04 Juni 2008

Am Anfang war die Mutter

Am Anfang war die Mutter und am vorletzten Wochenende im Mai fand in Karlsruhe der Internationale Muttergipfel 2008 statt.
(Link siehe rechts)

Es war ein inspirierendes Ereignis, ein nachhaltiges Erlebnis und eine persönliche Bereicherung.

Mit Vorträgen und Beiträgen, die kompetent und lustig und ergreifend waren!
Mit anregenden Gesprächen von Frau zu Frau, mit Wiedertreffen und Kennenlernen!

Mit einem tollen Ambiente und einer hervorragenden Organisation.
Hinwärts weiße Hollerblüten an der Autobahnraststätte gepflückt als kleinen Reiseschutz, heimwärts auf einer Wiese mit der Freundin Kräuter bestimmt und ein paar grüne Blättchen der Göttin zu Ehren gekaut.

Es gab für mich auf diesem Kongress viele wunderbare Momente der Bestätigung und die Festigung meiner Gewissheit, dass das Matriarchale Sein die Antwort auf die Probleme dieser Welt ist.
Wir sollten es nur noch schaffen, dass die Großmutter, die Alte, die im Schwarzen Aspekt ihres Lebens stehende Frau, nicht wie eine gesellschaftliche Minderheit gehandelt wird. Sondern, dass wir uns das Einssein von Weiß und Rot und Schwarz ins Bewusstsein rücken. Großmutter ist immer noch Mutter, nur älter und trägt die JungFrauenZeit mit sich!
Und liebe Ulrike, Danke, dass Du mich überredet hast, daran teilzunehmen!

03 Mai 2008

Vor mehr als 20 000 Jahren

Von einer Fräundin habe ich den SPIEGEL Artikel: „Pummel aus dem Eis“ (14.04.08) erhalten.

Eine Betrachtung zum 100 jährigen Fund - Jubiläum der Großen Mutter von Willendorf. Für viele inzwischen eines der bedeutendsten Kunstwerken der Menschheit.

Der Artikel wurde von Matthias Schulz verfasst, der sich auf jedes historische Thema stürzt und es gern mit Ignoranz und männlicher Naivität einer gewissen Lächerlichkeit preisgibt. Dieser "Auftragsschreiberling" (Zitat aus einem Forum) hat eine große Fangemeinde, die ihn verachtet und hasst.
Für mich ist das wirklich nur ein Grund den Spiegel nicht mehr zu lesen. Leider ziehen sich zu viele diesen manipulativen und dabei noch unqualifizierten Schrott nur zu gerne rein. Aber Schulz hat eben auch eine unglaubliche Art mit Worten zu spielen, z.B. „Der Pummel“ und prompt geht es im Text mit "er" weiter! Ist das Dummheit, eingefleischtes patriarchalisches Denken oder Absicht?
An solchen Stellen könnte ich zur Verschwörungstheoretikerin werden.
Als Kind (in der damaligen DDR) habe ich übrigens schon mit der Willendorferin Bekanntschaft gemacht. Ich bekam zum Geburtstag von meiner Mutter ein Buch geschenkt in dem der Autor die Figurine als ein Mutterandenken in seine Geschichte integrierte. Und im Anhang gab es auch eine Bild von IHR.
Besagte Fräundin malt übrigens die Mutter – Statuetten, die in Çatal Höyük und auf der ganzen Welt gefunden werden und sie stellt ihre Bilder beim Muttergipfel aus.
Jedenfalls Glückwunsch an uns alle, dass SIE vor einhundert Jahren wieder zu uns zurück gekehrt ist.
Ursula Marthastochter

23 April 2008

Fraglos



Da sagte doch die gute Bekannte: 


"Ich stelle Fragen, auf die es keine Antwort gibt!"

Ich bin da anders, ich gebe Antworten auf Fragen, die keine gestellt hat.



 

Hochzeit


Am Samstag vermälte sich mein lieber Sohn mit seiner langjährige Fräundin, Liebsten und Lebensgefährtin.
 
Es war ein wunderbares Fest, mit allem was dazu gehört. Selbst Baby Isolde (jüngste Tochter meiner ältesten Tochter) hat bis spät in die Nacht mit gefeiert.

 
Drollig ist nur, dass meine liebe Schwiegertochter auf den gleichen Vornamen hört wie ich und sie jetzt auch den gleichen Familiennamen führt.

 
Aber sollten wir mal in derselben Stadt wohnen oder zum selben Zahnarzt gehen, kann ich, um Verwechslungen auszuschließen, immer noch versuchen meinen matriarchalen Namen „Ursula Marthastochter“ anzunehmen.


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10 April 2008

Als alle Menschen Schwestern waren

Gerade habe ich erfahren, dass Irene Fleiss in Wien gestorben ist.
Von ihr nahe stehenden Frauen begleitet, konnte am 04.04.2008 in "die Stadt der Frauen" gehen.

Sie hat uns viel gegeben, in ihrem Werk lebt sie weiter!

