10 April 2010
Frauenalltag
... auf beziehungsweise - weiterdenken habe ich einen lesenswerten Artikel zum Thema Frau gefunden! Dazu noch ein paar Gedanken ...
Die Frau bekämpft die Frau, auch in sich selbst, Mütter wollen nicht Mütter sein, junge Mädchen ihre Entwicklung verhindern. Das Frauenbild ist nach wie vor angekratzt, gebrochen, unattraktiv. Auch wenn Frauen noch so schön sind, als Gesamtheit machen sie immer noch keine gute Figur in den Augen der Gesellschaft. Sie werden für Verhalten getadelt, das bei Männer anstandslos durchgeht. Frauen erleben immer nur dann eine klägliche Anerkennung, wenn sie sich im Androdrom hervortun.
Eine mir gut bekannte tolle Frau sagte mal: der Mann in unser Beziehung bin ich!
Was meinte sie damit?
Sie arbeitet (vom Pensum her) manchmal mehr als der Mann, hat den Durchblick und handelt vorausschauend. Sie händelt umsichtig und liebevoll ihre Familie, managt den Haushalt und die technischen Fragen des Alltags; sie weiß für alle(s) eine Lösung. Sie ist empathisch, kooperativ und verliert nie den Überblick. Sie ist unglaublich kreativ, handwerklich geschickt sowie praktisch bis pragmatisch eingestellt. Sie sieht dabei auch noch phantastisch aus und ist wie man heutzutage sagt, ein Vollblutweib.
Und doch ordnet sie all diese durch und durch weiblichen Eigenschaften und Fähigkeiten dem Sammelbegriff Mann unter. Mir ist noch kein Mann begegnet, der so einen Anspruch bewältigt ...
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09 April 2010
Filme sehen
Nach meinem Verriss des Fernsehprogramms und unter dem Eindruck der Gewöhnung an unsere standardisierte Unterhaltung, die auch mich immer wieder erwischt, habe ich mir letztens drei relativ aktuelle Filme reingezogen.
2012 - die Welt geht unter! Die Regierungen der Welt bauen schon seit Jahren heimlich an mehren Archen um die Sahneschicht der Menschheit zu retten – offiziell hieß es: die Spezies zu erhalten. Eine Milliarde Euro pro Bordkarte für die Superreichen! Da die Katastrophe früher eintrifft als erwartet, werden nicht alle der Kolosse fertig. Meine Schwester meinte lakonisch: Das waren die Schiffe, auf dem die Arbeiter mitfahren sollten...
Terminator IV – wir erfahren wie John Connor und sein zwanzig Jahre jüngerer Vater überleben – es ist ja bekanntermaßen eine dieser vertrackten Zeitreisegeschichten.
Von Terminator Eins bis Vier frage ich mich allerdings die ganze Zeit, warum die Maschinen sich eigentlich so menschlich-maskulin verhalten...?
Männer, die auf Ziegen starren – schon der Titel ist Programm – hintergründig, fieser Humor, psychologisch fein durchwirkt. Und dann kam der Satz, der das Motto so vieler männlicher Unternehmungen sein könnte:
„... das war genau das was ich wollte. Ich war auf einer Mission, auch wenn ich nicht wusste, worum es dabei ging...“
„... das war genau das was ich wollte. Ich war auf einer Mission, auch wenn ich nicht wusste, worum es dabei ging...“
Zum Ausgleich sehe ich mir am Wochenende nochmal Die Nebel von Avalon an, auch wenn dieser Film ebenfalls aus der patriarchös geprägten Hollywoodschmiede kommt.
07 April 2010
fix und fertig
Gestern Mittag beim Italiener!
Vicky fragt: „Sind jetzt alle fertig mit dem Essen?“
Alle am Tisch antworten einstimmig: „Ja!“ - Vicky: „Und warum sitzen wir dann noch hier?“
Oma flüstert: „Wir müssen noch bezahlen, aber der Ober hat das noch nicht gemerkt!“
Caro ruft laut durch das Lokal (in dem zum Glück kaum Leute waren): „Wir sind fertig...!“
04 April 2010
Osterzeit - Fernsehzeit
Gerade in der Osterzeit ist die Todesenergie, die sich in unserer Kultur durch Gewalt, Brutalität und Grauen zeigt, auf allen offenen Kanälen spürbar und dringt massiv oder subtil in alle Stuben.
Mord, Totschlag, Kreuzigung – ist die Art uns unterhalten zu lassen. Nichts mit Hoffnung und Erwachen der Natur, kein zitierter Osterspaziergang, kaum ein langweilig glücklich schwingender Nachmittag mit bunten Eiern und zartem Grün.
