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31 August 2015

ein kurzer Rückblick in den nun mehr vergangenen August

... der August schwand dahin und so lege ich wenigstens noch schnell einen Rückblick nach... 

Monatsrückblick für August 2015
 
Gelesen: verschiedene Kinderbücher und
'Wenn Männer mir die Welt erklären' von Rebecca Solnit
'Keine Macht den Doofen' von Michael Schmidt-Salomon

Gesungen: mit den Enkelmädchen und die neusten Titel meiner Tochter mitgesungen

Gesehen: zur Auffrischung bei Amazon prime instant die Anfänge verschiedener (Fantasy)Serien, deren Ausstrahlung schon etwas weiter zurück liegen...

Getrunken: wie immer Wasser und Kaffee

Gegessen: drei Woche in einem anderen Haushalt, jetzt bin ich froh wieder für mich kochen zu können...

Gekocht: zu Hause: Gemüse, Gemüse, Gemüse... mein neuer Liebling: Mini - Pak choi

Gebacken: genaugenommen nur fertig gebacken... von meinem Sohn vorgefertigte Pizza-Schnecken...

Gefreut: über drei Wochen KKK – Kindeskinderkontakt... einen unverhofften Kurzbesuch dazwischen, das Wiedersehen mit T 3 und KK 6 und 8 und gestern die Rückkehr der Urlauber...

Gelacht: viel mit Groß und Klein und still für mich...

Geärgert: über mein Ausflippen am Telefon im Gespräch mit einer Freundin...

Geängstigt: schon mal unter einem großen Dachfenster bei Gewitter geschlafen?
... bzw. des unglaublichen Lärms halber eher nicht...

Gekauft: einen neuen Akku für den Laptop und shoppen bei Ikea...

Gespielt: Fingerpuppentheater für die Kleinen und Miau-Miau mit mehreren Putzis der Familie, sehr lustig...

Gefeiert: ...irgendwie nicht wirklich, ich kann mit dem sogenannten Feiern kaum was anfangen...

Genossen: nach tubulenten Tagen die Ruhe in meiner Zuhause-Klause...

Gesportelt: zählt auch Ballett mit einer Zwei- und Vierjährigen? Jedenfalls hatte ich danach Muskelkater...

Gefühlt: Glückseligkeit, Freude über Unverhofftes, Spaß an neuer Erfahrung und ein wenig Furcht?!? vor Semiverantwortung...

Geknipst: Kinder im Sandkasten, Kinder auf der Rutsche, Kinder auf der neuen Schaukel... 


 
...das Raster habe ich mir bei Schäfchen ausgeborgt (und leicht verändert) ... Danke!

06 Februar 2015

...gibt es ein gleich?

.. sehr gern lese ich die fundierten Artikel von Hannelore Vonier, die sie auf ihrer Seite "Rette sich wer kann" publiziert. Zu ihrem letzten Beitrag stellte ich einen Kommentar ein, den ich hier wiederholen möchte. Es geht um den Dauerbrenner: Gleichberechtigung, Gleichbehandlung und der manchmal auch unnötigen Gleichmacherei. Sehr lesenswert, besonders wenn es um die Töchter geht. Trotzdem dachte ich, dass wir über einige Vorstellungen doch schon hinaus sein müssten ...

…. auch ich denke, dass wir in vieler Hinsicht über die (feministischen) Klagen, dass Mädchen und Jungen “ungleich” behandelt werden, längst hinaus sind. Denn mehr denn je hat sich die Geschlechtergleichmacherei als Trugschluss und erneute Falle erwiesen. Maiden und Buben kann man weder gleich noch ungleich machen… sie sind sowieso verschieden. 

Jedes Individuum ist ein Unikat und weist mit anderen Mitgliedern seiner Spezies eine unterschiedlich große Schnittmenge an Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten auf. Wir haben als Kind entweder das gleiche Geschlecht wie die Mutter oder der Vater und darüber hinaus sind manchmal manche Menschen eine nicht eindeutig zu bestimmende Spielart der Natur. Wir erben die Hautfarbe und vielleicht eine robuste oder zarte Konstitution. Wir haben mit etwas Glück das Lächeln und das Backtalent der Großmutter oder die Augenfarbe und die praktische Art der Mutter geerbt oder die Musikalität des Vaters und mancher Junge später das schüttere Haar des Großvaters (mütterlicherseits). Der Mensch ist (wie jedes andere Lebewesen) innerhalb seiner Art überaus ähnlich und ebenso verschieden und darüber hinaus immer einzigartig.

Und wenn wir als Mädchen auf die Welt kommen, haben wir ein Recht darauf als ein solches gesehen und entsprechend in die Welt begleitet zu werden. Damit wir immer sein können, was wir sind und eines Tages, gestützt auf unsere Fähigkeiten und Begabungen, unser erwachsenes Leben gestalten. Das Gleiche gilt für Jungs und alle anderen, die ihr Geschlecht anders empfinden.

Es ist eine Unsitte unserer Zeit das Geschlecht der Kinder ignorieren zu wollen. Auch schon vor fünfzig Jahren war es en vogue den Kindern gleichermaßen Puppen und Autos zum Spielen anzubieten, damit eben diese krasse Rollentrennung zwischen Frauen und Männer endlich mal ein Ende nimmt. Nach Simone de Beauvoir wussten alle, dass die Frau nicht geboren, sondern (dazu) gemacht wird. Ein Slogan der heute noch in den Köpfen spukt und zu vielen neuen Missverständnissen führt(e). Denn nicht das naturgemäße Geschlecht ist das Problem (was manche bis heute glauben), sondern wir wissen schon längst, dass die männererdachte, aber trotzdem um so intensiver beschworenen „Minderwertigkeit der Frau“ ein gesellschaftliches Ideologiegebilde ist.

Das biologische Geschlecht ist eine Tatsache. Und ja es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Mal abgesehen von den äußeren und inneren Primärmerkmalen steuern die Hormone bei Frau und Mann sehr verschiedene körperliche Prozesse und dem ist schon beim Kind Rechnung zu tragen. Die Rollenbilder der Geschlechter in der Gesellschaft, auch Gender genannt, sind ein kulturelles Konstrukt und ebnen obendrein die Individualität ein.

So ist Muttersein eine naturgemäße, biologische Tatsache mit einer immanenten Bedeutung und kein weibliches Opfer an die männliche Herrschaft oder die Strafe eines monotheistischen Gottes oder ähnlicher Unfug. Eltern, ja und auch Mütter, die ihre Bübchen bevorzugt aufziehen, haben den Sinn des Lebens nicht verstanden. Und aus Töchter patriarchatskonforme Weibchen zu “machen” ist mindestens ein Vergehen gegen die Menschlichkeit. Daher hat mir in dem Artikel am besten die Frage gefallen: “Wie reagieren Töchter auf diesen ganzen Müll, der hier über sie hereinbricht?”

Und in meiner Alltagspraxis als Großmutter von 11 Enkeltöchter frage ich mich das täglich, aber stets auch alle anderen. Ich denke Eltern, respektive Mütter, sollten sich schon darüber im Klaren sein, dass es nicht egal ist, ob sie eine Tochter oder einen Sohn aufziehen und mit "gleich machen" kommen wir auf gar keinen Fall weiter. Es gilt die individuelle Persönlichkeit des Kindes anzunehmen und das beinhaltet natürlich auch die Beachtung seines Geschlechtes.

01 Januar 2015

... das Jahr der Drachin

... 2015... ich denke das wird mein ganz persönliches Jahr der Drachin ... 

So ein Drache ist ein fassettenreiches Wesen, ein beliebter Mythos, der an kultureller Vielfalt kaum zu überbieten ist. In allen Farben schillernd und mit einem Repertoire an Eigenschaften versehen, die von edler Sanftmütigkeit bis zur grausamen Monstrosität reichen.

All die geflügelten Mischungen aus schuppiger Echse und riesigem Huhn, die wahrscheinlich ein im Erdreich gefundenes Saurierskelett zur Vorlage hatten, sind durch die Begeisterung und die Fantasie unzähliger Berichterstatter, Weiterträger und Geschichten-Spinnerinnen in den mythologischen Kosmos des Menschen eingegangen. Vielleicht sind sogar ein paar irrwitzig ferne Augenzeugenberichte dabei gewesen, aber das glaube ich eher nicht, sonst würden wir doch vielleicht ein paar drachenähnliche Wesen zwischen den teilweise sehr realistischen Höhlenzeichnungen finden.

Wir kennen sie alle, die europäischen Drachengeschichten von den Feuerspeienden Monstern, Tod und Vernichtung bringenden und Menschen jagenden Ungeheuern und wissen auch um beispielsweise so ganz anders gearteten Drachen – in Asien sind sie vor allem Symbole des Glücks. Und schauen wir in die aktuelle Kinderliteratur, da wimmelt es nur so von knuffigen, niedlichen und hilfreichen, wenn auch meist tolpatschigen, Drachen. Der Drache hat in den Kinderzimmern eine besonders liebenswerte Konjunktur, genau wie die Hexe und dass obwohl heute immer noch Geschichten von Drachen erzählt werden, die nicht den Drachen selbst, sondern den Drachen vernichtenden Helden in den Mittelpunkt rückt.  Aber auch steht häufig der Effekt im Vordergrund, den wir auch landläufig von der Magie her kennen. Der Nutzer, der Anwender von Magie, bestimmt, ob sie ein gutes oder böses Ergebnis zeitigt und daher Wohltaten hervorbringt oder Schaden verbreitet. So ähnlich verhält es sich nun zwischen Mann und Drache - da gibt es Drachenzähmer und Drachenreiter und Drachenmeister, die diesen lenken und kontrollieren können. Daraus resultiert ob es „gute“ Drachen gibt oder ob sie weiter eine Ausgeburt des Bösen sind. Die menschliche oder soll ich hier sagen die männliche Fantasie erschuf so ein Wesen, dass sich ganz nach Belieben für jede Dramaturgie eignet.