05 März 2008

Großmutter allein zu Haus

Angeregt durch die letzte Sendung von Anne Will habe ich unter „Papa allein zu Haus“ gegoogelt und siehe da es gibt einige Blogs unter dieser oder ähnlicher Bezeichnung.
Bei „Mama allein zu Haus“, ist unter diesem Titel und gleichem Verständnis kaum etwas zu finden. Dafür gleich als erstes: Mama klaut – Drei Kinder allein zu Haus! Es geht dabei um einen Film, bestimmt nahe am „wahren Leben“!
Bei „Mutti allein zu Haus“ landete der dritte Hinweis bereit bei der ersten Versager – Mutti.
Unter der Eingabe „Mutter allein zu Haus“ lag der Hinweis bereits auf Platz eins: "Mutter: Zweijähriger Robin war vor Tod drei Tage allein zu Hause"!
Der Ordnung halber habe ich noch Mami eingegeben und erzielte keinen diesbezüglichen Treffer!
Natürlich gibt es jede Menge Blogs von Müttern jedes Alters, die über ihre Erfahrungen im häuslichen Umfeld und über das Zusammenleben mit ihren Kindern berichten, in der Regel aus der Sicht des größten Selbstverständnisses. Ich habe auch noch keine Mutter erlebt, die sich im Zusammenleben mit ihren Kindern, als „allein zu Haus“ definieren würde.
Allein zu Haus in der Rolle des Kinderversorgers ist wohl nur für Männer sensationell. Interessant ist, dass die alltäglichen Erfahrungen, die für Frauen seit der Erfindung der Kleinfamilie zur bitteren Realität gehören, durch einen Mann an die Öffentlichkeit getragen, sich größerer Beachtung erfreuen.
Und Großmütter oder Omas allein zu Haus sind noch mal ein ganz anderes Kapitel und haben mit dem gängigen Familienalltag scheinbar gar nichts zu tun!

22 Februar 2008

Tun wir doch einmal so...

Der Ring der Mütter

Tun wir doch einmal einfach so, als wüssten alle bereits um die heilsamen, dienlichen und fördernden Auswirkungen der weiblichen Gegenwart und ihres Einfluss im gemeinschaftlichen Zusammenleben. Als wäre die tragende Kraft der Frauen sichtbar und fühlbar in das alltägliche Leben integriert, anerkannt und als natürliche Voraussetzung akzeptiert.

Tun wir doch einfach einmal so
, als
wäre es für Frauen selbstverständlich, dass sie sich von der Geburt bis zum Tod in ihrer Muttersippe als Verantwortungsträgerin in den Ablauf der Gemeinschaft einfügen und dass sie das auch so für ihre Kinder wünschen. Als würde bereits jede Frau ständig mit gleichgesinnten Frauen über die eigene Lebensgestaltung, die Ihrer Kinder, vielleicht auch die eines Partners korrespondieren. Als könnte jede Frau jederzeit die Wohnung verlassen, um den täglichen Verrichtungen nachzugehen, ohne weit reichende Vorkehrungen zu treffenzu müssen, ihre Kinder versorgt oder behütet zu wissen. Ebenso mit der Gewissheit lebend, sich immer auf eine helfende Hand zu verlassen.

Tun wir doch einfach mal so, als wüsste bereits eine jede Frau jenseits bzw. während der Pubertät welchen Platz sie in der Gemeinschaft einnehmen wird. Ein Platz der nicht statisch ist, sondern sie fließend in ihrem Leben durch alle Phasen führt, die ein Frauenleben beinhaltet. Das heißt, die verschiedenen Verantwortungsbereiche in den unterschiedlichen Lebensphasen nicht nur wahrzunehmen, wenn es an der Zeit ist, sondern auch eine angemessene Vorbereitung auf die selbigen zu genießen. Das Sich - Ausprobieren der Jugend wird dann für die Begabungen und Neigungen reserviert sein und nicht um Lebenszeit zu verplempern mit patriarchalen Lernprogrammen.

Tun wir doch einmal so
, als gäbe es überall bereit Ringähnliche Wohneinheiten, mit einem sehr großen grünen Innenhof, der Aufenthalts-, Spiel- und Lernfläche für die Kinder der Mütter- und Schwesterngemeinschaft. Der Gebäudering ist versetzt ausgestattet mit nach außen liegenden Geschäften und Werkstätten. Je nach Umfang der Anlage oder der Anzahl der BewohnerInnen liegen Gemeinschaftsräumen dazwischen für Treffen, kulturellen Austausch und gemeinsamen Unterrichtens für jedes Alter.

