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05 November 2020

Oxytocinmangel - ein Beschleuniger des Patriarchats

Der Entwurf einer Betrachtung zu der Frage und Dauerbrenner: Wie entstand das Patriarchat?
... überarbeitet, ergänzt und in Wordpress online gestellt

Hierbei handelt es sich um hypothetische Überlegungen und mögliche Zusammenhänge im Entstehen der seit min. achttausend Jahren, expandierenden Patriarchose...


17 August 2020

Partnerschaft ist keine Geschwisterlichkeit

Betrachtung zum Begriff Partnerschaft von Stephanie Ursula Gogolin

Vorwort für eine Freundin
Liebe Freundin, ich weiß, dass es zur neueren Denkungsart gehört, alle patriarchalen Formen, die eine (bis dato) positive Ausstrahlung haben, leicht abgewandelt in den Kanon des modernen Matri-Sprech aufzunehmen. So wie das Paar und eben die allseits beliebte Partnerschaft.
Sowohl das Paar wie auch die Partner sind in der Regel zwei fremde (nichtverwandte) Personen. Wir wissen aber, im matrifokalen Kontext interagieren Fremde (die Nichtverwandten) eher nicht ständig. Weniger unmittelbar, nicht im Alltag, noch auf Lebensdauer. Die Konsequenzen für die Person und die Gemeinschaft wären (wie wir Patriarchatsbewohner immer wieder feststellen müssen) nicht nur störend, sondern auch verheerend. Der nichtverwandte Liebhaber wurde wohl da eine Art geregelte Ausnahme. Wir sollten daher lieber zweimal hinsehen, wenn wir uns euphemistisch eines gängigen Sprachbegriffes annehmen, der eigentlich sehr tiefe patriarchöse Wurzeln besitzt.
Sicher können sich auch konsanguin verwandte Geschwister wie Partner gebärden bzw. sich als solche verstehen und eine zielgerichtete Partnerschaft praktizieren. Überall da wo Arbeitsprozesse verbindliche und verlässliche Zuständigkeiten und Ansprechpartner benötigen, greift die regulierte Partnerschaft – nicht nur in der Erwerbsarbeitspraxis (die ja bekanntlich ein astreines Patri-Produkt ist), sondern auch im Patri-Privaten.
Die klassische Ehe ging bekanntermaßen aus dem Herrschaftskonzept der Patriarchalität hervor. Seit in der sehr aktuellen Geschichte gesellschaftsfähig wurde auch ohne Trauschein als Paar (bestehend aus zwei nicht konsanguin verwandten Personen) zusammenzuleben, brauchte diese Form einer Lebensgemeinschaft eine gängige (positiv belegte) Bezeichnung. Hier bot sich die Partnerschaft nahezu an. ‚Partner sein‘ ist im Patriarchat eine bedeutungsvolle Wertung. Ursprünglich ging das Männliche Partnerschaften ein. Frauenpartnerschaft im Sinn der bündlerischen Kultur gab es nicht. Jede Form von Frauenkollektiv stand unter männlicher Aufsicht (siehe Orden und Kongregationen).
Aber es kam der Zeitpunkt in dem diese Verbindung unter Männern auf Frau ausgedehnt wurde. Vor allem wurde die Partnerschaft das neue Label für die nichteheliche Paarbeziehung.
Im gesellschaftlichen Kontext avancierte diese von der geduldeten "Wilden Ehe" zu einer ordentlichen Lebenspartnerschaft, bestimmt durch Regeln und ungeschriebene Gesetze. Praktizierte Partnerschaft schließt allerdings Sippen(Matrifokal)Angehörige aus. Umgekehrt können wir auch sagen: Wenn ich mich geschwisterlich verhalte bedeutet das nicht per se, dass ich partnerschaftlich (wie bei einer verpflichtenden Arbeitspartnerschaft) handele.
Geschwisterliches Miteinander bedeutet im Sinne der (geliebten) Geschwister Verantwortung übernehmen bzw. im Namen einer (matrifokalen) Verbundenheit zu agieren. Diese Art des Handelns, von mir als Fürsorge bezeichnet, erfolgt prinzipiell (quasi von Natur aus im Sinne des Überlebens) ohne einen verpflichtenden Kontext. Es ist ein ausgedehntes Geben und Nehmen, ein verbindendes und damit verbindliches Fürsorgen auf der Basis - was kann ich und was kannst du! Wie geht es uns beiden damit, denn wir kennen uns von klein an und wissen was der anderen gut tut.
Ich unterscheide unbedingt Geschwisterlichkeit (als rein herstorische Entwicklung - als das evo-biologisches Ereignis) von der Partnerschaftlichkeit, als historisch-patriarchales Implantat.
Beide Begriffe haben sehr verschiedene Voraussetzungen. nehmen wir die Partnerschaft - sie besteht weitgehend aus Verpflichtungen – Verpflichtendes (und damit kontrollierbares) Miteinander ist in den (patri)zivilisierten Kulturen per Gesetz vorgegeben und gilt als Konvention. Partnerschaften waren/sind sind also geregelt, mit einem Vertrag schriftlich oder mündlich (verstärkt durch den typischen Handschlag), der als kulturelle Absprache eine gegenseitig sich verpflichtende Verbindlichkeit darstellt und die Beziehung der Partner zueinander deutlich macht. Partnerschaft entstand/entsteht, wenn ein herrschaftsfrei erscheinendes, gegenseitiges Verhalten einen Namen braucht und positiv konnotiert sein soll.
Geschwisterlichkeit ist ein ursprüngliche Qualität, die noch lange in die Patriarchalität hinein, sich in Sprüchen wie beispielsweise „sie sind wie Bruder und Schwester“ zeigte und hier eine Zugewandtheit und Innigkeit demonstrierte, an die beispielsweise eine Partnerschaft nicht herankommt (oder auch nicht soll, höchstens ironisiert wird). Seit für die Paarbeziehung der Begriff Partnerschaft salonfähig wurde, wird da eine Beziehung auf Augenhöhe und eine Verbindung im Sinne „wir gegen den Rest der Welt“ favorisiert, ohne sich bewusst zu sein wie patriarchal diese Idealisierung ist. Denn eine Partnerschaft einzugehen bedeutet nicht per se auf Augenhöhe, gleichberechtigt oder kungruent zu sein.

Partnerschaft versus Geschwisterlichkeit
Der Begriff Partnerschaft löste nicht nur fast alle Bezeichnungen wie Beziehung und Ehe ab, er wurde inzwischen auch als zukunftsweisend verinnerlicht. Dabei herrscht zunehmend die idealisierte Vorstellung, dass nur ein jeder Mann und eine jede Frau sich in einem kollektiven Sinn eines schönen baldigen Tages partnerschaftlich verbünden müssten, um die heute noch bestehenden Probleme zu den Geschlechterdifferenzen aufzulösen.
Partnerschaftliches Verhalten bedeutet für die meisten, dass sich Mann und Frau ab jetzt auf Augenhöhe und in gegenseitigem Respekt begegnen sowie ohne Missverständnisse und Gewalttendenzen im noch bestehenden Geschlechterchaos eine globale harmonische Zukunft ansteuern. Hier setzt insbesondere die Frau auf Männereinsicht, -vernunft und -handeln. Und da sind sie wieder unsere drei Probleme!
Die Einsicht in die Notwendigkeit der Frau Selbstbestimmung und Freiheit zuzugestehen ist eher unterentwickelt. Die Freiheit sich in einer Männerkultur als Frau selbst zu definieren, ihr Geburtsrecht der Female Choicewahrzunehmen und als Mutter für das eigene Kind in Matrifokalität da zu sein (und ohne mit dem leiblichem Vater eventuell darum kämpfen zu müssen), sind Grundvoraussetzungen, die eine generelle Partnerschaftlichkeit als Gesellschaftsnorm als wünschenswert erscheinen lässt. Wir müssen also auch noch darauf warten, dass Frauen, den ihnen zustehenden Anteil an der Welt endlich einfordern und auch erhalten. Wenn diese Punkte durchgesetzt wurden, kommen wir vielleicht endlich wieder zur Geschwisterlichkeit.
An dem Begriff Partnerschaft, als Synoym für  Gleichberechtigung bzw. scheinbare Gleichwertigkeit stört mich, dass er eigentlich ein so durch und durch patriarchales Ding ist. Ich kann zwar grundsätzlich den Sinn hinter dem Bestreben, das Wort Ehe oder Beziehung durch den Begriff der Partnerschaft zu ersetzten, verstehen - aber bedeutet das wirklich ein gleichwertiges Miteinander von Mann und Frau? Denn zuerst ist es die ungewisse Kombination zwischen einem fremden Mann und einer fremden Frau. Fremd im Sinne von “nicht verwandt sein”! Die einst matrifokal lebende Mensch wird genötigt sich nicht mehr als soziales, sondern als autonomes Lebewesen zu begreifen und in eine Paarbeziehung zu begeben, die wertig über jeder verwandten Herkunft steht. War ein paar Jahrhunderte lang die verbindliche, bis in den Tod reichende Ehe, der bindende Kodex für die Frau, ist heute die freigewählte Partnerschaft für sie ein Menschenrecht.
Wir lieben es Partner zu sein. Partnerschaft hört sich solide an, verbreitet eine Aura von verlässlichem Miteinander. Aber von der eigentlichen Bedeutung her, hat Part(ner) nichts mit Gleichberechtigung oder -behandlung zu tun, sondern bezeichnet erst einmal nur eine Teilhabe an derselben Sache. Beispielsweise ist ein Part auch eine Rolle oder ein Gesangsstück für einen Künstler - ihre/seine Beteiligung an einem gemeinsamen Prozess, an einem größeren Ganzen. Bei einer Partnerschaft kommen Menschen per Bereitschaftserklärung im Sinne einer Sache zusammen, um sich an einem gemeinsamen Projekt oder Geschäft oder eben auch einer Beziehung zu beteiligen. Über eventuelle Gleichwertigkeit oder Gleichwürdigkeit sagt das erst einmal nichts aus.
In einem gewöhnlichen Geschäft bedeutet das auch, dass es Teilhaber gibt, aktive oder auch stille. Die Grundlage in einer wirtschaftlichen Partnerschaft ist der Geldwert, die Einlage in das Unternehmen oder Produktionsmittel eventuell die eigene Arbeitskraft, die in den Geldwert umgerechnet wird. Die Teilhaber bestimmen wie sich ein Unternehmen gestaltet und entwickelt. Somit ist auch nicht jeder, der in einem Unternehmen arbeitet, ein Partner. Das Partnersein betrifft nur die Verantwortungsträger, also die Inhaber oder Entscheidungsträger. In einem Unternehmen zu arbeiten (eine Erwerbsarbeit auszuführen) ist Lohn- bzw. Mitarbeiter vorbehalten. Die bedingte Beteiligung, also das Mitmachen-Dürfen kann jederzeit (abrupt) enden. Ein Unternehmen ist an einen gewissen wirtschaftlichen Erfolg geknüpft, weniger an die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Entscheidungsträger und schon gar nicht der anderen Mitarbeiter.
Ganz anders geht es dagegen im „Unternehmen“ einer (privaten) Partnerschaft (die heutige Form der Normveranstaltung für Ehe und andere Lebensgemeinschaften) zu. Hier spielt der individuelle bzw. gemeinsame Wohlfühlfaktor eine wesentliche Rolle und das Drehbuch enthält alle Klischees der romantische Liebe. Den geldwerten Erfolg und das wirtschaftliche Gelingen einer solchen Lebensgemeinschaft einzukalkulieren und zu beachten weist, zumindest dem momentan vorherrschenden Anspruch nach, auf einen Mangel an bedingungsloser Liebe und Vertrauen hin.
War in der Vergangenheit der letzten Jahrhunderte eine Ehe durchaus ein wirtschaftliches Unternehmen in dem der weibliche Part manchmal nur die eigene Person als Einlage (Arbeitskraft und Mutterpotenz) einbrachte, ist die heutige (Paar)Beziehung als gemeinsames Unternehmen ein relativ neues Geschäftsmodell. Hier ist die Geschäftseinlage die Idealvorstellung von gegenseitiger dauerhafter Liebe, die alles überwindet und als Garant für Glück gilt. In der Alltagspraxis wird als Ausdruck dieser Liebe ein bedingungsloses Zueinanderstehen und Vertrauen, ein immerwährendes (sexuelles) Begehren und nicht zuletzt ein komplizierender Treueanspruch erwartet und gefordert.
Zwei Menschen, die auf Grund der vorherrschenden gesellschaftlichen Spielregeln als alleinstehend* gelten, schließen also sich zu einer Partnerschaft zusammen. Bisher galt das offiziell und vorzugsweise für jeweils Vertreter beiderlei Geschlechts, also um eine Hetero-Kombination. Ich vernachlässige mal all die anderen Spielarten der Zuneigung und richte mein Augenmerk auf Mann und Frau, denn sie sind die Vertreter, die in Zukunft generell Partnerschaftlichkeit in die Welt tragen sollen – und zwar halbe-halbe! Die Hälfte der Arbeit, die Hälfte der Verantwortung, die Hälfte des Gewinns, die Hälfte des Glücks. Spätestens jetzt müsste uns auffallen, dass das irgendwie nicht wirklich hinhaut und auch mir kommen immer wieder starke Zweifel wie je umgesetzt werden kann, besonder wenn ich lese, dass wieder mal ein Partner seine Partnerin umbrachte. In der gesamten patriarchalen Vergangenheit existierte keine bekannte Epoche in der humane Partnerschaftsgedanken im Sinne von Menschlichkeit und Geschwisterlichkeit, die Kultur prägten und sich dabei auf ein alltägliches Miteinander von (nichtverwandten) Frauen und (nichtverwandten) Männern bezogen. Das herbeigesehnte Partnerschaftsideal wird in der Gegenwart nicht mal Ansatzweise umgesetzt.

