27 Juli 2012

Fahr vorsichtig


Urlaubszeit – Reisezeit – Ferienspaß – und doch - manchmal möchte ich am liebsten gar nicht wissen, wo und wie sie alle, die mir nahestehen, gerade unterwegs sind...


Fahr vorsichtig oder pass auf dich auf

 

Wir kennen alle solche Sätze, aus unserer Jugendzeit und von uns selbst, wenn wir sie anderen mit auf den Weg geben. Sie sind Synonyme für: Ich wollt, du würdest bleiben! Ich hab dich lieb und möchte eigentlich nicht, dass du gehst! Ich möchte dich nicht, nichtmal für kurze Zeit verlieren! Ich weiß, dass du dich mit jeder Fahrt auch in eine tödliche Gefahr begeben kannst - doch ich sprech es nicht aus, niemand spricht es aus.
 

Wenn wir die Aktivitäten unseres, heute so wenig verbindlichen Alltags so wahrnehmen und benennen würden wie sie sich in unserem Inneren darstellen und von uns gefühlt werden, wenn wir stets den Trennungsschmerz zulassen würden, der zu diesen Urerfahrungen passt, könnte vielleicht keiner mehr sein modernes Leben leben. Verlust ist unser täglich Brot. Verdrängung ebenso. Der Irrwitz des ständigen Ausblendens, dass wir von den wenigen Menschen, die uns nahe stehen, tagtäglich mehrmals trennen müssen, passt nicht zu unserer menschlichen Gruppenurerfahrung. Kinder traben in die Schule, fahren Bus und Rad. Erwachse müssen ihre Ausbildungs- und Arbeitsstätten aufsuchen. Die sind eher selten zu Fuß zu erreichen. Es wird Tag für Tag mit dem Auto und der Bahn gefahren und obwohl in der Regel am Abend alle wieder heil zu Hause sind, bleibt die gegenseitige, gut eingefrorene tägliche Sorge. Ein ungeheurer energetischer Aufwand und diese Energie fehlt uns an anderer Stelle.
 

Wir leben fast nie mehr in natürlichen Verhältnissen mit vielen Angehörigen, mit denen wir überschaubar unsere Tage verbringen, gemeinsam arbeiten und unsere Gefühlswelt teilen. Statt dessen wird von jedem Erwachsenen erwartet, dass er sich autonom verhält und (immer wieder neue) Lebensgefährten sucht. Wir zähmen die Menschen, mit denen wir zusammenleben wollen, wie der kleine Prinz den Fuchs. Wir arbeiten daran, sie uns vertraut zu machen und werden dabei immer von dem unterschwelligen Bewusstsein begleitet, sie ohnehin wieder zu verlieren.
 

Unter diesem Gesichtspunkt könnten wir auch annehmen, dass die zweifelhafte Heiratsformel „...bis dass der Tod euch scheidet“, nicht so sehr als Fessel gedacht war, sondern eher als eine Art Garantieversprechen in puncto verlässliche Zugehörigkeit, besonders für die junge Braut. Als (kläglichen) Ersatz für die nicht mehr stattfindende (mütterliche) Sippenzugehörigkeit.
 

Fahr vorsichtig! Pass auf dich auf! Ziehst du dich warm genug an? Isst du ordentlich? - Sprüche, die jeden älteren Teenager und manchen Partner auf die Palme bringen. Und die doch von Seiten der Eltern bzw. der Zurückbleibenden, zwei wichtige Funktionen des Zusammenlebens zum Ausdruck bringen: zum einen, unter dem Eindruck der Trennung, (verschlüsselt) auf die Innigkeit der Verbindung hinzuweisen und zum anderen und hier gerade den jungen Menschen beim Verlassen der geschlossenen Gruppe vor den „Gefahren der Wildnis“ zu warnen. Schließlich ist unser modernes Leben auch gefährlich, gerade auf der Autobahn. Grund genug sich zu sorgen. Daher sind diese Sprüche einfach nur ein natürlicher Reflex und in ihrer Umschreibung an die heutige Art angepasst unsere Gefühlslagen zum Ausdruck zubringen. Also werten wir die Sprüche, als das was sie sind: wichtige, wertvolle Bänder zwischen uns und unseren uns Angehörenden.