Das Lernen in jungen Jahren ist völlig aus den früheren Schulghettos in die überschaubare und geborgene Atmosphäre innerhalb der Wohneinheiten verlegt worden. Der Wissensstand der Heranwachsenden wird von Zeit zu Zeit erfasst und Empfehlungen für den weiteren Lernverlauf gegeben. Eine Studierkultur etabliert sich für jedes Kind, das dafür bereit ist. Wobei das Eingebundensein in den familiär-häuslichen Ablauf und das Erlernen der gegenseitigen Fürsorge die Grundlage des Heranwachsens ist. Die Kinderbetreuung wird, vorzugsweise verwandtschaftlich, innerhalb der Gemeinschaft geregelt und ermöglicht den Müttern oder Großmüttern auch außerhalb der Wohnanlage einer Tätigkeit nach zu gehen.
Ein Großmütterteam ist an den Arbeitstagen als Reparatur- und Instandhaltungscrew unterwegs.
Die Praxen der Heilerinnen oder Hebammen befinden sich in der Etage über den Wohnräumen.
An der großen Informationswand im Gemeinschaftszentrum finden wir eine Tauschbörse für Tätigkeiten und angebotene Leistungen, die Termine der Seminare und kreativen (kulturellen) Veranstaltungen größeren oder kleineren Umfangs und einen Raum des Schenkens.
Und tun wir mal so, als gäbe es noch soviel Technologie, wie für die Aufrechterhaltung des weiteren gesellschaftlichen Lebens nötig ist und so wenig, dass die Vernichtung des natürlichen Lebensraum gestoppt und rückgängig gemacht wurde.
Die integrierten Manufakturen und Leistungsstationen für die BewohnerInnen sind ebenso Lehrbetrieb für junge Interessenten, wie Produktionsstätten. Und zum Beispiel gehören die auf der Ost- und Südseite gelegenen Gärten und Plantagen zu dem jeweiligen Mütter–Ring und die individuelle oder gemeinschaftliche Tierhaltung rundet den Lebensraum der Habitate ab.

Tun wir doch einmal so, als lebten wir schon in der Mütter-Gemeinschaft der Zukunft!

04 September 2007

... ich bin wieder da ...


Der Alltag hat mich wieder!

Nach einem Umzug in den Norden und einer längeren Abstinenz von Telefon und Internet (ich bin in der Zeit aus zwei Foren rausgeflogen - sehr merkwürdig), lebe ich still, aber noch nicht vergnügt in einer kleinen Wohnung in der Provinz und verteile meine Großmuttergedanken und -gefühle jetzt auf neun Enkelkinder. Im Juni diesen Jahres ist noch ein entzückendes Mädchen dazu gekommen.

Über mein neues Leben XXS werde ich jetzt hoffentlich wieder regelmäßig berichten.
Ich hatte einiges nachzuholen, was das Lesen auf anderen Seiten betrifft. Das Beste bisher war der Satz bei Luisa Francia: "...vieles von dem was ich vor zwanzig jahren geschrieben habe, verstehe ich überhaupt erst heute..."

Das kann ich nur bestätigen, was auch meine eigenen Erkenntnisse betrifft.

Also auf in einen neuen Alltag ...


06 April 2007

aus einem mir unerklärlichen Grund...