(* ohne einen anderen Anspruch erhebenden Partner, unabhängig von anderen Sippen/Familienmitgliedern)

In einer persönlichen Lebensgemeinschaft gibt es keine tariflich vereinbarten Arbeits- und Pausenzeiten, keine Stechuhr, keine Gehaltsabrechnung. Nur am liebsten Liebe bis ans Ende aller Tage - „gemeinsam alt werden“ ist heute die gängige Wunschvorstellung - als Äquivalent zum einstigen Ehecredo: “...bis dass der Tod uns scheidet!” In jedem Liebesgeschichtenanfang schwingt auch immer diese Sehnsucht mit, die heute zu unserem Alltag gehört seit wir Teenager sind: nie mehr allein sein müssen – mindestens einen Menschen an unserer Seite haben, der immer für uns da ist und wir keinen emotionalen Mangel leiden müssen.
Es ist ein Dogma unserer Moderne, sich so früh wie möglich 'abzunabeln', dass heißt unsere Familie (genauer unsere patrilokalen Herkunftsangehörigen), zu verlassen um uns einen Lebenspartner zu suchen und ein „eigenes“ Leben zu führen. Seitdem sind wir permanent im Zugzwang. Wir suchen den idealen Partner, möglichst das wunderbare Wesen, dass das Schicksal uns vorherbestimmte. Denn, so heißt es im allgemeinen, je inniger und partnerschaftlicher es in einer solchen Verbindung zugeht, desto größer sind die Chancen, dass dieses Konstrukt ein Leben lang hält. Aber „partnerschaftlich“ bedeutet eigentlich im Sinne der Sache handeln, nicht zwangsläufig im Sinne der/s Anderen.
Partnerschaftliches Agieren ist vielleicht ein gutes wirtschaftliches Konzept, aber meiner Meinung nach nicht lebenstauglich, im Sinne von fürsorglich, empathisch, beständig, verlässlich und konsensbereit. Das wird um so deutlicher, wenn sich diese private Co KG um mehrere kleine Personen erweitert (andere erwachsene Mitglieder kommen in der Regel ohnehin auf gar keinen Fall in die partnerschaftliche Paargemeinschaft rein, höchstens temporär oder als exotische Ausnahme). Denn zuvor bedeutete „partnerschaftlich“ im ökonomischen und gesellschaftlichen Sinn nicht, dem Partner mit Nachsicht, Wohlwollen und Liebe zugetan zu sein. „Partnerschaftlich“ auf das persönliche Miteinander der Geschlechter anzuwenden ist relativ neu.
Partnerschaft ist ein etablierter patriarchaler Begriff. Einen Partner haben, kennen wir auch aus der, uns durch hunderte Bücher, Filme und Serien bekannten Heldenmythologie von der Antike bis in unser Neopatriarchat. Diese Narrative gipfelt darin, mit einem Partner mehr Zeit als mit der eigenen Familie zu verbringen  ... oder im Zivilisationsdschungel mit ihm durch dick und dünn gehen. Für ihn sogar das eigene Leben zu riskieren ist obligat. Ja als Partner wird manchmal sogar ein Gegenspieler bezeichnet. Jedenfalls alles sehr untaugliche Vorstellungen um sie auf eine alltagsbeständige Beziehung mit Frau und Kind zu übertragen, finde ich.
All diese Kumpelgetue, die sich auf die maskuline Art bezieht, mit Nichtkonkurrenten umzugehen, ist für mich eine eher gruselige Vorstellung im Zusammenhang mit dem Tagesgeschäft einer privaten, kinderbezogenen und häuslichen Lebensgemeinschaft. Die Partnerin eines Mannes zu werden, bedeutet hier auch immer sich auf die etablierte männliche Verständnisebene zu begeben.
Ich habe in einer Ehe gelebt (die auch da schon wahlweise als Beziehung oder Partnerschaft bezeichnet wurde), als Partnerin habe ich mich eigentlich nie gefühlt. Da ich anfangs in meinem Verständnis noch als klassische Ehefrau agierte, die (ausschließlich) das persönliche Wohl ihres Gatten im Sinn zu haben hat, änderte sich diese Aktionsbühne für mich mit der Geburt meiner ersten Tochter. Stand ich vielleicht zuvor unter dem Eindruck, ich erfülle (spiele) meinen Part, fing jetzt mein Leben an.
Mutter sein, ist eine ganz andere Dimension als Partnerin zu sein. Ich fühlte, anfangs nur diffus, das Partnerinnenimage war nicht mehr meine Aufgabe, wenn ich meinen Kindern gerecht werden wollte. Von Seiten meines Mannes und dem Vater der Kinder stellte sich zwar zum Teil auch diese urbrüderliche Unterstützung ein, die eine Ahnung von sippenhaften Lebens aufkommen ließ, das allgemeine, männliche Rollenklischee stand ihm jedoch selbst ständig im Weg.
Den Mann als solches, als Liebespartner, als Vater der Kinder, als besten Freund, auch als Haustyrann zu sehen, ist stets akzeptabel, ihn unter dem Aspekt der Brüderlichkeit wahrzunehmen, ist immer noch verpönt. Dabei ist seit Anbeginn der geschwisterliche Zusammenhalt die Grundformen des sozialen Zusammenlebens, die Schwesterlichkeit , aber auch die Brüderlichkeit. Und Geschwister haben in der Regel nicht diesen totalitären Anspruch den Ehemann/Partner in die Beziehung trägt. Partnerschaftliche Erwartungen (ohne Liebesgefühle), an einen Vertreter des anderen Geschlechtes, bleiben in der momentanen gesellschaftlichen Art des Umgangs der Geschlechter eher ohne Echo. Genau genommen ist es, bei der immer noch gut etablierten Frauenverachtung allerorten, fast nicht vorstellbar, die prinzipielle gegenseitige, menschliche (geschwisterliche) Achtung und den dazu gehörigen Gemeinsamkeitssinn von Seiten des Mannes zu erwarten bzw. zu bekommen.
Wir Menschenkinder sind einzigartige Individuen, die in (matrifokaler) Geschwisterlichkeit ihr Leben beginnen, die eine grundlegende geschwisterliche Fürsorglichkeit als Starterpaket mitbekamen und denen die patriarchale Moderne diesen Überlebensdrang abtrainiert. Statt dessen gibt man uns Fremde als Partner zur Seite.
Die Paarbeziehung als dauerhafte Lebensgrundlage ist ein künstliches Konstrukt, dessen Regeln heute immer noch von außen nach innen in die jeweilige Beziehungskiste getragen werden. Es war und ist die exklusive “Bindung” einer Frau an einen Mann, aus Prestige oder wirtschaftlichen oder politischen Interessen. Die romantische Liebe, als sozusagen einzige Grundlage einer Dauerbeziehung, konnten wir inzwischen als eine relativ junge Erfindung der Patriarchose identifizieren. Die beiden Einzelpersonen, aus denen das Paar besteht, streben aus ihren herkömmlichen verwandten Zusammenhängen heraus und nach dem Motto: “unsere Liebe gegen den Rest Welt”, starten sie in einen Status, der sich als der Klassiker Familie etablieren soll und als kleinste Zelle des Staates gehandelt wird.
Mit dem Beginn der Industrialisierung stellte sich der Standard von Groß-Familie auf Klein-Familie um. Der wesentliche Eckpunkt blieb, dass weiterhin für jeden Mann verlässlich eine Frau zur Verfügung stehen sollte. Der Mann widmet seine Lebenszeit der Erwerbsarbeit und zu Haus wartet eine Frau auf ihn – sie ist quasi der Inbegriff einer intakten Infrastruktur und die bequeme Voraussetzung der Lebensgestaltung eines Mannes, die jedoch nur funktioniert, wenn die Frau durchhält oder überhaupt mitspielt. In jener Zeit brauchte sich der Mann kaum Gedanken um Beziehungspflege zu machen. Die Frau war per Gesetzeslage und mit drohender gesellschaftlicher Ächtung an die Paarkonstellation bis an ihr Lebensende gebunden. Diese Vorstellung prägt auch heute immer noch das Handeln und Aushandeln von jedweden Paar-Beziehungen (gegenseitig mit einem Nichtverwandten). Die jeweilige Herkunftsfamilie steht neo-traditionell bedingt im laufenden Alltag beiden nicht mehr zur Verfügung, also bleibt nur die Partnerschaft eines Zweierpaars.
Nach allem was wir also über Partnerschaft wissen, bleibt noch die Frage: Was genau ist denn so arglos vorausgesetzte, erwartete partnerschaftliche Verhalten? Gibt es das überhaupt? Was sagen all die gängigen Synonyme dazu tatsächlich aus? Wir können im Ranking der modernen Wortspiele großzügig schwesterlich, brüderlich oder geschwisterlich neben partnerschaftlich stellen, aber sind sie tatsächlich damit identisch? Ich denke nicht!


Nachtrag: der Begriff konsanguin wird von mir als Bezeichnung für matrilineare Zugehörigkeit bzw. verwandt durch Geburt in mütterlicher Linie, verwendet...




06 Februar 2020

zur Entstehung des Patraiarchats

aus der Reihe "Vom Kommentar zum Blogpost"

Die Entstehung des Patriarchats als fehlgeschlagene Traumbewältigung nach „Naturkatastrophen“ einzuordnen, will mir nicht so recht einleuchten.


