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13 März 2015
Alltag ...
übersetzt mir der Googleübersetzer (ja ich kann immer noch kein englisch) mit 'everyday life' ... endlich mal ein deutsches Wort, das gegenüber dem englischen kurz und knackig ist... find ich cool...
29 Dezember 2014
Gedanken aus dem Tagebuch III
210514 Erzähl mir vom Glück der Pusteblumen
nicht alle meine Kindeskinder leben in meiner Nähe und gerade die drei Jüngsten wohnen weit weg, so dass ich ihr Aufwachsen nur als kleine Intermezzi erlebe. Gestern sagte mir meine Tochter am Telefon, dass ihre Kleine Pusteblumen liebt. Ein Jahr und fünf Monate ist sie jetzt - da ist das Minitöchterchen schon recht gut zu Fuß, wühlt sie schon mit Hingabe im Sand und liebt es die kleinen Luftsegler der Pusteblumen auf die Reise zu schicken. Ist es nicht immer wieder wunderbar, dass sich bestimmte Menschengewohnheiten auf diese Weise wiederholen?
Natürlich macht es die Kleine vor allem deshalb, weil es da eine Mama und die großen Schwestern gibt, die ihr zeigen, wie das geht und das es Spaß macht. Wir lernten einst alle durch die Beispiele der Menschen, die uns umgaben. Doch nicht alle wachsen immer nur mit nahestehenden, liebevollen Angehörigen auf. Das gibt das moderne Konzept unserer anonymen Gesellschaft nicht mehr her. Wenn ich in meine Kindheit zurückdenke - nicht allen lag speziell unser Wohl, also das der Kinder, am Herzen. In einem heutigen Kinderleben gibt es hoffentlich wieder viel mehr wohlwollende Menschen.
... ein Kind aufziehen ist eine andere Erlebnis, als mit einem Fallschirm abzuspringen oder eine andere aufregende Grenzerfahrung zu machen. Es ist kein einmaliger Kick, sondern ein nachhaltiger Prozess in einem verlässlichen Bindunggefüge und zwar auf immer. Evolutionär betrachtet sogar noch weit darüber hinaus...
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nicht alle meine Kindeskinder leben in meiner Nähe und gerade die drei Jüngsten wohnen weit weg, so dass ich ihr Aufwachsen nur als kleine Intermezzi erlebe. Gestern sagte mir meine Tochter am Telefon, dass ihre Kleine Pusteblumen liebt. Ein Jahr und fünf Monate ist sie jetzt - da ist das Minitöchterchen schon recht gut zu Fuß, wühlt sie schon mit Hingabe im Sand und liebt es die kleinen Luftsegler der Pusteblumen auf die Reise zu schicken. Ist es nicht immer wieder wunderbar, dass sich bestimmte Menschengewohnheiten auf diese Weise wiederholen?
Natürlich macht es die Kleine vor allem deshalb, weil es da eine Mama und die großen Schwestern gibt, die ihr zeigen, wie das geht und das es Spaß macht. Wir lernten einst alle durch die Beispiele der Menschen, die uns umgaben. Doch nicht alle wachsen immer nur mit nahestehenden, liebevollen Angehörigen auf. Das gibt das moderne Konzept unserer anonymen Gesellschaft nicht mehr her. Wenn ich in meine Kindheit zurückdenke - nicht allen lag speziell unser Wohl, also das der Kinder, am Herzen. In einem heutigen Kinderleben gibt es hoffentlich wieder viel mehr wohlwollende Menschen.
... ein Kind aufziehen ist eine andere Erlebnis, als mit einem Fallschirm abzuspringen oder eine andere aufregende Grenzerfahrung zu machen. Es ist kein einmaliger Kick, sondern ein nachhaltiger Prozess in einem verlässlichen Bindunggefüge und zwar auf immer. Evolutionär betrachtet sogar noch weit darüber hinaus...
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27 Dezember 2014
Der Fluch der Eule
... ich bin dem Fluch der Weihnachtsformel verfallen ...
meine Formel für alle, die mir in diesem Jahr was schenken wollten, hat sich schnell herum gesprochen und lautete: Oma mag bunte Eulen! - Tendenz: Lila...