... haben meine letzten Versuche, auf das Dashboard meines Alltags - Blog zu kommen, einfach zu keinem Erfolg geführt.
Heute ging es anstandslos, versteh eine die Technik?!
Und somit haben wir schon April und ich muss meinen Märzbeitrag überarbeiten, der schon vor vier Wochen erscheinen sollte und da mir der Osterhase einfach keine neue Inspiration gebracht hat, bringe ich ihn heute nachträglich und widme ihn meinen Zuhörerinnen vom letzen Sonntag.
Draußen scheint die Sonne und ich blicke mit eckigen Augen und trüben Blick in den Garten. Seit ein paar Tagen bin ich vom Computer nicht mehr weggekommen. Ich habe ein paar Arbeiten beendet und die Erleichterung wird langsam spürbar.
Seit mehren Monaten begleiten mich Hex und Holle und die Macht der Erinnerung.
Beim Schreiben an einem Vortrag zu den Themen Frau Holle und Hexen, bin ich einige Male in die Tiefen meiner Erinnerung getaucht und oft genug noch weiter.
Den historischen und mythologischen Aspekt der Göttin Holle erarbeite ich mir schon seit ein paar Jahren und ich sehe mich noch heute gebannt und fasziniert in Euskirchen im Stadtmuseum sitzen und dem Vortrag von G. Nositschka über Frau Holle lauschen (2003). Alles war mir bekannt und doch völlig neu. Das war für mich der Impuls noch etwas mehr in die Tiefe zugehen.
Den spirituellen Zugang brauchte ich nicht zu suchen - SIE - war mir vertraut, seit meiner Kindheit. Damals kannte ich sie nicht (bewusst) als Göttin, aber als Abbildung im Märchenbuch, als Trickfilmfigur und Eigendarstellung mit den kleinen Freundinnen auf der großen Wiese hinter dem Haus.
Wen störte es, dass unser Apfelbaum eigentlich ein Kirschbaum war und die Sache mit dem Spinnen nicht so richtig funktionierte, aber eine Bindfaden tat es auch. Der Backofen, Marke Eigenbau, wurde von uns aus ein paar Wackersteinen aufgeschichtet, in dem die Rindenstückchenbrote buken und die Kissen zum Schütteln kamen aus dem Puppenwagen. Ich erinnere mich noch an den Tag, als es bei unserem Spiel vom Baum weiße Blüten schneite. Unser Brunnen am Wiesenrand, ein Formstück aus Beton, war groß genug um hinein zuspringen. Irgendwann wuchs in ihm eines Tages ein kleiner Busch, ich glaube es war ein Holunder.
Kinderseligkeit, in einer Zeit, da in den Thüringer Dorfalltag der Sozialismus integriert wurde und meine katholische Erziehung eigentlich eine Göttin undenkbar machte. Es war alles so einfach, ich kroch durch die Weißdornhecke und befand mich im Märchenland, so mancher Tropfen Blut blieb als Wegzoll zurück. Natürlich hätte es noch den bequemen Weg gegeben, durch das Gartentor, an den Gemüsebeeten und Beerensträuchern vorbei. Doch wer wollte das schon?
Damals wusste ich von Holles Allgegenwärtigkeit in der Zeit noch nichts, obwohl auch ich zu denen gehörte, die IHR Andenken bewahrt haben.
Und so habe ich neulich die wenigen Fotos aus meiner Kinderzeit herausgekramt und die Bilder aus der Blackbox der Vergangenheit abgerufen - Das behagliche Zusammenhocken mit den Freundinnen an der Hecke und was wir da wohl alles ausgeheckt haben? Kleine Katzen drangsalieren, die nicht in der Puppenwiege liegen bleiben wollten, oder wie wir am besten in den Dachstuhl der Scheune klettern konnten? Wir waren Prinz und Prinzessin oder Hänsel und Gretel, ohne Hexe! Wir wurden zum Gänse Hüten eingeteilt und saßen bei Regen in Ursels Küche und sahen ihrer Oma beim Spinnen zu. Die hatte noch ein richtiges Spinnrad, verspann Schafswolle und erzählte dabei. Fast wie im Märchen.
Meine süßen Enkelkinder können sich aber auch schöne Spiele ausdenken. Wenn draußen ekliges Wetter ist, ziehen sie ihre Bikinis an, drehen die Heizung bis zum Anschlag auf, legen das Kinderzimmer mit Kissen und Decken aus, die rosafarbenen für den Strand, die Hellblauen für das Meer, blasen die Schwimmtiere auf und die Kuschelpuppen bekommen Sonnenbrillen auf nicht vorhandenen Nasen. Das Ganze nennt sich: Urlaub in Spanien. Ach ja und der längliche Deckel von der Spielzeugtruhe ist das Surfbrett!
Einen schönen Frühling wünscht Stepahnie

05 Februar 2007

Schon wieder Februar

Hallo ich bin wieder da.
Ich habe meine Taschen ausgepackt, die Pflanzen entsorgt, die meine lange Abwesenheit nicht überstanden haben, meinen Schreibtisch wieder eingenommen und den Computer angeworfen.
Dann erst einmal alle Blog – Seiten gelesen, die ich schon vermisst habe, im Forum vorbei geschaut und siehe da, da stolpere ich doch über einen Link der mich gleich wieder auf den Boden der Tatsachen holt. www.sevillana.de/weisheiten/planet.htm#7tage und auf dieser Seite bin ich auf die erbauliche Endzeitvision von Jörg Zink gestoßen. Klar, dass mich das gleich zu einer Gegendarstellung reizte, viel Spaß dabei

Zukunftsvision
Zufällig entstand im unendlichen Universum ein niedlicher blauer Planet, auf dem es nach kurzer Zeit, gerade mal ein paar Millionen Umdrehungen um seine Sonne, vor Leben wimmelte. Und husch husch nach dem Kommen und Gehen von verschiedenen Arten, erhob sich eine Gruppe der Säugetiere auf zwei Beine. Plötzlich hatten sie ständig zwei freie Hände und begannen damit ihr Leben zu verbessern und immer wieder auch den Planeten zu verändern. Erst ganz harmlos, sie rodeten Waldstücke, zähmten Herdentiere, bauten die ersten Siedlungen und Hügel um darin ihre wichtigen Toten zu bestatten. Die Jagd wurde immer unwichtiger für die Versorgung, da auch Raubzüge für einige männlichen Gruppen ein einträglicher Zeitvertreib war.
Während die Mütter weiter für die Sippe sorgten, hatten immer mehr Männer immer mehr Zeit, um sich unterhaltsame Spiele auszudenken, wie Krieg führen, Pyramiden bauen oder neue Religionen erfinden. Und als einer ihrer Götter gar meinte, der Mensch solle sich den Planeten untertan machen, waren die Männer nicht mehr zu halten. Sie breiteten sich aus, teilten die Welt unter sich auf und perfektionierten ihre Spiele. Sie trieben es so bunt, dass der niedliche kleine blaue Planet mit samt seiner Artenvielfalt und ihrer eigenen Spezies ernsthaft in Gefahr geriet.
Jedoch eines Tages wurden endlich die Mütter auf das Treiben ihrer Söhne aufmerksam und stellten fest, dass es höchste Zeit sei, ihre Nachsicht, Ängstlichkeit und Mutlosigkeit abzulegen und die Gestaltung des Lebens wieder in die Hand zu nehmen. Sie begannen ihren Söhnen und deren Vätern Einhalt zu gebieten. Und so blieb der kleine blaue Planet fast unversehrt, bis auch diese Spezies ausgestorben war.
„Uff“, meinten ein paar Engel, die die ganze Entwicklung von Zeit zu Zeit beobachteten, „gerade noch mal gut gegangen!“