Sogenannte Naturkatastrophen sind erst einmal Ereignisse, die uns Menschen als Lebewesen dieses Planeten immer wieder betreffen und denen wir als Individuum vielleicht ausgeliefert, an die wir als Spezies jedoch angepasst sind. Die uns umgebenden Naturgewalten gehören zu dem Ambiente, das unsere Lebensbedingungen von Anbeginn ausmachte.
Denn während einige Menschengruppen mit reißenden Flüssen, bebenden Bergen oder Vulkanausbrüchen zu kämpfen hatten, zogen andere an ruhigen Gestaden entlang, lagerten an grünen Hängen und lebten in der fruchtbaren Vielfalt der Pflanzenwelt am Fuße eines ruhenden Vulkans. Auf der einen Seite der Erde richteten sich Gruppen in der Herausforderung der Eiszeit ein und in anderen Gebieten lebten sie nach wie vor in Matrifokalen in wirtlicher Umgebung und unter wärmender Sonne. Einige mussten eventuell mit Wüstenbildung zurecht kommen, andere Monsun und Überschwemmungen bewältigen.
Als Menschenspezies sind wir an Naturereignisse angepasst und somit an diese gewöhnt. Was uns nicht umbrachte, machte uns als kollektiv lebende Spezies klüger, umsichtiger und stärker - unsere Resilienz ist ebenso wirksam wie anderer Säugetierspezies.
Ganz anders die nicht naturgemäße (inhumane) Gewalt.
Diese Art der Heimsuchung kulminiert darin, dass sich innerhalb der eigenen Spezies erst unverhofft und später ein weitreichend bedrohliches, soziales Klima entwickelte, mit dem ein jedes Individuum ab jetzt im Alltag als unberechenbare Gefährdung leben muss.
Diese einst spontan, lokal und unaufhaltsam aufgetretene psychopathologische Bedrohung mütterlicher Grundordnung (in unserer biologischen Matrifokalität) innerhalb unserer Spezies, ist nicht mit den Auswirkungen von Sturm, Hagel oder Blitzschlag zu vergleichen. Eine gut gebundene Angehörigengruppe wird in der Regel individuelle oder kollektive Traumata, ausgelöst durch Unfälle in der Natur, entsprechend verarbeiten und als Erfahrung bzw. als Prävention überliefern.
Eine Horde Räuber oder Krieger, die blutige Überfälle zwecks Raubzüge inszenieren oder gleich die ihnen fruchtbar scheinenden Gebiete erobern, sind nicht vorhersehbar wie die meisten Wetterphänomene. Sie sind nur abzuwehren oder zu bekämpfen, wenn man ihnen in ähnlicher Weise begegnet. Ist der, durch den Menschenmann gemachte, Gewaltkreislauf erst einmal eröffnet, gibt es kein Zurück mehr. Individuell ausgeübte Gewalt ist ein anerkanntes Geschehen innerhalb der strukturellen Gewalt bestimmter Kultur- und Gesellschaftssysteme - mit sogenannten Naturkatastrophen sind sie nicht wirklich vergleichbar.

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07 Dezember 2019

"Kein Bock auf Steinzeit…"

Wenn Frauen äußern: "Kein Bock auf Steinzeit…", dann verzweifle ich nicht nur an unserem Schulsystem, sondern auch an dem weiblichen Verständnis von Natur. Es ist leider nicht das erste Mal, dass ich wie hier einer Meinung zu der zutiefst missverstandenen Steinzeit begegne. Gern wird die Steinzeit als Metapher für Rückwärtsgewandtheit und ewig gestriges Denken verstanden. Schon seit längerem begegne ich immer wieder dem Grusel der modernen Frau vor der Steinzeit bzw. deren salopp geäußerten Ansichten, dass uns das Beschwören der Steinzeit nicht retten wird. Dabei dürfte uns doch wohl klar sein, dass es eigentlich nicht um die kargen, äußeren Attribute einer Alltagsgestaltung in einem Steinzeitcamp geht. Wovon wir aber profitieren könnten wenn wir uns das Grundkonzept der Lebensgemeinschaften innerhalb des urmenschlichen Kontinuums näher ansehen.
Warum also wird oft so getan, als wäre "die Steinzeit", das viele Jahrtausendelange Paläolithikum und Mesolithikum, ein schlimmerer Ort für die Frau und Mutter gewesen als beispielsweise unsere Gegenwart? Das Gegenteil ist der Fall - wir wissen es schon lange. Denn da lebte die Mensch und ihre Sippe in matrifokalen Gruppen und das wiederum ist bekanntlich unser menschenartgerechtes Dasein, unsere angeborene Sozialstruktur in dem vorhandenen Naturgeschehen.
Das wirkliche Desaster begann als die Steinzeit durch die nächste Epoche abgelöst wurde und sich die Idee, den 'Vater' als Maß aller Dinge einzuführen, vom patriarchös infizierten Mann gewaltsam durchgesetzt wurde. Damit entstanden hierarchische Strukturen, mit denen Herrschaftsmacht etabliert wurde und hier, in der gewaltsam durchgesetzten Patriarchose entschied sich der unterworfene Status der Frau und Mutter ... bis heute!
Im auslaufenden Neolithikum und der waffenstrotzenden Bronzezeit sind wir bereits mitten drin und die Frau* bereits ihre körperliche Freiheit verlor, büsste (durch die Antike hindurch) grundsätzlich ihre Selbstbestimmung ein. 
Es sind die Zeitphasen ab denen die androzentrierte Herrschaft erstarkte, zur Unterstützung derer Lehren in Form von religiösen Ideologien verbreitet wurden und die allgemeine Verherrlichung des Maskulinen einsetzte.
Während mann die Frau (als Tochter und potentielle Mutter) versklavte, verheiratete und als Arbeitskraft für die Männerwelt hielt. Als Mutter wird ebenfalls bis heute ihre Gebär- und Fürsorgekraft ausgebeutet und reglementiert. Diese Geiselnahme des Weiblichen führte zu dem, heutzutage besonders wirksamen kollektiven Stockholmsyndrom, das neben der konditionierten prinzipiellen Unterwerfung auch verschiedene Spielarten der Prostitution beinhaltet, zu denen ich auch die klassische Ehe zähle.
Die patriarchalen Strukturen, die alle von uns so gut verinnerlicht werden und die bis heute unsere Kultur fest im Würgegriff halten, sind jedenfalls kein Bestandteil der Evolutionsphase, die so gern verächtlich als primitive Steinzeit abgewertet wird. Wir sollten mal überlegen was denn genau an dieser primären Entwickelungsphase abzulehnen ist? Der mangelnde technologische Fortschritt?
Das alchemistische Wunder der hemmungslosen Zerstörung der Natur auf Betreiben einer gierigen Machtclique?
Oder die fehlende inhumane Einteilung, die uns offenbar schon gar nicht mehr auffällt, in der wenige Eliten der Masse von Milliarden Menschen ganz offen und dabei langsam aber sicher die Lebensgrundlage entziehen?
Zurück in die Steinzeit was bedeutet es wirklich?
Zum Beispiel keine gesellschaftlichen Machtstrukturen.
Ein Leben im Matrifokal, dass frau sich allerspätestens dann als gut vorstellen kann, wenn sie sich als Großmutter einen offen Blick auf die momentane Situation der Töchter und Töchterstöchter dieser Welt bewahrt hat.

Und wenn jetzt wieder einige Angst haben hier werden Männer diskriminiert, dann möchte ich nur sagen, ich nehme es dem Patriarchat so was von übel, dass es nicht nur unsere Söhne zu potentiellen Gewalttätern formt, sondern auch billigend in Kauf nimmt, dass so viele nichts dabei finden, die konditionierte Akzeptanz der Gewalt auch auszuleben und sei es nur virtuell als Hater im Netz.
Auf der einen Seite das technologisch optimierte und damit zerstörerische Hochpatriarchat und auf der anderen Seite die naturbelassene Steinzeit.
Wäre gar nicht so schlecht, wenn wir tatsächlich wählen könnten!
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06 November 2019

Das geteilte Sorgerecht als immer währende Mütterfalle

Was zuvor nie so krass im Vordergrund stand, wird derzeit durch verschiedene politische Einflussnahmen und den (scheinbar) daraus folgenden Gesetzesregelungen auf eine fatale Spitze getrieben, die bisherigen und durchaus ohne weiteres als Einzeloption genannten Subjekte Mutter und Vater, gibt es neuerdings und vor allem vor dem Gesetz nur noch als Doppelpackversion als Eltern.
Und nicht nur in bestimmten Gesetzeslagen, sondern der politisch korrekte Mainstream in seiner medialen Verbreitung kennt scheinbar nur noch das, auf ein bestimmtes Kind bezogene Elternpaar. Man feiert den neuen Glaubenssatz: die gewisse Vaterschaft ist vom Kind nicht mehr zu entkoppeln, da man sie jetzt auch nachweisen kann. Zwar nur etwas aufwändig im Labor, aber dort fast zweifelsfrei.
Diesen Triumph des patriarchalen Mannes gab es vorher nicht, da war nur die Mutter gewiss.
Der Vater, das installierte soziale Modul auf dem sich die Patriarchose gründet, war ein paar Jahrtausende mehr Spekulation als reine Gewissheit. Elternsein als gesellschaftsrelevante Zuständigkeit von Vater und Mutter, ist in den patriarchal geprägten Jahrtausenden in die Patrilokalität der angenommenen männlichen Abstammung eingebettet. Für jedes Menschenkind wurde die Beziehung zum angenommenen Vater ein primäres Merkmal, da der zugeordnete Vater als Besitzer des Kindes galt. Er konnte sich daher auch ohne weiteres vom Kind distanzieren oder sein Vaterschaft ganz leugnen und wenn er damit keinen anderen männlichen Interessen ins Gehege kam, blieb ein solches Verhalten für den Mann in der Regel folgenlos. Die prinzipiell rechtlose Mutter wurde jedoch in einem solchen Fall für das Wohl des Kindes allein verantwortlich gemacht, wenn es überhaupt jemanden kümmerte.
Diese (für Mutter und Kind im Grunde vorteilhafte) alleinige Verantwortung der Mütter wurde aus der Steinzeit bis in unsere Zeit herüber gerettet und als eine natürliche Bindungssymbiose hingenommen, anerkannt, ja später sogar glorifiziert.
Gestatteten die (patriopathischen) Verhältnisse (wie z.B. die Kriegs- und Nachkriegsjahre) eine vaterlose Kleinfamilienkonstellation, durfte die Mutter alleiniges Sorgerecht (mit Einschränkungen) ausüben. Der Kampf der modernen Väter ums Kind hatte noch nicht begonnen. Das Vaterrechtler-Syndrom - der Kampf ums Kind - lief erst so richtig vor ein paar Jahrzehnten an. Vorher war es möglich und sogar anerkannt, dass Mütter ihre Kinder allein aufzogen und kein patriarchaler Hahn krähte danach.
Aber plötzlich sprossen überall sogenannte entsorgte Väter aus dem Boden, die unter dem „nicht für ihr Kind sorgen zu dürfen“ furchtbar litten. Dafür dürfte der Hintergrund sein, dass der ganz normale Mann (der sich in der Regel selbst outsourct) den Mangel an Geborgenheit zu spüren bekam, der entsteht, wenn ein Erwachsener keinen rechten Anschluss an eine fürsorgende oder zumindest Identitätstiftende Gemeinschaft hat (es fielen/fallen im gesellschaftlichen Kontext immer wieder gut etablierte Männerbündnisse weg und wenn es nur eine Stammtischrunde war).
Aber jetzt gibt es nur noch die Kleinfamilie! Diese Miniversion einer Fürsorgegemeinschaft ist zwar immer noch besser als keine Quelle menschlicher, fürsorglicher Nähe-Energie, doch der erwachsene, sich autonom begreifende Mann braucht zum Leben ebenfalls den menschenartgerechten Geborgenheitseffekt. Und so dockt er einfach (in der Patriarchose) an die Grundeinheit des menschlichen Lebens an: an eine Frau und noch besser an eine Mutter und ihre Kinder.
Der eigentlich solitäre Mann partizipiert also weiter von der natürlichen Matrifokalität, auch wenn diese in der Patriarchose als soziales Kontinuum fast vernichtet wurde und nur noch rudimentär wirkt. Seine Eintrittskarte in die elementar vorhandene Bindungseinheit von Mutter und Kind war/ist seine (behauptete) Vaterschaft. War Vatersein zu Beginn des Patriarchats ein reines Herrschaftskonzept (Kongruenz von Vater und Herr), bringt sich der Mann der Neuzeit auch als mit-sorgendes Element auf partnerschaftlicher Basis ein. Der Vater als deklarierter „Erzeuger“ und damit Besitzer des Kindes, übernimmt im gesellschaftlichen Wandel der Moderne die Rolle eines sozialen Vaters. Auch wenn er nicht als leiblicher Vater des Kindes gilt, wird von ihm erwartet, dass er sich im Kleinfamilienverbund kümmert, die Paarungsfamilie wirtschaftlich erhält oder für das Kind zumindest Unterhalt zahlt bei aktueller Nicht-Partnerschaft zur Mutter des Kindes. Vor allem der geregelte Unterhalt ist eine gesellschaftlich determinierte Voraussetzung um Kinder aufzuziehen, gibt es doch, auch im aktuellen (anonymen) Hochpatriarchat, keine prinzipielle Absicherung von Mutter und Kind. Eine generelle wirtschaftliche Autonomie der Mütter ist im Patriarchat ohnehin nicht vorgesehen. Müttersippen sind verpönt und sozusagen "ausgestorben worden". Die Ausübung der Mutterschaft wird in der Normopathie der modernen Patriarchose als temporäre Phase in einem Frauenleben begriffen. Auf den Zug springen auch gern manche Feministinnen auf. Was in dem wirksamen patriarchalen Dogma gipfelt, prinzipiell eine Mutter in ihrer Selbstbestimmung einzuschränken und ihre umfassenden Verantwortung für das, von ihr geborene Leben durch die Vätergilde zu kontrollieren (hierzu gehört auch der Staat als solcher).
Da hat sich die Frau nun endlich bis zu dem Punkt frei gestrampelt, dass sie allein oder mit anderen zusammen wohnen und ohne eine männliche Aufsicht das Haus verlassen kann. Frau hat die Möglichkeit sich eigenständig zu bilden, einer Erwerbstätigkeit nachgehen und sogar einen Lebenspartner bzw. (nur) Sexualpartner zu wählen, ohne ins soziale Aus zu geraten oder in irgendeiner Weise geächtet zu werden. Frau kann Karriere machen oder politische Ämter bekleiden. Sie kann beispielsweise in jungen Jahren allein mit einer Freundin ein Jahr durch Neuseeland traveln und worken, ja sie kann sogar eine geliebte Freundin heiraten. Frau besitzt, das ist allgemeiner Konsens, einen gesellschaftlich gleichberechtigten Status. Sie kann daher auch jede Menge Sportarten betreiben und jedes nur erdenkliche Hobby pflegen. Sie darf Aktivistin sein und sich brisanten oder feministischen Polit-Themen zuwenden. Sie ermächtigt sich sogar selbst ernsthaft (auch außerhalb akademischer Weihen) zu forschen, zu schreiben und zu veröffentlichen. Sie kann andere Frauen (und Männer) an ihren Ergebnissen und Erkenntnissen teilhaben lassen und mit vielen Gleichgesinnten Patriarchatskritik und Aufklärung betreiben … aber sie darf immer noch nicht wirklich selbstbestimmt ein Kind bekommen und es ohne einen (Einfluss nehmenden) Mann, einen sogenannten Vater, allein aufziehen. Beziehungsweise, sie darf es jetzt wieder nicht mehr.
Das Bestreben jedem sogenannten genetischen Vater neuerdings automatisch ein (halbes) Sorgerecht einzuräumen, katapultiert eine jede Mutter wieder in das Sklaventum der patriarchalen Fremdbestimmung, die schon fast überwunden schien. Natürlich wird sie nach wie vor das Geschehen der Schwangerschaft und der Geburt als Person autark bewältigen und auch weiterhin auf die seit Urzeiten vorgesehene mütterliche, gemeinschaftliche Unterstützung verzichten müssen, aber dafür wird nun eine hundertprozentige Kontrolle durch einen Kindsvater eingeführt… ein gesellschaftspolitischer Backlash, wie er schlimmer nicht sein kann!