Und dass nur, weil ich so unvorsichtig war mein Mitleid über Putztücher mit putzigem bunten Eulenaufdruck oder winzige Radiergummis in Eulenform auf Facebook kund zu tun...
jetzt kann ich nur noch durchhalten bis sich der Design-Trend wieder ändert, erfahrungsgemäß ist der Eulenhype in einem Jahr vorbei und etwas anderes unwiderstehlich Niedliches wird sich als Dekor für jeden nur erdenklichen Gebrauchsgegenstand durchsetzen...
meine Formel für alle, die mir in diesem Jahr was schenken wollten, hat sich schnell herum gesprochen und lautete: Oma mag bunte Eulen! - Tendenz: Lila...
Und dass nur, weil ich so unvorsichtig war mein Mitleid über Putztücher mit putzigem bunten Eulenaufdruck oder winzige Radiergummis in Eulenform auf Facebook kund zu tun...
jetzt kann ich nur noch durchhalten bis sich der Design-Trend wieder ändert, erfahrungsgemäß ist der Eulenhype in einem Jahr vorbei und etwas anderes unwiderstehlich Niedliches wird sich als Dekor für jeden nur erdenklichen Gebrauchsgegenstand durchsetzen...
19 Juli 2014
Wetterbericht II
... 13.00 Uhr ... Sonne strahlt gnadenlos (die Wetterseite nennt das "Heiter") ... 31°C (soll sich noch steigern) ... 1016,5 hPa (oha, der Luftdruck fällt langsam) ... Luftfeuchte 40% (noch staubt es nicht) …
es ist immer noch Sommer ...
Heute begebe ich mich wieder auf die Heimreise... über 30°C und dann im Auto vier Stunden auf der Autobahn... so gern ich solche Strecken fahre, heute habe ich etwas Bammel... aber immer noch besser als auf einem Kamel in der Wüste ... oder? Eigentlich dachte ich mir, ich fahre in die Abendkühle, aber mit kühl wird es wohl nichts... auch Zuhause erwarten mich mind. 29°C... aber vielleicht gibt es unterwegs ein Gewitter ... im Auto bin ich hoffentlich sicher ...
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17 Juli 2014
12 Juli 2014
verreisen...
... von A nach B fahren, packen, für jedes Wetter etwas
mitnehmen, an alles denken was frau so braucht und was heute
unerlässlich ist... Laptop, Mouse, Kamera, Handy, und für alles
Lade- und Verbindungskabel ... den ganz kleinen Zusatzlautsprecher für
alle Fälle und weil mein Computerchen bei sommerlichen Temperaturen
in seinem Tatendrang auch mal etwas heiß läuft, packe ich noch die
leichte Gebläsekonsole mit ein. Allein die Technik füllt die halbe
Reisetasche aus ... puh beinahe hätte ich jetzt das Aufladegerät
für die Zahnbürste vergessen. Noch schnell ein paar DVD für
Unterhaltungszwecke und für unterwegs ein paar Musik-CDs, um nicht
nur auf die manchmal öden Programme des Autoradios angewiesen zu
sein. Und schon bin ich reisefertig. Ach richtig, das Navi hat frau heutzutage ja auch immer noch dabei.
Aber bei meiner derzeitigen Reise ist es nicht wirklich nötig, die Route kenne ich im Schlaf und mein kleines Auto findet den Weg zu meinen Ziel schon allein ... aber damit die Fahrer nicht zu sorglos über die Straßen jagen und vor lauter entspannt sein nicht noch tatsächlich einschlafen, werden immer wieder und an wechselnden Stellen ganz fiese Baustellen auf der Autobahn eingerichtet... schmale Schlängelspuren, Geschwindigkeitsbegrenzungen, die an Feldwege erinnern und immer wieder unvermittelt ein kleiner Stau... so ist die Fahrt doch noch streckenweise so spannend wie ein Videospiel....