Das Osterprogramm im Fernsehen schlägt einen Bogen von seichten Komödien, über heftige und bluttriefende Actionfilme hin zu pseudoreligiösen Machwerken aus Hollywoood und einigen Historiendokus über die Zeit von vor 2000 Jahren in Spielfilmqualität. Ich frage mich immer, für welches Zielpublikum wird dieses Unterhaltungsprogramm geschaffen. Und sitzen diese Zielpersonen dann auch vor all diesen Sendern?
Keine Karfreitags- und Osterfeiertage ohne Ben Hur und Die Zehn Gebote und ab sofort wird in diesen Standard wohl auch Mel Gibsons Passionsspektakel eingereiht. Die Auferstehung, der angebliche eigentliche Sinn hinter dem Ganzen, kommt gegen den grausam zelebrierten Tod kaum an.
Und selbst diejenigen, die sich dem neuzeitlichen UnKulturprogramm verweigern oder gar keinen Fernseher besitzen, werden durch die Düsternis des überall heraufbeschworenen Leid und Sterbens in der uns jetzt umgebenden Leben versprechenden Frühlingszeit berührt oder gestört.
Die blutige Flut gehört zu der christlichen Tradition und zu einem makaberen männlichen Freizeitbedürfnis. Vielleicht sollten wieder Gladiatorenspiele eingeführt werden und Frauen überlässt mann die Film- und Fernsehgestaltung, wenn die nicht ohnehin Besseres zu tun haben...
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02 April 2010
Sprachzeit 02042010
Bevor der Mensch schreiben konnte und unsere Sprache bis zum heutigen Tage durch unsinnige, äh ich meine unzählige Rechtschreibreformen in ein durch und durch künst-lerisch-liches und intelekt-strukturelles Regelwerk verwandelt wurde, haben wir miteinander einfach geredet. Uns ausgetauscht, den Fluss der lebendigen Verbundenheitsenergie fließen und uns tragen lassen.
Gerade in Büchern wird die Sprache zur höchsten Vollendung geführt, denn wie sollten die kleinen schwarzen Insekten, die über die weißen Buchseiten krabbeln, sonst Gefühle wie Geborgenheit, Wärme, Vertrautheit oder ein „sich-angenommen-wissen“ hervorrufen? Wie, wenn nicht durch kunstvolle und eindringliche Darstellungen, werden die Assoziationen in Gang gesetzt, die Gefühle sprießen lassen, die sonst in unserem verstopften Alltag kaum eine Chance haben. Wir müssen be- und umschreiben, was durch nicht vorhandene Nähe nicht fühlbar, vielleicht nur noch als Sehnsucht vorhanden ist. Nichts desto trotz, für viele glückliche Leser sind Bücher, farbig gestaltet und mit auf- oder erregenden Worten gefüllt, immer wieder ein wahrhaft sinnliches Erlebnis. Da erwandern wir uns zauberhafte Welten voll Liebe und Schönheit oder hetzen durch die Nacht auf der Flucht vor dem Grauen...
Doch nicht nur unsere Schriftsprache ist reglementiert. In der Schule lernen wir uns korrekt und gut verständlich auszudrücken. Verstanden zu werden hat was mit Verstand zu tun.
Trotzdem bleibt Sprache ein Schöpfen, Aufbruch, immerwährende Veränderung. Sprache ist so lebendig wie das Weib selbst und vielleicht sollten wir sie mehr sprechen als schreiben...
31 März 2010
Das leichte Leben der Großmutter
Mittags anreisen
Kinder sind bereits abgefüttert
sitzen zufrieden mit Häkelnadel und buntem Garn vor einer Kindersendung.
Papa fährt zur Spätschicht
Meerschweinchen bekommen Salat
Kindersocken und Hemdchen auf die Leine hängen
Kater Max sitzt in der Sonne
Die Kinder ziehen dicke Jacken an
Sie bauen unter einem Busch im Garten
dem Stoff - Dackel und dem Hasen eine Hütte
Die Frühlingssonne tut nur so als wäre sie warm
im Haus ist es angenehm ruhig
Oma nimmt sich eine Kaffee und setzt sich an den Computer
die Waschmaschine wäscht
Der Geschirrspüler spült
bei Oma zu Hause wartet das Geschirr im Spülbecken
in der Küche steht noch Kuchen von Papas Geburtstag
Nachmittagsjause mit Ostergeschichte und Lieblingsgedicht
rische, rasche, rusche
der Hase sitzt im Busche
Woll'n wir mal das Leben wagen?
Woll'n wir mal den Hasen jagen?
Kinderzimmer aufräumen oder lieber Hasenbilder malen?
Das ist hier die Frage!
Mit Omas Handy alle Ecken des Hauses fotografieren
Mit Omas Handy alle Ecken des Hauses fotografieren
Na gut, noch ein Online - Spiel
Mama ist erst nach achtzehn Uhr zu Hause...
30 März 2010
Höfliche Erziehung
Da sagte doch gestern Mama Sabine zu Töchterchen Vicky:
"... darf ich bitte erst mal meinen Satz beenden, bevor du ausflippst?"