Na dann weiterhin ein schönes 2007!
Stephanie

05 Dezember 2006

Traumbescherung

Ich habe mir was ausgedacht,
dass mir aber keiner lacht!
Dieses Jahr zur Weihnachtszeit,
da beschenk ich weit und breit
alle Leut - ihr glaubt es kaum!
Jeder kriegt von mir ’nen Traum…
… Schulen nur zum Lachenlernen,
Flugzeugtaxis zu den Sternen,
Sofas, um drauf rum zuspringen,
Lieder, die sich selber singen,
Pulver zum Unsichtbarmachen,
ein paar kleine zahme Drachen,
Katzen, die auf Rollschuh rennen,
Morgenstunden zum Verpennen,
Wände, um sie anzumalen,
Nüssen ohne harte Schalen,
einen Löwen zum Liebkosen,
und statt Ärger rote Rosen.
Hier ist die Bescherung aus.
Sucht für euch das Beste raus! 


Dieses reizende Gedicht ist von: Gina Ruck – Pauquèt, und im Original doppelt so lang. Also ich würde die kleinen Drachen nehmen!
Ich bin eine Weile nicht da und möchte allen einen schönen Advent und eine weihevolle Zeit wünschen. Merkt euch eure Träume in den zwölf Raunächten und schaut doch mal nach draußen, ob Frau Holle mit ihren Holden und Heimchen vorbei zieht.
Ach ja und nicht spinnen, putzen oder waschen und vergesst nicht die Wäsche von der Leine zu nehmen!
Liebe Grüße Stephanie


02 Dezember 2006

Die Weisheit besteht nicht darin, viel zu wissen.
Nein, du musst das wenige, was du weißt, verstehen.
(Marie Metrailler)

30 November 2006

In der Weihnachtsbäckerei

Gestern zu nachtschlafender Zeit rief mich mein Sohn an mit der dringenden Bitte nach dem Familienpfefferkuchenrezept. Es wurde noch ein ausführlicher Schwatz über Gebäck, Berufsaussichten und Computerprogrammierung. Wobei ich mehr zu Ersterem beisteuern konnte. Zum Glück hatte keiner das Rezept verschleppt!
Die Altniederunger Pfefferkuchen habe ich schon als Kind mit meiner Mutter gebacken.
Am schönsten waren die Sterne mit glänzendem Schokoguss und bunten kleinen Kügelchen bestreut. Der Teig wurde noch vor dem ersten Advent zubereitet und dann in einem Tontopf kühl gestellt. Also im Keller, nicht im Kühlschrank, denn den gab es nicht, als ich klein war. Vor Weihnachten wurde der, wunderbar durchgezogene aber sehr festen Teig wieder mühsam geschmeidig geknetet, dann Plätzchen ausstechen oder die Teile fürs Hexenhaus ausschneiden. Der Duft ließ keine Zweifel offen, Weihnacht steht vor der Tür. Der zweite große Akt, war die Dekoration der Pfefferkuchen.
Meine Älteste hat immer die ganz große Plätzchenkunst betrieben, ein paar haben wir für das Familienmuseum aufgehoben. Diese Pfefferkuchen haben die faszinierende Eigenschaft unendlich haltbar zu sein, wenn sie keiner isst!
Ich hänge mal das Rezept an, noch ist genügend Zeit der Witterung zum Trotz, auf Vorweihnachtliche Stimmung und Besinnung zu bestehen oder im Kindheitsnostalgieland zu spazieren.
Altniederunger Pfefferkuchen
500g Zucker, 250g Honig, 250g Sirup - alles zusammen erwärmen (nicht kochen!)
10g Pottasche + 10g Hirschhornsalz in Rosenwasser, ersatzweise Rum oder einfach warmes Wasser auflösen.
alles mit 1250 g Mehl, 2 Eier, 125g Butter, 1Päckchen Staetsz - Pfefferkuchengewürz vermengen (oder normales, dann Mengenverhältnis beachten oder selbst gemörsertes: Nelken Sternanis, Ingwer, Kardamom, Zimt, Muskatnuss, Zitronenschale, Pomeranzenschale, dauert etwa einen halben Tag und bitte beachten im Pfefferkuchen ist kein Pfeffer! ;-) falls der Teig etwas dunkler sein soll, Kakao zusetzen zu 500g Mehl einen El Kakao)
Teig ruhen lassen, vor dem Backen geschmeidig kneten, nicht zu dünn ausrollen, bei 180 bis 200° C ausbacken
nach dem Auskühlen zum weich werden in Blechdose oder anderes dichtes Gefäß legen und viel Spaß bei der Zuckerguss - Streusel - Verzierungsorgie!