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Aber bei meiner derzeitigen Reise ist es nicht wirklich nötig, die Route kenne ich im Schlaf und mein kleines Auto findet den Weg zu meinen Ziel schon allein ... aber damit die Fahrer nicht zu sorglos über die Straßen jagen und vor lauter entspannt sein nicht noch tatsächlich einschlafen, werden immer wieder und an wechselnden Stellen ganz fiese Baustellen auf der Autobahn eingerichtet... schmale Schlängelspuren, Geschwindigkeitsbegrenzungen, die an Feldwege erinnern und immer wieder unvermittelt ein kleiner Stau... so ist die Fahrt doch noch streckenweise so spannend wie ein Videospiel....
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07 Juli 2014
Zu Hause - Kindheit und weiter gehts...
Kein Kindergarten im Dorf bedeutete für
mich, bis zur Schulzeit zu Hause bei Mutti sein. Damals hatte die
Koseform 'Mutti' noch nicht diesen Beigeschmack von leichter Peinlichkeit. Heute haben ja, außer Mama, fast alle
weiblichen Bezeichnungen einen abwertenden Tenor. Aber meine Mutti war die
Beste und ich hielt mich, bis zu dem magischen Moment, da die ersten
kleinen Spielkameradinnen in mein Leben traten, immer in ihrer Nähe auf.
Das heißt ich wurde den ganzen Tag überall mit hingenommen. Schade, dass ich an
die Zeit so wenig aktive Erinnerung habe.
'Bei Mutti sein' war letztendlich eine kurzweilige Angelegenheit - Haus, Hof, Garten, Feld und Wiese - dazu kamen Highlights wie Waschküche, der Saal oder Scheunen und Ställe.
'Bei Mutti sein' war letztendlich eine kurzweilige Angelegenheit - Haus, Hof, Garten, Feld und Wiese - dazu kamen Highlights wie Waschküche, der Saal oder Scheunen und Ställe.
Bei Mutti sein hieß also nicht,
andauernd an ihrem Schürzenzipfel hängen. Mutti trug, wie die
meisten Frauen auf dem Dorf bunte Kittelschürzen. An ihre Kleidung
darunter kann ich mich nicht mehr erinnern, aber damals trugen Frauen
vor allem Röcke und Kleider. So manches der Kleidungsstücke, auch meine,
nähte meine Mutter selbst. So ein kleines Röckchen ist ja schnell
gemacht und für die Puppe gleich eins mit. Für mich änderte sich
die berockte Zeit erst später. Praktische Hosen waren vor den
Siebzigern für die erwachsene Durchschnittsfrau fast undenkbar. Aber
das ist eine andere Geschichte.
![]() | |
| der brave Eindruck auf dem Bild trügt... |
Meine Mutter war nirgendwo fest
angestellt und hatte daher keine regelmäßigen Arbeitszeiten im
Sinne des heutigen Verständnisses. Trotzdem arbeitete sie quasi rund um die
Uhr, wie wir das immer noch von Müttern kennen. Mutti hatte noch zu tun
als ich abends zu Bett ging und war schon voll zu Gange, wenn ich
morgens aufstand. Sie stand dann schon in Kittelschürze und einem im Nacken
verknoteten Kopftuch in unserer Küche und rüstete sich für ihr
Tagewerk. Meist hatte sie da bereits die Hühner und Kaninchen
gefüttert, meinen Kakao gekocht und meinem Vater das Frühstück
zubereitet, wenn er da war.
Die Sommer waren toll - da schlüpfte ich morgens nur in
ein kurzes Kleidchen und wenn es das Wetter zuließ, lief ich den
ganzen Tag barfuß. Doch bevor ich raus durfte, hieß es noch
stillhalten - da verpasste mir eine Mutter zwei streng geflochtene,
Schleifen verzierte, Zöpfchen - mit der
Auflage, dass diese bis zum Abend halten mussten. Ob ich das immer
geschafft habe, weiß ich wirklich nicht mehr...
05 Juli 2014
unsere Hühner - Kindheit, die Vierte...
Unsere Hühner hatten natürlich Namen ...wie beispielsweise Tiri
und Tomba - sie waren zwei "Italienerinnen". Dann gab es noch das Schneewittchen - ein schönes weißes Huhn, das uns einst als Küken zu gelaufen war. Die
Braune, eine dicke behäbige Rodeländer Henne hatte das Amt unsere Glucke inne. Sie war auch das Huhn, das die besten Eier
legte, schöne große, mit einer zarten hellbraune Farbe.