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29 März 2010
Kommunikation ist weiblich...
Eine Freundin (pensionierte Lehrerin) korrigiert mich gern, wenn wir mit einander telefonieren. Ich rede voll Begeisterung über die letzten einzigartigen Begebenheiten mit den Kindern oder halte eine flammende Rede zum Niedergang des Patriarchats und wusch, wie eine Zugbrücke geht ein Schild mit einer Grammatikregel hoch und ich knalle voll dagegen. Fliege aus meinem sprudelndem Text, verpasse den Anschlusszug, der mich zum nächsten Gedankenstellwerk bringt und verliere mitunter völlig die Übersicht, manchmal auch die Lust an weiterem Austausch.
Mir fällt dann immer der Unterschied zwischen Schreiben und Reden auf. Beim einfach so darauflos sprechen ist das Ergebnis nicht gerade druckreif (nicht das meine geschrieben Texte das wären) und manches Mal dient das Parlieren auch einfach nur dem Sortieren von unreifen Ideen oder der Wortfindung zu einem Thema, zu dem mir bisher die Worte fehlten. Gerade dafür ist der Gedankenaustausch mit Freundinnen unübertroffen. Lebendig, sich ergänzend und oft erfreulich innovativ!
Das Sagen und Mit-Teilen* hat einst das hauptsächliche, alltägliche Leben ausgemacht. Frauen reden gern!
Es wurde und wird immer noch, als Witz gehandelt, dieses dauernde Mitteilungsbedürfnis von Frauen. Wozu auch das sich einfach nur Aussprechen, dass einander Zuwenden im Gespräch, der intensive verbale Austausch der Sorgen und Nöte, der Gedanken und Gefühle gehört. Aber, es ist mehr als nur Geschwätz, mehr als nur Geplapper, Gefasel, Gerede oder gar unnütze Zeit vertun! Halt den Mund und mach endlich, war ein Spruch aus meiner Kindheit!
Das, was den Frauen so gern als Schwäche nachgesagt wurde (und immer noch wird), war und ist ein sehr wesentlicher Beitrag und Bestandteil beim Entstehen und Erhalt der Menschheit. Denn und vor allem im Alltagsgespräch, im unmittelbaren Miteinander, werden in der kommunikativen Hinwendung nicht nur Worte ausgetauscht, es fließen essentielle Energien von der Mutter zum Kind, von Frau zu Frau, von Mensch zu Mensch.
*Bevor wir lesen und schreiben konnten und es das WWW gab.
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28 März 2010
Gute Fahrt und toitoitoi
... elf Stunden Busfahren bis Norfolk, das wäre das Letzte für mich! Und deshalb weiß ich nicht, ob ich sie bedauern oder beneiden soll, die Tochter, die mit einer (wirklich guten) Queen-Cover-Band auf dem Weg nach England ist. Tochter Christine singt in der Band ab und an den klassischen Part.
The Queen Kings haben am 28.03.2010 die Ehre, auf der Convention des offiziellen internationalen Queen Fan Club in England zu spielen.
Na dann toitoitoi ...
The Queen Kings haben am 28.03.2010 die Ehre, auf der Convention des offiziellen internationalen Queen Fan Club in England zu spielen.
Na dann toitoitoi ...
27 März 2010
Schreiben oder nicht schreiben
Wie weit ist der Weg von der Schreibeline, als die ich mich empfinde bis zu der Bezeichnung Autorin? Und möchte ich das sein? Eine Autorin?
Also ich meine, ein Autor ist Verfasser, Urheber einer Geschichte oder eines Kunstwerkes (laut Wörterbuch) und nach der Definition ist eigentlich jedeR einE AutorIn. Irgendwas verfasst, ersinnt oder künstlert doch jedeR.
Eine richtige Autorin (so berufsmäßig) übernimmt aber auch Verantwortung für ihr Kind, äh, für ihr Werk und sorgt über die Sätze auf dem weißen Papier* hinaus dafür, dass es in die Welt entlassen wird und sich viele daran erfreuen können. Das, finde ich, ist der schwierige Teil.
Ich verfasse still vergnügt kleine Geschichten oder Gedichte für die Schublade und bastel an einem Kinderbuch, von dem ich gerade wieder glaube, dass es nie fertig wird. Es gibt aber auch Tage, da sehe ich optimistisch in die Zukunft und habe sogar schon einen bunten Einband vor Augen.
Jetzt werde ich erst einmal Zwiesprache mit meiner kleinen Elfe halten, die auf meinem Monitor sitzt und mir gelegentlich wichtige Hinweise aus ihrer Welt zukommen lässt. Seit ich jedoch ein Laptop habe, ist sie ein bisschen aus meinem Blickwinkel geraten. Erklärt das vielleicht die gerade dramatische Blockade von Stephanie Schreibeline?