Also allen eine schöne Urlaubszeit und fahrt vorsichtig!
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23 Juli 2012

Frau und Arbeit

Schluss mit niedlich! Lange genug dümpelte mein Blog mit kleinen Nettigkeiten und anderen Kurznachrichten durch das Jahr. Dieses ist zur Hälfte um und da sich der Sommer jetzt scheinbar aufrafft, versuche ich das jetzt auch! Hier ein Essay, angeregt durch eine Facebookdiskussion:

Frau und Arbeit

Überall da, wo heute Frauen in Männervereinigungen zugelassen werden und in diesen sogar eine gewisse Karriere machen können, müssen sie sich auch den nach wie vor herrschenden (Hierarchie)Regeln beugen. Die Möglichkeit einen Fuß in die Tür zu bekommen wurde sich von Frauen immer wieder hart erkämpft und es dauerte bis ins 20. Jahrhundert bevor manche dieser Tür ganz aufgestoßen wurde.
 
Ich erinnere mich noch lebhaft an eine Geschichte über Florence Nightingale, die ich in meiner Jugend las und daran wie sehr mich das Gelesene tagelang beschäftigte. Das heldenhafte Verhalten der Krankenschwester und ihr aufopfernder Kampf in Schlachten verwundete Männer angemessen medizinisch zu betreuen, nötigte mir trotzdem wenig Respekt ab. Ich wandte mich einmal mehr angewidert von der selbstverständlichen Praxis ab, die Frauen als Hilfskräfte in den (blutigen) Männerspielen missbraucht und deren selbstlosen Einsatz entweder zu bejubeln oder kleinreden. 

Das mich umgebenden Selbstverständnis, dass Frauen ihre Kraft immer wieder (freiwillig) auf den kleinen und großen Schlachtfeldern der männlichen Anmaßung hingebungsvoll einsetzen, scheint sich nicht zu ändern. Und sie sind immer noch bereit, diese ihre Rolle zu perfektionieren. Das es so ist hat verschiedene Gründe. Einer mag auch sein, dass frau immer wieder versucht ist, mit ihrer ungewürdigten Arbeit Humanität in alle Arten von männlichen Aktionen zu bringen. 

Manches konnte sich frau vor zweihundert oder nur einhundert Jahren kaum vorstellen, aber in unserer derzeitigen Kultur kann die Frau in der nach wie vor etablierten Männerwelt eigentlich alles werden. Von der Staatschefin über die Konzernmanagerin oder Krankenhausärztin und Professorin bis hin zur Soldatin. Dazu gibt sie allerdings am besten für bestimmte Zeit Teile ihre Persönlichkeit inklusive der weibliche Grundausstattung an der Garderobe ab. (wahrscheinlich verändern sich durch die allgemeine Unterwerfung in einem Hierarchiesystem sowieso eine jede Persönlichkeit - bereits unter dem Eindruck der intensiven Gehirnwäsche seit jüngster Kindheit innerhalb des kollektiven Stockholmsyndrom)
 
Die berufstätige Frau wird als Erwerbstätige zu einem Bauteil, einem Rädchen im Getriebe, in den hierarchisch geführten Betrieben, welche die Arbeitswelt unserer Gesellschaft ausmachen. Und das kann heutzutage eben alles sein – Gesundheitswesen, Schulen, Universitäten, Behörden, Dienstleistungsgewerbe, wie Post, Bahn oder Fluglinien, Medien- und Wirtschaftsunternehmen sowie Kirche, Polizei und Militär – überall da wo sichtbar Uniform getragen wird oder diese äußerlich nicht sichtbar in einer bestimmten Konformität oder Art der Zugehörigkeit zum Ausdruck kommt.  

Die moderne und hervorragend durch das patriarchale System konditionierte Frau, ist so an den maskulinen Takt unserer Gesellschaft gewöhnt, dass sie gar nicht auf die Idee kommt, dass ihre Unterwerfung unter dieses System eine unweibliche Monstrosität ist. Das geht soweit, dass aus der Erkenntnis heraus, dass sich etwas ändern muss, die Frau einen Paradigmenwechsel mit den ungeeigneten Mitteln patriarchöser Strategien herbeizuführen versucht. Dazu gehört beispielsweise das feministische Bemühen mit der Männerwelt gleichzuziehen oder die naive Vorstellung, dass ein männlich inszenierter Gott weibliche Priesterinnen braucht.
 