Außerdem sind Drachen eine Metaphern für etwas, was nicht mehr gibt. Sie sind heroische Fabelwesen, unersetzliche Märchenelemente und lassen sich problemlos in die klassische Doppelbedeutung des „Gut und Böse“ - Universum einpassen. Zudem gibt es unzählige Geschichten von „dem Letzten seiner Art“. In den Drachentöter-Heldengeschichten sind die Drachen immer knapp und das wird wahlweise bedauert oder begrüßt. Den letzten Drachen zu töten bringt dem Helden Ruhm oder wie bei Georg, eine Heiligsprechung ein.

Drachen lösen beim Betrachter eine gewisse Zwiespältigkeit aus, mit der so manches Andere in der Mythen- aber auch in der realen Welt behandelt wird. Die Frau zum Beispiel.
Frauen werden gern mal mit Drachen gleichgesetzt. Oder hat eine schon mal den Ausspruch über einen Mann gehört: „Der ist so ein richtiger Drache...“? Ich noch nicht. Und spätestens hier wird klar – Drachen sind eigentlich vom Grunde her irgendwie weiblich. Selbst wenn es immer wieder 'der' Drache heißt.

Allerdings ist es logisch, dass ein guter Teil der unendlich vielen Drachenspezies, wenn wir sie als virtuell biologisch ansehen, weiblich sein muss. Denn es sind die Exemplare der Drachin, die diese berühmten Dracheneier legen, von denen immer wieder welche im Fantyversum gefunden werden.

Wir kennen es aus vielen Erzählungen - dem Drache wird die schönste und reinste Jungfrau geopfert ... oh wenn es doch so wäre ... und der ritterliche junge Held reitet wild entschlossen heran, mit gezücktem Schwert, bereit die holde Maid aus den Klauen des Großmütterlichen Zugriffs ... hä, was schreibe ich denn da?

Und damit sind wir bei der klassischsten aller Metaphern: 
Die Großmutter - Die Große Mutter - als die Drachin, das Urwesen, als die gewaltige Drachenschlange der Mythologien, die das Leben und den Kosmos gebiert. 
Und wer je eine richtige Großmutter kennen gelernt hat, weiß dass sie auch Feuer speien kann.


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29 Dezember 2014

Gedanken aus dem Tagebuch III

210514 Erzähl mir vom Glück der Pusteblumen

nicht alle meine Kindeskinder leben in meiner Nähe und gerade die drei Jüngsten wohnen weit weg, so dass ich ihr Aufwachsen nur als kleine Intermezzi erlebe. Gestern sagte mir meine Tochter am Telefon, dass ihre Kleine Pusteblumen liebt. Ein Jahr und fünf Monate ist sie jetzt - da ist das Minitöchterchen schon recht gut zu Fuß, wühlt sie schon mit Hingabe im Sand und liebt es die kleinen Luftsegler der Pusteblumen auf die Reise zu schicken. Ist es nicht immer wieder wunderbar, dass sich bestimmte Menschengewohnheiten auf diese Weise wiederholen?

Natürlich macht es die Kleine vor allem deshalb, weil es da eine Mama und die großen Schwestern gibt, die ihr zeigen, wie das geht und das es Spaß macht. Wir lernten einst alle durch die Beispiele der Menschen, die uns umgaben. Doch nicht alle wachsen immer nur mit nahestehenden, liebevollen Angehörigen auf. Das gibt das moderne Konzept unserer anonymen Gesellschaft nicht mehr her. Wenn ich in meine Kindheit zurückdenke - nicht allen lag speziell unser Wohl, also das der Kinder, am Herzen. In einem heutigen Kinderleben gibt es hoffentlich wieder viel mehr wohlwollende Menschen.

... ein Kind aufziehen ist eine andere Erlebnis, als mit einem Fallschirm abzuspringen oder eine andere aufregende Grenzerfahrung zu machen. Es ist kein einmaliger Kick, sondern ein nachhaltiger Prozess in einem verlässlichen Bindunggefüge und zwar auf immer. Evolutionär betrachtet sogar noch weit darüber hinaus...



27 Dezember 2014

Trennung - Gedanken aus dem Tagebuch...

13März14 Jetzt schon Abschiedsgedanken? Noch ist das Kind gar nicht weg... aber das Fortgehen kommt... ganz bestimmt ... unvermeidlich...
es bleibt das moderne Phänomen der 'Gedehnten Nähe' - also Trennung auf (unbestimmte) Zeit, Ferne mit mehr oder weniger Kontakt. Bis zur überdehnten Nähe ist es dann nicht mehr weit. 

Bleibt das ohnehin schon seit Kindertagen gelockerte Band nun mehr nur ein Dekoelement im Leben der gegenseitig Betroffenen? Zwar sind wir als Enkelin und Großmutter, allernächste Bindungsangehörige, aber was hat das heutzutage schon zu bedeuten? Läuft es auf ein 'Aus den Augen aus dem Sinn' hinaus? Werden wir auf Dauer mit der tradierten und somit gesellschaftlich verordneten Unverbindlichkeit leben (müssen)? Und können wir es denn, ohne einen Schaden zu nehmen?

Sie gehen weg, weil es angeblich gut für die Entwicklung oder weil chic ist. Geben dafür hunderte Euros aus um eine Erfahrung machen zu dürfen, die vor allem eines von ihnen fordert, sich allein ohne Halt und Schutz der Herkunftsfamilie (Sippengemeinschaft), einer Zukunft zu stellen, die a) nicht artgerecht ablaufen darf (da sowohl die Heranwachsenden sowie die Erwachsenen ein bindungsloses Leben anstreben müssen) und b) den Trend der Nicht – Mutterschaft verstärkt.
Das sind nicht nur die Klagen einer Großmutter, dass ist die erschreckende Erkenntnis einer immer währenden Zerstörung ... das Aufziehen von Kindern ein modernes Verlustgeschäft...

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12 August 2014

lobe, lobe, lobe...


'wir loben andere und uns selbst nicht genug und wir werden zu selten gelobt'... so die gängige Meinung, die mir immer wieder begegnet. Wenn wir uns gegenseitig mehr loben würden, ginge es uns allen besser. Aber stimmt das?
Das Loben erfolgt in der Regel von oben nach unten. Der Ältere lobt den Jüngeren, der Lehrer den Schüler, der Chef den Angestellten, der Experte den Amateur, der Wissende den Unwissenden... und manchmal kommt es einem auch so vor als würden Frauen nur von Männern gelobt. Anders herum ist es in unserer Kultur eher unangemessen. Das Loben für Andere setzt voraus, dass ich einschätzen kann, dass es gut und richtig ist, was sie tun.
Es gibt also immer einen der beurteilen kann, ob das Verhalten, die Arbeit, die Bemühung zu loben ist oder nicht. Und damit ist dies Art Lob auch eine gewisse Form der Demütigung. Aber vielleicht gibt es auch noch andere Formen des Lobes.
Mag ein Kleinkind noch in Entzücken verfallen, wenn die Mutter mit Begeisterung in der Stimme und einem Strahlen im Gesicht dem Winzling versichert: Das hast du ganz toll gemacht, mein Schatz... dabei ist für den Zwerg die Wortwahl kaum von Bedeutung, hier zählt Körpersprache (Zugewandtheit), die entsprechende Stimmmodulation und das glückliche Gesicht der lobenden Person. Das kleine Kind, das noch ganz viel Orientierung braucht, um sich in seinem Nähe-Umfeld in den bestehenden Beziehungsregeln zurecht zu finden und um sich anzupassen, ist auf diese Zustimmung seines Seins und Tuns angewiesen. Dabei geht es weniger darum erfreut zu sein, dass das Verhalten des Kindes Anklang fand oder dass es nun gelernt hat Türmchen zu bauen, sondern darum, dass es sich angenommen und geborgen fühlt. 
Eine der wichtigsten menschlichen Überlebensregeln im Sinne der Evolution lautet: am besten bist aufgehoben in einem wohlwollenden, verlässlichen Menschenkreis, in dem du dich angenommen, akzeptiert und geliebt fühlst. Je kleiner wir sind, desto eher ist das, was allgemein unter 'loben' verstanden wird, noch zu tolerieren.
Das größere Schulkind reagiert dagegen auf ein: 'das hast du aber fein gemacht', wohl eher irritiert oder beleidigt. Etwas ganz anderes ist es jedoch, wenn in einem Lob Bewunderung und Anerkennung ob einer individuellen oder besonderen Leistung mitschwingt (wenn z.B. ein Elternteil allen Grund hat der Zwei in Mathe seines Sprösslings Bewunderung zu zollen, wenn er selbst über eine Vier selten hinauskam).
Ich ersetze daher das „Loben“ viel lieber durch die Begriffe Akzeptanz und Anerkennung. Auch wenn wir Frauen uns untereinander nicht genug loben, hat das viel damit zu tun, dass immer noch zu wenig Achtsamkeit, Wertschätzung und Zustimmung den alltäglichen Umgang untereinander bestimmt. Wir wünschen uns zwar, dass andere uns anerkennen, reagieren bei Lob jedoch eher verhalten bis misstrauisch. 
Und das ist nicht verwunderlich ist, trugen doch die letzten tausende Jahre nicht dazu bei, die Frau an sich, als das wunderbare Wesen zu sehen, dass sie von Natur aus nun mal ist. Außerdem wurde der naturgemäße innige Verbund von Großmüttern, Müttern, Töchtern und Schwestern gründlich zerschlagen ... einander entfremdet und zur Konkurrentin um den Mann gemacht, bekommt selbst ernst gemeintes Lob von der nächsten Verwandten oder Freundin, den bitteren Beigeschmack eines Lippenbekenntnisses ... fangen wir also mit bewusster Achtsamkeit, aufrichtiger Anerkennung und wohlwollender Zuneigung an...
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13 Juli 2014