Meine Mutter liebte ihre Hühner. Ich mochte zwar lieber unsere Kaninchen, aber die Hühnchen hatten auch ihren Charme. Mein zehn Jahre älterer Bruder ging mit dem Geflügelhof eher sachlich um. Er hatte
eine Tabelle gezeichnet, in welche die Legeerfolge unserer Hühner
eingetragen wurden, das übernahm ich später, als er nicht mehr zu Hause wohnte.
Ein paar Jahre lang gab es auch immer mal einen
Hahn auf unserem kleinen Hühnerhof und so hatten wir eigenen Kükennachwuchs. Daher scharrten und gackerten stets noch drei bis fünf drei andere Hühner in dem überschaubaren Gehege. Deren Namen merkte ich mir allerdings bis heute nicht. Vielleicht sind sie auch zu
schnell in den Topf gewandert oder wurden bereits als Küken verkauft. Es
gab so eine gewisse Fluktuation über die Jahre hinweg im Bereich der Hühnerleiter.
Unsere Glucke brütete, so lange sie lebte, jedes Jahr und
manches mal wurden ihr auch Enteneier untergelegt. Das führte nach
dem Schlüpfen der niedlichen Nestlinge für die arme Hühnermami zu
einigen Irritationen, besonders wenn sich die Entchen begeistert in die große
Hofpfütze stürzten.
Diese Senke in dem gepflasterten Hof war bei
heißem Wetter schnell trocken und so gossen wir für die kleinen Enten wurden schon mal
ein ein paar Eimer Wasser nach. Ich stand barfuß und im
bunten Sommerkleidchen daneben, eine Gerte in der Hand und passte
auf, dass der kleinen Schar nichts passierte. Entchen sind unheimlich
neugierig und können sehr geschickt hüpf-klettern. Die kleinen Hindernisse aus Holzklötzchen,
die ich für sie regelmäßig aufgebaute, um ihren Freiheitsdrang
etwas einzuschränken, nutzen sie wie einen Parcours. Kinder sind
wohl bei allen Arten gleich - wissbegierig bis tollkühn und niedlich
anzuschauen. Ich habe gern Entchen und Gänse gehütet.
20 Juni 2014
18 Juni 2014
singen
...bleiben wir noch ein bisschen bei
der Kunst...
Kunst steht auch in unserem
Sprachgebrauch für den Gegensatz zur Natur... wir erleben es in
verschiedenen Begrifflichkeiten von künstlich über gekünstelt bis
Kunsthonig.
Also hat der Mensch mit seinem
Einwirken in die natürliche Abläufe von Anfang an eine künstliche
Welt geschaffen? Aber ist Musik, Gesang und Tanz etwas, das in die
Natur eingreift? Ist es nicht eher ein Ausdruck der Freude am Leben
... am Dasein?
Gesang ist heute eine Form, ein Zweig
der Kunst. Mit der eigenen Stimme eine Zauberwelt entstehen lassen,
ist vom rhythmischen Lalalala, das schon die Babys hervorbringen bis hin zur sensationellen Kunstfertigkeit einiger besonders
Begabter, ein Teil unserer Menschlichkeit. Wir lieben Gesang und
fast alle singen, wenn manchmal auch nur heimlich - unter der Dusche
oder im Keller...
früher habe ich mit meinen Kindern bei
der gemeinsamen Küchenarbeit gesungen oder wenn ich sie am Abend zu
Bett brachte. Dann reimte ich auch gern selbst kleine Verslein und
vertonte sie sogleich oder arbeitete bekannte Musikstücke ein
bisschen passend fürs Kinderzimmer um. Vor der Musik bin ich nie in
Ehrfurcht erstarrt... aber wenn heute meine Tochter die hohe Kunst des Gesangs zelebriert, dann hab ich doch manchmal ein wenig
Gänsehaut...