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12 Oktober 2019

Ist die Erde unsere Mutter?

Betrachtung zu dem gern gebräuchlichen Begriff Mutter Erde ...

Es wird Zeit, dass ich hier doch mal betonen, dass ich nicht sehr glücklich bin mit dem gebräuchlichen Terminus Mutter Erde! Auch wenn unzählige Frauen und darunter Koryphäen wie von Werlhof oder Göttner-Abendroth oder Armbruster, ihn benutzen, ist dieser Ausdruck für mich zu undifferenziert, zu ungenau, zu esoterisch - realistisch betrachtet schlicht weg falsch.

Wir, die natürlich entstandene Spezies Mensch in unserer Entwicklungsvariante Kulturmensch, leben in einem lebensfeindlichen Kosmos auf einem Materiebrocken, der sich laut Wikipedia massenanteilig zusammensetzt aus: Eisen (32,1 %), Sauerstoff (30,1 %), Silizium (15,1 %), Magnesium (13,9 %), Schwefel (2,9 %), Nickel (1,8 %), Calcium (1,5 %) und Aluminium (1,4 %). Die restlichen 1,2 % teilen sich Spuren von anderen Elementen.

Was in unserer Wahrnehmung die Erde als ein gesamt mütterliches kosmisches Element ausmacht, ist die Unmenge von vorhandenen (überwiegend weiblichen) Lebewesen. Sie machten/machen mit ihrer bloßen Existenz, ihrer Masse-Vermehrung, ihrem Stoffwechsel und Endresten den Planeten Erde erst zu einem 'bewohnbaren' Ort für alle autarken Lebewesen (innerhalb des Systems) und damit auch für uns, die Spezies Mensch.

Seit schätzungsweise rund 3,77 Milliarden Jahren gibt es auf dem Planeten das Phänomen, was wir Leben nennen und das besteht aus Lebewesen in Form von individuellen Organismen, die sich artenmäßig unterscheiden, aber einen gemeinsamen Ursprung haben. Die Ur-Organismen begannen, nach letztem Erkennnisstand, ihr Dasein im Ozean.
Das Leben selbst schuf beispielsweise durch unwillkürliche, sukzessive Wandlung der unmittelbaren Planetenbedingungen sogar irgendwann die (Leben)schützende Atmosphäre.
Wenn also der Klimawandel oder wie auch immer wir das Menschen-Mann gemachte Desaster bezeichnen wollen, die sogenannte Mutter Erde bedroht, dann sind erst einmal nur Teile der lebenden Spezies in ernsthafter Gefahr und die Spezies Mensch gehört leider dazu. Der Planet als solcher geht dadurch wahrscheinlich nicht unter - auch das Gesamtsystem des Leben nicht.
Diese Masse an Leben, welches die Gesteinskugel Erde (wie Plaque einen Zahn) überzieht, ist ziemlich resilient - siehe: Dinosaurier starben aus, eine noch vielfältigere Welt wuchs nach. Wahrscheinlich wäre das Phänomen Leben nur durch eine Planetenexplosion vollständig zu vernichten und wer weiß, wie oft das im All schon vor kam.

Bio in Öko auf Erdmaterie

Dieses unglaublich dichte Gewebe aus Myriaden von Organismen ist der eigentliche Mutterursprung, das Leben selbst. Und der Planet als solches, prosaisch ausgedrückt, (nur) die anorganische, leblose Trägermasse dieses Ökosystems. Daher bei allem Verständnis meinerseits für jedwede schwelgende Verklärung des Lebensbegriffes und der mystischen Zusammenfassung von Planet und Leben, wünschte ich mir doch, auch wir Frauen und Mütter würden in diesem Punkt differenzierter vorgehen.

Wie ich schon sagte, die Erde ist kein Gesamtorganismus, kein lebendes Wesen und weder denkt noch fühlt der Planet. Lediglich die existenten Lebewesen, die auf und in der Erdoberfläche, der Luft und in den Wassern dieser Welt vorhanden sind, bilden eine amorphe Masse, die aus Myriaden von Individuen besteht. Diese sind durch endlose gegenseitigen Abhängigkeiten auf einander bezogen und mehr oder weniger angewiesen. Sie sind das besagte Ökosystem, aber kein, in eine Hülle eingeschlossener, einheitlicher Organismus. Es gibt ein energetisches Zusammenwirken und den genetisch angelegten Drang der Anpassung des Individuum an die vorhandenen Bedingungen zu seinen Lebzeiten.Und die Bio-Masse der Lebewesen verstoffwechselte sich schon immer gegenseitig ... so ist es, das Leben!

Diese ganze, oft auch ideologisierte, Wertung durch den (Kultur-)Menschen, ist jeweils eine interpretierende Sichtweise von Individuen oder Gruppen - und kein Naturgesetz im Sinne des evolutionierden Geschehens. Gäbe es von jetzt auf gleich keine (hochintelligenten) Menschen mit abstrakten Vorstellungswelten mehr, würde alles weiterhin unter den Bedingungen, die gerade vorhanden sind, einfach vor sich hin existieren.Und keine Mücke oder Zebra oder Fliegenpilz würde sich vermutlich Gedanken über gegenwärtige und vergangene Existenzen machen, bis die nächste Spezies nachrückt, die Intelligenz als Überlebensstrategie entwickelt und dann hoffentlich sensibler mit ihrer Lebensgrundlage umgeht.

Es gibt imho keinen Geist unabhängig von Materie 

Ohne Materie, keinen Geist! Unsere lebendige Denkleistung findet in einem aus Materie bestehendem Organismus statt. Es gibt verschiedene Formen von Energie, die der forschende Mensch nach und nach erkannte und benannte, aber keinen kongitiven Geist außerhalb eines Organismus, deshalb sind auch alle vermuteten Gotteskonzepte bisher nicht naturwissenschaftlich nachgewiesen und das ist nicht nur meine persönliche Erkenntnis!

Dass im patriarchalen Ideologiekosmos der sogenannte Geist von seinem Entstehungsort (dem Gehirn) auf wundersame Weise abgekoppelt, sozusagen freigelassen wurde und sogar eine (absurde) Trennung zwischen Körper, Geist und Seele erfolgte, ist eigentlich nur ein äußerst ungeschickter Umgang mit der Form des abstrakten Denkens, das auf unserem körpereigenen Fühlen basiert

Die intelligente Mensch erarbeitete sich im Laufe ihrer Evolution eine soziale Ideenwelt
, die permanent zwischen den Individuen ausgetauscht wird. Das ist ein gut entwickeltes Überlebenskonzept unserer (aber auch anderer) Spezies. Diese Vorstellungswelten, entstanden und erhielten sich durch permanente (verbale und gesamtkörperliche) unmittelbare Kommunikation und im weiteren, durch den Austausch von Erfahrungen und Erinnerungen. Dieses staffellaufmäßig weitergereichte Denken ist das komplexe Erinnern in Zeit und Raum ... eine intellektuelle Leistung welche die Mensch stets vervollkommnete. Diese komplexen Erinnerungsformen und das Kommunizieren derselben gab/gibt es bereits bei anderen intelligenten Spezies.

Unser komplexes Kommunikationsvermögen mit dem wir in der Sphäre aller lebendigen (also biologischen) Wesenheiten dieser Welt in Kontakt stehen, ist ein in Millionen von Jahren ausbalanciertes System und dazu gehört unser unglaubliches Erinnerungspotential.
Erinnerungen sind nicht nur ein paar Bilder, die in unserem Hinterkopf vor sich hin warten, sondern sind als gespeicherte Erfahrungswerte die Komponenten des Überlebensprogramm unseres Gesamtkörpers und unter anderem dessen was man Zellgedächtnis nennt, die umgesetzte Epigenetik.