coolness

... da steht in einem Kommentar des letzten Post, dass ich eine Art coole Großmutter wäre und in Luisa Francias Tagebuch geht es heute auch grad um coole Leute...
'cool' ist kein Wort aus meiner Jugendzeit. Ich müsste ein Weile nachdenken, ob es zu meiner Zeit überhaupt so was wie einen umschreibenden Begriff für das damalige Lebensgefühl in der DDR für mich gegeben hat, 'cool' fand ich unser Dasein jedenfalls bestimmt nicht... und ich kannte in den siebziger und achtziger Jahren auch nicht wirklich coole Leute.

Es war ein beschauliches und in mancher Hinsicht ein recht enges Leben. Aber hie und da gab es auch faszinierende Nischen und spannende Enklaven, doch wahrscheinlich alles eine Nummer kleiner, als im aufregenden 'Westen' der damaligen Zeit. 
Ich hatte damals auch anderes zu tun, als cool zu sein... in den Siebzigern habe ich, nach und nach, vier Kinder geboren und die Achtzigern waren damit angefüllt meine geliebte Kinderschar aufzuziehen ... und ich finde immer noch, das war eigentlich, auf meine Weise, auch ein recht cooles Leben...
natürlich weiß ich um die Bedeutung und Anwendung von 'cool' ... aber trotzdem kann ich diesen Begriff immer noch ein wenig schwer fassen – Coolsein, dass muss einfach passieren, man kann es nicht wirklich darauf anlegen cool zu sein, denn das wäre schon wieder uncool...

coole Achtzehn in bravem Outfit, leicht verschwommen...

coolness hat viel mit dem laufenden Mainstream zu tun und gleichzeitig ist es auch erst wirklich pfiffig, wenn es sich auf irgendeine Weise von selbigem abhebt... wenn ich das recht bedenke, ist das ziemlich cool...


09 Juli 2014

ich sage es immer wieder gern


Jede ursprüngliche Kulturtätigkeit ist ein Nebenprodukt des (menschlichen) Arterhalts...

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02 Juli 2014

meine Freundin Renate - Kindheit, die Zweite...

Renate, 60 Jahre her – sie war eine meiner kleinen Freundinnen. Mit ihr spielte ich schon, noch bevor ich in die Schule kam. Renatchen war ein süßes Ding, etwa ein Jahr jünger als ich, aber viel lauter und frecher. Ihre Oma wohnte ganz in unserer Nähe in einem kleinen langgezogenen Haus mit einem großen Hof und Garten nach hinten raus. Die Oma war eine dünne drahtige Person mit einer tiefen rauen Stimme, die ohne Unterlass eine Zigarette nach der anderen rauchte. Renate hielt sich manchmal wochenlang bei ihr auf. Über Renates Mutter waren per Dorfklatsch wilde Gerüchte im Gange, aber leider schienen die alle übertrieben, denn eines Tages wohnte meine Freundin wieder bei ihr in der Stadt. Dann sahen wir uns nur noch in den Ferien und bald gar nicht mehr... 
nur immer auf dem Hof spielen wurde uns unternehmungslustigen Kleingören schnell langweilig und so verdrückten wir uns manches mal klammheimlich wenn die Großmutter im Garten werkelte. Hatten wir uns durch das große grüne, wackelige Tor geschlichen und die damals stille Dorfstraße überquert, spielten wir in der langen Kastanienallee, die sich durch das halbe Dorf zog... im Frühsommer konnten wir Maikäfer fangen, winzige Frösche in dem sumpfigen Graben hinter den alten Bäumen beobachten und im Herbst Säckeweise glänzend runde Kastanien sammeln....
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08 Juni 2014

eine neue Bloggerin


Helene ist jetzt in Amerika!
Und sie verarbeitet ihre Erlebnisse als Au Pair in einer Pittsburgher Familie 
auf ihrem eigenen Blog ... was ich, als Großmutter, richtig toll finde.
Alles Gute und viel Spaß meine kleine Große!



08 April 2014

Stichwort: Großmutterhypothese

aus einem Kommentar:

... es ist ein wirklich interessanter Ansatz, sich auch die Tierwelt bezüglich des Alters anzusehen... das Gen der Langlebigkeit hat jedenfalls nicht erst die Spezies Mensch entwickelt, wie wir wissen. Das einzelne langlebige Wesen profitiert somit von diesem arterhaltenden Vorteil und der biologische Sinn des Lebens ist sein eigener Erhalt.
Einmal in Gang gesetzt, ist Leben ein Selbstläufer und der Sinn seines Daseins ist sein Fortbestehen.
Die (menschliche) Art zu erhalten baut auf vielen Strategien auf. Entscheidend in der Menschen-Evolution war imho die Gruppe, bestehend aus konsanguinen Angehörigen, welche die mobile Schutzsphäre für den Nachwuchs bildete. 
In diesem natürlichen Grundkonzept findet auch die sogenannte Großmutterhypothese ihren Platz. Sie besagt, dass die, über die Menopause hinaus, länger lebende Frau eine entscheidende, die Art(erhaltung) fördernde Funktion innehatte und deutet damit das eben genannte, grundlegende, gruppenkollektive Fürsorgeverständnis an.
Das wird, meiner Meinung nach, immer noch nicht genug herausgestellt, dass die Großmutter (auch als Synonym für den Anteil der Älteren in einer Gemeinschaft) ein wesentliches Regulativ der (Menschen)Gemeinschaft ausmacht und das menschliche Dasein bereichert.
Auch andere Spezies sind je nach sozialer Organisation, auf das Erinnerungspotential der älteren und somit erfahreneren Teammitglieder angewiesen. Irgendwo habe ich gelesen, dass es beispielsweise für die heute existierenden Elefantenherden ein großes Problem darstellt, dass es kaum noch richtig alte Elefantenkühe gibt. 
Diese unersetzlichen Trägerinnen des Erfahrungsgedächtnisses, das sich über viele Jahrzehnte erstreckt und klimatische und jahreszeitliche Abläufe, verschiedene Gefahrensituationen sowie das basale optimale Elefantenleben gespeichert hat, zeigen ihren Nachkommen wie es geht, ein zufriedener Elefant zu sein und ebenfalls sehr alt zu werden. Und nur so zur Erinnerung - ein alter Elefantenbulle unterrichtet die Kleinen jedenfalls nicht, im Gegenteil sie werden von ihm ferngehalten.
Auch unser frühes menschliches Zusammenleben, die mütterlich und geschwisterlich geprägte Lebensgemeinschaft in der matrilinearen Gruppe bzw. Sippe, stellte nicht nur die Schutzsphäre für den Nachwuchs, sondern beschützte auch das wissende Potential der Gruppe, das durch die alten Mütter repräsentiert und getragen wird.
Wenn in generationsübergreifenden Lebensgemeinschaften keine älteren Frauen mehr den aktiven Alltag beleben, weiß vielleicht eines Tages keiner mehr, wie Menschlichkeit wirklich funktioniert. 


14 März 2014

... ersatzlos gestrichen?

Die von mir sehr verehrte Claudia von Werlhof sagt: "Im Westen werden Frauen nicht in 1. Linie unter dem Aspekt ihres potentiellen oder aktuellen Mutter-Seins betrachtet." 

Genau das ist das Problem, das der patriarchös gedopte Mainstream einfach nicht wahrnehmen will bzw. kann. Statt dessen wird 'die Mutter' direkt oder latent diskriminiert bzw. prophylaktisch diskreditiert.

Die Frauen soll generell nicht (mehr) unter dem Aspekt des Mutter-Seins betrachtet werden. Und die Frauen selbst tun es auch in der Regel nicht. Ihre (moderne) Konditionierung blendet eine Mutteraufgabe als selbstverständlichen Lebensaspekt von vornherein aus. Da erstens das Muttersein als temporärer (also als vorübergehender, heutzutage sogar zeitlich sehr begrenzter) Aspekt im Lebensplan einer Frau angesehen wird und zweitens weil das Muttersein in unserer Gesellschaft als der unattraktivste 'Job' schlechthin gilt.

Die Frau teilt sich das Aufziehen des Kindes idealerweise mit einem Lebenspartner. Denn ... eine matrilineare und matrifokale Sippengemeinschaft existiert schon lange nicht mehr. Allerdings und auch das ist ein verdecktes Problem, wird zwar der Mann in der Erscheinungsform des Vaters, als Ernährer angesehen, wird aber oft von der Frau (eher unbewusst) nicht wirklich als gleichberechtigter Fürsorger akzeptiert. Der Mann, der Partner oder Beziehungsgefährte, ist und bleibt ein Nichtangehöriger, ein 'Fremder'. Die von beiden in ihrer Herkunftsfamilie erlernten Vorstellungen von Fürsorge, korrelieren eher selten miteinander und die kulturelle Forderung nach einer gemeinsamen elterlichen Erziehungstendenz, fällt meist mit unter die zermürbende Paar-Beziehungsarbeit.