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04 Mai 2013
Perspektivwechsel
Redaktionssitzung mit Baby –
unruhiges Töchterchen wechselt aus dem Arm der Mutter auf Papa's
Schoß und gleich strahlt das Baby wieder - denn jetzt hat sie eine völlig neue
Sicht auf die Mama. Das Kind brabbelt fröhlich vor sich hin, ob der
veränderten Perspektive, die für sie den Raum verändert. Sie freut sich über den anderen
Blickwinkel, welcher dieselben anwesenden Menschen neu erscheinen lässt.
Die Perspektive zu wechseln kann - die Laune heben, die Neugier
anstacheln und die manchmal dröge Realität in einem
interessanteren Licht erscheinen lassen...
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04 Januar 2013
...eine alte Geschichte
Die Alte - für viele eine mysteriöse Figur in unserer Zeit - nicht mehr wirklich in und dann auch noch eher fragwürdig als ehrwürdig...
Wenn die Alte gelassen durch die Zeiten schreitet, berührt der Saum ihres Kleides Geschichte, die sie jedoch höchst selten schrieb. Liegt es daran, dass Geschichte schon lange nicht mehr erzählt, sondern aufgeschrieben wird und „Geschichte schreiben“ eine Metapher für das männliche „Geschichte machen“ ist? Die geschriebene Geschichte ist die Geschichte des Mannes. Wir wissen von den alten Hochkulturen mit ihren ersten mächtigen Bauwerken, erfahren von den, in glänzenden Rüstungen marschierenden Heeren, bestaunen den Prunk der Fürsten in ihren Palästen und Kathedralen - uns ist als wären wir dabei gewesen. Die Macht der modernen Bilder zeigt uns selbst Welten, die so wahrscheinlich gar nicht existierten.
Das ganz triviale, das alltägliche Leben der Menschen besonders das der Frauen, ihr Fühlen, Handeln und Denken, war und ist für all die Geschichtsschreiber oft nur mäßig spannend. Glorreiche Feldzüge und raffinierte Politik hinter dicken Mauern, Heldentaten und große Erfindungen - das ist würdig festgehalten zu werden. Das lange friedvolle Leben in den quasi „vaterlosen“ Gesellschaften ist der Erwähnung kaum wert.
Als der einst ebenbürtige Bruder der Frauen zum Vater und Herrscher aufstieg, ist er auch zum blutigen Gestalter der Geschichte geworden. So erfahren wir von der Existenz manch einer bis dahin als unbedeutend angesehenen Gemeinschaft erst, wenn sie nach Kämpfen und Schlachten von ihren Gegnern ausradiert wurde. In der Geschichte, die von den Siegern geschrieben wird begegnen wir der Alten nicht!
Wer ist sie die Alte? Was tat sie?
Saß sie mit ihren Töchtern und Kindeskindern am Feuer, während die Scharmützel durch die Jahrhunderte tobten? Wie ertrug sie es, die sich wiederholenden Verwüstungen mit anzusehen? Wie oft überlebte sie, um ihr bewahrtes Wissen in die Zukunft zu tragen und wie oft hat ein Schwert die Alte durchbohrt und damit immer wieder der Natürlichen Ordnung der Mütter einen Todesstoß versetzt? Und als gar der Vernichtungskrieg direkt gegen die Alte (und hier ist sie auch als grundsätzliches Synonym für die Frau gemeint) geführt wurde und die Scheiterhaufen brannten, hat sich wohl die Vorstellung von der gehrte Ahnin und vieles von uraltem Weiberwissen ebenso in Rauch aufgelöst.
Das geschriebene Wort etablierte sich endgültig als Garant für Wissensweitergabe. Und die unnütze Alte mutierte in der modernen Zeit ein für alle Mal von der einst achtbaren Mutter über die Konkurrentin des Vaters hin zur Lachnummer der neuen Wissenswelt. Ab jetzt wurde ihre Spur in der Geschichte mit üblen Taten, Hexerei, Antiquiertheit und unnützem Gewäsch in Verbindung gebracht – die Frau und ihre Kindern sollen/wollen nichts mit dem Aberglaube der alten Mütter zu tun haben. Die Weise Alte, die kenntnisreiche und lebenskluge Mutter, gab/gibt es in unserem Kulturkreis nicht mehr!