Nun geschieht jede Art von Unterwerfung ja nie wirklich freiwillig. Auch dann oder erst recht nicht, wenn frau unter dem Eindruck ihrer derzeitigen Pseudo-Freiheit glaubt, sich willentlich und gern für irgendeine zur Zeit angesagte Fremdbestimmung entschieden zu haben. Die Kombination aus dem natürlichen Drang des Überleben müssen in einer Gesellschaft, die ihre Töchter so früh wie möglich separiert und den begleitenden Ideologien, setzt Frauen auf infame Weise matt. Die indoktrinierte Hörigkeit gegenüber männlichen Vorgaben, die meist raffiniert verdeckt, selbst im heutigen mütterlichen Wort daherkommen, schirmt die Frau von ihrem eigenen weiblichen Selbst ab und lässt sie immer mehr die lebenserhaltende, konsanguine* Gemeinschaft ablehnen .
 
Das weibliche Sein bricht sich jedoch mehr oder weniger trotzdem Bahn. Immer da, wo Frauen sich den Ausdruck ihrer persönlichen Kreativität nicht nehmen lassen und diese einfach leben. Wo Frauen die Verwegenheit haben selbstständig oder freiberuflich zu agieren, auch um für ihre Kinder eine naturgemäße Lebensgrundlage zu schaffen. Und auch da wo Frauen schon mal bewusst vielversprechenden Berufsaussichten den Rücken kehren, um am Gedeihen ihrer Kinder direkten Anteil zu nehmen, wohl wissend, dass ein erfolgreiches Anknüpfen in der Regel nicht mehr möglich ist. 

Ich würde sagen, Frau kann nicht wirklich ihr genetisches Programm ignorieren, auch wenn der derzeitige Mainstream immer noch bemüht ist aus Frauen Ersatzmänner zu machen. Selbst wenn sich für jede Arbeit, die ein Mann verrichtet, bestimmt eine Frau finden würde, die das ebenfalls tun könnte, bleibt eben doch das Warum (sollte sie) und das Wie (kann sie es weiblich umsetzen) offen. Der Mann hat unter anderem die Welt in Arbeitszeit und Freizeit unterteilt. Auf der einen Seite seine Projekte oder die Mission (Dienst am Herrschaftssystem) und auf der anderen Seite sein Privatleben mit Weib und Kind und diese beiden Daseinskomponenten sollten sich möglichst wenig berühren.
 
Das ist aber kein weibliches Sein. Die Frau (hier als Synonym für die Urmütter) war einst die Erfinderin der alltäglichen Arbeit, in die ihr ganzes schöpferisches Potential floss und eigentlich ist es immer noch so. Frauen machten naturgemäß keinen Unterschied zwischen Arbeit und Privat und sie übten einst jede Tätigkeit in natürlicher Kooperation in ihrer zugehörigen Gemeinschaft aus. Also fangen wir damit an Arbeit mit weiblichen Sinnen zu erfassen... 



(*verwandt durch Geburt oder auch blutsverwandt in der mütterlichen Linie)
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19 Juli 2012

voll krass

...ich habe bisher keine Tageszeitung abonniert und lese gerade eine zur Probe!
Das Ergebnis: ich bin schon am frühen Morgen frustriert ob der vielen kleinen und großen Katastrophen auf der Welt und in der näheren Umgebung... 
liebe Zeitungsmacher, das geht nicht gegen euch persönlich und es ist auch gut, dass es euch gibt und ihr einen Job habt, aber gleich morgens News, von denen die meisten einen gewissen Schrecken beinhalten, ist einfach nicht gut für mein Gemüt...
vielleicht würde ich es besser wegstecken, hätte wir draußen nicht:

...grauer Himmel – Höchsttemperatur 14° C – Regen...

grüner Trost auf dem Balkon
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18 Juli 2012

Schmalzwetter

...grauer Himmel – Höchsttemperatur 14° C – Regen... was ist das? 

Schmalzwetter!

Bei diesen gruseligen, tagelangen Wetterkombinationen fühle ich mich in gewisse kindliche Erinnerungszeiten versetzt. Und so überkommt mich zur Zeit das unkontrollierte Verlangen nach Gänseschmalzbrot und warmem Kakao – eine typische (Spät)Herbstanwandlung - und ich starre konsterniert auf meinen bunten Küchenkalender um mich zu vergewissern, dass wir wirklich Mitte Juli haben...