Der Körper eines jeden Lebewesen ist auf Erinnern ausgelegt. Unsere Erfahrungen, Erlebnisse und die damit verknüpften Gefühle sind in unserem Körper eingelagert, es gibt quasi kein Vergessen.

Besonders faszinierend finde ich immer wieder die Beobachtung, dass sich mit zunehmendem Alter scheinbar wie aus dem Nichts die Erinnerungsspeicher des Langzeitgedächtnisses öffnen. Als wollte all das aufbewahrte Wissen noch schnell wirksam die andren erreichen, bevor dieses individuelle Archiv endgültig geschlossen wird. Unsere Körper-Geist-Einheit hat verschiedene von der Natur angelegte Gedächtnisdepots, wie beispielsweise das sogenanntes Schmerzgedächtnis - das einzelne Lebewesen ist generell ein universeller Gedächtniskörper. Sich detailiert und komplex zu erinnern ist eine Spezialität des Lebens, also nicht nur unserer Spezies.

Durch unsere intensive und sozial ausgefeilte, personenbezogene Kommunikation, die unserer Menschenart eigen ist, transformiert sich das individuelle Wissen zu einem kollektiven Erinnerungsvermögen. Das Erinnern, eine den Lebewesen eigene Kraft, ist Teil der selektierten Überlebensstrategien. Die gesamte Sphäre des Lebens, das sich selbst organisierende Ökosystem, fühlt sich daher wie ein eigenes Universum an, aber existiert nur in der ungestörten Balance der vorhandenen Bedingungen.

Das große Universum in dem unser Planet kreist, besteht aus Formen von unbelebter Materie, dazu meint das Netz: "was ist Materie? - "Stoff, Substanz ungeachtet des jeweiligen Aggregatzustandes und im Unterschied zur Energie und zum Vakuum (besonders im Hinblick auf die atomaren Bausteine makroskopischer Körper)"

Also Energie ist auch im Spiel und (morphische!?) Felder, die alles zusammenhalten ... aber es wabert m.E. kein Geist dazwischen herum, es sei das Universum ist ein riesiges Gehirn - aber hier streikt mein pragmatisches Vorstellungsvermögen...

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20 September 2019

...verliebt in die Liebe?

Das Patriarchat hat in den letzten paar Jahrtausenden verschiedene Ideologie-Gesellschaften geschaffen, in denen die Frau je nach kulturellen Zeitgeist, aber immer passgenau, in Männerbedürfnisse und -fantasien eingelassen wurde. Das ist nach wie vor gängige Praxis.
Aber die, in die Märchenliebe, Pardon, in die Pärchenliebe dauerverliebte Frau bekommt das nicht immer mit. Heutzutage ist mehr denn je die aktuelle Masche als eine Ablenkung von menschenartgerechtem Dasein, der zur Kunstform erhobene Glaube an die romantische große Liebe. Das ganze ist zwar erst in dieser Ausprägung wenige Jahrhunderte alt und galt lange nicht für Jedermann und schon gar nicht für jede Frau. Aber dafür ist es heute um so schöner sich vorzustellen, dass es ein Grundkonzept des Menschseins ist, einen geliebten Menschen ganz für sich alleine zu haben und alle anderen nicht mehr zu brauchen. Diese Form der absurden Gehirnwäsche sitzt erstaunlich tief und lässt Frauen vieles auf sich nehmen und unglaubliches Leid ertragen. Doch wie gesagt, dass ist die eher moderne History. Die eigentliche Herstory im Zeichen patriarchaler Überschattung sah ganz anders aus.
Vor unserer Moderne befand sich die Frau* innerhalb des patriarchösen Systems weitgehend in einem allgemein praktizierten Sklavenstatus unter willkürlicher (männlicher) Fremdbestimmung. Sie war Eigentum des Vaters oder ihres (Ehe)Mann (Herrn). Oft war sie auch nur das Mündel ihres Bruders oder anderer männlicher Verwandter. Die Frau wurde gehandelt – geraubt, verkauft, verheiratet, verliehen, gezwungen sich zu prostituieren oder ihr Leben in Keuschheit zu verbringen. Das naturgemäße Leben im fürsorgendem Sozialverband der artgerechten Matrifokalität war einer permanenten Geiselnahme der Frau* gewichen. Jedoch das unattraktive Bild der Sklavin wurde nach und nach modifiziert, aufpoliert und umdekoriert, um einen freien Anstrich zu erwecken und das führte geradewegs in ein romantisiertes bürgerliches und später liberal individualistisches Frauenbild, das jetzt als anerkannte Schablone für jedefrau dient.
War die Zweier-Paar-Bildung bis vor kurzem noch eine Konvention auf Lebenszeit, darf jetzt in serieller Monogamie immer wieder der/die richtige Lebenspartner/in gesucht werden. Es muss nur die Paar-Idee eingehalten werden - das unbedingte, wenn auch fragile Bündnis zwischen zwei fremden (nichtverwandten) Menschen, die ihre Liebe auf einem (möglichst andauerndem) sexuellem Begehren errichten und dabei den/die Partner/in in die Pflicht nehmen die essentiell gebrauchte, angehörige Fürsorgegemeinschaft zu ersetzen. Diese Form der Fürsorgegemeinschaft, das urtümliche Matrifokal, existiert in der derzeit wirksamen patriarchalen Kulturgesellschaft nicht mehr. Entsprechend groß ist der allseits vorhandene Mangel - an Geborgenheit, an Intimität ohne sexuellem Druck, an Zugewandheit und weiblicher Selbstbestimmung.
Das Zweierideal wird weiterhin hingebungsvoll gepflegt und wo es nur geht medial untermauert, damit nicht vielleicht der Gedanke aufkommt, dass zu einem erfüllten Alltagsleben mehr als nur ein/e sogenannter Partner/in und ein bis x Kinder gehören. Die patriarchale Androkratie versuchte so einen Lebensstil zu etablieren, der jedem Mann mindestens eine Frau garantiert, die seine Bedürfnisse erfüllt. Der Bund fürs Leben war primär bindend für die (einzelne) Frau. Ein sozialer Käfig und damit Kontrollinstrument, um ihre Arbeitskraft, ihre Sexualität, ihre Gebärfähigkeit, ihre Mutterkompetenz und ihr gesamtes energetisches Potential auf das Wohle des Mannes hin zu kanalisieren.
Egal welchem Lebensentwurf eine Frau heute folgt, sie bewegt sich in den vorgezogenen Linien eines für sie kreierten Hüpfkästchenspiel, in dem sie ihr Leben lang herumspringen kann/darf/soll. Und dessen Regeln sind streng … nicht über die Striche treten, sich immer schön innerhalb der sichtbaren und sogar unsichtbaren Grenzen bewegen und so dieses kräftezehrende Spiel mit allen Gefühlen und Sehnsüchten und unerfüllten Bedürfnissen hingebungsvoll zu zelebrieren, um den romantischen Idealen und der gesellschaftlichen Deadline der Anpassung gerecht zu werden. Selbst wenn der harte Alltag der Frau und Mutter über ihr zusammenschlägt, sie hält in der Regel an der Vorstellung fest, in der von der Belohnung durch die Liebe eines anderen (fremden) Menschen, der ihren Weg kreuzt, die Rede ist. Und da alle ähnliche Erwartungen hegen und als zutiefst bedürftige Menschen reagieren, wird auch kaum ausprobiert, was wäre wenn! Zum Beispiel, wenn wir als weibliche Menschen uns auf unsere Ur-Natur besinnen würden. An dieser Stelle darf gern jede weiterspinnen, wie das sein könnte!
Wir können uns heute noch so sehr vormachen, dass wir eine Art Recht auf erfüllende Liebe (eines Mannes oder Frau) haben. Dass wir für die Liebe in einer Zweierkonstellation, im Sinne von gemeinsam alt werden und bis uns dann der Tod scheidet, geboren wurden, dass das schon immer für die Frau die Normalität eines Menschenlebens sei … ist es nicht.

18 September 2019

natürlich ist natürlich nicht immer natürlich...


Neulich las ich das spontan geäußerte Statement: "...ich bin eine unnatürliche Frau..." und eigentlich war meiner Meinung nach damit 'unangepasst' und aus der kulturellen Norm fallend gemeint. Denn witziger Weise hat es sich eingebürgert das angepasste Weibchenverhalten im patriarchalen Kulturraum als natürlich zu bezeichnen. Zum einen, weil Frau aus patriopathisch-taktischen Gründen mit der verachteten Natur gleichgesetzt wird und zum anderen, weil frau immer noch die Kinder bekommt, was ja bekanntermaßen natürlich ist. Und das obwohl wir alle (auch die dressierte Frau), inzwischen im patri-kulturellen Alltag von einem naturgemäßen Gebaren Jahrtausende entfernt sind und erst seit ein paar Jahrzehnten wieder, und recht langsam, die Besinnung auf unser natürliches Sein einsetzt.
Noch ist es auch semantisch so definiert, dass natürlich, das Adjektiv ist, das sich auf (die) Natur bezieht. Was viele allerdings wirklich meinen, wenn sie 'natürlich' sagen, ist eigentlich 'normativ' und Norm bzw. die sogenannte Normalität ist eine kulturelle Vorgabe und noch dazu leider eine durch und durch patriarchal geprägte.
Von naturgemäßem/natürlichem Gebaren kann in unserer (patriarchös kreierten) Kulturgesellschaft daher kaum die Rede sein. Wir (Frauen) tragen Kleidung, die unseren Körpern nicht gut tun oder den Klimaverhältnissen nicht immer gerecht werden. Der alte Spruch: "Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unzweckmäßige Kleidung!" ist immer noch aktuell. Wir schneiden unsere Haare kurz und beschneiden damit unsere natürliche Sensorik, von Dauerwellen und unnatürlichen Farben gar nicht zu reden. Wir folgen den Schnittmusterbögen diverser Männerphantasien und passen uns Schönheitsidealen an. Wir spielen eine Mutterrolle, die nichts mit dem natürlichen Muttersein gemein hat. Wir unterdrücken in vorauseilendem Gehorsam unsere Female Choice und lockern die Bindung zu unseren Kindern so früh wie möglich. Wir treten in den Kreislauf von Erwerbs- und damit fremdbestimmter Arbeit ein und ertragen schon als Kleinkinder die Trennung von der Mutter. Als Frauen und Männer kreisen wir in einem (sexualisierten) Familenideal in Form von (romantischem) Paargetue und krampfhaft aufrechterhaltener Kleinfamilienidylle, wobei das essentiell zugehörige Menschenkind weitgehend outgesourct wird. All das ist weder natürlich, noch (menschen)artgerecht, sondern gehört zu den Nebenwirkungen der Patriarchose.
Wenn eine Frau all das bewusst durchbricht, wenn sie das perverse Normverhalten hinter sich lässt und sich auf ihr Selbst besinnt, dann können wir schon eher von Natürlichkeit sprechen. Unsere biologische (organische) Form als Lebewesen ist natürlich und das Grundgeschlecht ist weiblich.
Die heute verinnerlichte Verhaltensethik ist es nicht. Sie ist der vorherrschenden gesellschaftlichen Dynamik und den installierten Sozialregeln unterworfen, die aus der androzentrierten Herrschaftsideologie stammen.
In einem natürlichen (organisch gewachsenen) menschlichen Kontinuum finden wir die soziale innere Balance einer versorgenden Gemeinschaft, welche aus selbstbestimmten Individuen besteht.
Noch leben wir in einer Zeit, in der das Patriarchat nach wie vor die Frau verschleppt. Mütter und Töchter werden von ihrem natürlichen (evolutionsbiologischen) weiblichen Sein (der gelebten Matrifokalität) so fern wie möglich gehalten. Wir leben (teilweise sogar unbeschwert) nach von Männern erdachten Regeln und leiden auch nicht immer unter der unmittelbaren Gewalt der Waffen strotzenden Androkratie. Das uns bekannte, von Gewalt durchsetzte Gesellschaftstreiben wurde so normalisiert, dass es uns als natürlich verkauft werden konnte. Das Kulturwesen Mensch ist sogar bereit kriegerische Auseinandersetzungen als natürlich zu akzeptieren.
Wenn wir Menschen immer noch unserer Ur-Natur gemäß agieren würden, lebten wir da wo es gut warm ist und wir keine Kleidung bräuchten – quasi in einer wehrlosen (ungepanzerten) Alltagssituation. Die Mensch selektierte für ihr Überleben ein friedfertiges Sein, dass heißt sie ist von Natur aus nicht gewalttätig (was aber immer noch gern behauptet wird). Die Nahrung suchende (und vielleicht auch wissbegierige) Spezies Mensch breitete sich aus und brachte es fertig, sich in allen Klimazonen dieser Welt einen Lebensraum zu schaffen und ihren Nachwuchs aufzuziehen. Denn das ist es worauf es ankommt - da wo Kinder heranwachsen, ungestört spielen und lernen wie Leben geht, ist die Mensch heimisch. Solange bis sich die Bedingungen änderten und die optimal an die Natur angepasste Mensch sich den neuen Herausforderungen stellen muss(te). Die mütterlich geprägte Wesensart ist zwar nicht unflexibel (das wäre für den Nachwuchs auch nicht von Vorteil), ist aber vor allem auf Beständigkeit, Sicherheit und sich wiederholenden Ereignisse ausgerichtet. Das zufriedene - das glückliche - Menschenkind wuchs menschenartgerecht in den verlässlichen Verhältnissen der Matrifokalität auf und genau das war und ist natürlich.
Erst als Sozialstrukturen der patriarchösen Art, Mutter und Kind in Geiselhaft nahmen, verlor die echte Natürlichkeit (die matrifokale Urnatur) ihren Wirkungsraum. Die patriarchöse Wirklichkeit entspricht so gar nicht unserer menschenartgerechten Daseinsform. Das gesellschaftskonforme Verhalten als dressiertes Weibchen (Stockholm-Syndrom) ist daher alles anderes als natürlich und es ist nicht von Bedeutung, ob wir glauben uns rebellisch als „unnatürlich“ zu präsentieren, um nicht mehr den absurden Normen zu entsprechen - das Lebewesen Frau als solche ist immer natürlich! Ob sie auch weiterhin genormt und konditioniert das patriarchale Kreuz erleiden will, ist nicht immer ihre Entscheidung, vor allem wenn sie durch das rigorose Protokoll der Patriarchose massiv behindert wird. Noch ist die Frau (die Mensch) nur selten frei genug, um tatsächlich wieder natürlich zu sein.
Aber natürlich sind diese Gedanken nur meine persönliche Betrachtungsweise.
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05 Juli 2019