(*oder neuerdings auch Bildschirm
19 März 2010
Erinnerungspinnen
Meine Tochter wünscht sich ein Spinnrad!
Dieses Ansinnen neulich hat mich zurück in meine Kindheit getragen, zu einer Zeit, da ich mit der Kunst des Spinnens schon mal in Berührung gekommen bin. Oma Gertrud, die Großmutter meiner Freundin, bei der sie lebte, hatte ein Spinnrad und verspann Schafwolle. Und wir Kinder hockten gern dabei. Damals spannen ;-) noch etliche Frauen auf unserem Dorf, bevor dieses als häusliche Tätigkeit gänzlich verschwand.
Jedenfalls in den Fünfzigern wurden, vielleicht einmal im Jahr, im großen Hinterzimmer des Dorfgasthauses ein Treffen veranstaltet: eine Spinnstube!
Mit Musik und Kaffee und Kuchen, ein bisschen Tanz unter Frauen. In einer Ecke saßen die, die ihr Spinnrad dabei hatten, so eher die Alten und schnurr, schnurr, wurde geredet und gelacht und gesungen.
Ich kann mich noch an ein grünes Röckchen mit rotem Rand und ein gestricktes Trachtenjäckchen erinnern, in dem ich mir etwas verkleidet vorkam. Meine Mutter hat nicht mitgesponnen, konnte sie wegen der Gichtfinger nicht. Sie gehörte zu den Frauen die Kaffee auschenkten und Kuchen auf die Teller legten. Ich hockte mit anderen Kindern auf der Bank und staunte über den Trachtenlook in dem manche der Frauen gekommen waren. Anwesende Männer befanden sich ungefähr im umgänglichen Alter von unter sechs Jahren. Später wäre auch bestimmt kein Junge freiwillig zu so einem Weibertreffen gegangen. Lange gab es diese Spinnstube einmal im Jahr dann nicht mehr. Wann sie statt fanden, weiß ich auch nicht. Vielleicht im November oder im Advent? Jedenfalls war es draußen am Nachmittag bereit dunkel.
Die modernen Zeiten haben diesen „alten Zopf“ dann bald abgeschnitten.
14 März 2010
Kinder hüten
Ich habe mal wieder in dem Buch von A. Aliti: Mama ante portas!, geblättert und folgenden interessanten Satz auf Seiten 123/124 gefunden:
Allerdings war die alte Frau im Matriarchat keine liebe Omi, sondern eine Große Mutter, also eine, die im Alter zu sich selbst findet, anstatt als müder Rest ehemaliger Selbstlosigkeit zur Verfügung zu stehen.
Nun habe ich vorletzten Samstag morgens die beiden Enkeltöchter übernommen (Mama musste bis 18.00 Uhr arbeiten, Papa nach der Nachtschicht schlafen) und wir haben uns einen bunten Tag gemacht.
Auf dem nahen Spielplatz durch den frischgefallenen Schnee toben, meiner Schwester beim Schnee schippen helfen, zusammen Nudelsuppe kochen und essen, auf der Playmo – Seite Spiele spielen, lustige Gespräche führen (fallen unter die familiäre Schweigepflicht).
Dann brachte ich die beiden wieder nach Hause und mein lieber Schwiegersohn bedankte sich artig fürs Kinderhüten!
Mein überzeugtes „Das habe ich doch gern gemacht!“ blieb diesmal aus, denn mein (durchaus legitimes) Gefühl war in diesem Moment deutlich ein anderes.
Ich habe meine Kindeskinder aus meiner Obhut entlassen und gebe sie in den Lebensraum zurück, der nicht nur ihrer Mutter, sondern auch dem Mann gehört.
Für mich eine, stets wieder kehrende ambivalente und schmerzliche Erfahrung. Und ich hatte wie immer, den hoffentlich für alle, verständlichen Drang, sie nicht verlassen zu müssen! Natürlich bin ich diesen drei Männern, den Schwiegersöhnen, dankbar, für ihre Arbeit und Fürsorge, die sie meinen Enkelkindern angedeihen lassen, obwohl sie teilweise nicht die Väter sind. Die „Blutsverwandtschaft“ ist nicht immer relevant, sondern vor allem das ethisch - menschliche Bewusstsein der Väter und ihre Liebe zu der Mutter der Kinder.
Für mich eine, stets wieder kehrende ambivalente und schmerzliche Erfahrung. Und ich hatte wie immer, den hoffentlich für alle, verständlichen Drang, sie nicht verlassen zu müssen! Natürlich bin ich diesen drei Männern, den Schwiegersöhnen, dankbar, für ihre Arbeit und Fürsorge, die sie meinen Enkelkindern angedeihen lassen, obwohl sie teilweise nicht die Väter sind. Die „Blutsverwandtschaft“ ist nicht immer relevant, sondern vor allem das ethisch - menschliche Bewusstsein der Väter und ihre Liebe zu der Mutter der Kinder.