Adventliche Grüße Stephanie

21 November 2006

Ein AbendTraum

Die weise Alte sitzt zwischen meinen drei Türen auf dem einzigen freien Platz in meiner kleinen Wohnung. Nichts kann dort eigentlich lange verweilen.
Diese Stelle ist ein Durchgang, vielleicht sogar ein Übergang, ein heiliger Ort!
Es ist der Fleck, der für mich drei Möglichkeiten bereithält
- meine Räume zu betreten, in denen ich allein sein kann,
- in das Treppenhaus zu gehen, um die Mitbewohner des Hauses zu erreichen,
- das Haus zu verlassen und ins Draußen einzutauchen.
Die weise Alte sitzt und spinnt aus Maisbärten, Bast und den Spinngeweben aus meinen Zimmerecken einen dicken Faden. Alle Helligkeit verliert sich unter ihren unermüdlichen Händen. Schwarz windet sich der Faden durch den Raum, stark genug, um daran in die Nacht zu klettern.
Aber, das geht nur, wenn es völlig dunkel ist!
Jedoch es ist nie natürlich dunkel.
Immer brennt eine Straßenlaterne, ist ein Fenster erleuchtet oder fährt ein Auto vorbei.
Wieweit müsste ich laufen um den schwarzen Faden nach oben werfen zu können, damit er sich in der Nacht verfängt und zum Aufstieg fest genug verankert ist?
Liefe ich jetzt los, ich würde bis zum Morgengrauen nicht genügend Dunkelheit finden.
Die weise Alte sitzt und spinnt, dreht und drillt und der Faden windet sich durch einen Fensterspalt hinaus. Sie sitzt und spinnt bis zum Tagesbeginn!
Ich werde heute wieder nicht die Nacht erreichen, die jeden Abend erneut auf mich wartet…

13 November 2006

Jahresneige

Herbstwind fegt durch unsere Straßen
Raschellaub in Gold und Braun
Kecke kleine Nebelkinder
Kannst du hinter Büschen schaun
Schokoladene Kastanien
Stoßen gegen meine Schuh
In dem sanften blauem Dämmern
Geht der Sommer leis zur Ruh
Herbst - was lieb ich deine Farben
diesen bunten Abschiedsstrauß
Sonnenschein mit leichter Wehmut
Tobend wildes Sturmgebraus
Und ein leichtes Geisterseufzen
Hexenflüstern, Feensang
In mondhellen Zaubernächten
Feiern wir den Jahresdank
Trag nach Haus den roten Apfel
Und die Hagebuttenfrucht
Zünde an die ersten Kerzen
Schmücke mich mit Herbstlaubduft


Eigentlich wollte ich mein wieder gefundenes Gedicht noch vor Samhain in den Blog setzen, aber das Wetter bringt mich ganz durcheinander. Der Garten sieht noch nicht wie November aus und ich hab heute noch eine extra schöne Rose geschnitten...

09 November 2006

Gedankenbäckerei


„Ich mag Croissant nur wenn sie laut sind“, mit dieser Aussage überraschte ich gestern die nette Bäckerin und wir hatten noch ein angeregtes Gespräch über Frühstücksgebäck im Allgemeinen und im Besonderen. Dann zog ich ganz zufrieden mit meinem Kürbiskernbrötchen von dannen.
Dabei fiel mir ein (belauschtes) Gespräch in einer Kassenwarteschlange ein.
Ein (sehr) junges Paar vor mir:
Sie: Kürbiskernbrot
Er: Was?
Sie: Kürbiskernbrot, könnten wir auch mal machen. Voriges Jahr als ich deine Mutter kennen gelernt habe, gab es bei ihr Kürbiskernbrot, das war superlecker!
Er: Hol dir doch das Rezept!
Sie: Ja mach ich, jetzt gibt es nämlich wieder überall die Kürbisse….
Ich stellte mir vor, wie die Junge Frau mehrere Kürbisse zerlegt, um an die Kerne kommen, um anschließend ein Brot zu backen. Sie wirkte jedenfalls sehr entschlossen.

07 November 2006

Kommunikation I


Am Anfang war das Wort - das Wort zwischen Mutter und Kind!