Wenn das Wort 'Kind' fällt, wird damit immer noch kaum als natürliche Begleiterscheinung ein Mann assoziiert, sondern nach wie vor eine Art weiblicher Background. Und trotz heutiger verschiedener, Werbestrategien, die gern auch mal Mann und Kind kombinieren, bleibt das angestrebte Guter-Vater- Image als Projektionsfläche für den, als natürlichen erscheinen sollenden, kulturell-gesellschaftlichen Effekt aus. Es gibt ihn zwar, den modernen fürsorglichen Vater, aber er ist kein durchgängig kollektives Phänomen. Zumal der 'gute Vater' eine eher diffuse Sammlung von althergebrachten Inszenierungen und modernen Kreationen ist, die auf das ursprüngliche (natürliche) Mutterbruder-Verhalten zurückzuführen sind.

Es gibt darüber hinaus zwei unauffällige, aber wesentliche Momente, die keine Vorstellung von einem nachhaltigen Muttersein aufkommen lassen (sollen). Einmal die (politisch motivierte) Hartnäckigkeit mit der grundsätzlich von 'Eltern' gesprochen wird und die den Gedanken-Automatismus 'Vater und Mutter' auslöst, sowie die bedenkliche Tatsache, dass jedem (zufälligen) Lebensgefährten der Mutter die sozialen Vaterwürden zugesprochen werden.


Der einst „hehre“ (patriarchale) Vatergedanke, schwankt derzeit zwischen der (gesetzlich abgesteckten und moralisch festgetackerten) Verursacherverantwortung und der im einzelnen oft stark fluktuierenden Praxis der „sozialen Vaterschaft“ innerhalb der zunehmenden Familien-Patchwork-Landschaft. 
Die Mutter, gilt zwar nach wie vor als Basiscrew, bleibt jedoch in der gesellschaftlichen Wahrnehmung in jedem Fall blass und unbedeutend. Auch deutlich zu messen an der Tatsache, dass die aktuelle Gesetzeslage den Status der Mutter immer mehr demontiert. Damit bleibt die Elternschaft, also das für ein Kind verantwortlich zeichnende Paar, immer ein Dilemma, denn es gibt keine tatsächliche Gleichwertigkeit.

Da die Frau in unserer Gesellschaft inzwischen durchaus auch als 'geschlechtsfernes Neutrum' (Begriff by Claudia von Werlhof) im Sinne von: "sie ist noch nicht ganz männlich", angesehen wird, gilt ihre weibliche, natürliche, Kernkompetenz 'Mutter zu sein', mehr denn je als eine Art zu verbergender Geburtsfehler. Selbstverständlich kann und soll Frau weiterhin Kinder gebären, nur 'Mutter' braucht sie nicht mehr sein. Es wird ihr (angeblich) leicht gemacht Kinder aufzuziehen, mit dem 'Fremden' sprich Nichtverwandten, an ihrer Seite, mit welchem sie eine Lebensgemeinschaft pflegt. Zuden wird der Mutter die Hilfe staatlicher Institutionen zugesichert. Selbst als sogenannte Alleinerziehende, ist sie trotz zunehmender Mütterarmut, in der Lage im Alleingang ihr/e Kind/er irgendwie groß zu bekommen.

Die heute mehr denn je tradierte Trennung der Tochter von der Mutter erfolgt heutzutage nicht mehr durch rigide Maßnahmen, wie vor Jahrhunderten, sondern indem die Frau selbst in vorauseilendem Gehorsam die Tochter von Kindheit an konditioniert und sie möglichst ohne ein (natürliches) Muttervorbild ins Leben entlässt. Zumindest ist das die angestrebte gesellschaftliche Erscheinungsform.

Eine artgerechte, generationsübergreifende Bindungsgemeinschaften zwischen konsanguinen Angehörigen ist eigentliche das Feindbild des Patriarchats. Denn in den evo-biologischen Ursprüngender matrifokalität findet der Vater als taktgebende Institution nicht statt und die eigentlichen Trägerinnen der naturgemäßen menschlichen Fürsorgegemeinschaften sind wie eh und je die Mütter

Das unsinnige Bestreben diese „auszurotten“ kann keine Zukunft haben, weil sobald die scharfe patriarchale Kontrolle nachlässt, sofort die natürliche Programmierung wieder greift. Die seit Jahrtausenden wütende Patriarchose hat die Natur noch nicht überwunden. Die nicht auszumerzende Gynergie schwelt weiter zwischen all dem Bemühungen den kollektiven Vaterideen, die Mutter ersatzlos zu streichen und diese steht kurz davor sich wieder als der Herd, die Mitte, in einer matrifokalen Zukunft zu etablieren.

Die ersten (Mütter) sind schon aufgewacht und sie streben das bis eben noch verdrängte artgerechte Miteinander an. Wenn auch manchmal der Eindruck besteht dieses Entdecken und Praktizieren des mütterlichen Vermögens betrifft nur unsere Babys und Kleinkinder, weitet es sich doch langsam aus. Die (physische) Mutterbindung ist immer noch ein natürlich vorhandenes und latent gesellschaftlich anerkanntes Phänomen, dass sich über die innige Mutter-Kind-Einheit hinaus in der Großmutter, Schwester und jeder Tochter verankert hat. Wenn wir wieder anfangen an die Großmütter zu denken, wenn es um Zugehörigkeit und Identität geht, also unsere Wurzeln in den Ahninnen anerkennen, dann relativiert sich auch die Interpretation der väterlichen Bedeutung und damit die patriarchöse, hierarchische Struktur.

Leider stimmt der Satz: „Die westliche Frau ist heute buchstäblich mutterseelenallein.“*

Aber es gibt Hoffnung, wenn sie endlich anfängt sich der Mutter zuzuwenden, in sich selbst sowie ihrer persönlichen vorhandenen und dem Ursymbol Mutter



* Zitate: Claudia von Werlhof

15 Dezember 2013

Die war noch von der alten Welt

Das Jahr neigt sich und meine Gedanken zur Alten sind noch lange nicht am Ende. Es gäbe noch so viel darüber zu künden. Das Großmutter-Sein ist eine der Phasen in einem Frauenleben und heutzutage für fast jede Frau keine kurze. Es ist die Zeit der Reife, der Alten, der Weisen und kann mehrere Jahrzehnte umfassen.

In einem Gespräch wurde mir einmal von einer recht jungen Frau vorgehalten: Na und – nicht jede alte Frau ist weise.

Das stimmt und auch nicht. Weisheit ist kein Leistungssport. Aber ein Zug unseres menschlichen Seins und nicht immer an ein bestimmtes Alter gebunden. Trotzdem ehrten dereinst unsere Ahninnen und heute noch viele indigen und matrifokal lebende Gemeinschaften (Völker) das Alter. Sie wussten, was es für die Gemeinschaft hieße, ohne den weisen Rat, die Erinnerungen und den zwischenmenschlichen Ausgleich, den die Alten einbringen, leben zu müssen.

Dabei ist die Weisheit des Einzelnen nicht der entscheidende Faktor, sondern die Haltung, die alle in Respekt und gegenseitiger Zuwendung für einander einnehmen.

Die natürliche, die generationsübergreifende, Fürsorge umfasst eigentlich die Zeit von der Geburt bis zum Tod - ein menschen-art-gerechtes Geschehen, dass aus unserer Kultur fast völlig verschwunden ist. Mal abgesehen davon, dass ich tatsächlich eine mehrfache Großmutter bin, lebe ich schon seit Jahren in der Intention der Alten. Dieses Sein und diese Haltung erfährt, wir wissen es alle, in unserem patriarchalen Gesellschaftssystem wenig bis keinerlei Wertschätzung. Das seit Jahrhunderten missachtete Muttersein eben.

Die Alte, die Mutter der Mutter, ist immer in ihrem Wissen und ihrer Erfahrung die Vertreterin der "altenWelt" auf der letztendlich alles Zukünftige aufbaut.

Das wussten sie auch noch in Zeiten, als die Alte schon nicht mehr gehrt wurde. Wurden doch noch Märchen und Sagen von ihr und von Frau Holle und der Berchta erzählt. Einer solchen Geschichte habe ich einen kleinen Ausschnitt entnommen, der zeigt, dass 'die Alte' schon immer von dieser Welt, aber auch verbunden in den Zeiten war:

„Nun aber lebte auf diesem Hof eine uralte Frau. Die war noch von der alten Welt. Sie saß zu jeder Stunde am Herd, spann im Rauch und roch das Unsichtbare. Die Kunde von den alten Zeiten war ihr noch zugegen, und sie wußte mehr von dem Wechsel und Wandel der Dinge als die anderen.“

Zitat: Raunächte – Märchen, Brauchtum, Aberglaube – aus der Geschichte „Das ausgeblasene Licht“ - Herausgeberin: Sigrid Früh - (Quelle: K. Paetow: Frau Holle, Märchen und Sagen, Hannover 1952)


07 Dezember 2013

Adventnachmittag

... der Sturm hat sich gelegt ... draußen ist es still, friedlich und weiß.