Das Menschenkind


Einleitung und Kapitel I

Wie war das doch gleich, als ich noch ein Kind war? So vor rund siebzig Jahren? Zwar bin ich ein Geschwisterkind, war aber ein Hinterdreinchen. Meine zahlreichen Brüder und meine eine Schwester sind erheblich älter als ich. Und so wuchs ich fast wie ein Einzelkind auf. Aber es gab in unserem dörflichen Umfeld reichlich andere Kinder. Sie begegneten mir auf Schritt und Tritt. Wir spielten auf der Straße, ich traf sie in der Schule und beim Stromern. Trotz der im Alltag nicht mehr anwesenden Geschwistern, war ich nie allein.

Spätestens ab drei Jahre gab es täglich mindestens eine alterspassende Freundin. Wir besuchten uns gegenseitig, spielten mal bei ihr und mal bei mir. Später wurden es mehr und die Auswahl größer. Meine Tag war bei weitem nicht so reglementiert, wie ich es später bei meinen eigenen Kindern erlebte oder wie es heute bei meinen Enkeln stattfindet. Auch als ich noch richtig klein war, nahm mich meine Mutter überall hin mit und ich nahm auf ihrem Arm oder in meinem rumpligen Kinderwagen am Dorfalltag teil. Und wohin wir auch gingen, überall gab es ein Kind mit dem ich spielen konnte.

Meist waren wir ein Tross von fünf, sechs Kindern, überwiegend Mädchen und nicht immer gleichaltrig. Die Jungs waren uns zu anstrengend, zu ruppig oder einfach zu doof. Die große (geförderte) Vereinzelung begann erst als Jugendliche. Es mir damals nicht explizit aufgefallen, aber tagsüber traf unsereine nur wenige Erwachsene. Da die nämlich arbeiteten und damit für uns Kinder relativ unsichtbar waren, wir hatte das Dorf scheinbar nur für uns. Schulvormittage und keine (geregelte) Fremdbetreuung. Sommerferien waren endlose Freiheit.

Heute ist das anders bzw. umgekehrt. Wenn ich mal Tagsüber ins Städtchen gehe, sind nur Erwachsene unterwegs. Bis auf ein paar Mütter mit Kleinkindern, ist unser öffentlicher Alltag eine Erwachsenenwelt. Auch am Nachmittag. Einem Kind außerhalb der Ferienzeit zu begegnen wirft automatisch die Frage auf: was macht es hier? Hat es keine Schule? Und selbst in der Ferienzeit werden unsere Straßen nicht gerade mit Kindern geflutet. Kinder sind in der Regel gut verräumt und im Gegensatz zu damals, kaum mehr allein unterwegs. Auch nicht in Grüppchen.

Meine Enkeltochter Helene arbeitete als Au-pair ein Jahr in Pittsburgh und ihre eigentliche Aufgabe bestand darin als Leibwache für das Kind der Familie zur Verfügung zu stehen. Es ist besonders in Amerika ein Standard Kinder nicht allein zu lassen. Zumindest da wo sich die (arbeitenden) Eltern es leisten können.

Die Welt ist voller Kinder ... diese meine subjektive Wahrnehmung von einst stimmt wohl nicht mehr! Von den rund 7,4 Milliarden Menschen sind ein Fünftel Kinder (jünger als 15 Jahre)* und das ist ehrlich gesagt weniger, als ich erwartet habe. Kinder und Erwachsene (einschließlich Jugendliche) eins zu vier! Und dazu kommt noch die patri-kulturell bedingte Schieflage - der männliche Anteil der Weltbevölkerung wächst in nahezu bedrohlichem Maße unnatürlich über den weiblichen Anteil hinaus. Die sinnlose, Ideologie bedingte, Aufzucht von Söhnen ist ein Desaster, dass sich politisch und ‚menschenenergetisch‘ fatal aus wirkt.

Kinder sind eine Kostbarkeit und werden doch manchmal wie Wegwerfartikel behandelt. Das patriarchöse System sieht im Kind nicht das einzigartige Individuum, dass als Naturereignis den aktuellen Stand der Evolution dastellt und jeweils den Schritt aus der Gegenwart in die beginnende Zukunft macht.


Das Menschenkind ist, wie andere Lebewesen auch, ein Geschöpf der Natur, ein Ergebnis und ein Effekt der organischen (lebendigen) Evolution. Und hier gebrauche ich das Wort „Geschöpf“ zum letzten Mal in diesem Zusammenhang, da ein Geschöpf eigentlich einen Schöpfer voraussetzt und Natur schöpft nicht, sondern ist einfach vorhanden.

Die Natur ist ein Geschehen und
die kontinuierliche Entwicklung der Ereignisse innerhalb dieses Geschehens, nennen wir Evolution.

Das Menschenkind auf das es stets ankam, war weiblich. Also eine Tochter, welche bis zur körperlichen Reife überlebte und eines Tages die Mutter einer Tochter wurde. Ein solches weibliches Kind wurde unsere Urahnin und der jetzige Stand der Erkenntnis spricht von der mitochondrialen Eva, der ersten Menschenfrau. Sie lebte in Afrika, da wo die Spezies Mensch ihren Anfang nahm. Die weibliche Ureinheit, eine Mutter und ihre Tochter, sind der (evo-biologische) Beginn unserer (Menschen)Spezies.

Nur durch das weibliche Individuum entsteht jeweils die Nachkommenschaft. Die weibliche Eizelle sichert den Fortbestand der Spezies indem sie sich in ein genuines, der Mutter sehr ähnliches, Unikat entwickelt, unter der Beteiligung eines männlichen Genzusatzes.

Bereits in grauer Vorzeit selektierte sich ein zusätzlicher Effekt des Lebenserhaltes - es entstand das männliche Geschlecht. Dieser Effekt sorgte für eine größere Diversität in der Nachkommenschaft. Ab da gab es (bei Flora und Fauna) Exemplare weiblichen wie auch männlichen Geschlechts, beide werden von einem weiblichen Individuum hervorgebracht. Menschen nannten eines Tages die Leben hervorbringende Person Mutter.

Alle Säugetiere haben das Muttertier, dass weit mehr ist, als bloß
die Trägerin der Eizelle. Sie steht auch prinzipiell für das sichere Aufwachsen ihres Nachwuchses. Sie bringt in der Regel Nachwuchs beiderlei Geschlechts hervor und die unterschiedlichen Sozialordnungen, mit der die verschiedenen Spezies ihr Überleben sichern, binden auf unterschiedliche Weise beiden Geschlechter mit ein. Der parallele Bestand männlicher Individuen, welche als Variation des weiblichen Grundgeschlechts begann, ist nicht immer ein beständiger Teil der unmittelbaren, überlebenswichtigen Sozialordnung, die sich um das weibliche Individuum (durch die vielschichtige evolutionäre Selektion) gebildet hat. 

Der Kreis des Lebens begann mit einer Zelle und diese entwickelte sich über einen unglaublich langen Zeitraum zu dem erfolgreichen, das Leben erhaltendem Starterset: die Ei-Zelle. Diese Ei-Zelle steht in Organismen bereit, die wir Menschen als weiblich benennen. Menschen sind (sogenannte höhere) biologische Organismen. Sie sind Säugetiere und damit ein Klasse der Wirbeltiere. Sie gehören zu den Tieren, die lebende Junge zur Welt bringen und säugen, also die Weibchen dieser Tierarten natürlich.

Menschen haben eine Kulturgeschichte. Und die begann in ihren Matrifokalen. Als Matrifokale bezeichne ich die überschaubaren Fürsorgegruppen, die als mobile Schutzsphäre für die Mutter-Kind-Einheiten fungierten. Die generationsübergreifenden, geschwisterlichen Fürsorgegemeinschaften bestanden aus matrilinearen Zu- bzw. Angehörigen beiderlei Geschlechts.

Der Lebenserhalt ist ein Prozess, der im weiblichen Kontext stattfindet. Es ist eine Tatsache, dass die Reprise, das Wiederholungsmuster der Lebensneuauflage in Form eines neuen Individuums in einem weiblichen Körper geschieht. Der männliche Anteil einer Spezies ist nur bedingt von Interesse, wenn es um die Nachkommenschaft geht. Diese Feststellung ist keine Wertung, kein feministischer Euphemismus, keine Ideologie oder gar Religion, sondern bloß eine biologische Tatsache. Unser Menschengeschlecht lässt sich wie gesagt inzwischen bis zu einer (mitochondrialen) Eva zurückverfolgen. Wobei es nicht um diese frühe Mutterperson geht, sondern um die Bewusstmachung, dass das prosperierende Leben weiblich ist. Und das dürfte grundsätzlich die Ausgangsbasis sein, von der aus ab sofort die Definitionen und Bewertungen erfolgen. Es ist stets das weibliche Exemplar auf das es ankommt, da es a) die Eizelle trägt, b) die körperlichen Voraussetzungen stellt um das neue Individuum heranwachsen zu lassen und c) in Folge (nach der Geburt oder dem Schlüpfen) sicherstellt, dass das neue Exemplar dieser Spezies Überlebenschancen bekommt und heranreifen kann.