06 Juli 2012

Neu und Alt zugleich


Falls meine weibliche Leserschaft daran interessiert ist - ich habe auf Facebook eine Gruppe gegründet und freue mich über jede MitFrau!


Frauen - Großmütter - Mütter - Schwestern - Töchter - Tochtertöchter begegnen sich auf Augenhöhe! 


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02 Juli 2012

Mangel und Sehnsucht


Eine Freundin fragt in ihrem Post, ob es schon so was wie eine Sucht sein könnte, das morgendliche Bedürfnis erst einmal den Laptop anzuschalten und zu sehen was es Neues gibt und wie es den Bekannten der Bloggergemeinde geht oder was im sozialen Netzwerk los ist?

... ich denke ja von Sucht kann hier kaum die Rede sein (obwohl diese im Zusammenhang mit Spielen durchaus auftreten kann) - es ist wohl eher eine Art von SehnSucht!

Das chronische Fehlen einer nahestehenden Gemeinschaft in der wir gut aufgehoben sind, insbesonderes einer weiblichen, ist in unser aller Leben ein Mangel, den die Gesellschaft in der wir leben seit Generationen kultiviert und nicht abzustellen gedenkt.

Die virtuellen Verbindungen, die wir nicht mehr missen möchten, sind Ersatz für direkte menschliche Kommunikation und gleichzeitig eine Vermeidung derselben.

Luisa Francia hat mal die Frage gestellt, warum kein Sciencefiction - Autor je das Internet vorausgesehen hat... tja warum wohl?

Wahrscheinlich, weil die (überwiegend männlichen) Autoren das Bedürfnis nach menschlicher Nähe und einem Dauerkontakt unterschätzt und die Edelmütigkeit der zukünftigen Generationen, denen Geld kaum noch etwas bedeutet, überschätzt haben. Denn das Internet ist vor allem zum Geschäfte machen initialisiert worden - die wunderbare kommunikative Vernetzung der vielen vereinzelten Gesellschaftmitglieder ist nur ein Nebeneffekt, der sich ausbreitet...



29 Juni 2012

Flötentöne und Hansetag


Das musst du fotografieren sagte Isolde...

als wir auf dem Weg zu einer der Freilichtbühnen auf dem Hansetag Lüneburg waren...


um das Konzert des Flötenorchester 
"Blautöne" zu erleben, bei dem ihre Mama mitflötet...


...was waren wir begeistert!













21 Juni 2012

für Jonathan

... für Jonathan (sieben Jahre), sowie seine Geschwister und Eltern!


der Kleine erhält ab heute eine Knochenmarkspende gegen seine schwere Krankheit
 .... ich bin in Gedanken bei ihm...


17 Juni 2012

Zwei meiner Augensterne



... nach dem Hip-Hop-Auftritt ...


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04 Juni 2012

on Air...



und ohne Sammeln geht es nicht ...



14 Mai 2012

... und zum Abschluss ein Süppchen


... ich wollte nur noch mal betonen, ich bin bestenfalls Halbvegetarierin 
und esse auch ab und zu Fleisch, aber am meisten liebe ich Gemüse!


... und hier meine Grüne Suppe! 
Ein Erbsen - Kohlrabi - Spargelsüppchen mit Buchweizen-Kräuterklößchen!
(die sich, wenn welche übrig bleiben, am nächsten Tag aufbraten lassen)
Das war die Themenwoche: Mein Mittagessen!

13 Mai 2012

gestern beim Italiener

 
... und heute wieder anständig gekocht. 

Nach einem gestrigen Enkelkindertag und einer 
Einladung meiner Schwester zum 
Essen im La Roma um die Ecke,
kam ich heute erst wieder dazu ein fotogenes Gericht zuzubereiten.

... und hier präsentiere ich: 

grüner Spargel unter rosmaringewürzten Kartöffelchen 

an Hähnchen - Schnetzel, 
getoppt von Streifengemüse mit Hexensträhnen (gedünstete Hopfensprossen)...

Eine neue Themenwoche: Mein Mittagessen!