Mit dem plötzlichen Winter kann ich noch gar nicht richtig umgehen. Er hat mich einfach überrascht, ebenso die Erkenntnis, dass wir schon fast mitten im Advent sind. 
Da sind wohl ein paar besinnliche Gedanken fällig.
Und so schiebe ich die Arbeit beiseite, zünde Kerzen an, bereite mir einen fruchtigen Tee zu und blättere die Datei mit den Fotos der vergangenen Monate durch... so viele glückliche Momente...
heuer kam das Jahresende auf schnellen Schwingen. Überhaupt flog das gesamte Jahr Zwanzig-Dreizehn nur so dahin. Es war recht bunt, das Jahr ... ich war mehr unterwegs als sonst, ein neues Menschlein, ein Töchterchen kam im Mai hinzu, nachdem bereits im Dezember zuvor ein kleines Mädchen meine Sippe komplettierte und ein besonderer Geburtstag wurde gefeiert. Die Kinder meiner Kinder wachsen heran und sind zu meiner ganz besonderen Großmutterfreude wunderbar gelungen. Die Alte zu sein hat schon was...

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02 Oktober 2013

... ach wie gut, dass jeder weiß...

Eine Freundin hat mich unbeabsichtigt mit einer Metapher daran erinnert, wer ich bin. Fast wäre es mir im seichten Getriebe meines Alltags entglitten - ich bin die Alte - die Großmutter, die den bösen Wolf gefressen hat. Beinahe hätte ich mich vergessen zwischen all dem Nettsein und Verständnishaben für all die Müllerstöchter und all die täglich um mich umherspringenden Rumpelstilzchen dieser Welt. Wir wissen es doch längst und sollten nicht müde werden es der Müllerstochter zu sagen: ein Rumpelstilzchen wird niemanden retten. Im Gegenteil! Sein wahres Sein verbirgt er, seinen Namen nennt er nicht.

Als betagte Frau, habe ich zwar inzwischen eine recht milde Sicht auf den Wahnsinn der Welt, dennoch fehlt mir inzwischen die Toleranz dafür, dass im Allgemeinen die Vorstellung vom heutigen Frausein, immer noch in der Mädchenphase endet. Mir scheint oft, als blieben viele der Frauen das ahnungslose, allen Widrigkeiten und männlichen Kabalen ausgelieferte, suchende Mädchen. Sind sie es denn gern, das mutterlose, leichtgläubige, aber natürlich junge, wunderschöne Müllerstöchterlein, das sich nicht zu helfen weiß?
Sitzen wir gern vor einem Haufen Stroh und weinen. Doch was geschieht? Es erscheint ihr keine gute Fee. Keine verstorbene Mutter schickt Täubchen. Und da kommt auch keine weise Alte vorbei, um ihr einen Rat zu geben. Vom Vater verraten und verkauft, vom goldgierigen König ist keine Gnade zu erwarten, eilt auch sonst niemand herbei, sie aus dem Turm zu erretten.
In dieser Not erscheint es, das Rumpelstilzchen. Ungerufen! Ein harmlos scheinender Geist. Bieder bietet er ihr seine Zauberei an, gegen Bezahlung versteht sich. Und sie nimmt dankbar an - sie schließt einen Pakt. 
Doch dieser Vertrag mit dem Ungeist wird sie nicht befreien, sondern sie in eine noch fiesere Falle locken. Seine Hilfe wird sie später um alles bringen, was ihr Leben wert macht – ihr Kind!
Gewiss, sie hat es ihm in ihrer Not versprochen und später, zu guter Letzt, wird da jemand sein, der ihr aus dem Schlamassel heraus hilft. In ihre eigene Kraft kommt sie zu keinerZeit.
Das sogenannte innere Rumpelstilzchen wird gern als Metapher für Rebellion, für Wehrhaftigkeit verwendet. Trau dich, sei ein böses Mädchen! 
Doch die mutterlose Müllerstochter ist bis zum Schluss kein böses Mädchen und das Rumpelstilzchen wollte ihr gar nicht helfen und schon gar nicht sich zu wehren. Es hat eigene fiese Pläne und die werden langfristig allen naiven Mädchen schaden. Was anfangs als Wohltat scheint, ist letztlich eine raffinierter Betrug. Er spinnt für sie das Stroh zu Gold, sie kann den Schein wahren. Das Abkommen sichert ihr den Platz an der Seite eines bedeutenden Mannes, aber es wird sie auch um ihr Kind bringen und ihr gelebtes Muttersein verhindern. Das - ist das wahre Rumpelstilzchen.

Und über dieses Mädchen, das nicht weiß was es tut, das das Leben noch nicht kennt, das zwar vielleicht Wissen sammelte, aber sich noch nicht selbst erfahren hat - über dieses Mädchen bin ich schon lange hinaus. Ich bin weder ein böses noch ein gutes Mädchen.

Ich bin gar kein Mädchen mehr, sondern eine GroßeMutter. Gut und böse sind für mich irrelevante Begriffe. Weder provoziere ich, noch biedere ich mich an – ich stelle richtig, ich sorge für Klarheit, ich banne die Rumpelstilzchen dieser Welt.

Was tut eine Großmutter wie ich? 


Ich bleibe, wenn andere gehen. Ich zeige wo die Kraft liegt, wenn andere hadern. Ich träume in die Vergangenheit und die Zukunft, wenn andere sich von der Gegenwart fesseln lassen.

Ich bin. Ich ich sitze am Feuer, streue Kräuter in die Flamme und sehe wie der Rauch aufsteigt. Ich weiß um die Welt und das Sein.

Ich antworte stets, wenn eine zu mir kommt und Fragen stellt. Und meine Antworten stammen allesamt aus der Alten Welt. Aus der Welt der weisen und patenten Mütter und Ahninnen.  

Die Mädchenfrauen unserer neuen Welt sollten langsam mal genug vom Spiel mit Puppen haben und erwachsen werden. Und es wäre gut, würden sie sich trauen die Hilfsangebote der Rumpelstilzchen durchschauen, statt sich davon verführen zu lassen. Es ist an der Zeit, dass sie die wahren Traditionen der Mütter und Großmütter wieder entdecken, um den tiefen Sinn des Mutterseins zu erkennen und so "Königin" im eigenen Reich zu werden. Ich brauche kein inneres Rumpelstilzchen, keinen tobenden Geist, der mich zu irgendetwas antreibt oder mir hilft mich zur Wehr zu setzen. Gegen wen sollte ich mich wehren? Mit Frauen will ich mich in gegenseitigem Wohlwollen verbünden. Mit Männern will ich nicht nur koexistieren, sondern auch kooperieren.
Mit Töchtern und Söhnen möchte ich zusammenleben und unlösbar bin ich mit ihnen in der Zeit verbunden. Meine Elf Töchter der Zukunft sind meine Motivation. Brauche ich mehr? 

... ach wie gut, dass jede Großmutter weiß, was das Rumpelstilzchen gar nicht wissen kann! 

 
PS ... übrigens ich kenne sie alle, die Spielarten mit denen das Märchen vom Rumpelstilzchen schon variiert wurde. Von der strikten Fassung der Gebr. Grimm bis hin dem Rumpelstilzchen, das als liebenswerter Erdgeist dargestellt wird, der das naive Müllerstöchterlein "nur" belehren möchte und selbstverständlich auch das Kind nicht behalten will, sondern einen gedankelosen oder hartherzigen König bekehren. Es wird wohl noch viele Interpretationen geben...

26 August 2013

Manchmal...


... manchmal lese ich in meinem eignen Blog, der inzwischen einen Umfang von respektablen 320 Beiträgen verzeichnet und viele davon sind nicht gerade kurz.
Ich picke mir von Zeit zu Zeit ein Label heraus und schaue, was ich unter dem Stichpunkt so abgelegt habe.
Zum Thema „Großmutter“ finden sich 47 und bei „Mutter“ sogar 62 Texte. Natürlich gibt es dabei etliche Überschneidungen. Aber wenn ich die einzelnen Texte miteinander verknüpfen würde, käme eine recht umfangreiche, konsistente Betrachtung zum Thema Mutter dabei heraus. Die Frage ist jedoch, interessiert das "Mutterthema" noch Andere außer mir?
Frauen zeigen sich heute an allem Möglichen interessiert und genießen die Freiheit sich zu jedem nur erdenklichen Thema zu verbreiten. Manchmal sind auch einige darunter, die sich dem Phänomen Mutter zuwenden. Gefühlte 1% und überwiegend junge Frauen, die sich aktuell im Mutterstatus befinden.
Die Frau von Heute hat viele Identifizierungsmöglichkeiten über die sie eine Pseudoverbundenheit* mit anderen Menschen leben kann. Sie ist Bürgerin eines Staates und sie kann Christin, Buddhistin oder Muslima sein. Frau ist Feministin oder Esoterikerin, Künstlerin, Rentnerin oder Mitglied einer Jugendgang. Sie liebt es, die Frau an der Seite von Herrn Y zu sein oder eine bekannte Politikerin. Eine Frau kann sich mit ihrem Beruf identifizieren - als Sekretärin, Ärztin oder Nutte, alles ist möglich. Sie kann als Model Karriere machen, ja sogar als Fan einer Berühmtheit selbst berühmt werden. Je nach ihrem Lebenskonzept oder ihrer Einstellung wird sie in der Öffentlichkeit als Vegetarierin, Lesbe, Ehefrau, Bloggerin oder Nonne wahrgenommen. Sie kann anstrengend, angepasst, modebewusst oder völlig desinteressiert sein. Die Vielfalt an Merkmalen, die es für die Frau heute gibt, sind schier unendlich und alle Frauen können außerdem noch Mütter sein. Das wird aber nur manchmal registriert...