Wieviel Kommunikation braucht der Mensch, die Frau im Kommunikationszeitalter?
Mit der Freundin habe ich mich über die weibliche Art zu kommunizieren unterhalten, über die Menge an Kommunikationseinheiten, die frau zur Verfügung steht und die auch angewandt werden wollen. Täglich!
Ich denke, es fehlt uns oft genug der tatsächliche tägliche Austausch. Nicht umsonst wird das Medium Internet begeistert von Frauen genutzt.
Es ist nicht immer leicht, unsere mehrtausend Kommunikationseinheiten real im Alltag unter zu bekommen (die neben dem gesprochenen Wort auch Gestik und Mimik beinhalten)?
Bei manchen Berufstätigkeiten kommt Frau schon auf ihre Kosten. Aber frau allein zu Haus kann auch schon mal austrocknen, die stürzt sich eben am Abend auf den heimkehrenden Ehemann, der dann eher maulfaul vor dem Fernseher hockt, denn seine 2000 Einheiten hat er meistens schon vertan.
Ob eine Frauengruppe einmal im Monat da wohl Abhilfe schafft?
Ich denke jetzt, da ich in seliger Stille an der Tastatur sitze, darüber nach, wie sehr mir/uns wohl das gesprochen und das ausgesprochene Wort fehlt. Wollen Frauen einfach nur Gedanken loswerden und Verbindlichkeit schaffen und wie wichtig ist uns das Feedback? Der weibliche Austausch hat Kultur geschaffen, nicht alle Erfindungen und Schöpfungen entstehen durch dumpfes männliches Brüten, wie uns immer wieder weisgemacht wurde und wird. Lebbare gesellschaftliche Regeln sind bestimmt weibliche Erfindungen.
Und wie war das mit den langen Winterabenden, wo die Frauen sich in den Spinnstuben trafen, beim Federn schleißen oder Erbsen und Bohnen pulen zusammen saßen. Und im Sommer gemeinsam aufs Feld gingen?
Irgendwann und das ist bestimmt schon sehr lange her, hat sich das unterschiedliche Kommunikationsbedürfnis der Geschlechter ja heraus gebildet und das ist nicht durch ‚das Weib schweige in der Gemeinde’ wieder verschwunden..
Als Mädchen habe ich noch einen kleinen Abglanz dörflicher Frauen - Kommunikationspower erlebt. Wie oft war ich beim Kartoffeln lesen, Rüben verziehen oder Kirschen pflücken dabei und mir klingen heute noch die Ohren, von all den Neuigkeiten und „Geheimnissen“ die da durch genommen wurden. Und so manche philosophische Grundlage habe ich von den handfesten Bauersfrauen mitgenommen.
Immer noch werden über die geschwätzigen Weiber Witze gemacht und oft genug wurden sie ungehalten zum Schweigen gemahnt. Dabei stoßen Männer einfach nur an ihre Grenzen.
Was ist der Kern meiner Aussage: wir habe den selbstverständlichen, den täglichen Kontakt mit einer Frauengemeinschaft quasi verloren. Mag hier und da die eine oder andere froh darüber sein, nicht ihr Leben mit Mutter, Schwester, Tante zu teilen zu müssen oder es gut finden in trauter Zweisamkeit mit dem in die Jahre gekommenen Gatten den Lebensabend zu verbringen. Die Gefährtinnen fehlen uns, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Es ist ein Verlust für die Frau dieser Tage, keine uns nahestehende Frauen um uns zu haben. Jede kämpft allein, jede hat es allein zu schaffen, jede will es auch allein schaffen. Und mit allein meine ich nicht die Abwesenheit eines Mannes, sondern die der weibliche Unterstützung, das Tragen von Mutter und Säugling in der Gemeinschaft, die Begleitung bei Übergängen und Initiationen...

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29 Oktober 2006

Alleinzusein...

So, ich bin allein im Haus.
Tochter mit Schatz (Lebensgefährten) im Engagement in Hamburg, Zwillinge bei Tante Suse in Lüneburg (gleich neben Hamburg) und Oma blieb allein zurück und hütet gewissermaßen das Haus.
Erst mal durchatmen.
Das Waschen, Sortieren und Packen für fast ein halbes Jahr (die gesamte Winterzeit) mit Schulsachen, Ballettschuhen und Spielzeug für achtjährige Zwillinge, die voll im Leben stehen, will erst mal von Oma bewältigt sein. Fast ein kleiner Umzug. (Außerdem hasse ich packen. Ich reise auch nur, wenn ich muss.) Die Mama hatte schon seit dem 19. Okt. Proben in Hamburg und die lieben Kinder mit samt ihrem Gepäck wurden vom Opa ein paar Tage später hinterher gekarrt. Meinem Miniauto war die Last leider nicht zuzutrauen.
Erst gönnte ich mir eine ganz kleine Auszeit, ein Kurzurlaub sozusagen, bei dem Wetter ideal. Ein bisschen raus gehen und mal wieder um den See laufen, endlich ‚Sakrileg’ lesen, ein paar nette Menschen anrufen, die sonst zu kurz kommen und einmal am Tag Kochen und Essen zelebrieren. Nicht schlecht, so vom Schreibtisch aus den beginnenden Herbst zu beobachten oder im Garten Nüsse zu sammeln.
Der ‚Da Vinci Code oder Sakrileg' ist bestimmt für die meisten inzwischen ein alter Hut, aber ich lese nun mal lieber Sachbücher und kluge Gedanken von klugen Frauen, da muss so in Roman einfach auf seine günstige Gelegenheit warten, um sich dazwischen zu quetschen. Also ich fand ihn nicht so doll. Erstens kannte ich die Story von endlosen Debatten und Filmbesprechung vorher schon und mit etwas weiblich/esoterisch/historischem Standardwissen waren selbst die Passwörter des so genannten Schlusssteins ein Heimspiel. Der Harvardprofessor hat sich da etwas männlich (beinahe hätte ich dämlich geschrieben) angestellt. Na gut, es ist ein Roman und es kommen einige interessante Hintergrundinformationen unter die Leute und schon dafür hat Dan Brown ein Lob verdient.
Ich werde nun mein Alleinsein als eine spannende Zeit ansehen und überlegen, ob ich mal was ändern sollte, vielleicht vergessene Gewohnheiten reaktivieren oder Dinge tun, die ich bisher nur aufgeschoben habe und damit meine ich nicht nur den Keller aufräumen. Das Alleinsein genießen und erforschen, mit Tätigkeiten ausfüllen die bisher zu kurz kamen und zu denen frau wirklich Muße braucht.
Aber fehlen wird mir meine temperamentvolle Familie doch.
Da fällt mir wieder der Goldschnitt verzierter Gedichtsband ein, mit den elegischen Versen und den romantischen Stichen aus der guten alten Zeit im Ludwig Richter Stil, wie hieß es doch dort:
Allein zu sein!
Wie oft in stillen Stunden
hab ich’s erfleht
von des Geschickes Gunst … 