Fortsetzung folgt...


(* „Weltweit leben rund 7,4 Milliarden Menschen. 1,9 Milliarden Menschen, also ein Fünftel davon, sind jünger als 15 Jahre.“ (https://www.demokratiewebstatt.at/thema/thema-wir-kinder-dieser-welt/zahlen-und-fakten-zu-kindern-weltweit/)

zur Info: … hier geht es nicht um biologisches oder akademisches Fachwissen und auch nicht um gesellschaftstheoretische Auslegungen desselben, sondern um eine philosophische Betrachtung, in der ich immer wieder das Natur-Geschehen und die dazugehörige menschliche Kulturentwicklung von den ideologischen, besonders von den patri-schematischen Deutungen und Wertungen trenne. 


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24 Mai 2019

Trennung - eine neue Spielart der Patriarchose...

aus der Reihe vom Kommentar zum Post...

"Eine Welt zerbricht – Wenn Eltern sich trennen" … diese Aussage ist, wenn wir sie unaufgeregt betrachten, erst einmal sachlich richtig.
Das Kind erlebte bisher ein Näheverhältnis mit bestimmten Abläufen und Regeln, einen Tagesablauf, der es mit mehr oder weniger geborgenen Gefühlen begleitete und einer für seine Entwicklung benötigten Sicherheit. Bei einer Trennung der Eltern, egal wie dramatisch oder scheinbar unspektakulär diese abläuft, zerbricht diese kleine Lebenswelt. Sie löst sich, manchmal von einem Tag auf den anderen auf und zwingt das Kind in eine Veränderung. Das Kind muss, ob es will oder nicht, eine Anpassungsleistung erbringen, die erst einmal Schmerz, Verunsicherung und Verlust beinhaltet und zwar ohne Garantie ob es jemals wieder gut wird. Jeder Mensch muss irgendwann einmal Verluste hinnehmen und in sozial gut sortierten bzw. gewachsenen Kulturen gibt es dafür kollektive Rituale oder andere Möglichkeiten der Kompensation.
Unsere noch nicht einmal einhundert Jahre alte Trennungskultur der Moderne ist in der Regel für die Beteiligten eher ein Desaster und dann eine Chance und später vielleicht ein Gewinn. Unsere (patriarchal tradierte) Gesellschaft setzt auf Kleinfamilie, serielle Pärchenbildung und nimmt das damit einhergehende Beziehungsauf-und-ab als gegeben, sogar als notwendig hin. Ja schlimmer noch, alle versuchen das Beste daraus zu machen. Dabei wird die Patchworklandschaft aus zerbrochenen Beziehungen immer unübersichtlicher, die Alleinsorgenden Mütter immer unterversorgter und die im Wechselmodell gestrandeten Kinder immer mehr.
Es ist relativ neu, dass die Elternschaft als untrennbares Gebilde beschworen wird, wie es
neuerdings gefordert und praktiziert wird. Dabei werden der Mutter der Kinder immer mehr die Möglichkeiten genommen, ihre Bindungskompetenz wahrzunehmen. Dem väterlichen Part wird jedoch seltsamerweise mehr Rechte als Verpflichtungen eingeräumt. Könnte sein, um das verlorene (patriarchale) Besitzrecht am Kind zu kompensieren.
Das Paar trennt sich, aber "Sie bleiben Eltern" - ist nur formal eine richtige Aussage, denn während die Eltern bisher nur als Paar-Einheit gedacht wurden, sind sie jetzt auf der Paarebene nicht mehr einander zugehörig, manchmal sogar verfeindet. Und während nun ein jedes Elternteil im persönlichen Alltag (und in der eigenen Psyche) eine Art ständige diplomatische Vertretung einrichten soll, die wenigsten für Neutralität oder gar abrufbares Wohlwollen sorgt, auch bei grobem Fehlverhalten eines Parts, wird eine enorme humane Leistung von den beteiligten Erwachsenen erwartet, für die es bisher kaum Vorbilder gibt. Als Paar können die Beteiligten in serieller Monogamie kommen und gehen wie es sich aus ihren Gefühlslagen ergibt, als gemeinsame Eltern eines Kindes verlangt unsere moderne Kultur ein hohes Maß an Selbstlosigkeit und gegenseitiger Abstimmung zum Wohl des Kindes über Jahre hinaus. Diese konkrete sowie gedankliche und gefühlsmäßige Zwangsgemeinschaft der (Kleinfamilien)Elternschaft ist ein absolut neuer Hochpunkt der Patriarchose. Hier kollidiert eindeutig die auf das Kind bezogene und damit unauflösliche Elternverkettung mit unserem (modernen) Selbstbestimmungsrecht
aller betroffenen Personen.
Während inzwischen jede Ehe geschieden werden kann, ist die Elternschaft, der biologisch determinierte Bund von Mutter und Vater, in unserem modernen Verständnis der Unauflöslichkeit unterworfen und von Gesetz wegen wird neuerdings auf 50/50 % Beteiligung an der Versorgung (Unterhaltsbeteiligung) und Partizipation (Liebhaben) am Kind bestanden. Es ist so abstrus wie es sich anhört.
Klar können wir sagen: c'est la vie! So ist das Leben und Trennungen kommen vor. Sind wir doch alle einer gesellschaftlichen Grundkonditionierung unterworfen, die eine stete alltagssoziale Veränderung als selbstverständlich voraussetzt, egal ob eine tatsächlich diese Erfahrungen damit machen möchte. Von frühesten Tagen an unterwerfen wir unsere Kinder einem gezielten Distanztraining (und haben es selbst erlitten).
Krippe, Kindergarten, Schulzeit usw. … man tackert den Kindern Flügel an, noch bevor es zu einer soliden Wurzelbildung kam. Vor diesem Hintergrund gehen wahrscheinlich zu viele davon aus, dass ein Kind in der Lage sein sollte eine elterliche Trennung, die es als Pingpongball zurücklässt, auch noch wegzustecken.
Vor ein paar Jahrzehnten setzte man quasi wenn der Tag gekommen war (der Zeitgeist gab das vor), das Kind im Kindergarten aus. Heute nehmen Eltern Jahresurlaub um ihre Kinder bei der Eingewöhnung in einer Kita zu begleiten. Fast sieht es aus, als hätten wir dazu gelernt. Bei einer Trennung der Eltern gibt es in der Regel keine Eingewöhnungszeit (wenn wir mal die Phasen der Streitereien, der Wortgefechte und Schreierei oder vielleicht sogar Handgreiflichkeiten ausklammern) und wahrscheinlich gibt es einen liebevoll begleiteten Übergang eher selten. Ein Grundszenario war beispielsweise einst: Der Vater verpisst sich, die Mutter bricht zusammen, das Kind versteht die Welt nicht mehr. Aber inzwischen bildete sich parallel zu dieser Variante allgemein eine mehr und mehr zivilisierte Trennungskultur. Man geht einvernehmlich auseinander, spricht sich ab, regelt den Aufenthalt der Kinder und lässt sich als getrenntes Paar seine Freiräume und ... stellt diese hint an, wenn es um das unauflösliche Elternsein geht.
Allerdings steigen nach einer Trennung die neuen Singles irgendwann wieder in das Karussell der erneuten Partnersuche und für die Kinder steht die nächste dramatische Veränderung an. Letztlich sind die Kinder immer die Betroffenen und oft genug die Leidtragenden des bestehenden klassischen Familien- und Paarkonzepts mit eingebauter Trennungsoption, mit anderen Worten: in dieser prinzipiell unreifen, bindungsgestörten, beziehungsunfähigen Erwachsenenpatriarchose. Dass Mütter hier nochmal eine besondere Form der Betroffenheit erleiden - geschenkt.
Im Paar- und Familiendogma herrscht neben anderen Implementationen, die uns schon gar nicht mehr auffallen, ein essentieller Nähemangel, der immer nur mit einer weiteren fremden (nichtverwandten) Person aufgefangen werden soll. Die Mütter, die das alles grad nicht mehr wollen und statt dessen mit ihren Kinder dem Wohlgefühl auf der Spur sein möchten selbstbestimmt, friedfertig und zugewandt ihren (menschenartgemäßen) Alltag zu leben, werden durch gesellschaftskonforme Umstände, bestimmte Gesetzeslagen und dem uninformierten und uniformierten Mainstream massiv behindert. Pech gehabt - wir leben im Patriarchat!
Unsere menschenartgerechte (matrifokale) Fürsorgegemeinschaft ist im patriarchal praktizierten Alltag der modernen, westlichen Kultur nur noch eine ferne Ahnung. Eine Sehnsucht, die wir mit uns tragen und die manche Trennung begleitet bzw. auslöst.
Und wenn wir uns schon trennen, dann bitte auch gleich von den Narrativen:
Familie, romantische Paarliebe auf Lebenszeit und dem beschwörendem Dogma 'Das Kind braucht einen Vater' ... stimmt sowieso alles nicht!


Der Vater braucht das Kind!

Kinder sind kein Partnerersatz!

Das in die Pflicht genommene Elternpaar!


Das geteilte Sorgerecht als immer währende Mütterfalle

Wechselmodell - ein "Kind" des Patriarchats

und als Nachsatz ein Zitat aus dem Artikel "Und dran bist du":
"Viele Partnerschaften zerbrechen nach der kritischen Kindererziehungsphase. Das Wechselmodell löst diesen Zustand kollektiv zugunsten der Männer auf, die ihre Ex-Frauen erfolgreich reproduktiv ausgebeutet haben. Zudem kann der Staat weitere Einsparungen vornehmen, wenn er nicht mehr für Unterhaltsausfälle einspringen muss. Wer hier von „Gleichberechtigung“ redet, geht der neoliberalen Ideologie auf den Leim – total flexibilisierte Kinder inklusive. Die weitgehende Teilnahmslosigkeit vieler postmoderner Feministinnen diesbezüglich spricht Bände. Ein Feminismus, der materialistisch sein will – und den wollen derzeit viele –, muss das Patriarchat im Kern als Ausbeutungsverhältnis begreifen." (Hervorhebungen von mir)



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30 April 2019

Recht und Gesetz

einer meiner FB Kommentare als Konzept für einen Post:

..eines sollte uns bei aller Begeisterung für die alten Kelten auch klar sein, hier finden wir bereits patriarchale Strukturen vor.
Die Wiedergutmachungsidee ist höchstwahrscheinlich noch ein Nachhall aus den Zeiten der matrifokalen Fürsorgegemeinschaften, die auch in ihrer Gesamtheit keine Gesellschaftsform darstellen (also kein Matriarchat), sondern als ursprüngliches Naturgeschehen zu verstehen sind.
Sobald der Begriff 'Recht' ins Spiel kommt, können wir davon ausgehen, dass Rechte dort geltend gemacht und durchgesetzt werden, wo die Gleichberechtigung für alle Individuen bereits auf der Strecke geblieben sind.
Recht und Unrecht – Gut und Böse – sind ab jetzt variable Begriffe und Maßnahmen. Vorher gab es sie in dieser aufgeladenen Bedeutung vermutlich gar nicht, genauso wenig wie die Vateridee.
Abgesprochenes oder bereits gesetzliches 'Recht' muss nämlich dann eingeführt werden, wenn das vorhandene Brauchtum des naturgemäßen Mütterkontinuums durch die ideologische Vateridee verfälscht wurde und sukzessive verloren ging. Und somit wurde die bisherige soziale Balance der matrifokal basierten Gemeinschaftsformen durch ersten Ausnahmen, Privilegien und Machtstrukturen überdeckt.
Die androzentrierte und patriarchöse Struktur der beginnenden anonymen Gesellschaftsform (Patriarchat) brauchte ein wirksames Regulierungsinstrument. Die ersten Formen der Rechtsprechung und diverse (göttliche) Gesetzte wurden erfunden und eingeführt. Dieses System wurde eine Art Selbstläufer, weil die androzentrierte Gesellschaft keine soziale Eigenregulation mehr besaß.
Unter anderem können wir die Die Zehn Gebote beispielsweise als pfiffige Maßnahme einordnen um das Miteinander in den ersten Männergeprägten Gesellschaften zu kontrollieren und zu regulieren. Frauen wurden zu dieser Zeit (in der alttestamentarischen Epoche) in diesen Patri-Kulturen bereits nur noch in einem Atemzug mit Sklaven und Vieh erwähnt.
'Recht und Gesetz' als solches hat bis heute viele Varianten durchlaufen und war oft genug nur eine Spielart diverser Willkürherrschaften. Daher können wir sicher sein, wenn wir den Begriff 'Recht' hören, hat immer schon das Patriarchat seine ungerechte Hand im Spiel!

