Immer wieder wundere ich mich, dass sich so viele, besonders Frauen, über die unterschiedlichen Verhaltens- und Ausdrucksweisen von Männern und Frauen wundern. Als dürfte das eigentlich nicht sein, als müssten sie irgendwie basismäßig gleich sein, nach dem Motto: wir sind doch alle Menschen.
JedeR der fast sieben Milliarden Menschen dieser Welt ist nicht nur ein einzigartiges Individuum, sondern wird im Laufe des Lebens phasenweise von seinem innerbetrieblichen Hormoncocktail gesteuert, welcher für die Bandbreite: sehr feminine Frau bis sehr maskuliner Mann, verantwortlich ist. Dazwischen ist eine Menge möglich.
Die zur Zeit so populäre und fast schon dogmatisch daher kommende Idee des Gender-Mainstreaming ist gut für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit, hat aber nichts mit den biologischen Voraussetzungen unserer Spezies zu tun, was gern mal verwechselt wird, wie mir scheint. Männer und Frauen ticken sehr verschieden, dass wissen wir doch schon
Von Louann Brizendine ist inzwischen auch das Buch: „Das männliche Gehirn“ auf dem Markt („Das weibliche Gehirn“ habe ich ja schon mehr fach angepriesen). Ich werde mir das Buch demnächst doch mal von meiner Tochter ausleihen, denn trotz Brüdern, Freunden, einem Ehemann, einem Sohn, Schwiegersöhnen und einem Enkelsohn, sind mir im Allgemeinen die Phasen des männliche Verhalten und die wenig empathische Denkungsart, auch gelegentlich ein Mysterium.
Ein mir gut bekannter, allein lebender älterer Herr hat in seiner Dreizimmer-Wohnung mindestens zehn Wanduhren mit Zeigern und unterschiedlichen Tick-Tack-Melodien, für mich das reinste
„Ach, ich finde das eigentlich ganz schön, da ist wenigstens Leben in der Bude...!“, antwortete er ganz zufrieden.
Ich sah ihn entgeistert an. „Das Geräusch eines mechanischen Gerätes nennst du Leben?“