… Schulen nur zum Lachenlernen,
Flugzeugtaxis zu den Sternen,
Sofas, um drauf rum zuspringen,
Lieder, die sich selber singen,
Pulver zum Unsichtbarmachen,
ein paar kleine zahme Drachen,
Katzen, die auf Rollschuh rennen,
Morgenstunden zum Verpennen,
Wände, um sie anzumalen,
Nüssen ohne harte Schalen,
einen Löwen zum Liebkosen,
und statt Ärger rote Rosen.
Hier ist die Bescherung aus.
Sucht für euch das Beste raus!
Flugzeugtaxis zu den Sternen,
Sofas, um drauf rum zuspringen,
Lieder, die sich selber singen,
Pulver zum Unsichtbarmachen,
ein paar kleine zahme Drachen,
Katzen, die auf Rollschuh rennen,
Morgenstunden zum Verpennen,
Wände, um sie anzumalen,
Nüssen ohne harte Schalen,
einen Löwen zum Liebkosen,
und statt Ärger rote Rosen.
Hier ist die Bescherung aus.
Sucht für euch das Beste raus!
Dieses reizende Gedicht ist von: Gina Ruck – Pauquèt, und im Original doppelt so lang. Also ich würde die kleinen Drachen nehmen!
Ich bin eine Weile nicht da und möchte allen einen schönen Advent und eine weihevolle Zeit wünschen. Merkt euch eure Träume in den zwölf Raunächten und schaut doch mal nach draußen, ob Frau Holle mit ihren Holden und Heimchen vorbei zieht.
Ach ja und nicht spinnen, putzen oder waschen und vergesst nicht die Wäsche von der Leine zu nehmen!
Ach ja und nicht spinnen, putzen oder waschen und vergesst nicht die Wäsche von der Leine zu nehmen!
Liebe Grüße Stephanie
30 November 2006
In der Weihnachtsbäckerei
Gestern zu nachtschlafender Zeit rief mich mein Sohn an mit der dringenden Bitte nach dem Familienpfefferkuchenrezept. Es wurde noch ein ausführlicher Schwatz über Gebäck, Berufsaussichten und Computerprogrammierung. Wobei ich mehr zu Ersterem beisteuern konnte. Zum Glück hatte keiner das Rezept verschleppt!
Die Altniederunger Pfefferkuchen habe ich schon als Kind mit meiner Mutter gebacken.
Am schönsten waren die Sterne mit glänzendem Schokoguss und bunten kleinen Kügelchen bestreut. Der Teig wurde noch vor dem ersten Advent zubereitet und dann in einem Tontopf kühl gestellt. Also im Keller, nicht im Kühlschrank, denn den gab es nicht, als ich klein war. Vor Weihnachten wurde der, wunderbar durchgezogene aber sehr festen Teig wieder mühsam geschmeidig geknetet, dann Plätzchen ausstechen oder die Teile fürs Hexenhaus ausschneiden. Der Duft ließ keine Zweifel offen, Weihnacht steht vor der Tür. Der zweite große Akt, war die Dekoration der Pfefferkuchen.
Meine Älteste hat immer die ganz große Plätzchenkunst betrieben, ein paar haben wir für das Familienmuseum aufgehoben. Diese Pfefferkuchen haben die faszinierende Eigenschaft unendlich haltbar zu sein, wenn sie keiner isst!
Ich hänge mal das Rezept an, noch ist genügend Zeit der Witterung zum Trotz, auf Vorweihnachtliche Stimmung und Besinnung zu bestehen oder im Kindheitsnostalgieland zu spazieren.
Altniederunger Pfefferkuchen
500g Zucker, 250g Honig, 250g Sirup - alles zusammen erwärmen (nicht kochen!)
10g Pottasche + 10g Hirschhornsalz in Rosenwasser, ersatzweise Rum oder einfach warmes Wasser auflösen.
alles mit 1250 g Mehl, 2 Eier, 125g Butter, 1Päckchen Staetsz - Pfefferkuchengewürz vermengen (oder normales, dann Mengenverhältnis beachten oder selbst gemörsertes: Nelken Sternanis, Ingwer, Kardamom, Zimt, Muskatnuss, Zitronenschale, Pomeranzenschale, dauert etwa einen halben Tag und bitte beachten im Pfefferkuchen ist kein Pfeffer! ;-) falls der Teig etwas dunkler sein soll, Kakao zusetzen zu 500g Mehl einen El Kakao)
Teig ruhen lassen, vor dem Backen geschmeidig kneten, nicht zu dünn ausrollen, bei 180 bis 200° C ausbacken
nach dem Auskühlen zum weich werden in Blechdose oder anderes dichtes Gefäß legen und viel Spaß bei der Zuckerguss - Streusel - Verzierungsorgie!
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