Alles was wir heute nachlesen können, braucht uns kein altes Weib mehr zu sagen - so wurde die Alte unbemerkt aus der Geschichte verdrängt. Ihre Söhne verwalten jetzt das gesammelte Wissen - effizient und umfassend. Die wissende und die handelnde Alte verschwand nach und nach aus unser aller Alltag – zwar gab es (und gibt es mehr denn je) die älter werdende Frau - die stolze, die geachtete und geehrte Alte ist selten darunter. Was also wurde und wird mit den alt gewordenen Frauen oder den ausrangierten Großmüttern, die nicht gestorben sind und einfach weiterlebten? Wozu zum Geier gab es sie überhaupt, wenn doch das alte Weib in der Geschichte angeblich keine Spur hinterließ?
Doch das stimmt so nicht, wie wir inzwischen wissen - als Große Mutter - als Ahnin - ist die Alte sehr wohl bekannt und somit eine Institution. Nicht als einzelne Person und mit Namen überliefert, begegnen wir der Alten in der Geschichte – sondern inzwischen auch als Allegorie, als das ewige Weibliche, als das Leben selbst.
Als ihre Töchter einst die Menschengeschichte durch ihr gemeinschaftliches Sein prägten und Spuren in Stein hinterließen wurde im heutigen Sinne noch nicht „geschrieben“. Es wurde gesagt, erzählt, gekündet; gesehen und gehört; vorgelebt, Beispiel gegeben; vererbt und angenommen - überliefert - unsere kollektiven Erinnerungen waren die authentische Geschichte.
Kommunikation ist weiblich und damit ist nicht nur der verbale Ausdruck gemeint - Mütter und Töchter und Schwestern erschufen Sprache und Verständigung. Zugewandtes Reden und Hören findet mit dem ganzen Körper statt. Wir leben in einem Energiefeld des Verständinisses und der Zugewandtheit, wenn wir die weibliche Art der urtümlichen Sprache der Gemeinschaft anwenden.
Die Geschichten, die sich die Menschen, die kommunikationsfreudigen Frauen, erzählten, sind unsere Geschichte. Wir lauschten einst den Mären und Sagen, den Späßen und Liedern und lernten dabei uns selbst zu entfalten und uns in die Gemeinschaft einzubinden. Der Kern all der Märchen ist vor allem die Betrachtung und Beachtung von sozialen Wechselbeziehung, von vorausschauenden, lebenskluge und mutige Verhaltensweisen.
Die Alte erzählte nicht nur oder schreibt heutzutage, sie ist die Geschichte...
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29 Juni 2012
Flötentöne und Hansetag
Das musst du fotografieren sagte Isolde...
um das Konzert des Flötenorchester
"Blautöne" zu erleben, bei dem ihre Mama mitflötet...
...was waren wir begeistert!
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17 Juni 2012
14 Mai 2012
... und zum Abschluss ein Süppchen
... ich wollte nur noch mal betonen, ich bin bestenfalls Halbvegetarierin
und esse auch ab und zu Fleisch, aber am meisten liebe ich Gemüse!
und esse auch ab und zu Fleisch, aber am meisten liebe ich Gemüse!
... und hier meine Grüne Suppe!
Ein Erbsen - Kohlrabi - Spargelsüppchen mit Buchweizen-Kräuterklößchen!
(die sich, wenn welche übrig bleiben, am nächsten Tag aufbraten lassen)
Das war die Themenwoche: Mein Mittagessen!
13 Mai 2012
gestern beim Italiener
... und heute wieder anständig gekocht.
Nach einem gestrigen Enkelkindertag und einer
Einladung meiner Schwester zum
Essen im La Roma um die Ecke,
Einladung meiner Schwester zum
Essen im La Roma um die Ecke,
kam ich heute erst wieder dazu ein fotogenes Gericht zuzubereiten.
... und hier präsentiere ich:
grüner Spargel unter rosmaringewürzten Kartöffelchen
an Hähnchen - Schnetzel,
getoppt von Streifengemüse mit Hexensträhnen (gedünstete Hopfensprossen)...