* ... in der patriarchös geprägten Gesellschaft sind für den erwachsenen Menschen eigentlich nur Pseudobindungen vorgesehen...
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25 Juli 2013

wir werden nicht von alleine klug...

...ein Ausschnitt aus einem Kommentar und die Erweiterung dieses Gedankens...

Der Mensch, das Individuum, wurde und wird auch weiterhin nicht aus dem Nichts heraus klüger. Und wie wichtig ist denn das (heutige) Klüger werden überhaupt, wenn es nur auf den Versuch abzielt, die Gesetze der Natur und deren Zusammenspiel innerhalb dieses sich selbstorganisierenden Systems zu durchdringen und womöglich manipulieren zu können? Das erhoffte Klügerwerden und das Verstehenwollen wie die „Schöpfung“ funktioniert, entspringt imho dem Kontrollwahn des patriarchalen MM (Menschenmann).
Wir kommen mit bestimmten, lange vor der patriarchalen Welt angelegten Anlagen zur Welt – die Mensch ist eine kühne Kombination aus dem Genpool der Vorfahrinnen und den
epigenetischen exklusiven individuellen Zutaten. Natürlich prägen uns auch Vateranteile, aber die mütterliche Eizelle ist der Ursprung eines jeden Individuums. Viele unserer rekombinierten Anlagen werden im Laufe unseres Lebens wirksam (manche auch nicht), je nachdem wie sie zu dem Lebensumfeld, in das wir hinein geboren werden, passend sind. Es werden die Anlagen aktiviert, die gebraucht werden um in einem bestimmten Erdenkreis, in einer vorhandenen Kimazone und entsprechenden Landschaftsbedingungen, zurecht zu kommen und zu überleben. Jedes Menschenkind bringt in der Regel die Möglichkeiten mit, sich an seine Welt, in die es hinein geboren wird, optimal und nachhaltig anzupassen.
Die aktive Voraussetzung dafür ist natürlich die permanente Interaktion in einem intensiven Bindungskreis – der Angehörigengruppe, die den Nähekreis bildet. Ständige Nähe zu anderen, sich wohlwollend verhaltenden, Menschen, bedeutet ständiges Interagieren mit nahestehenden Körpern und Gehirnen. Hier wird unsere Lebensklugheit ausgebildet.
Wenn dieser Bindungskreis für ein Neugeborenes nur aus einer Mutter und eventuell einem Vater in einer modernen Wohnschachtel besteht, haben wir hier bereits einen empfindlichen Mangel an menschlichen (interaktiven) Impulsen für das Baby. Auch liegt es in der angeborenen menschlichen Natur, dass das Kleine einen weiblichen Background erwartet. Das ist unsere prä-natürliches Erbe. Leider finden nach der Geburt unsere Kinder diesen artgerechten Zustand nicht mehr vor.
Dieser spür- und sichtbare Mangel wird in unserer derzeitigen westlichen Kultur nicht nur völlig ignoriert, sondern die Kleinfamilie, diese Kümmerversion einer menschlichen Lebensgemeinschaft, als höchste Entwicklungsstufe gepriesen. Vielleicht mag das ja ein Idealraum für den (modernen gefühlsarmen) angepassten Erwachsenen sein, das Kind, das in diese Welt hineingeboren wird, erwartet unwillkürlich von seinen Anlagen her ein Urzeit-Sippengefüge und mindestens ein Empfangskomitee bestehend aus Müttern und Großmüttern und Generationen-Schwestern.


Die hochgejubelte soziale Vaterschaft unser Zeit ist eine Mischung aus patriarchöser Ideologie und einem verzweifeltem Erhalt des Paargedankens (Ehe, etablierte Paarbeziehung, Kleinfamilie) und stützt sich in der Praxis letztendlich auf die einstigen Aufgabenbereiche der (matriarchalen) Mutterbrüder.

Der heutige Vater eines Kindes (der im Idealfall den Erzeuger, im Sinne von Verursacher, und den sozialen Versorger in sich vereinen soll) hat im Alltag mehrere Rollen zu erfüllen - die des permanenten Liebhabers der Mutter, des Versorgers bzw. Ernährers und die, als alleiniger Ersatzmann, um die nicht artgerechte Leere auszufüllen, welche durch die nicht mehr vorhandenen Sippenangehörigen entsteht. Letzteres ist von ganz wesentlicher Bedeutung und kann gar nicht von einem einzelnen Menschen aufgefangen werden.

Leider unterliegen wir dem modernen Wahn, dass der einzelne Vater die Rahmenbedingungen und die Gegebenheiten der Patriarchose bei (seinem) Kind auszugleichen hat. Der einzelne Mann muss also für die patriarchösen Hybris seinem Nachwuchs gegenüber gerade stehen. Wäre es da nicht klüger, wenn auch er sich endlich wieder seiner Muttersippe zuwendet, in der er am besten aufgehoben wäre.

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30 April 2013

Matrifokal


Von der Idee die Muttersippe wieder aufleben zu lassen
ein Kommentar von Stephanie Ursula Gogolin

... vor ein paar Wochen dümpelte im Netz die Testpedition: Gesetzliche Einführung eines alternativen Familienmodells zur Ehe (wahlweise)* vor sich hin. Die Petition ist bei 52 Stimmen steckengeblieben. Da das seit Jahren mein Thema ist, ich fasse hierzu meine Gedanken zusammen:
Im Gegensatz zu herkömmlichen Meinungen gibt es imho keine alternativen Familienmodelle, sondern nur verschiedene Spielarten des Klassikers „Familie“. Die Grundlage der Familie ist immer das Paarkonstrukt auf der Grundlage von Sexualität und (romantischer) Liebe und, heute mehr denn je, unter Ausschluss der Herkunftsangehörigen - sprich unseren Blutsverwandten. Zwischen der Intention einer Familie und der wie neu daher kommenden Idee eines sogenannten Matriclan, der auf der konsanguinen**, der natürlichen Müttergemeinschaft fußt, liegen daher Welten.
Denken wir doch bitte daran, was die „Familie“ einst eigentlich war - der Herrschaftsbereich eines privilegierten Mannes. Mag sich auch in unserer derzeitigen Kultur inzwischen diese Bedeutung verwischt haben und der modern daher kommende Trend hin zum partnerschaftlichen Paar gehen, es bleibt doch ein bestimmter Effekt bestehend: Zwei Fremde (Nicht-Verwandte) verbinden sich per Bereitschaftserklärung zu einem Paar mit der Absicht ab sofort in allen Bereichen ein gemeinsames Leben führen zu wollen. 
Das muss heutzutage nicht mehr unbedingt in einer bindenden Eheschließung enden, denn die unverbindlich-verbindliche Beziehung ist schon länger gesellschaftsfähig geworden. Manche probieren dabei ihr ganzes Leben lang aus, ob der jeweils Andere der „Richtige“ ist und manchmal ist es ein ständiges Kommen und Gehen. Die meisten der Paare leben dann in einer seriellen Monogamie und betreiben nebenbei eine Kleinfamilie. Unsere Gesellschaft ist daher heute zunehmend von der Familienspielart „Patchworkfamilie“ durchsetzt, in der die Kinder bereits die, von ihnen zukünftig erwartete, Flexibilität üben können, die das Wirtschaftsleben ausmacht.
Die Beinahe-Gleichberechtigung der Frau in unserer Gesellschaft lässt uns immer wieder gern übersehen, dass die bestehende Gesetzeslage vor allem die eheliche Verbindung, sprich das heteronormative Paar, schützt und fördert. Das Ehepaar gilt als klassische Grundlage der Familie und schließt inzwischen außer den Kindern, alle anderen Mitglieder beider Herkunftsfamilien rechtlich aus. Ein Gemeinschaftsleben im matrilinear-matrifokalen Verständnis ist derzeit weder im Mainstream noch in den Gesetzen des Staates vorgesehen. Das gilt es zu ändern.
Der hier als Alternative aufgezeigte Matriclan hat als Grundlage die Struktur einer Muttersippe, matrilinear und matrilokal, also so wie sich ursprünglich die Basis des menschlichen Zusammenlebens gestaltete. Dass die konsanguine Matrigemeinschaft, hier Matriclan genannt, nicht nur wirklich eine Alternative zur etablierten Kleinfamilie wäre, sondern bestimmt die bessere Variante sein wird, wurde in dem avaaz – Vorschlag klar benannt. Natürlich ist dieses Projekt noch lange nicht zu Ende gedacht. Vielleicht ist es in manchen Punkten noch zu futuristisch, aber es besitzt das Potential zur Bewegung anzuwachsen - ähnlich der nicht mehr tot zu kriegenden Idee des Bedingungslosen Grundeinkommen. Und ich bin überzeugt, die beiden Ideen bedingen einander und werden eines Tages in der Praxis zusammenwachsen.
Es geht bei dem Gedanken die Muttersippe rechtlich zu konstituieren, auch nicht um eine Erlaubnis für Frauen matrilinear leben dürfen, wie bereits vermutet wurde, sondern um die Forderung nach kollektiver Anerkennung und der selbstverständlichen Unterstützung dieser Lebensweise durch die Gesellschaft, auch in Form einer gesetzlichen Absicherung.
Ein matrilineares Gemeinschaftsleben kommt gegenwärtig jedenfalls sehr wenigen Frauen in den Sinn und wird eher als gestriges Gebaren angesehen. Das derzeitige Familienverständnis endet bei Vater-Mutter-Kind und die frühzeitig abgenabelten Teile der Herkunftsfamilien werden nur noch latent dazugerechnet. In der klassischen (Klein)Familie erfolgt im Erwachsenenalter nicht nur eine körperliche Distanzierung von den Angehörigen, sondern es entsteht dabei auch eine, manchmal irreversible, Trennung im Geiste. 
Das ist der bestehende entscheidende Unterschied zu einer konsanguinen Matrigemeinschaft, die sich auf die dauerhafte Zugehörigkeit zu den konsanguinen Verwandten stützt.
Die ohnehin vom patriarchösen System nicht gern gesehene Mutter-Kind-Bindung löst sich unter dem Abnablungsdogma Schritt für Schritt auf und hinterlässt bei Tochter und Sohn eine Leere, die auch noch als nicht gerechtfertigt gebrandmarkt wird. Und um diese Leere des sozialen Vakuums mit Geborgenheit und Verbindlichkeit aufzufüllen, wird uns in unserer Kultur lediglich die Paarbeziehung mit einem, uns bis dahin unbekannten, Menschen empfohlen.
Wenn wir die Idee einer 'Lebensgemeinschaft in Mütterlicher Linie' etablieren wollen, ist die gesellschaftliche Anerkennung auch innerhalb der Gesetzgebung eine zwingende Voraussetzung. Die Grundlage bisheriger Gemeinschaften und Gesellschaften sind und waren immer die natürlichen, die innigen und tragenden, Bindungsgeflechte der konsanguinen Angehörigen. Diese evolutionäre Strategie des Menschen in einer natürlichen (biologischen), mutterbezogenen Ordnung zu leben, wird seit Jahrhunderten durch das patriarchöse System gründlich ausgehebelt.
Einer der entscheidenden Eckpunkte des angedachten Matriclans ist, dass keine sexuell bezogenen Verhältnisse den Zusammenhalt einer solchen Lebensgemeinschaft bestimmen. Dem gegenüber ist heute mehr denn je das erotische (sexualisierte) Liebesverhältnis sowohl für die Ehe (und für andere Paarbeziehungen) eine selbstverständliche, ja zwingende Voraussetzung. Diese Ausgangsposition würde im Matriclan bzw. der Muttersippe entfallen. Die natürliche, matrilineare Verwandtschaft zwischen Angehörigen bildet die einzige Grundlage dieser neu zu etablierenden Lebens-, Fürsorge- und Wirtschaftsgemeinschaft, welche gesetzlich zu schützen wäre.
Wenn ich also zum Beispiel mit meiner Tochter und ihren Kindern eine solche Sippenstruktur praktizieren möchte, steht doch erst ein mal folgendes fest: genetisch verwandt sind wir bereits, also noch mehr an Zugehörigkeit geht gar nicht. In unserem derzeitigen Verständnis jedoch sind Erwachsene autonom und werden solange als ungebunden angesehen, bis sie sich zu einem (nichtverwandten) Partner zugehörig erklären. Diese Art Partnerschaft ist derzeit die einzige legitime und als förderungswürdig angesehene Lebensgemeinschaft – wobei der Ehe immer noch die höchsten Weihen zugesprochen werden. Auch eine eingetragene Lebenspartnerschaft reicht rechtlich noch nicht völlig an den (von den Kirchen geheiligten) Ehestatus heran.