12 März 2010
Pippi und Bibi
Heute muss ich mal bekennen, ich mag Bibi Blocksberg eigentlich mehr als Pippilotta Langstrumpf.
Pippi, das freie ungebundene Kind, das genau weiß, was gut für sie selbst ist! Das Mädchen, das keine Mutter (mehr) hat. Die Tochter, die irgendwann ihren, in der Welt herum streifenden Vater rettet. Die anderen Kindern die Welt der Phantasie zeigt, sie aber auch von der Mutter wegführt und mitnimmt auf Abenteuerfahrt...
Pippi, das freie ungebundene Kind, das genau weiß, was gut für sie selbst ist! Das Mädchen, das keine Mutter (mehr) hat. Die Tochter, die irgendwann ihren, in der Welt herum streifenden Vater rettet. Die anderen Kindern die Welt der Phantasie zeigt, sie aber auch von der Mutter wegführt und mitnimmt auf Abenteuerfahrt...
Trotzdem oute ich mich und sage, so ganz war Pippi nicht mein Fall. Das lag wohl daran, dass ich sie durch die Filme erst kennen lernte, als ich bereits Mutter war und mir gelegentlich der Atem stockte, wenn ich mir vorstellte, meine Kinder könnten einige der Aktionen nachmachen, die bei Pippi Übermut so einfach aussahen. Natürlich mochten meine Kinder Pippi Sonnenschein und die zauberhafte Idee: da ist ein starkes selbstbewusstes Mädchen, das auch den Erwachsenen zeigt, wie schön das Leben sein kann.
Ich glaube schon, dass dieses Vorbild unseren Töchtern gut getan hat, trotz ,bedenklicher' Beispiele. Jedenfalls gossen meine keinen Eimer Wasser in der Küche aus, um diese zu putzen und sie haben auch kein Pferd gestemmt - wir hatten keines.
Es gab einige an kleinen Heldinnen in der Zeit, als Mädchenbücher wie Heidi und Trotzköpfchen boomten. Auch Nesthäkchen war anfangs kein angepasstes Kind, sondern wurde erst im Laufe der „Mädchenzeit“ (damals so zwischen 11 und 18 oder 20) gerade gebogen. Ein Hauch von Renitenz hat sie zwar immer begleitet, aber zum Schluss war sie fast eine Vorzeigefrau, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
Als Mädchen endlich lesen konnten und durften, gab es auch, wohl dosiert und tendenziös, die entsprechende Literatur. Doch hier und da schimmerte auch dort das starke Mädchen recht deutlich durch, wie in den guten alten Märchen.
Meine Enkeltöchter haben natürlich Pippi Ichbinstark im Regal stehen, aber sie sind auch mit Bibi Blocksberg, der kleine Hexe im grünen Kleidchen aufgewachsen, die so selbstverständlich mit ihrem Besen Kartoffelbrei durch die Welt fliegt.
Zwischen dem Entstehen der beiden (Mädchen) Figuren liegen vierzig Jahre und bestimmt können wir davon ausgehen, das Pippi bei Bibi zumindest Patin stand.
Gerade in den Verfilmungen wird der zeitliche Unterschied deutlich, obwohl auch beide Geschichten nicht ohne schrullige oder „böse“ Frauenfiguren auskommen. Und während Pippi noch ein seltsam autarkes Kinderleben zelebrierte, lebt Bibi bereits in der modernen Kleinfamilie. Bibi ist ein modernes Kind, aber verwurzelt in mächtiger alter Überlieferung. Eine Hexentochter, die alle hexischen Fähigkeiten als natürliche Anlage von ihrer Mutter gerbt hat. Sie lebt die töchterliche Verbundenheit mit ihrer Hexenmama und der (menschliche) Papa, ist manchmal auf liebenswerte Art außen vor.
Die Kinderliteratur, die auf Mädchen bezogen daher kommt, ist schon recht umfangreich. Und jede Figur muss sich in ihrer Welt und ihrer Zeit behaupten, dass heißt auch Zugeständnisse und Abstriche machen.
Fast möchte ich sagen: scheinbar kann frau nicht Alles haben!
Aber wir arbeiten dran und es ist schön, dass es all die lustigen, starken, frechen, klugen, geheimnisvollen, aufgeweckten und alltäglichen Mädchen, nicht nur zwischen Buchseiten gibt ...
Aber wir arbeiten dran und es ist schön, dass es all die lustigen, starken, frechen, klugen, geheimnisvollen, aufgeweckten und alltäglichen Mädchen, nicht nur zwischen Buchseiten gibt ...
11 März 2010
Wider die Sprachnorm...
Ich lese sehr gern den Sprachblog von Luise Pusch: fembio.