Eine neue Themenwoche: Mein Mittagessen!
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11 Mai 2012
Pellkartoffeln und Quark
... gehören einfach zu meinen Lieblingsessen.
Nachdem ich gestern nicht zum Kochen kam und mich mit einer von meiner Schwester gesponserten Sellerie-Creme-Suppe begnügtevergnügte,
gab es heute frische Kartöffelchen mit feinstem Kräuterquark und gedünsteten Gemüsestreifen mit einer Schinkengarniernung...
gab es heute frische Kartöffelchen mit feinstem Kräuterquark und gedünsteten Gemüsestreifen mit einer Schinkengarniernung...
.... und falls sich jemand fragt, wo ich immer die taufrische Vogelmiere her habe
... eigene Ernte vom Balkon!
Eine neue Themenwoche: Mein Mittagessen!
07 Mai 2012
Mahlzeit
Eine neue Themenwoche: Mein Mittagessen!
heute habe ich nicht gekocht - das Auto musste in die Werkstatt - endich mal die Winter- auf SommerReifen wechseln, die fällige Inspektion durchführen und das Wägelchen dem TÜV vorführen lassen ...
Alles Okay!
Alles Okay!
... und damit meine Themenwoche nicht mit leerem Teller beginnt, hier das Blümchen-Highlight der letzten Woche:
Kartoffelteig-Gemüse-Plätzchen mit Kräuterquark ...
23 April 2012
Meine Zeit als Katzen-Kind
...ich
bin mit Katzen aufgewachsen... klar, schließlich bin ich auf einem
Dorf groß geworden. Wir wohnten in einem Seitentrakt, der zu einer
Gastwirtschaft gehörte. So eine richtige Dorfkneipe, mit einem Saal
und der sogenannten Mädchenstube daneben. Diese Stube war ein Raum,
in dem Veranstaltungen statt fanden oder der den Musikern und Akteuren
als Garderobe diente, wenn ein Tanz abgehalten oder ein anderes
dörfliches Spektakel aufgeführt wurde. Zu dem Grundstück gehörte
ein großer Hof, es gab eine Scheune und Stallungen und respektable
Schuppen in denen landwirtschaftliche Großgeräte vor sich hin rosteten.
Die
Ställe standen leer und die riesige alte, immer dämmrige Scheune schien nur noch
ein verbotener Abenteuerspielplatz ganz allein für mich und meine
kleine Freundin zu sein. Es gab da den staubigem Heuboden, einen
wackligen Leiterwagen auf der Tenne und Balken in schwindliger Höhe,
auf denen wir balancieren konnten. Wir durften uns nur nicht
erwischen lassen. Ich war das einzige Kind im Haus. Mein älterer
Bruder ging schon seine eigenen Wege und ich kann mich wenig an
seine Anwesenheit erinnern.
Hinter
der Scheune gab es noch einen verwahrlosten Hühnerzwinger mit einem
kleinen Teich, vielleicht war es auch nur eine größere Pfütze -
den Enten und Gänsen schien es offenbar zu genügen. Und außer dem, an der
Hundehütte angekettete weiße Spitz, beanspruchten noch mehrere
Katze das Terrain.
Die schönste Spielzeit meiner sehr
frühen Jugend verdanke ich den kleinen Katze, die es von Zeit zu Zeit
zuhauf auf unserem Hof gab. Wo ich ihrer habhaft wurde, versuchte ich hartnäckig sie in unsere kleine Wohnung zu schmuggeln. Ich baute ihnen Nestchen
unter meinem Bett, mit hinein nehmen durfte ich sie nicht. Zu gern
hätte ich ein Kätzchen behalten. Es hätte es gut bei mir gehabt. Das Katzenkind konnte in der grünen Blechwiege schlafen und ich wollte
es mit meinem Puppenwagen ausfahren.
Aber leider fand ich für diese Pläne bei
keinem anderen Familienmitglied Unterstützung. Auch die
Milchtellerchen, die ich überall verteilte, musste ich immer wieder
einsammeln und in Mutters Küche abliefern. Und leider musste ich
lernen, dass Kätzchen, auch wenn sie noch klein sind, gern selber
laufen und sich auch sonst keine Menschenvorschriften machen lassen. Sie flüchteten immer wieder aus den weichen Kissen der Puppenwiege.