11 Mai 2012

Pellkartoffeln und Quark

 
... gehören einfach zu meinen Lieblingsessen. 

Nachdem ich gestern nicht zum Kochen kam und mich mit einer von meiner Schwester gesponserten Sellerie-Creme-Suppe begnügtevergnügte, 
gab es heute frische Kartöffelchen mit feinstem Kräuterquark und gedünsteten Gemüsestreifen mit einer Schinkengarniernung...


.... und falls sich jemand fragt, wo ich immer die taufrische Vogelmiere her habe

... eigene Ernte vom Balkon!


Eine neue Themenwoche: Mein Mittagessen!

09 Mai 2012

Da haben wir den Salat...


... denn heute war Salat - Tag


Bunter Mix aus Gurke, Tomate, Salatherz, Kräuter,
 Frühlingszwiebel, Grünen Oliven, Feta und winzigen Mozzarellas... 
sowie einem Löffel Olivenöl!

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08 Mai 2012

Ich mag Fisch...

Eine neue Themenwoche: Mein Mittagessen!
 
Ich mag... 

Fisch in Kräutersoße 

und grünen Spargel 

auf Gemüsebett 

an Oliven-Rosmarin-

Kartoffelstückchen...

etwas mehr Aufwand nach gestrigem Darben (Tomatenbutterbrot)
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07 Mai 2012

Mahlzeit


Eine neue Themenwoche: Mein Mittagessen!

Also...
heute habe ich nicht gekocht - das Auto musste in die Werkstatt - endich mal die Winter- auf SommerReifen wechseln, die fällige Inspektion durchführen  und das Wägelchen dem TÜV vorführen lassen ... 
Alles Okay!
... und damit meine Themenwoche nicht mit leerem Teller beginnt, hier das Blümchen-Highlight der  letzten Woche:
Kartoffelteig-Gemüse-Plätzchen mit Kräuterquark ...



23 April 2012

Meine Zeit als Katzen-Kind

...ich bin mit Katzen aufgewachsen... klar, schließlich bin ich auf einem Dorf groß geworden. Wir wohnten in einem Seitentrakt, der zu einer Gastwirtschaft gehörte. So eine richtige Dorfkneipe, mit einem Saal und der sogenannten Mädchenstube daneben. Diese Stube war ein Raum, in dem Veranstaltungen statt fanden oder der den Musikern und Akteuren als Garderobe diente, wenn ein Tanz abgehalten oder ein anderes dörfliches Spektakel aufgeführt wurde. Zu dem Grundstück gehörte ein großer Hof, es gab eine Scheune und Stallungen und respektable Schuppen in denen landwirtschaftliche Großgeräte vor sich hin rosteten.

Die Ställe standen leer und die riesige alte, immer dämmrige Scheune schien nur noch ein verbotener Abenteuerspielplatz ganz allein für mich und meine kleine Freundin zu sein. Es gab da den staubigem Heuboden, einen wackligen Leiterwagen auf der Tenne und Balken in schwindliger Höhe, auf denen wir balancieren konnten. Wir durften uns nur nicht erwischen lassen. Ich war das einzige Kind im Haus. Mein älterer Bruder ging schon seine eigenen Wege und ich kann mich wenig an seine Anwesenheit erinnern.

Hinter der Scheune gab es noch einen verwahrlosten Hühnerzwinger mit einem kleinen Teich, vielleicht war es auch nur eine größere Pfütze - den Enten und Gänsen schien es offenbar zu genügen. Und außer dem, an der Hundehütte angekettete weiße Spitz, beanspruchten noch mehrere Katze das Terrain.

Die schönste Spielzeit meiner sehr frühen Jugend verdanke ich den kleinen Katze, die es von Zeit zu Zeit zuhauf auf unserem Hof gab. Wo ich ihrer habhaft wurde, versuchte ich hartnäckig sie in unsere kleine Wohnung zu schmuggeln. Ich baute ihnen Nestchen unter meinem Bett, mit hinein nehmen durfte ich sie nicht. Zu gern hätte ich ein Kätzchen behalten. Es hätte es gut bei mir gehabt. Das Katzenkind konnte in der grünen Blechwiege schlafen und ich wollte es mit meinem Puppenwagen ausfahren. 