Und es würde nicht aus älterer Zeit stammen, wenn nicht noch das moralische Ponyfüßchen käme, nämlich dass Alleinsein nicht nur, nicht erstrebenswert, sondern auch die gewünschte Einsamkeit mit Sehnsuchtsschmerz, wenn nicht gar mit Gewissensbissen verbrämt ist. Wahrscheinlich habe ich das Buch auch nicht mehr, sicher ist es in seine Zeit zurückgekehrt.

So geht das, mitten im Getriebe sehnen wir uns nach Ruhe, Abstand, Kontemplation. Ich möchte dann immer in Klausur gehen, eine Hütte im Wald beziehen oder einfach nur mal einen Gedanken zu Ende denken können. Alles gut und schön, aber allein sein ist doch eine recht zweifelhafte Lebensform für ein Menschenwesen. Natürlich gab es immer einsame Waldfrauen, Einsiedler, Eremiten, jedoch in froher Gemeinschaft lebt Mensch einfach am besten.
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11 Oktober 2006

Wünsch Dir was...




... an dieser Stelle gab es einen Betrag, der jetzt auf

Kurz und Prosa zu finden ist...

26 September 2006

Aufräumen

Ich habe heute mehrere Ablagen durch gesehen, sortiert, abgeheftet, mich gewundert, was so alles zusammenkommt und meinen Papierkorb gefüllt. Viele bunte Flyer flogen so davon, seit langem gesammelt, von einigen Stationen meines Lebens, von verschiedenen Wohnorten. Gehortet unter dem Motto: ‚könnte frau noch brauchen’, ‚wenn ich mal Zeit habe!’ oder einfach nur als Erinnerung konserviert.
Wir kennen sie alle, die Offerten, die vielen Heilsversprechen, aber auch die wirklich wichtigen Angebote von Weisheit und Wissen so von Frau zu Frau.
Und da sind die Preislisten und die unglaublich künstlerisch gestalteten Vorderseiten, die Seminartermine und Vollmondzusammenkünfte mit dem implizierten Hinweis, dass wir das doch alle nötig haben. Haben wir auch, aber haben wir das als Konsumentinnen nötig?
Ich denke an die Frauengruppen und Stammtische, an Treffen zu Jahreskreisfesten oder Meditationen. Da ist das Faltblatt von einem Beginenhof, das ich wehmütig weglege, er soll pleite sein.
Und hier die Textseite aus einem Mary-Daly-Buch, hergestellt als Flugblatt für das christliche Jugendtreffen in Köln, mit unserem Motto: „Die Göttin lebt“ versehen.
Und weg mit Gruppenarbeit und Einzeltherapie, mit Ritualtänzen und schamanischen Trommeln, mit Seelenbilder malen und Vorträge über Radiästhesie, spirituelle Workshops, biodynamische Massagen, Orakeln, Pendeln und Tiefenentspannung.
Ein Flyer von einer Edelsteinmesse von vor drei Jahren und da eine alte Einladung zur Kräuterwanderung. Mit der Kräuterfrau bin ich inzwischen gut befreundet, leider ist sie inzwischen weit weg gezogen und meine Kräuter erwandere ich mir jetzt selbst.
Außerdem hat sie heute Geburtstag: Herzlichen Glückwunsch!
Und was ist das für ein Zettel? Ah, ein Hinweis wie frau ihr Auto ummeldet, den hebe ich auf, der nächste Umzug kommt bestimmt.