Die Muttersippe würde also im persönlichen Zusammenleben und der gemeinsamen Haushaltsführung genauso anerkannt sein wie ein Ehe/Familie. Es wäre weder der Segen einer Kirche noch die Trauung vor einem Standesbeamten erforderlich, um die Angehörigen der Muttersippe für zusammengehörig zu erklären, denn das sind sie ja bereits von Geburt an. Wenn diese konsanguine Lebensgemeinschaft arriviert und eingeführt wird, würde daher lediglich der Urzustand des menschlichen Zusammenlebens wieder hergestellt und damit die generationsübergreifende Fürsorge für alle Angehörige ganz selbstverständlich vorausgesetzt.
Bisher hat das praktizierte Patriarchat verhindert, dass starke Weiber- und Mutterbande erhalten blieben. Trotzdem gab es, wir können es zwischen den Zeilen der Märchen oder in den eigenen Herzen lesen, einen Ort, den die Menschen in ihrer Seele, als Haus der Mutter abspeichern – es ist der natürliche, aber derzeit unterdrückte Drang nach der Rückbindung an das mütterliche Energiefeld und somit an die Herkunftssippe. Die Suche nach der verlorenen Geborgenheit ist eine Grundstimmung in unserer Gesellschaftskultur.
Ich bin überzeugt dass bei vielen, wenn auch vielleicht nur diffus, diese dauernde Sehnsucht vorhanden ist. 

Da sich Töchter schon lange nicht mehr im natürlich-mütterlichen Geist bewegen und sie auf die (lebenslange) "Bindung" zu einem Mann geprägt werden, wird versucht diese latente Sehnsucht in der romantisch verbrämten Liebe auf Lebenszeit zu stillen. 
Die weiblichen Energiefelder einer mütterlichen Sippenstruktur sind als Kraftquell längst vergessen. Inzwischen gelten maskuline Werte und eine Herkunftsbindung wird im patriarchalen Verständnis, über die (Pseudo)Vaterlinie festgeschrieben - die Bedeutung der Mutter verblasste immer mehr.
Es geht hier also nicht um einen sogenannten Wahlclan oder um eine "Ehe" unter Frauen oder um die Erweiterung der Eingetragenen Lebensgemeinschaften zwischen Fremden, sondern um nichts weniger als die Legalisierung der Sippenzugehörigkeit in der mütterlicher Linie. Also um die Akzeptanz der urtümlichen, natürlichen und artgerechten Lebensgemeinschaft, bestehend aus weiblichen Blutsverwandten als Gründerinnen sowie den angehörigen Söhnen und Brüdern. Noch mehr verwandt als Mutter – Tochter / Sohn - Tochterskinder ist nicht möglich.
Das erotische Begehren bzw. eine sexuelle, auf einenPartner gerichtete, Betätigung fände außerhalb dieser matrifokalen Lebensgemeinschaft statt. Daher wäre es auch angesagt, die nun mehr veralteten Inzestgesetze zu reformieren. 
Die klassische Ehe, als patriarchal verordnete Institution, wurde im christlich geprägten Abendland, als einziger Ort der legitimierten Sexualität bestimmt und die Ehe wiederum gilt immer noch als die Basis der (Klein)Familie. Der Geist der Institution Familie besteht nach wie vor darin den Mann als den Herr des Hauses vorauszusetzen, selbst wenn er nicht anwesend ist. Wenn beispielsweise drei erwachsene und konsanguin** mit einander verwandte Frauen eine Lebensgemeinschaft bilden, gelten sie trotzdem vor dem Gesetz als alleinstehend, da sie keinen Mann (nichtverwandten Partner) haben und ihr Zusammenleben bekommt in den Augen der Öffentlichkeit eine Art WG-Charakter.
Es gilt also eine echte Alternative zur Ehe/Familie anzustreben und die bereits bestehenden konsanguinen Verwandtschaftsverhältnisse offiziell (gesetzlich) als Lebensgemeinschaft anzuerkennen. Und diese müssten in unserer Gesellschaft genauso gefördert werden, wie die klassische Ehe mit Familienstatus, da hier vor allem auch die Kinder aufgezogen würden und sich die unangemessene Bezeichnung "Alleinerziehend" damit auch erledigt.
Der Hauptaspekt, der hier angedachten Lebensgemeinschaft Matriclan bzw. Muttersippe oder auch Matrifokal, ist der generationsübergreifende und geschwisterliche Effekt des Zusammenlebens und somit Voraussetzung für das geborgene Eingebettetsein der Kinder in eine verlässliche Sippengemeinschaft.
Bisher läuft es im gesellschaftlichen Verständnis und in der Gesetzeslage so ab - wenn ein älteres Ehepaar oder auch nur eine Mutter oder ein Vater mit seinen bereits erwachsenen Kindern in einem gemeinsamen Haushalt oder unter einen Dach zusammenlebt, so ist das zwar möglich, wird jedoch bei aller natürlichen Bindung nicht als Lebensgemeinschaft offiziell anerkannt. Jeder Erwachsene, außer den Eheleuten zählt einzeln (und wird auch entsprechend versteuert). Auch wenn (kleine) Kinder zu einer Person gehören, bilden sie mit ihrer derzeit ungebunden Mutter (oder auch Vater) eine eigene Lebensgemeinschaft und diese fallen dann unter den Begriff der Alleinerziehenden. Und wie gesagt empfinde ich es als absurd, dass sowohl vor dem Gesetz sowie durch den Mainstream jeder Erwachsene grundsätzlich ab der Volljährigkeit als autonome "Lebensgemeinschaft" gehandelt wird und erst eine erfolgte Paarbildung gilt als ordentlicher Schritt zur Familiengründung... man heiratet oder tut sich in einer Beziehung zusammen. Damit beginnt auch die gegenseitige Fürsorgepflicht (in guten wie in schlechten Tagen usw.), die der Paarbeziehung zugeordnet wird. 
Alle anderen (nach wie vor bestehenden) Verwandtschaftsbeziehungen rücken endgültig in die zweite Reihe. Demnach ist in unserem modernen Verständnis die sogenannte Blutsverwandtschaft nur im Kindesalter wirklich relevant. Natürlich bleibt eine gewisse moralische (und bedingt gesetzliche) Pflicht sich bspw. um pflegebedürftige Eltern zu kümmern, schließlich bleibt das Verwandtschaftsverhältnis bestehen, aber wie bekannt genießt der (amtierende bzw. angeheiratete) Partner immer die Vorrangstellung.
Der noch vor Jahrzehnten in der patriarchalen Familienstruktur beschworene Zusammenhalt hat sich in den heutigen Tagen sehr gelockert. Die zu einem Berufsalltag gehörende Verhinderung von Nähe stört auch ein kontinuierliches Festigen der Familienbande. Daher ist Fürsorge und Pflege innerhalb der Herkunftsfamilien zwar immer noch durchaus üblich, gesellschaftlich gesehen jedoch weder eine anerkannte noch geschätzte Arbeit. Diese Zuwendung wird im Alltag neben der Familienarbeit und der honorierten Erwerbstätigkeiten irgendwie verquetscht. In der Regel betrifft diese dreifache Belastung dann die Frau - die Familienmutter.
Ich bin daher sehr wohl dafür, den „Matriclan“ - Vorschlag mit aller Kraft zu unterstützen, denn seine Ziele erscheinen mir förderungswürdig, obwohl der letzte Punkt mir noch sehr als Zukunftsmusik erscheint:
  • Verstärkter Schutz von Müttern und Kindern
  • Lückenlose Betreuung von Kindern, Alten und Pflegebedürftigen
  • Gewaltfreies Zusammenleben in einem intakten sozialen Verbund
  • Perspektivisch ökologischer Landbau und Subsistenzwirtschaft als Lebensgrundlage