Aber leider fand ich für diese Pläne bei keinem anderen Familienmitglied Unterstützung. Auch die Milchtellerchen, die ich überall verteilte, musste ich immer wieder einsammeln und in Mutters Küche abliefern. Und leider musste ich lernen, dass Kätzchen, auch wenn sie noch klein sind, gern selber laufen und sich auch sonst keine Menschenvorschriften machen lassen. Sie flüchteten immer wieder aus den weichen Kissen der Puppenwiege. 

Doch sie spielten ganz gern mit mir und dem Wollknäuel und sie ließen sich auch streicheln, aber leider hielt das nicht lange an... denn kleine Katzen wachsen schnell und oft waren sie auch plötzlich nicht mehr da. Sie verschwanden einfach. Ich hoffe nur im Nachhinein, dass sie tatsächlich verkauft oder verschenkt wurden und nicht irgendwie entsorgt. Später, als ich begriff, dass das Leben der gemeinen Dorfkatze sehr von menschlicher Willkür abhing, genau wie die anderen „Nutztiere“, habe ich mich nicht mehr so leicht mit Gänschen, Kätzchen und Kaninchen angefreundet.

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... derzeit liegt mein Blog ein wenig brach und ich starte den Versuch dieses zu ändern. Daher habe ich mich entschlossen ab und zu eine Art Themenwoche abzuhalten. Die erste Serie widme ich dem Thema Katze!

20 April 2012

Sprichwörter für die Katz...


Mal abgesehen davon, dass bei Nacht alle Katzen grau sind, würde ich nie eine Katze im Sack kaufen, sondern höchstens selbige aus dem Sack lassen. So wie die Katze selbst ist auch das Sprichwort zur Katze recht beliebt. Aber nicht alles was da so über die Katze gesagt wird, ist auch freundlich: „Pferdehufen, Katzenklauen und Spielerhänden ist nicht zu trauen“ oder der Klassiker: „Die Katze lässt das Mausen nicht“.

Aber schleichen wir nicht wie die Katze um den heißen Brei, schließlich sind auch alle Worte für die Katz, wenn einer für die Katz arbeitet und dadurch auf den Hund kommt. Schade jedenfalls für alle, wenn kein Schmusekätzchen im Haus ist. Ob Kater Schnurr oder Katze Minka - „Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten“ sagte schon Daniel Defoe.

Überall auf der Welt wusste man die Katze zu schätzen. Ob in China: „Eine lahme Katze ist mehr wert als ein schnelles Pferd, wenn der Palast voller Mäuse ist!“ oder in Serbien: „Hätten nur die Katzen Flügel, wären Spatzen seltne Vögel“ oder in Frankreich: „Der Hund mag wundervolle Prosa sein, aber nur die Katze ist Poesie!“.

So manch einer hatte zum Thema Katze etwas zu sagen, wie Ernest Miller Hemingway. Der meinte: „Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben gehen, ohne Lärm zu machen“. Oder Hyppolyte Taine stellte fest: „Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letztlich um ein weites größer“.

Trotzdem hatte die Katze es nicht immer leicht und oft genug geschah es, „wenn die Magd genascht hat, bekam die Katze Prügel“ oder wie frustrierend ist es „wenn die Maus die Katze auslacht, ist bestimmt ein Loch in der Nähe“. 
 
Aber meist ist die Katze eine innige Freundin und nicht nur weil „Ist die Katze aus dem Haus tanzen die Mäuse auf dem Tisch“. Sie orakel für uns beim Überqueren der Straße von rechts nach links oder umgekehrt und keine Hexe, díe was auf sich hält, würde auf ihre Katze verzichten, trozdem „Keine Maus wird dir glauben, daß 'ne schwarze Katze Glück bringt“.

Ist der Hund angeblich der beste Freund des Menschen, so können wir auch davon ausgehen, dass die Katzen nicht nur Freundin sondern auch eine Begleiterin der magischen Art für uns ist und Mary Bly bringt das Wesen der Katze auf den Punkt mit der Feststellung: „Hunde kommen, wenn sie gerufen werden, Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück.“ ... und für alle andere gilt:

"Erst schmeicheln, dann kratzen, das schickt sich nur für Katzen"
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18 April 2012

Wie wild ist unser Stubentiger

Die Katzen dieser Welt sind ein besondere Spezies. Es gibt bei ihnen keine (was wir Menschen familiär nennen) Katzengemeinschaften. Die Mutterkatze behütet ihre Kinder solange, bis diese in der Lage sind eigene Mäuschen zu fangen oder selbst eine Gazelle zu reißen. 