Und ich wende ebenfalls gern die inzwischen schon zahlreichen feministisch / weiblichen neuen Wortschöpfungen an, die mich überzeugt haben. Es gilt aber nicht nur neue Worte zu erfinden, sondern auch die vorhandenen in anderen Zusammenhängen nutzen und neu oder weiblich oder folgerichtig zu definieren.
Ein Reibungspunkt ist auch immer noch der Begriff Matriarchat. Freundin Lilly möchte ihn gar nicht mehr verwenden, da die allgemeine Auffassung davon so kruss*, so verdreht ist und immer noch mit Vorstellungen einhergeht, die Frauen mehr erschrecken als die Patriarchose, in der sie leben. Ich wende das Wort matriarchal auch nur noch an, wenn ich den mütterlichen Ursprung, die egalitäre Urgesellschaft meine. Ich greife jetzt gern auf die Bezeichnung matrivivial zurück, es hat so eine so lustige Nähe zu trivial, im Sinne von einfach, leicht und simpel - das lebendige, ursprüngliche Sein.
Und das ist es ja wirklich - einfach! Den mütterlichen Ursprung, das um die Mutter gruppierte Leben, die Sozial- und Kulturkraft der Mütter, gab und gibt es schließlich tatsächlich.
Der Vaterursprung ist reine Fiktion. Die andere, inzwischen verinnerlichte Bedeutung von Patriarchat, die Herrschaft der Väter im kollektiven Sinne, leider nicht.
* kruss – krustig, kraus, verknistet
03 März 2010
KLAUSUR
Jetzt ist gerade das Buch gekommen, das mich wirklich interessiert, das neue von Luisa, ein Pfad in unsere spirituelle Vergangenheit (und wahrscheinlich auch Zukunft)!
... ein paar Tage Rückzug gönne ich mir, na zumindest zum Teil. Zweimal Kindergeburtstag, zweimal Kinderbetreuung, ein Chorkonzert mit unserer Vierzehnjährigen (heute Abend) sind in dieser Woche noch angesagt. Sie sind die lebendigen Bänder ins Diesseits.
... ein paar Tage Rückzug gönne ich mir, na zumindest zum Teil. Zweimal Kindergeburtstag, zweimal Kinderbetreuung, ein Chorkonzert mit unserer Vierzehnjährigen (heute Abend) sind in dieser Woche noch angesagt. Sie sind die lebendigen Bänder ins Diesseits.
01 März 2010
Ordnung
Und somit wurde der Beweis des Sprichworts: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“ angetreten.
Ich konnte die Papierflut auf meiner Tischplatte nie richtig eindämmen oder in geordnete Bahnen lenken. Ich habe es mit verschiedenen Tricks, einem Ablagesystem und Kollegblöcken versucht, um die losen Zettel zu bändigen. Es gelang mir nicht wirklich. Aus einem „statt dessen“, wurde meist ein „auch noch“. Als ich mich dabei erwischte, wie ich ein Blatt aus dem Heft riss, um einen Einkaufszettel zu schreiben (den ich dann zu Hause auf dem Schreibtisch vergaß), merkte ich, das ist es immer noch nicht...
Jetzt ist die virtuelle Welt, die mein Laptop mir bietet, nach dem Anschalten, zack, da. Auf dem Desktop gibt es kleine Notizzettel und das Schreibprogramm bietet so viele leere Seiten, wie ich nur möchte. Bis sein Vorgänger immer betriebsbereit war, konnte ich noch Abwaschen, Wäsche aufhängen und Blumen gießen. In 95 % der Fälle waren da meine Geistesblitze längst verglüht, hätten nicht Stift und Papier neben der Tastatur gelegen.
Jedenfalls suchte ich nun gestern den halben Tag nach einem Blatt mit Zeichnungen und den ebenfalls darauf niedergelegten Randnotizen. Das hatte ich mir gemerkt, dass ich diese Fakten (notiert beim Ansehen einer bestimmten Fernsehsendung) auf diesem Blatt finden würde, was die Macht der Bilder beweist...
Dann endlich fand ich den bewußten Korb wieder und all das schnöde abgeschobene Gedankengut. Jetzt sitze ich hier und arbeite sozusagen den Korb ab. Nehme alles einmal in die Hand und schreibe in den Computer, was mir erhaltenswert scheint.
Ich schmiede einfach an zu vielen Manuskripten und es kommt zu selten vor, das ich sagen kann: habe fertig..., scheint so ein Jungfrauen-Ding zu sein!
25 Februar 2010
Vorsicht Glosse
Wir gründen einen Männerschutzverein oder
Es gibt kein Matriarchat, es gab nie eins und es wird auch keines geben!
Stellen wir uns einmal folgendes vor: Die Frauen sind erstarkt, sie haben wirtschaftliche Unabhängigkeit errungen, sich weltweit zusammen geschlossen und....
... die „Herrschaft“ an sich gerissen! Aus dem Patriarchat wurde ein Matriarchat!