(* https://secure.avaaz.org/de/petition/Gesetzliche_Einfuhrung_eines_alternativen_Familienmodells_zur_Ehe_wahlweise

(** verwandt durch Geburt in mütterlichen Linie
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22 März 2013

verdrängt aber nicht verloren...

Unsere Mütter, unsere Väter – der dritte Teil dieses bemerkenswerten Dreiteilers ist am Mittwoch gelaufen. Flankiert von etlichen Dokus, Interviews und Talkshows und Medienberichten, wurde das aufwendige Werk in der letzten Tagen ausgestrahlt. Ich muss gestehen, dass es mir noch nicht gelungen ist die drei Filme durchgängig anzusehen*. Scheinbar kam bei mir zuviel an „epigenetischer“ Erinnerung hoch. Wir alle leben mit Erinnerungen, die nicht immer direkt die unseren sind.

Ich wurde 1947 von einer Mutter geboren, die für den Rest ihres Lebens froh war, dass ihre damals sechs vorhandenen Kinder den Krieg und die einjährige Flucht äußerlich unbeschadet überstanden hatten. Selbst in der DDR, wo man stets bemüht war gewisse Aspekte der Nazizeit aufzuarbeiten, wurden zwar die Gräuel des Krieg als solches verdammt, aber auch irgendwie als eine historische Notwendigkeit gehandelt. Ich bin, mit Trümmern vor Augen, in die friedliche Nachkriegszeit hineingewachsen, mit dem persönlichen, durch Verluste geprägten Schicksal meiner Eltern und Geschwister im Schlepptau. Meine Schwester zum Beispiel verlor ihre Heimat, ihr Zuhause und darüber hinaus ihre Kindheit und ein Teil Jugend. Sie hat kein Schlachtfeld erlebt, aber über diese verlorenen Zeit spricht sie auch heute noch nicht gern. Jede Form von Verlust hinterlässt Spuren und der totale Ausnahmezustand, in den ein Kriegsgeschehen die betroffenen Gebiete versetzt, hinterlässt ebenfalls weitreichende Auswirkungen – auch wenn immer noch viele von vergossenem Blut und Tod verschont sind – übriggeblieben ist eine traumatisierte Generation. Auch ich konnte damals als junges, geschichtsinteressiertes Mädchen aus meiner Mutter nicht herausbekommen, was genau sie erlebt hat und wie es sich mit bestimmten Erinnerungen weiterleben lässt.

Der Titel des Filmes spielt jedenfalls darauf an, dass die jungen Leute, die den Krieg erlebten, dann „unsere Mütter und Väter“ waren. Aber was hat es denn nun mit den Müttern dieser Zeit auf sich? Höflich wie man heutzutage ist, wird selbstverständlich die Frau, die Mutter, in dieser Titulierung des Filmdreiteilers, zuerst genannt. Allerdings wirkte diese Nennung der Mütter auf mich hier sehr befremdlich. Als hätten die (im Film nicht gezeigten) Mütter der Kriegstage besondere Anteile an den grausamen Ereignissen. Sie werden rhetorisch auf diese Weise in eine Verantwortung eingebunden, die das eigentlichen Geschehen so nicht hergibt.

Nichts desto trotz hat das ZDF ein Stück Zeitgeschichte verfilmt und dabei ein recht real wirkendes Dokument geschaffen, dass sich nicht nur anzusehen lohnt, sondern auch sehr nachhaltig wirken kann. Thematisiert wird die traumatische Epoche, die mit dem ersten Weltkrieg begann und deren letzte Ausläufer in unserer Zeit immer noch immer nicht verebbt sind. Der gezeigte Schwerpunkt sind fünf Jahre in denen der Zweite Weltkrieg in Mittel- und Osteuropa tobte. Fünf Schicksale werden dabei verfolgt – zwei junge Frauen, drei junge Männer – drei von den Fünf überleben.

Von (dargestellten) Müttern konnte in den drei Teilen kaum die Rede sein, wenn wir mal von der still verzweifelten Mutter der Brüder Wilhelm und Friedhelm absehen. Aber der Titel des Epos ist auch etwas um die Ecke gedacht und meint damit die Vertreter der Generation, die den Krieg intensiv er- und überlebten. Die Frauen und Männer, die nach den Jahren des Grauens Eltern waren oder wurden und danach nicht im Stande waren mit ihren Kindern die Erlebnisse und die Beteiligung an dieser unerträglichen Sinnlosigkeit zu teilen.

Es gibt bald niemanden mehr, der noch dabei gewesen ist... ein Grund mehr diese Stimmen noch zu Wort kommen zu lassen. Die Menschheit hat immer auf die überlieferten Erlebnisse und Erfahrungen der Alten aufgebaut. Und gerade bei dieser kollektiven Horrorerfahrung wurde eher jahrzehntelang auf Schweigen, Vermeiden und Verdrängen gesetzt. Wenn jene die am eigenen Leib diese Erfahrungen machten, nicht mehr sind, fehlt uns das lebendige „Anschauungsmaterial“. Diejenigen, die das Schweigen brachen, wurden auch nicht von allen gehört und schlimmstenfalls gipfelt die Meinung in boshaften Sprüchen, wie „...selber schuld, warum habt ihr mitgemacht!“. Das diese Haltung noch besteht, konnte ich auch jetzt noch bei diversen Pro und Kontra – Kommentaren zu dem Film lesen.

Viele der noch jungen Kommentatoren im Netz haben nicht einmal ansatzweise verstanden, dass hier auch ein Versuch unternommen worden ist ein Schlaglicht auf die Mechanismen der (dauerhaften) Prägungen zu werfen. Wie weit hinein in die nächsten Generationen reichen wohl die Erfahrungen unserer Mütter oder Großmütter, die sie mit Brutalität und einem pervertierten Alltag, mit Denk- und Handlungsverboten machten? Das eigene einfache, alltägliche Agieren wurde vielleicht im Nachhinein als Schuld erkannt. Diffuse Ängste von damals sind immer noch nicht in Worte zu fassen, weil es diese Worte immer noch nicht gibt. Wie soll eine Mutter ihren Kindern unaussprechliche Fakten erklären, wenn es für sie selbst immer noch zu schmerzlich, zu bedrohlich ist und sie allein dafür keine Worte findet? Außerdem ist es auch heute noch gesellschaftlich verpönt bestimmte Dinge beim Namen zu nennen und so es wurde das Verdrängte noch einmal verdrängt. Die geschädigten Kriegs- und Nazi – Opfer – Täter wollten nicht nur nicht hinsehen, sie durften es aus einer kollektiven „Büßerverordnung“ heraus auch nicht. Und dabei wäre bitter nötig gewesen. Nicht um wen frei zu sprechen oder wegen der Moral oder den mehr oder weniger gerechtfertigten Schuldzuweisungen, sondern um eben den künftigen Generationen gewisse Störungen zu erklären oder es ihnen ersparen. Das „ererbte“ Gefühl in den rechten Kontext zu setzen und endlich einen Sinn für epigenetisch motiviertes Fühlen und Agieren zu bekommen, sollte langsam eine bewusste Aufgabe von Müttern werden. Es ist wohl so ein Menschending oder nur ein biologischer Grundzug - alles was wir tun hat Auswirkungen über viele Generationen. Ob wir friedlich leben oder nach wie vor Demagogie, Kriegen oder Hexenjagden ausgesetzt sind, ob wir unseren Kindern Geborgenheit anbieten oder ihnen die Nähe verweigern – es fällt auf uns zurück - persönlich und kollektiv. „Unsere Mütter, unsere Väter“ von einst können ihr Verhalten nachträglich nicht mehr ändern, die gerade amtierende Generation, zu der auch wir Älteren gehören, schon.
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