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29 März 2018

Wechselmodell - ein "Kind" des Patriarchats

Zum Wechselmodell und seinen Folgen fürs Kind (und die Mutter) kann sehr viel gesagt werden. Und ja es gibt auch reichlich Verfechter dieser Idee, welche sie als Fortschritt preisen und welche die das WM einfach praktizieren, weil es ihre Lebensumstände hergeben.

Aber was ist das Wechselmodell im Gesamtzusammenhang mit unserer Gesellschaftsart? Wieso fällt scheinbar niemanden bzw. den Entscheidungsträgern auf, dass es eine unglaubliche Zumutung ist ein Kind wie ein Gepäckstück alle paar Tage zwischen zwei Wohnsituationen zu verschieben? Und warum werden jene, die sich dieses gesellschaftspolitischen Lapsus bewusst sind, nicht gehört bzw. ernst genommen. Vor allem die betroffenen Kinder?

Das Gebot der Stunde ist eine neu entdeckte Gerechtigkeit und zwar die, dass unter allen Umständen den Kindern gleichviel Vater und Mutter zusteht, bzw. sie deren Zeit halbehalbe verbrauchen dürfen. Das Kindeswohl ist daher nicht etwa der Zustand des Befindens in dem sich ein Kind möglichst dauerhaft wohlfühlt, sondern das fragwürdige Rechenexempel: halbe Mutter plus halber Vater gleich Wohlgefühl!

Unter diesen Umständen gibt es aber wahrscheinlich mehr Unwohlsein als Wohlgefühl. Doch das darf für alle Betroffenen kein Problem sein, ist doch das allgegenwärtige Distanztraining, dass alle von klein auf durchlaufen, ein Teil des Alltags der Patriarchalität in die wir hineingeboren wurden.

Dieses erwähnte Distanztraining ist der permanent betriebene soziale Abnablungsprozess, der die Bindung an die Mutter und deren Herkunftsangehörige (in der Mutterlinie) so früh wie möglich unterbindet.

Patriarchalität ist das Bestreben des Mannes den Vater im System an allen Schaltstellen der Macht zu installieren. Hört sich clever an und ging nach Einführung der heroischen Gewalt einst ganz einfach. Im Patriarchat ging/geht es um die Macht Besitz und Eigentum zu erwerben, dieses zu erhalten und zu verteidigen ... und dazu gehörte von Anfang an das Kind, dass der patriarchale Vater als seinen Besitz handelte.

Was hat das alles auch noch mit dem Wechselmodell und den Kitas und unseren sonstigen Bildungseinrichtungen für Kinder zu tun?

Nehmen wir die Kita - sie ist eine typische Erscheinung der patriarchalen Realität und sie ist (für die Patriarchatsbetreiber der liberalen westlichen Kultur) auch eine Notwendigkeit um als System die Kontrolle über die erwachsenen Individuen der arbeitenden Bevölkerung so weit möglich zu behalten. Die Erwachsenen zu kontrollieren heißt auch ihren Nachwuchs rechtzeitig ins System einzugliedern und sie so wenig wie möglich der Obhut einer naturgemäßen Fürsorge-Einheit (der Mutterlinie) bzw. Fürsorgegruppe (dem Matrifokal) zu überlassen ...
ja ich weiß, das ist ein Satz, der sich nach Verschwörungstheorie anhört, aber es ist nun einmal, sachlich ausgedrückt, nur die Wirklichkeit, die viele gar nicht in dieser Deutlichkeit wahrnehmen (können oder wollen).

Das zeitige soziale Abnabeln eines Kindes von den konsanguinen Herkunftsangehörigen und allen voran der Mutter, ist nun mal ein inzwischen tradierter Prozess, der das Patriarchat von Beginn an ausmachte und sich leitmotivisch durch das Leben aller Patriarchatsbewohners zieht. Das Wechselmodell ist einfach eine weitere kleine Spielart der groß angelegten Mutterentfremdung ... noch so ein Satz den frau sich kaum laut auszusprechen traut, da die mainstreamige Öffentlichkeit so manipuliert und konditioniert ist, dass die Ungeheuerlichkeit dieser Entmenschlichung nicht hinterfragt werden darf und daher auch nicht wird.

Die hier in D ständig modifizierte (Familien)Gesetzeslage bietet schon längst die juristische und damit eine Druckmittelmäßige Handhabe, jedes Kind (theoretisch und demzufolge auch praktisch) von der (sich nicht konform verhaltenden) Mutter zu trennen. Eifrige und inzwischen gut organisierte Väterrechtler kommen populär daher und dem seines, ihm zustehenden Kindes beraubten Vaters winkt jetzt über den Kompromiss des Wechselmodells eine Art Etappensieg.

Patriarchat bedeutet auch immer Kontrolle (der Untertanen). Auf dem (den meisten Vätern und Müttern) nicht bewussten Weg der Kontrolle des erwerbstätigen Bürgers, finden weitere Konditionierungen statt, die sich als Sozialkontrolle im gegenseitigen Beobachten und Korrigieren ausdrücken. Was unsere Kinder betrifft hat sich doch schon längst ein vorauseilender Gehorsam eingebürgert.

Die Grundlage aller alten und modernen Maßnahmen rund ums Kind, ist ja bekanntermaßen die Verklärung des Vaterstatus! Auf den ersten Blick nicht immer gleich zu erkennen, da in unserer Zeit wieder gern mit der Biologie des Vaterseins gepunktet wird. Das einst geheiligte gottgleiche Vatertum ist jetzt der naturwissenschaftlich nachgewiesene Anteil eines Mannes an der Entstehung des Kindes. Und damit steht, so will es die patriarchöse Logik, dem leiblichen Vater auch die Hälfte des Kindes zu. Zumal dem 'rechtlichen' Vater per Gesetz eh das Sagen in den Belangen des Kind quasi hinterher geworfen wird und er sich als sozialer Vater seit ein paar Jahrzehnten das Partizipieren am Kinde verdient hat (der 'soziale Vater' ist eine Erfndung der Moderne). Also wird das Ideologiedogma vom Patriarchen heute eher übersehen und sich ab jetzt auf den menschlichen Mann konzentriert, der ja nur Vater sein will und mit seinem Kind zusammenleben möchte - seinem eigenen Kind - Identitätsanker in der Verlorenheit der Mutterarmen Gesellschaft. Seine Insel im Meer der Bindungslosigkeit. 

Gut, das Patriarchat hat alle Probleme, mit denen wir uns zunehmend herumschlagen, erst selbst verursacht, aber lassen wir das nicht gerade hinter uns und tun so als wäre das Patriarchat, sozusagen postum, überwunden?

Ohne die Vateridee gibt es kein Patriarchat. Die beiden Marker sind kausal verknüpft – der Vater und die Patriarchose. Und bis vor Kurzem wurde der Vaterbegriff (ausschließlich) mit Herr(scher), Gebieter, Eigentümer, Machthaber und Gott assoziiert bzw. gleichgesetzt, jetzt ist er plötzlich u.a. sowas wie der zur Naturvernuft gekommene (Mutter)Bruder, der Fürsorge leistet?

Erst in den Tagen der unmittelbaren Moderne wird der Vater zu einer (angeblich schon immer vorhandenen) Komponente des artgerechten menschlichen Fürsorgepaketes hochstilisiert. Der soziale Vater als eine Facette des biologischen Vaters, ist eine Erfindung der aktuellen Mainstreamgesellschaft und eine Art Geschenk an den patriarchalen Mann, der selbst unter dem bestehenden Fürsorge- und Geborgenheitsmangel leidet.

Das ihm zugehörige Kind darf dann die patriarchale Suppe auslöffeln, die sich gerade in der Abstrusität des Wechselmodells zeigt, in welchem dem Kind noch mehr Mutter weggenommen wird. Ein junger Mensch, der immer wieder seinen Lebensmittelpunkt verliert und von den ihn umgebenden Erwachsenen, von einer ihrer (Lebens)Partnerschaften in die nächste gestoßen werden darf .

Das Wechselmodell stellt wieder einmal einen der Geniestreiche der überzeugten Vertreter der Patriopathie dar. Es ist von Seiten der Rechtssprechung als unangekündigter Einbruch in das betroffene Kinderleben vorgesehen. Sicher gibt es nicht nur Dramen um das WM, aber die, die es gibt, sind alle zuviel. Weder Mutter noch Vater sind für solche Fälle ausgebildet, genauso wenig wie die meisten Richter, die den Aufenthalsort eines Kindes zum Kasus der Rechtsprechung machen.

Eingewöhnungszeiten wie in der Kita ist im Wechselsystem nicht vorgesehen, weil ungerührt davon ausgegangen wird, dass es dem Kind (egal in welchem Alter) ein Bedürfnis ist Zeit mit dem (biologischen) Vater zu verbringen (einem Mann, der von dieser Würde von Natur aus gar nichts wüsste, wenn es ihm nicht mitgeteilt wird oder die Umstände keinen anderen Schluss zulassen). Alle Überlegungen was Männer, Väter, oder Frauen und Mütter so in der Alltagspraxis tun, landen in der Betrachtung immer noch viel zu oft bei den banalen Aktualitäten und fressen sich dort fest - zu selten sehen wir den gesellschaftlichen Mechanismus dahinter, der uns wie Spielzeuge bewegt.

Es ist zu kurzsichtig nur unser Staatssystem als oberste Instanz anzusehen. Die Reduzierung auf "Vater Staat" und seine privilegierten Vertreter sind längst nicht das ganze Dilemma … das Problem, was wir in der Patriarchose haben, ist nicht nur die aktuelle Interessenlage der Nutznießer des Patriarchats, sondern das über einen langen Zeitraum sorgfältig installierte Ideologiegemenge, dass jedes Bewusstsein so infiltriert hat, dass wir, wenn wir auf die Welt kommen und in sie eintauchen, einen Zustand vorfinden, der uns "natürlich" erscheint (Normopathie) - so scheint die Trinität des allgegenwärtigen Vaters (biologisch, rechtlich, sozial) in einer Art und Weise "natürlich", dass dessen Konstruiertheit kaum noch jemanden auffällt.

Die überlieferte Ordnung, deren Regeln und Gesetzmäßigkeiten innerhalb der Patriarchose, zieht scheinbar den logischen Schluss nach sich, dass wir fast in der besten aller Welten leben und wir sie nur noch ein klein wenig verbessern müssen, um sie perfekt zu machen. Dabei stimmt, wenn wir genauer hinsehen, in unserem Alltag und der anvisierten Zukunft ganz und gar nichts und das Leben auf unserem Planeten ist permanent in großer Gefahr.

Wir verstören unsere Kinder mit Wechselmodellen und Umgangsregeln, die einfach nur inhuman sind. Diesen für manche Kinder praktizierter Horror (mal abgesehen davon, dass in anderen Teilen der Welt Kindern noch viel mehr Schrecken im Alltag zugemutet wird) dürfen letztlich irgendwie alle momentanen Kinder und die künftigen Generationen ausbaden ...
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