Als erstes stieg die Kriminalitätsrate bei Frauen sprunghaft an. Die Gefängnisse sind voll von weiblichen Schwerverbrechern.
Für einen Mann ist es nicht mehr so leicht, am Abend allein auszugehen, da er ständig damit rechnen muss belästigt oder schlimmer überfallen zu werden.
Die Chefetagen sind mit Chefinnen besetzt.
Die Ehefrau geht selbstverständlich arbeiten, sie muss ja für das Familieneinkommen sorgen. Mann und Sohn schmeißen den Haushalt und hüten die Kleinkinder, die fast alle aus der Retorte stammen, da die quasi Mutter keine Zeit mehr für Schwangerschaft und Entbindung hat.
Die Bordelle sind mit Callboys besetzt und die unterbezahlte männliche Reinigungskraft bekommt an ihrem Geburtstag von der zufriedenen Arbeitgeberin ein Blümchen.
Männergruppen treffen sich heimlich, um über Freiheit und Gleichberechtigung zu diskutieren und müssen um elf Uhr zu Hause sein, da es sonst für sie auf der Straße zu gefährlich ist.
Politikerinnen schmieden in ihren internen Sitzungen Kriegspläne, während sie in der Öffentlichkeit über Abrüstung und Männergleichberechtigung reden.
Was für ein Horrorszenario.
Fühlt euch da mal hinein. Fast könnte frau die Männer verstehen, wenn sie eine Entwicklung zum Matriarchat um jeden Preis verhindern wollen. Der Mann kann sich eine weiblich geprägte Gesellschaft einfach nicht vorstellen und mit solchen Gedanken fühlt er sich auch nicht wirklich wohl .
Aber dafür sind wir ja da. Frauen sind schließlich Tag und Nacht für sein Wohl zuständig. Dafür, dass es unseren, nein, dass es allen Männern gut geht! Wir unterstützen sie in ihren Bestrebungen und sorgen dafür, dass keine Frau aus der Reihe tanzt und keine renitente Tochter das sensible Ökosystem, in dem ein Mann lebt, gefährdet.
Die wahrhaft freie Frau bringt, wie wir wissen, den Mann in Gefahr. Und da sich auch zaghafter Widerstand schon als gefährlich erwiesen hat, bremsen wir uns gegenseitig aus und wachen eifersüchtig darüber, dass matriarchales Gedankengut gar nicht erst die Filter der öffentlichen Meinung passieren kann.
Somit beschützen wir natürlich auch unsere Töchter und sorgen dafür, dass sie unauffällig, angepasst und im richtigen Moment reizvoll und attraktiv erscheinen. Schließlich müssen sie ja irgendwie durchs Leben kommen, also irgendwie unter die Haube, wenn der etwas überholte Ausdruck erlaubt ist. So wurden wir erzogen, so geben wir es weiter. Schließlich liegt es in unserem genetischen Programm, die Menschheit zu erhalten. Auf die männliche Hälfte derselben, sollten wir uns in diesem Falle erfahrungsgemäß nicht verlassen.
21 Februar 2010
Glück
Tja, wie komme ich mit dem Lesen voran? Schwierig, schwierig - ich weiß noch nicht so recht, was mir so widerstrebt. Aber wie sagte Franz Kafka schon:
Bücher, die uns glücklich machen, können wir zur Not selber schreiben.
16 Februar 2010
Mutterspiele
Gestern kam mit der Post Lisa Ortgies Buch Heimspiel bei mir an...
Die ersten einhundert Seite, die sich mit der spannenden Frage beschäftigen: Gibt es neue Väter? - habe ich erst einmal überblättert. Bestimmt ist es wichtig, endlich die Stellung und Haltung der Väter und der dazu gehörigen Politik zu betrachten, aber es irritierte mich doch, dass ein Buch über die Familie schon wieder mit der Vätersicht beginnt. So blätterte ich weitere fünfzig Seiten weiter, überspringe das Kapitel Haushalt und da kamen sie endlich, die Mütter.
Und was steht da auf Seite 255?
„Zu keinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte und in keiner sozialen Schicht waren Frauen ausschließlich Mütter. Und schon gar nicht Tag und Nacht für ihren Nachwuchs und dessen Entwicklung zuständig.“
Da ist er wieder, dieser leicht verdrehte Ansatz: Frauen sind nicht nur Mütter.
Na gut, aber Mütter sind immer Frauen, was sagt uns das? Es nervt mich gewaltig, die Mutter ständig auf ihren Dienst am Kinde reduziert zu sehen! Wenn wir eine Mutter dahingehend einordnen, dass sie eine Frau ist, die ein Kind ausgetragen, geboren und anschließend genährt, geschützt und versorgt hat und die darüber hinaus schlichtweg Verantwortung für das Leben trägt, müssen wir jetzt fragen: wo und wann hört denn das Muttersein auf und fängt das „Nur“ oder „Auch“ Frausein wieder an?