Doch sie spielten ganz gern mit mir und dem Wollknäuel und sie ließen sich auch streicheln, aber leider hielt das nicht lange an... denn kleine Katzen wachsen schnell und oft waren sie auch plötzlich nicht mehr da. Sie verschwanden einfach. Ich hoffe nur im Nachhinein, dass sie tatsächlich verkauft oder verschenkt wurden und nicht irgendwie entsorgt. Später, als ich begriff, dass das Leben der gemeinen Dorfkatze sehr von menschlicher Willkür abhing, genau wie die anderen „Nutztiere“, habe ich mich nicht mehr so leicht mit Gänschen, Kätzchen und Kaninchen angefreundet.
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... derzeit liegt mein Blog ein wenig brach und ich starte den Versuch dieses zu ändern. Daher habe ich mich entschlossen ab und zu eine Art Themenwoche abzuhalten. Die erste Serie widme ich dem Thema Katze!
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20 April 2012
Sprichwörter für die Katz...
Mal abgesehen davon, dass bei Nacht
alle Katzen grau sind, würde ich nie eine Katze im Sack kaufen,
sondern höchstens selbige aus dem Sack lassen. So wie die Katze selbst ist auch das
Sprichwort zur Katze recht beliebt. Aber nicht alles was da so über
die Katze gesagt wird, ist auch freundlich: „Pferdehufen, Katzenklauen und
Spielerhänden ist nicht zu trauen“ oder der Klassiker: „Die Katze lässt das
Mausen nicht“.
Aber schleichen wir nicht wie die Katze
um den heißen Brei, schließlich sind auch alle Worte für die Katz,
wenn einer für die Katz arbeitet und dadurch auf den Hund kommt. Schade jedenfalls für alle, wenn kein
Schmusekätzchen im Haus ist. Ob Kater Schnurr oder Katze Minka -
„Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten“
sagte schon Daniel Defoe.
Überall
auf der Welt wusste man die Katze zu schätzen. Ob in China: „Eine
lahme Katze ist mehr wert als ein schnelles Pferd, wenn der Palast
voller Mäuse ist!“ oder in Serbien: „Hätten nur die Katzen
Flügel, wären Spatzen seltne Vögel“ oder in Frankreich: „Der
Hund mag wundervolle Prosa sein, aber nur die Katze ist Poesie!“.
So manch einer hatte zum Thema Katze etwas zu sagen, wie Ernest
Miller Hemingway. Der meinte: „Katzen erreichen mühelos, was uns
Menschen versagt bleibt: durchs Leben gehen, ohne Lärm zu
machen“. Oder Hyppolyte Taine stellte fest: „Ich habe die
Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist
letztlich um ein weites größer“.
Trotzdem
hatte die Katze es nicht immer leicht und oft genug geschah es, „wenn
die Magd genascht hat, bekam die Katze Prügel“ oder wie
frustrierend ist es „wenn die Maus die Katze auslacht, ist bestimmt
ein Loch in der Nähe“.
Aber
meist ist die Katze eine innige Freundin und nicht nur weil
„Ist die Katze aus dem Haus tanzen die Mäuse auf dem Tisch“. Sie
orakel für uns beim Überqueren der
Straße von rechts nach links oder umgekehrt und keine Hexe, díe was auf sich hält, würde auf ihre Katze verzichten, trozdem „Keine Maus wird dir glauben, daß 'ne schwarze
Katze Glück bringt“.
Ist der Hund angeblich der beste Freund des Menschen, so können wir auch davon ausgehen, dass die Katzen nicht nur Freundin sondern auch eine Begleiterin der magischen Art für uns ist und Mary
Bly bringt das Wesen der Katze auf den Punkt mit der Feststellung: „Hunde
kommen, wenn sie gerufen werden, Katzen nehmen die Mitteilung zur
Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück.“ ... und
für alle andere gilt:
"Erst schmeicheln, dann kratzen, das schickt
sich nur für Katzen"
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