Katzen sind überwiegend Einzelgängerinnen und außer den Löwinnen fällt mir grad keine Katzenart ein, die in (weiblichen) Rudeln lebt. Die Katze, ob Wildkatze, Tiger oder Ozelot, ist ein Reviertier, dass sich mit ihren ArtgenossInnen nicht in die Quere kommt.

Katzen sind nicht zwingend, wie der Mensch, auf bergende Gemeinschaft angewiesen und im Zusammenleben mit diesem dulden sie ihn in ihrem Revier zwecks Bereitstellen von Futter und lauschigem Plätzchen. Haben kleine Katzen erst einmal Fell, Krallen und Zähnchen können sie sich schon ein wenig verteidigen und sie sind, im Vergleich zum Menschen, relativ kurz nach der Geburt auf den Beinen und dann auch äußerst flink. 

In der freien Wildbahn sind größere Katzen dem einzelnen und waffenlosen Menschen eindeutig überlegen. Wir besitzen weder Krallen, noch Reißzähne, noch ist der Mensch besonders schnell. Gut trainiert ist er vielleicht ein ausdauernder Läufer. Ein Kind hätte keine Chance, auch nicht allein mit nur einer Mutter. Daher wurde menschlicher Nachwuchs auch schon immer von einer Gruppe Mütter und seiner Sippe beschützt. 

Hier und heute müssen wir uns nicht vor den großen gefährlichen Katzen fürchten, in der Regel leben sie ausbruchsicher in einem Zoo. Nur in den kläglichen Resten der mitteleuropäischen Wildnis leben noch ein paar größere Katzen in Freiheit. So ist unter anderem der Naturpark Harz stolz über eine stabile Population der Wildkatze und des Luchses. Aber in unserer netten und oft recht zahmen Hauskatze steckt doch noch genügend Wildheit und Freiheitsdrang. Sie kommt und geht wann sie will und wer will schon behaupten, er wüsste was hinter den unergründlichen Augen einer Katze wirklich vorgeht... 




... derzeit liegt mein Blog ein wenig brach und ich starte den Versuch dieses zu ändern. Daher habe ich mich entschlossen ab und zu eine Art Themenwoche abzuhalten. Die erste Serie widme ich dem Thema Katze!

17 April 2012

Fräulein Schröder

Meine Schwester wohnt in einem netten Haus mit gepflegtem Garten drumherum und einer still gelegenen Terrasse mit Blick auf die Vogeltränke. Dort steht auch ein bequemer Stuhl, auf dem sich meine Schwester gern zwischendurch hinsetzt – um ein wenig die Sonne zu genießen, sich an den Frühjahrsblühern zu erfreuen, im heißen Sommer den Piepmätzen beim Baden zuzusehen oder im Winter das Glitzern des schneebedeckten Rasens zu bewundern. Ein idyllisches Plätzchen der Beschaulichkeit und Ruhe.

Doch leider ist dieser Platz seit einiger Zeit oft genug bereits besetzt – von Fräulein Schröder - der stolzen Nachbarkatze. Fräulein Schröder, diesen Namen hat ihr meine Schwester verliehen, ist die Hauskatze der netten jungen Familie Schröder von gegenüber (und nicht zu verwechseln mit Schrödingers Katze).

Schröders haben, neben der Katze, auch noch zwei temperamentvolle kleine Jungs. Daher ist es durchaus möglich, dass sich Fräulein Schröder einerseits der Unruhe entziehen will, andererseits, wenn alle aus dem Haus sind, wenigstens die beschauliche Nähe der älteren Dame von nebenan, meiner Schwester, pflegen möchte. Und so weilt sie täglich gelassen und dekorativ auf dem besagten Gartenstuhl. 

Seit ein paar Tagen erwägt meine Schwester nun die Anschaffung einer zweiten Sitzgelegenheit...



... derzeit liegt mein Blog ein wenig brach und ich starte den Versuch dieses zu ändern. Daher habe ich mich entschlossen ab und zu eine Art Themenwoche abzuhalten. Die erste Serie widme ich dem Thema Katze!