Findet eine Abspaltung der Mutter von der Grundkonzeption Frau statt? Bewegt sich frau dann in einem Paralleluniversum? Ist Muttersein ein temporäres Durchgangsstadium, etwa so wie die Pubertät? Von wann bis wann und wie intensiv ist Frau denn Mutter? - Von der Geburt bis zum Achtzehnten Jahr des Nachwuchses? Von der Zeugung an und bis das Kind siebenundzwanzig ist? Oder darf sich Mutter teilweise schon aus der Verantwortung entlassen, wenn das Kind in die Schule kommt? Und wohin schieben wir die Großmütter?
Ortgies geht, wie so manch andere, von der heutigen vereinzelten Familienmutter aus, der bestenfalls die Unterstützung des sogenannten Partners zusteht. Es ist auch immer blöd, wenn der Geschichtsrückblick nur bis ins Mittelalter reicht und dann festgestellt wird, sowas wie wir heute unter Müttern verstehen, gab es früher gar nicht. Die Kinder wuchsen mehr oder weniger beachtete in der Welt der Erwachsenen auf und hatten Glück zu überleben – nun, das ist heute auch noch so!
Unsere Kinder müssen sich ebenfalls mit der, von Erwachsenen kreierten Welt arrangieren. Und egal ob sie exklusiv eine vierundzwanzig Stunden - Mama zu Hause haben oder nicht, Kindheit ist heute nicht weniger stressig als in anderen Zeiten, seit das Papasystem durchgegriffen hat. Schule ist beispielsweise eine solche künstliche, von Erwachsenen geschaffene, Welt. Auch wenn sie mit Herden kleiner Menschen bevölkert wird, ist sie kein natürlicher Kinderraum. Vermutlich würde kaum ein Kind freiwillig dieses Freigehege der nicht artgerechten Menschenhaltung betreten, wenn es die Wahl hätte.
Denn, als die Erkenntnis (vor allem aus volkswirtschaftlichen Gründen) um sich griff: Kinder brauchen generell Bildung, da wurde den Bekennern dieser Erkenntnis ganz schnell klar, dass mann den dummen Weibern, die nun mal die Mütter sind, die Erziehung und Unterrichtung, gerade der Söhne, nicht überlassen könne.
Ortgies geht von dem üblichen, in unserer Gesellschaft scheinbar gut etablierten, Familienmodell aus und nennt ihr Buch im Untertitel Plädoyer für die emanzipierte Familie!
Ich werde jetzt, auch wenn es mich eine gewisse Überwindung kostet, das Buch erst einmal ganz lesen um zu erfahren, wovon sich die heutige Familie da emanzipieren sollte!
Aber alles in allem, die Teilüberschriften sind originell und aussagekräftig gewählt, fast könnte man sich den weiteren Text sparen...
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08 Februar 2010
Hallo Holla
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Natürlich ist meine Winter Ade – Kampagne nur ein Ausdruck meines momentanen Überdruss an tiefen Temperaturen (immerhin heute -7° C) und der Glätte und des Schnees! Mir ist schon klar, dass der Winter erst im März vorbei ist. Kalendermäßig am 20.03. Wir sind also noch mittendrin.
Da es in den letzten Jahren so wenig winterliches Ambiente gab (als ich im Rheinland wohnte, wussten die gar nicht was das ist), kann frau schon mal „vergessen“, dass es ganz normal ist, wenn es im Winter kalt ist und schneit!
Obwohl wir heute Häuser und Regenschirme und wetterfeste Kleidung haben, ist das Wetter nach wie vor ein wichtiges Element in unserem Leben. Ich glaube, es wird sogar mehr darüber geredet und geschrieben und gesendet, als vor Jahren. Für mich ist das Reden über das Wetter auch kein Verlegenheitsthema, sondern die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit unserem elementaren Dasein. Beobachtungen des Jahreslaufs, der Witterung und deren Auswirkung, sowie die Auswertung derselben gehörten doch schon immer zur Kompetenz des Menschen.
Eines der ersten Märchen, die mir erzählt wurden, war das von der Frau Holle, die ihre Betten schüttelt, so dass ich Schlitten fahren und Schneemann bauen konnte.
Frau Holle war auch nur eine regionale Wetterdämonin, habe ich allen Ernsten mal jemanden sagen hören.
Was heißt hier NUR?
Das Klima, das Wetter, war schon immer für den Menschen und seine Entwicklung essentiell. Da ist die Verehrung einer Wettergottheit nicht nur vorstellbar, sondern bedingt. Und Frau Holle war auch mehr als eine Götzenvorstellung – Sie war Die Gode – Die holde, die hohe Frau!
Sie hüllt Feld und Flur in eine weiße Decke und schützt die Natur, auch wenn jetzt alle anfangen auszurechnen, was uns dieser Winter kosten wird...
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